• 16:53 Uhr: ZDF: Angebot an Lerninhalten wegen Schulschließungen verstärkt
  • 12:40 Uhr: Söder sagt Faschingsferien im Februar ab und baut Kabinett um
  • 11:47 Uhr: Bundesländer nicht einig über Schul- und Kitaschließungen
  • 08:19 Uhr: Scholz zur Corona-Kosten: "Wir können das lange durchhalten"
  • 05:28 Uhr: 21.237 Corona-Neuinfektionen und 1.019 neue Todesfälle gemeldet
  • 03:46 Uhr: US-Regierung: Mehr als 19 Millionen Impfdosen ausgeliefert

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Top-News: ZDF: Angebot an Lerninhalten wegen Schulschließungen verstärkt

Das ZDF hat nach eigenen Angaben wegen der Schulschließungen sein Angebot an Bildungsinhalten unter dem Titel "Terra X plus Schule" in der ZDF-Mediathek und auf dem entsprechenden Youtube-Kanal "beträchtlich verstärkt". Wie eine Sendersprecherin der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mitteilte, kommen jede Woche neue Erklärvideos aus den Fächern Erdkunde, Biologie, Chemie und Physik hinzu.

Ergänzt werde das Angebot in der Mediathek durch je nach Schulfächern sortierte Dokumentationen, Videos und Beiträge zur rechtefreien Nutzung. "Über die neuen Beiträge informiert ein regelmäßiger Newsletter, der von allen Interessierten abonniert werden kann."

Die ARD wies bei Twitter auf eigene Bildungsinhalte hin: "Die ARD bietet neben aktuellen Sendungen zahlreiche individuelle Bildungsangebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene an, die online bereit stehen."

Die ARD-Pressestelle antwortete damit auf mehrere Tweets von Nutzern, die auf ein Angebot der öffentlich-rechtlichen BBC in Großbritannien verwiesen hatten.

Die BBC hatte angekündigt, wegen des Lockdowns mehrere Stunden täglich im Fernsehen ein Schulprogramm zu zeigen. "Ein solches Schulfernsehen wäre auch bei uns eine sinnvolle Unterstützung für Rundfunkbeitragszahlende Eltern und Kinder beim Homeschooling", twitterte zum Beispiel Linksfraktionschef Dietmar Bartsch.

Die weiteren Corona-Meldungen des Tages im Überblick:

Frankreich will Hunderte Impfzentren in kommenden Wochen eröffnen

16:07 Uhr: Nach Kritik an dem schleppenden Impfstart drückt die französische Regierung nun aufs Tempo. Man wolle in den kommenden Wochen mehrere hundert Impfzentren eröffnen, kündigte Regierungssprecher Gabriel Attal am Mittwoch nach der Regierungssitzung unter Vorsitz von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in Paris an.

Die Zahl der Krankenhäuser, die Impfungen durchführen, habe sich außerdem verdreifacht. Der Präsident habe deutlich gemacht, dass die einzige Option der Erfolg sei.

"Die erste Herausforderung des Jahres 2021 besteht darin, die Franzosen vor Covid-19 zu schützen und diesen Kampf zu gewinnen", so Attal weiter. Man werde notwendige Maßnahmen ergreifen, auch wenn diese schwierig seien. So könne etwa die abendliche Ausgangssperre ab 18 Uhr auf weitere Regionen ausgeweitet werden. Derzeit gilt diese Regelung in etlichen Départements, die besonders schwer von der Epidemie getroffen sind. Im Rest des Landes und auch in der Hauptstadt Paris beginnt die Ausgangssperre um 20 Uhr.

In Frankreich sind im Vergleich zu anderen Staaten seit Start der Impfkampagne vergleichsweise sehr wenig Menschen geimpft worden - nämlich nur einige Tausend. Besonders von Politikern aus den Regionen gab es Kritik an der Politik aus Paris. Frankreich ist mit seinen 67 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern schwer von der Pandemie getroffen. Mehr als 66.000 Menschen sind bisher gestorben. Premier Jean Castex will sich am Donnerstag zum Stand der Dinge äußern.

Verschärfter Corona-Lockdown soll in Hamburg ab Freitag gelten

16:00 Uhr: Der Hamburger Senat hat eine Verlängerung und Verschärfung des Corona-Lockdowns bis Ende Januar beschlossen. Die neue Verordnung solle bereits ab Freitag gelten, sagte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Mittwoch nach einer Sondersitzung des Senats. Die aktuelle Verordnung vom 22. Dezember war bis zum Sonntag befristet.

Die bestehenden Beschränkungen würden weiter gelten, einige neue Maßnahmen kämen hinzu, erklärte Tschentscher. Demnach dürfen sich bis Ende Januar die Angehörigen eines Haushalts nur noch mit einer Person eines anderen Haushalts treffen. Für Kinder gibt es dabei anders als bisher keine Ausnahme. Der Bürgermeister appellierte an die Bürger, auf Kontakte außerhalb des eigenen Haushalts möglichst ganz zu verzichten.

Der Senat beschloss auch eine Beschränkung der Bewegungsfreiheit auf einen Radius von 15 Kilometern um den Wohnort herum, sollten sich innerhalb von sieben Tagen mehr als 200 Menschen je 100.000 Einwohner infizieren. Als Wohnort werde die Stadt gelten, präzisierte Tschentscher auf Nachfrage.

Die Regelung werde aber noch nicht in der neuen Verordnung enthalten sein. Mit den Beschlüssen setzt der Senat Vereinbarungen um, auf die sich die Ministerpräsidenten am Dienstag mit der Bundeskanzlerin verständigt hatten.

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Maas hält Dienstreisen auch in Corona-Zeiten für notwendig

15:44 Uhr: Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat bei einem Kurzbesuch in Jordanien betont, dass er gewisse Dienstreisen auch in Corona-Zeiten für zwingend notwendig hält. "Das hier ist keine Privatreise, das ist keine touristische Reise, hier geht es um Abrüstung", sagte er am Mittwoch nach seiner Ankunft in der jordanischen Hauptstadt Amman, wo er an einer Abrüstungskonferenz mit Vertretern aus 15 Länder teilnahm. Es gebe Themen, die von so großer Bedeutung seien, dass man sich persönlich treffen müsse, "um in der Außenpolitik arbeitsfähig bleiben zu können".

Für nächste Woche kündigte der Außenminister eine weitere Reise in die ägyptische Hauptstadt Kairo an. Angesichts der Rolle Deutschlands im Nahen Osten sei es "außerordentlich wichtig", die Kontakte zu pflegen.

Für Maas war der Besuch in Amman die erste Reise in ein Land außerhalb Europas seit mehr als vier Monaten. Danach war er wegen der Corona-Pandemie nur noch wenige Male innerhalb Europas unterwegs.

Die Bundesregierung hat rund 150 der etwa 200 Länder weltweit zu Corona-Risikogebieten erklärt und warnt vor nicht notwendigen, touristischen Reisen dorthin. Unter diesen Ländern ist auch Jordanien.

In Europa gibt es kaum noch Regionen, die kein Risikogebiet sind. Die Einstufung erfolgt, wenn in einem Gebiet mehr als 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche registriert werden. Nach diesen Kriterien sind aber auch alle 16 deutschen Bundesländer Risikogebiete.

Bundesregierung: Längerer Schul-Lockdown "absolut notwendig"

15:25 Uhr: Die Bundesregierung hat den Bund-Länder-Beschluss zur Verlängerung des Lockdowns auch an Schulen und Kitas bis zum Monatsende verteidigt. Die Schließung von Schulen und Kitas stelle für Familien eine große Herausforderung dar, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin. "Aufgrund der hohen Infektionszahlen blieb aber keine andere Lösung, als Präsenzpflicht auch für die Schulen für die nächste Zeit aufzuheben." Der harte Beschluss sei "absolut notwendig" gewesen.

In den Bundesländern, die für Schulen und Kitas selbst zuständig sind, laufen unterdessen die Planungen für die Umsetzung der Beschlüsse. Diese lassen Spielräume, entsprechend unterschiedlich gehen die Länder vor. So will zum Beispiel Baden-Württemberg Grundschulen und Kitas schon ab dem 18. Januar wieder aufmachen, wenn die Infektionszahlen dies zulassen.

Auch in Niedersachsen sollen Grundschüler im Wechselbetrieb ab 18. Januar wieder in die Schule kommen. Kitas bleiben beispielsweise in Nordrhein-Westfalen grundsätzlich geöffnet, die Eltern werden lediglich gebeten ihre Kinder nicht zu bringen. Und es gibt Betreuungsangebote für jüngere Schüler, deren Eltern nicht zu Hause bleiben können.

Grünen-Politiker Lucha rügt SPD-Kritik an Spahn

15:18 Uhr: Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gegen SPD-Kritik an der Impfstrategie verteidigt. "Ich muss es so klar sagen: Das Verhalten der SPD geht gar nicht! Ich halte es für unsolidarisch, unlauter und unklug", sagte der Grünen-Politiker der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Donnerstag).

In einer globalen Pandemie gehe es um gemeinschaftliche Verantwortung für die Bevölkerung und nicht um parteipolitisches Profilierungsgehabe. Alle Entscheidungen seien am Kabinettstisch gefallen. "Sich nun so aus der Verantwortung stehlen zu wollen, wird der SPD auf die Füße fallen", warnte Lucha.

Mehrere SPD-Politiker, darunter Generalsekretär Lars Klingbeil, hatten Spahn zuvor dafür verantwortlich gemacht, dass einige andere Länder beim Impfen weiter sind als Deutschland.

Berlin: Kinder Alleinerziehender zählen nicht bei Kontakt-Obergrenze

14:09 Uhr: Berlin schafft bei der Umsetzung der Corona-Kontaktbeschränkungen eine Sonderregel für die Kinder von Alleinerziehenden. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur fallen diese nicht unter die Obergrenze für private Zusammenkünfte, auf die sich der Berliner Senat bei seiner Sondersitzung am Mittwoch verständigte.

Treffen sind künftig nur noch im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Ist diese Person alleinerziehend, werden deren Kinder nicht mitgezählt, dürfen also noch dazukommen.

Bisher gilt für private Treffen in Berlin eine Obergrenze von fünf Personen aus zwei Haushalten, Kinder zählen dabei nicht mit. Mit der neuen Regelung, die voraussichtlich ab Sonntag bis 31. Januar gelten soll, folgt der Berliner Senat dem Beschluss von Bund und Ländern vom Dienstag. Die Regel zu den Kindern alleinerziehender Menschen stellt eine berlinspezifische Ergänzung dar.

Britisches Lockdown-Gesetz soll bis Ende März gelten

14:01 Uhr: Das Lockdown-Gesetz der britischen Regierung mit Ausgangsbeschränkungen und Schulschließungen soll bis zum 31. März gelten. Premierminister Boris Johnson betonte im Parlament, das Datum sei nicht deshalb gewählt, weil der Lockdown bis dahin dauern solle. Vielmehr gehe es darum, "einen steten, kontrollierten und faktenbasierten Übergang" zu ermöglichen.

Dabei dürften Fortschritte nicht schnell wieder zunichtegemacht werden, sagte Johnson am Mittwoch in London. Johnson betonte, die Lockdown-Maßnahmen würden dauernd überprüft und sobald wie möglich beendet.

Es sei wichtig, dass die Menschen zunächst zu Hause blieben, auch um den Effekt der Corona-Impfungen nicht zu zerstören, sagte der Premier. "Jede Nadel in jedem Arm macht einen Unterschied." Großbritannien impfe bereits jetzt schneller als jedes vergleichbare Land, und die Quote werde sich hoffentlich noch erhöhen. Bisher haben Johnson zufolge landesweit mehr als 1,3 Millionen Menschen eine Dosis erhalten.

Der Premierminister betonte, nach dem "Marathon des vergangenen Jahres" befinde sich das Land nun in einem "Sprint", um alle gefährdeten Menschen so schnell wie möglich zu impfen. "Wenn wir dieses Rennen für unsere Bevölkerung gewinnen wollen, müssen wir unserer Impf-Armee einen Vorsprung ermöglichen", sagte er. "Und deshalb müssen wir einmal mehr zu Hause bleiben, den (Gesundheitsdienst) NHS schützen und Leben retten."

Robert Koch-Institut: Mehr als 367.000 COVID-19-Impfungen gemeldet

Die drei Phasen der Impfstofftestung, die Dauer bezieht sich auf Durchschnittwerte. Beim Coronavirus kann die Entwicklung und Zulassung bei gleichbleibender Sicherheit beschleunigt werden, weil zeitgleich getestet, geprüft und ausgewertet wird. Darüber hinaus stehen wegen der laufenden Pandemie auch ausreichend freiwillige Testpersonen zur Verfügung.

13:53 Uhr: Die Zahl der ans Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten Impfungen gegen COVID-19 in Deutschland ist im Vergleich zum Vortag um mehr als 45.000 gestiegen. Seit dem Beginn der Impfkampagne Ende Dezember ist das Mittel damit nun mindestens 367.331 Menschen gespritzt worden. Diese Gesamtzahl ergibt sich aus bisherigen Meldungen der Bundesländer, wie aus einer RKI-Statistik vom Mittwoch (Stand: 11.00 Uhr) hervorgeht. Pro 1.000 Einwohner sind bundesweit demnach bisher 4,4 Menschen gegen die Krankheit geimpft worden.

Die meisten Impfungen pro 1.000 Einwohner wurden vom RKI bisher für Mecklenburg-Vorpommern erfasst (11,2), gefolgt von Sachsen-Anhalt (7,8) und Hessen (6,6). Die wenigsten Impfungen im Verhältnis zur Einwohnerzahl wurden bisher für Thüringen (1,7), Niedersachsen (1,9) und Brandenburg (2,1) gemeldet. In absoluten Zahlen kommt Bayern auf den höchsten Wert von mehr als 82.000 laut RKI.

Die meisten Menschen - mehr als 176.000 - wurden laut RKI-Daten bislang aus beruflichen Gründen geimpft. Dazu gehört medizinisches Personal mit sehr hohem Ansteckungsrisiko sowie Personal in der Altenpflege. Unter den Geimpften sind zudem mehr als 150.000 Bewohner von Pflegeheimen. Die Impfungen können derzeit auch wegen hohes Alters und/oder aus medizinischem Anlass geboten sein.

Damit das Mittel viel Schutz bietet, müssen zwei Dosen im Abstand von etwa drei Wochen verabreicht werden. Sobald die zweite Impfung angewendet wurde, werde das ausgewiesen, erläuterte das RKI auf Anfrage.

Die Werte, die den Behörden der einzelnen Bundesländer vorliegen, können deutlich höher liegen als die vom RKI gemeldeten, da die Meldungen teilweise mit einigem Verzug an das Institut übermittelt werden.

Spahn: "Die Tage des Impfstarts sind Tage der Zuversicht"

13:55 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Impfkampagne in Deutschland gegen Kritik verteidigt. "Die Tage des Impfstarts sind Tage der Zuversicht", sagte Spahn am Mittwoch in Berlin. Er verstehe, dass viele Menschen Fragen hätten, wenn nicht überall die Dinge gleich so funktionierten wie erhofft. Fehler müssten behoben werden.

In mehreren Punkten wies Spahn konkrete Kritikpunkte zurück. So gebe die Bundesregierung sämtliche Daten der Hersteller zu den Impfstoff-Lieferungen umgehend an die Länder weiter. Spahn bekräftigte: "Es wird genug Impfstoff für alle in Deutschland geben." Er betonte: "Wir haben genug, mehr als genug Impfstoff für alle bestellt." Es gebe kein Problem der bestellten Menge. Der Impfstoff sei aber ein knappes Gut.

Wenn nun wie geplant der Hersteller Biontech im kommenden Monat an einem neuen Standort in Marburg die Produktion starte, dann könne das Unternehmen die Impfstoffproduktion massiv ausbauen. "Das führt zu früheren Lieferungen bestellter Dosen." Es handele sich um einen Rekord beim Aufbau einer solchen Produktionsstätte. Normalerweise dauere dies ein bis zwei Jahre. "In diesem Fall wären es dann wenige Monate."

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Söder sagt Faschingsferien im Februar ab und baut Kabinett um

In Bayern werden wegen der Coronakrise die Faschingsferien abgesagt. Die eigentlich vom 15. bis 19. Februar geplante Ferienwoche werde es nicht geben. In dieser Zeit könne Unterricht nachgeholt werden, der wegen der Pandemie ausgefallen sei, teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch nach einer Sondersitzung des bayerischen Kabinetts in München mit.

Außerdem baut er das Kabinett um: Demnach soll Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek (CSU) neuer bayerischer Gesundheitsminister werden. Die bisherige Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) werde in die Staatskanzlei wechseln, sagte Söder CSU) am Mittwoch in München.

Nach Lockdown-Verschärfung: Erste Bundesländer suchen nach "Spielräumen"

Bund und Länder haben beschlossen, den Lockdown bis zum 31. Januar zu verlängern. Auch Schulen und Kitas sollen vorerst weiter geschlossen bleiben. Britta Ernst, die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, sagte, die Corona-Vereinbarungen böten Spielräume für die Frage des Umgangs mit Schulen. (Teaserbild: picture alliance/Frank Hoermann)

Bundesländer uneinig über Schul- und Kitaschließungen

11:47 Uhr: Im Umgang mit den Schulen zeichnet sich kein einheitliches Bild der Länder ab: Baden-Württembergs Regierungschef Winfried Kretschmann will Grundschulen und Kitas im Land vom 18. Januar an unter Umständen wieder öffnen. Für Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen gebe es entsprechend der Vereinbarung von Bund und Ländern bis Ende Januar keinen Präsenzunterricht.

Die Landesregierung in Schleswig-Holstein will den Lockdown an Schulen und Kitas bis Ende Januar verlängern. "Das heißt: Präsenzunterricht wird in den Schulen auch bis Ende Januar nicht stattfinden können", sagte Regierungschef Daniel Günther (CDU).

Möglichkeiten für Unterricht in den Schulen soll es im Norden vorerst nur für Abschlussklassen geben.

Thüringen und Sachsen werden wegen der Corona-Pandemie die Winterferien vorziehen - und in Sachsen werden sie auf eine Woche gekürzt. Das teilten Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) und der sächsische Kultusminister Christian Piwarz (CDU) mit.

Die FDP hat die Corona-Beschlüsse von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder derweil kritisiert und eine Perspektive für Schulen und Kitas gefordert. "Wir brauchen einen klaren Fahrplan, wie es bei Bildung und Betreuung weitergeht", sagte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer Marco Buschmann am Dienstagabend. Angesichts der Situation auf den Intensivstationen habe niemand mit Lockerungen der Corona-Regeln gerechnet. Die pauschale Verlängerung der Regeln bei Schulen und Kitas sei jedoch ein Einschnitt in die Entwicklung von Kindern und eine Belastung für Familien.

Am Dienstag hatten Bund und Länder beschlossen, dass Schulen und Kindertagesstätten bis mindestens Ende Januar weitestgehend geschlossen bleiben oder nur eingeschränkten Betrieb anbieten. Wie es im Februar weitergeht, darüber soll am 25. Januar beraten werden.

Corona führt zu Finanzierungsdefizit in öffentlichen Haushalten

11:19 Uhr: Die Coronakrise belastet die öffentlichen Haushalte und hat in den ersten drei Quartalen 2020 ein deutliches Finanzierungsdefizit verursacht. Während die Ausgaben um 11,6 Prozent auf 1231,5 Milliarden Euro stiegen, gingen die Einnahmen um 4,3 Prozent auf 1074,4 Milliarden Euro zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Die Lücke führt demnach zu einem kassenmäßigen Defizit von 157,1 Milliarden Euro.

Zum Vergleich: In den ersten neun Monaten 2019 war noch ein Finanzierungsüberschuss von 18,8 Milliarden Euro erreicht worden. Ein Defizit für die drei ersten Quartale hatte der öffentliche Gesamthaushalt zuletzt im Jahr 2016 in Höhe von 0,1 Milliarden Euro verzeichnet. Die Angaben beziehen sich auf vorläufige Ergebnisse der Kern- und Extrahaushalte der vierteljährlichen Kassenstatistik.

BBC sendet täglich Schulfernsehen während Lockdowns

11:07 Uhr: Um britische Schulen während des neuen Lockdowns zu unterstützen, strahlt die BBC jeden Tag mehrere Stunden Unterricht aus. Von diesem Montag an würden jeden Tag drei Stunden Grundschulunterricht gesendet, dazu kämen mindestens zwei Stunden für Schüler weiterführender Schulen, teilte der Sender mit.

Regierungschef Boris Johnson und Bildungsminister Gavin Williamson dankten der Sendeanstalt für die Unterstützung. Willamson kündigte zudem an, eine Million Laptops und Tablets an Schüler zu verteilen, deren Familien sich keine Endgeräte leisten können.

Wegen der raschen Ausbreitung des Coronavirus in Großbritannien hatte die Regierung einen Lockdown mit Schulschließungen und Ausgangsbeschränkungen verfügt. Das Parlament sollte den Maßnahmen am (heutigen) Mittwoch zustimmen.

Johnson und Williamson stehen in der Kritik, sie hätten zu spät die Entscheidung für Schulschließungen getroffen. Johnson hatte noch am Sonntag betont, dass die meisten Einrichtungen offen bleiben sollten. Daraufhin waren am Montag Millionen Kinder in die Schulen zurückgekehrt. Am Abend verkündete der Premierminister dann die Schließungen.

FDP-Generalsekretär kritisiert Einschränkung des Bewegungsradius

10:54 Uhr: FDP-Generalsekretär Volker Wissing hat erhebliche Zweifel, ob im Kampf gegen das Coronavirus die Einschränkung der Bewegungsfreiheit auf einen Radius von 15 Kilometern juristisch zulässig ist. "Die Bewegungsfreiheit ist ein hohes Gut und wir haben hier keine gesetzliche Grundlage. Inwieweit das verfassungskonform ist, muss man prüfen", sagte Wissig am Mittwoch im RBB-Inforadio.

Er halte die Einschränkung der Bewegungsfreiheit für eine sehr schwierige Maßnahme, zumal sich das sehr unterschiedlich auf die Menschen auswirke. "Wenn Sie in Berlin leben, haben Sie praktisch keine Einschränkungen. Wenn Sie auf dem Land, in der Fläche leben, und das nächste Dorf 15 Kilometer entfernt ist, dann sind Sie quasi aufs Dorfleben reduziert", sagte Wissing. "Das ist eine massive Freiheitsbeschränkung, und ob das verfassungskonform ist, da habe ich erhebliche Zweifel."

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Unternehmensstimmung im Euroraum trotz Corona-Maßnahmen verbessert

10:47 Uhr: Die Unternehmensstimmung in der Eurozone hat sich Ende 2020 trotz der Corona-Beschränkungen deutlich aufgehellt. Der Einkaufsmanagerindex des Forschungsinstituts IHS Markit stieg im Dezember im Monatsvergleich um 3,8 Punkte auf 49,1 Zähler, wie Markit am Mittwoch in London mitteilte. Die Umfrage fällt allerdings schwächer aus als in einer ersten Erhebungsrunde mit 49,8 Punkten ermittelt.

Der Indikator liegt damit knapp unter der 50-Punkte-Marke, die wirtschaftliches Wachstum von Schrumpfung trennen soll. Im Frühjahr war die Unternehmensstimmung im Zuge der ersten Corona-Welle drastisch eingebrochen. Nachdem sich die Indexwerte in den Sommermonaten stark erholt hatten, waren sie mit der zweiten Welle der Corona-Pandemie im Herbst wieder gefallen.

Generell ist die Stimmung unter den von den Corona-Einschränkungen besonders betroffenen Dienstleistern nach wie vor wesentlich schlechter als in den Industriebetrieben, wo die Indexwerte wieder auf ein robustes Wachstum hinweisen.

China bremst Suche von WHO-Experten nach Ursprung des Virus

10:13 Uhr: China verzögert weiter die Einreise von Experten, die im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Ursprünge des Coronavirus erkunden sollen. Außenamtssprecherin Hua Chunying begründete den Aufschub am Mittwoch vor der Presse in Peking mit nötigen Vorbereitungen. "Wir müssen noch Schwierigkeiten überwinden, um unsere internen Vorbereitungen voranzubringen und gute Bedingungen für die Experten zu schaffen, nach China zu kommen."

Die chinesische Regierung und die WHO stünden noch in Konsultationen über den Besuch der Experten, sagte die Sprecherin. Die Suche nach dem Ursprung des Virus sei eine komplizierte Sache. "Wir müssen notwendige Verfahren durchlaufen und besondere Absprachen treffen." Es gehe nach ihrem Verständnis "nicht nur um Visa, sondern auch um Termine und einige andere Details".

Es war geplant, dass die Experten nach der Ankunft in China erst zwei Woche in Quarantäne müssen. Die WHO verhandelt schon seit Monaten mit China über diese Expertenmission. Die Diskussionen kamen nur zäh voran. Jeder einzelne Experte muss von chinesischer Seite abgesegnet werden, bevor das Team die Arbeit aufnehmen kann. Die Experten wollten unter anderem in die zentralchinesische Metropole Wuhan reisen, wo das Virus auf einem Markt zuerst nachgewiesen worden war.

Chinesische Behörden streuen aber seit Monaten Zweifel daran, dass das Virus überhaupt aus China stammt. Staatsmedien verweisen auf unbestätigte Berichte, dass es mögliche Sars-CoV-2-Infektionen vor der Entdeckung der ersten Fälle Anfang Dezember 2019 in Wuhan schon in anderen Ländern gegeben haben soll. Auch wird auf heutige Spuren des Virus auf tiefgefrorenen Lebensmitteln als möglichen Beweis darauf verwiesen, dass das Virus aus dem Ausland gekommen sein könnte. Forscher vermuten hingegen Fledermäuse aus Südchina als mögliche Ursprungsquelle.

Berlins Bürgermeister Müller: "Wir sind jetzt auf der Zielgeraden"

09:44 Uhr: Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller sieht Deutschland im Kampf gegen die Corona-Pandemie auf dem richtigen Kurs. "Wir sind jetzt auf der Zielgeraden, um unsere Ziele auch wirklich zu erreichen, in Kombination mit der Impfstrategie", sagte der SPD-Politiker am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin", nachdem Bund und Länder am Vorabend eine Verlängerung und Verschärfung der Maßnahmen beschlossen hatten.

Es sei "sehr deutlich", dass die Infektionszahlen nach unten gingen, es gebe aber noch nicht genug Entlastung in den Krankenhäusern. "Und das ist ein ganz entscheidender Punkt", sagte er, dafür müsse mehr passieren. Müller ist derzeit auch Chef der Ministerpräsidentenkonferenz.

Großbritannien will Zahl der Corona-Impfungen rasch erhöhen

09:29 Uhr: Die britische Regierung will die Zahl der verabreichten Corona-Impfungen in der nächsten Zeit deutlich erhöhen. Es werde eine "massive Beschleunigung" geben, kündigte der zuständige Staatssekretär Nadhim Zahawi am Mittwoch beim Sender Sky News an. Die Ankündigung von Premierminister Boris Johnson, bis Mitte Februar mehr als 13 Millionen Menschen zu impfen, sei eine "Herkulesaufgabe", sagte Zahawi. "Es ist ein ambitioniertes Ziel, ein sehr ambitioniertes Ziel. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir es erfüllen werden."

Seit dem Beginn der Massenimpfung am 8. Dezember haben nach Angaben von Johnson landesweit mehr als 1,3 Millionen Menschen eine Dosis erhalten. Zahawi betonte, dass schon bald mehr als 1.000 Impfzentren zur Verfügung stünden. "Ich bin sicher, dass man schon bald einen echten Sprung sehen wird", sagte er.

Wegen der raschen Ausbreitung des Coronavirus in Großbritannien hat die Regierung einen neuen Lockdown mit Ausgangsbeschränkungen und Schulschließungen angeordnet. Das Parlament in London soll den Maßnahmen am (heutigen) Mittwoch zustimmen. Am Dienstag meldeten die Behörden mit mehr als 60.000 Neuinfektionen einen Tagesrekord.

Rekordzahl von Corona-Toten in den USA

08:57 Uhr: Die USA haben einen neuen Höchstwert bei Corona-Todesfällen an einem Tag erreicht. Nach Zahlen der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore wurden am Dienstag 3.775 Tote registriert. Der bisherige Rekordwert war am Mittwoch vergangener Woche mit 3.744 Verstorbenen verzeichnet worden.

Die Zahl der Neuinfektionen stieg den Daten zufolge wieder auf gut 229.000 an, wie aus Zahlen der Universität am Mittwoch hervorging. Der bislang höchste Wert war am Samstag mit 297.491 Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet worden.

Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 21 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 357.000 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen werden die Zahlen - unter anderem die der Neuinfektionen binnen 24 Stunden, aber auch die der Toten - nachträglich aktualisiert.

Weil zu schwieriger Corona-Lage: Harte Zeit wohl noch bis Ende März

08:23 Uhr: Die nach wie vor angespannte Corona-Infektionslage dürfte nach Einschätzung von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil wohl noch weit über den verlängerten Lockdown hinaus anhalten. Er rechne aus derzeitiger Sicht bis Ende März mit einer insgesamt schwierigen Situation, sagte der SPD-Regierungschef am Mittwochmorgen im Norddeutschen Rundfunk.

"Danach wird es hoffentlich besser." Bund und Länder hatten sich am Dienstag darauf verständigt, die bestehenden Corona-Auflagen zunächst bis Ende Januar aufrechtzuerhalten und noch einmal zu verschärfen.

Scholz zur Corona-Kosten: "Wir können das lange durchhalten"

08:19 Uhr: Deutschland kann sich aus Sicht von Vizekanzler und Bundesfinanzminister Olaf Scholz die Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie finanziell leisten. "Wir können das lange durchhalten, wir haben Vorsorge getroffen", sagte der SPD-Kanzlerkandidat am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin", nachdem Bund und Länder am Vorabend eine Verlängerung und Verschärfung des Lockdowns beschlossen hatten. Es gebe "keinen ganz kompletten Stillstand", in Fabriken und vielen Büros werde gearbeitet, sagte Scholz. Deutschland habe gut gewirtschaftet.

Mit Blick auf das für diesen Mittwoch geplante Treffen eines neuen Kabinettsausschusses zum Impfen sagte Scholz, am wichtigsten sei nun, sicherzustellen, dass in Deutschland und Europa genügend Impfstoff produziert werde und zur Verfügung stehe. Man müsse sehen, wo man dabei helfen könne, dass ausreichend schnell produziert werde. Was gut für die Gesundheit sei, sei nicht immer wirtschaftlich für die Unternehmen.

Der SPD-Kanzlerkandidat wies den Vorwurf zurück, die Sozialdemokraten machten mit ihrem jüngsten "Fragenkatalog" an Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Wahlkampf. "Es geht um eine sehr ernste Sache", sagte er. Er sei froh, dass die Fragen gestellt seien und nun beantwortet würden. "Ohne transparente Beantwortung aller dieser Fragen, glaube ich, werden wir nicht weiter vorankommen."

Weil Deutschland Ende des vorletzten Jahres unter 60 Prozent Staatsverschuldung gehabt habe, könne man nun Kredite aufnehmen, erklärte Scholz. Nach der Finanzkrise habe die Verschuldung bei mehr als 80 Prozent gelegen. Nun werde man nach gegenwärtigen Berechnungen "selbst wenn es sehr schlimm kommt" nicht "weit" über 70 und "auch schnell wieder runter" kommen.

21.237 Corona-Neuinfektionen und 1.019 neue Todesfälle gemeldet

05:28 Uhr: Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 21.237 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1.019 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Mittwochmorgen bekanntgab. Der Höchststand von 1.129 neuen Todesfällen war am 30. Dezember erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3.500 Nachmeldungen enthalten.

Eine Interpretation der Daten bleibt schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden. Dem Verband Akkreditierter Labore in der Medizin (ALM) zufolge war die Zahl der Labortests über den Jahreswechsel im Vergleich zur Weihnachtswoche noch einmal weiter gesunken. Verglichen mit der Woche vor Weihnachten hat sich die Zahl in der vergangenen Woche ungefähr halbiert.

"Wir erwarten, dass zum Jahresanfang mit der Öffnung von Arztpraxen und Teststellen wieder mehr Personen getestet werden", hatte der erste Vorsitzende des Verbands, Michael Müller, am Dienstag erklärt. Das RKI geht davon aus, dass die Meldedaten zum Infektionsgeschehen frühestens Ende nächster Woche/Anfang übernächster Woche wieder belastbar sind, wie es auf Anfrage hieß.

  • Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Mittwochmorgen bei 127,3.
  • Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1.808.647 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 06.01., 00.00 Uhr).
  • Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 36 537.
  • Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.451.000 an.
  • Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Dienstag bei 0,81 (Montag: 0,85). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 81 weitere Menschen anstecken.

21.237 Corona-Neuinfektionen und 1.019 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 21.237 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1.019 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Mittwochmorgen bekanntgab. (Teaserbild: imago images/Bernd Friedel)

US-Regierung: Mehr als 19 Millionen Impfdosen ausgeliefert

03:46 Uhr: Dreieinhalb Wochen nach der ersten Zulassung eines Impfstoffs gegen COVID-19 sind in den USA nach Regierungsangaben mehr als 19 Millionen Dosen an die Bundesstaaten ausgeliefert worden. Alleine am Dienstag seien mehr als 3 Millionen Dosen verteilt worden, hieß es in einer Mitteilung des amtierenden US-Verteidigungsministers Christopher Miller.

Zur Zahl der unter den rund 330 Millionen Amerikanern verabreichten Impfungen wurden keine Angaben gemacht. In Deutschland mit seinen rund 83 Millionen Einwohnern sind bislang etwa 1,3 Millionen Impfdosen an die Bundesländer gegangen. In den USA wurde der erste Impfstoff zehn Tage früher als in der EU zugelassen.

Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie sind in den USA nach Statistiken der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore mehr als 21 Millionen Infektionen verzeichnet worden. Mehr als 357.000 Menschen starben nach einer Infektion mit dem Virus. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Die Logistik bei der Impfstoffverteilung für die Vakzine von Biontech/Pfizer und Moderna.

Gemeindebund: Eingeschränkter Bewegungsradius nicht kontrollierbar

02:00 Uhr: Der Deutsche Städte- und Gemeindebund zweifelt an der Umsetzbarkeit des eingeschränkten Bewegungsradius für Menschen aus Corona-Hotspots. "Klar ist, dass in Gebieten mit sehr hohen Inzidenzen zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden müssen", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Rheinischen Post" (Mittwoch). Ein solch eingeschränkter Bewegungsradius sei allerdings kaum kontrollierbar und es sei fraglich, ob er letztlich durch die vielen Ausnahmen Wirkung entfalten werde, sagte Landsberg.

Bund und Länder hatten am Dienstag unter anderem vereinbart, dass Menschen in Landkreisen, in denen binnen sieben Tagen mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gemeldet wurden, sich ohne triftigen Grund nicht mehr als 15 Kilometer von ihrem Wohnort entfernen dürfen. Zudem werden die ursprünglich bis zum 10. Januar vereinbarten Lockdown-Regeln bis zum Monatsende verlängert.

Generell halte der Städte- und Gemeindebund die Verlängerung des Lockdowns für eine richtige Entscheidung, sagte Landsberg. "Das ist für die Menschen und die Wirtschaft zwar hart, aber im Hinblick auf die nach wie vor viel zu hohen Infektionszahlen und die starke Beanspruchung des Gesundheitswesens leider unvermeidbar", sagte er.

Drosten: Neue Corona-Variante ernst nehmen - noch schwer einzuordnen

01:00 Uhr: Der Virologe Christian Drosten sieht noch viele offene Fragen rund um die neue, zuerst in Großbritannien nachgewiesene Corona-Variante B.1.1.7. "Das ist ganz schwer einzuordnen, immer noch", sagte der Leiter der Virologie an der Berliner Charité im Podcast "Coronavirus-Update" vom Dienstag bei NDR-Info.

"Ich gehe davon aus, dass wir, sagen wir, vielleicht bis Ostern oder bis Mai ganz klare experimentelle Evidenz haben, ob jetzt dieses Virus übertragbarer und gefährlicher ist oder nicht. Aber das wird einfach dauern."

Derzeit werde noch zusammengetragen, wie verbreitet die neue Variante in Deutschland ist, schilderte der Virologe. Von einem großen Problem damit gehe er momentan nicht aus. Nachdem er auch Daten aus Dänemark zum Thema gesehen habe, sei er der Ansicht, dass die Variante ernst genommen werden müsse, erläuterte Drosten.

Auch in Deutschland müsse man verstärkt nach der Mutation schauen. Hintergrund sind Befürchtungen, dass die Variante übertragbarer ist - also dass ein Infizierter im Schnitt mehr Menschen ansteckt als bisher, die Variante also mit einer höheren Reproduktionszahl einhergeht.

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Mit Material von dpa, afp, sid und apa.
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