• 17:42 Uhr: ➤ Erstmals mehr als 1.000 Neuinfektionen im Großraum Sydney
  • 16:39 Uhr: Ethikrat: 2G-Modell keine Impfpflicht durch die Hintertür
  • 14:50 Uhr: Markus Söder kündigt Krankenhausampel an - keine FFP-2-Pflicht mehr
  • 14:14 Uhr: 59,7 Prozent aller Menschen in Deutschland vollständig geimpft

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➤ Erstmals mehr als 1.000 Neuinfektionen im Großraum Sydney

Der australische Bundesstaat New South Wales mit der Metropole Sydney hat erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 1.000 Neuinfektionen binnen eines Tages verzeichnet. Die Behörden meldeten am Donnerstag 1.029 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Trotz eines seit acht Wochen geltenden strikten Lockdowns bekommt die Region an der Ostküste die jüngste Viruswelle bislang nicht in den Griff.

Gleichzeitig kündigte die Regierungschefin des Bundesstaats, Gladys Berejiklian, leichte Lockerungen der Regeln für vollständig Geimpfte an. So dürfen sich ab dem 13. September wieder Gruppen von bis zu fünf Menschen draußen treffen - jedoch nur in einem Umkreis von fünf Kilometern von ihrem Wohnsitz.

Berejiklian kündigte weitere Lockerungen an, sobald 70 Prozent der acht Millionen Einwohner des Bundesstaates geimpft seien. Derzeit haben erst knapp 33 Prozent der Bürger von New South Wales einen vollständigen Impfschutz.

Australien mit seinen 25 Millionen Einwohnern hat sich mit Beginn der Pandemie abgeschottet von der Außenwelt. Dank der Insellage als Kontinent und extrem strenger Regeln hatten die Behörden das Virus lange gut im Griff. Jedoch kämpfen sie nun seit Wochen gegen die bislang schwerste Welle - speziell im Großraum Sydney. Experten machen die schleppend angelaufene Impfkampagne und die Delta-Variante für die steigenden Zahlen verantwortlich.

Die weiteren Corona-News des Tages:

Hohe Infektionszahlen in Norwegen

17:09 Uhr: Norwegen hat am Donnerstag die höchste Zahl an Neuinfektionen seit Beginn der Corona-Pandemie verzeichnet. Bei 1.294 Menschen wurde der COVID-19-Erreger festgestellt. In den vergangenen zwei Wochen gab es 152 gemeldete Fälle pro 100.000 Einbürger, teilte die Gesundheitsbehörde mit.

Vor allem in Städten wie Oslo, Bergen und Trondheim sind die Zahlen nach dem Ende der Sommerferien in die Höhe geschnellt. An einer Schule in Oslo wurden am Donnerstag 79 Infizierte verzeichnet. Vielerorts reichen die Kapazitäten nicht mehr aus, die Ansteckungsherde und die Kontaktpersonen ausfindig zu machen. "Viele der Infizierten haben viele enge Kontakte", sagt Beate Husa, Gesundheitsstadtrat in Bergen, dem norwegischen Rundfunk NRK. Dies sei ein Grund dafür, dass die Kapazitäten zur Infektionsverfolgung unter großem Druck stünden.

Die Gesundheitsbehörden hatten am Mittwoch erklärt, dass die Pandemie trotz der höheren Zahlen unter Kontrolle sei. Die Anzahl der Krankenhauseinweisungen sei zwar steigend, aber immer noch auf einem niedrigen Niveau.

In Norwegen sind inzwischen rund 62 Prozent der erwachsenen Bevölkerung vollgeimpft. In Dänemark haben 80 Prozent der über 12-Jährigen ihre zweite Spritze bekommen. In Schweden haben rund 66 Prozent der erwachsenen Bevölkerung beide Dosen bekommen.

Ethikrat: 2G-Modell ist keine Impfpflicht durch die Hintertür

16:39 Uhr: Der Deutsche Ethikrat hält das Hamburger 2G-Optionsmodell nicht für eine Impfpflicht durch die Hintertür. "Eine Pflicht ist etwas, dem man sich nicht entziehen kann", sagte die Ethikrat-Vorsitzende Alena Buyx am Donnerstag dem Hörfunksender NDR Info.

Das sei hier nicht der Fall. Stattdessen werde "Druck aufgebaut, um es attraktiver zu machen, sich und andere zu schützen".

Die 2G-Option ist in Hamburg von Samstag an möglich. Dann können Veranstalter entscheiden, ob sie nur noch Geimpfte und Genesene einlassen, die dann weitgehend von den Corona-Einschränkungen befreit sind, oder ob sie weiter das 3G-Modell nutzen wollen. Dieses bezieht Getestete und damit Ungeimpfte ein, unterliegt aber den bisherigen Corona-Einschränkungen.

Buyx sagte, aus ethischer Sicht sei das 3G-Modell besser, weil es mehr Teilhabe biete. Wenn sich die Situation aber weiter verschlechtern würde, sei 2G ethisch vertretbar, wenn damit maßvoll umgegangen werde.

"Man sollte vorher alles andere ausgeschöpft haben." Wichtig sei zudem, vorab zu überdenken, welche Bereiche betroffen seien. "Die Disco ist nicht der Sportverein und auch nicht der Behördenbesuch."

Impfstoff für Lateinamerika: Pfizer will in Brasilien produzieren

16:07 Uhr: Das deutsche Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer wollen zusammen mit einer brasilianischen Pharmafirma in Brasilien Impfstoff gegen das Coronavirus für Lateinamerika produzieren. Dies geht aus einer Absichtserklärung hervor, die sowohl Pfizer und Biontech als auch Eurofarma am Donnerstag veröffentlichten.

Demnach sollen der Technologie-Transfer, die Entwicklung vor Ort und die Installation der Geräte sofort beginnen und in der Wirtschaftsmetropole Sao Paulo mehr als 100 Millionen Impfstoffdosen jährlich hergestellt werden, die ausschließlich für den lateinamerikanischen Markt vorgesehen sind.

"Die heutige Partnerschaft ist ein wichtiger Schritt, um den Zugang zu Impfstoffen in Lateinamerika zu erweitern und darüber hinaus unser globales Produktionsnetzwerk auszubauen", wurde Ugur Sahin, CEO und Mitbegründer von Biontech, zitiert.

Dies ist nach Astrazeneca und der Forschungseinrichtung "Fundação Oswaldo Cruz" in Rio de Janeiro sowie Sinovac und dem "Instituto Butantan" in São Paulo der dritte Impfstoff, der im größten Land Lateinamerikas in Kooperation mit einem ausländischen Unternehmen produziert wird. Astrazeneca und Coronavac sind die beiden Vakzine, die im nationalen Impfplan Brasiliens am meisten vertreten sind.

Allerdings jagen Brasilianer ihrem bevorzugten Impfstoff - dem von Biontech/Pfizer - durch Metropolen wie Rio geradezu hinterher. Wegen fehlender Impfdosen muss die Impfkampagne immer wieder ausgesetzt werden. Auch andere Länder in der Region haben bislang Schwierigkeiten, an ausreichende Mengen von Impfstoff zu kommen.

Für Kinder ab drei Jahren: Kubanischer Corona-Impfstoff in letzter Testphase

Eine Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche zwischen drei und 18 Jahren befindet sich in Kuba mittlerweile in der letzten Testphase. Die Wirksamkeit liegt laut Hersteller bei 91,2 Prozent.

Klinikkonzern Asklepios schaltet allmählich auf Normalbetrieb um

15:49 Uhr: Trotz fortdauernder Corona-Pandemie schaltet der Hamburger Krankenhauskonzern Asklepios allmählich wieder auf Normalbetrieb. "Immer mehr Patientinnen und Patienten kommen wieder zu uns, um sich wegen akuter Beschwerden behandeln zu lassen, aber eben auch, um aufgeschobene Behandlungen nachzuholen", berichtete der Chef des zweitgrößten privaten Klinikbetreibers in Deutschland, Kai Hankeln, am Donnerstag bei der Vorlage der Halbjahreszahlen.

Dies schlägt sich im Zeitraum Januar bis Juni auch schon in der Patientenzahl nieder: Insgesamt behandelten die Asklepios-Kliniken im ersten Halbjahr knapp 1,45 Millionen Patienten, nach 1,08 Millionen ein Jahr zuvor. In der Vorjahreszahl ist allerdings die zur Jahresmitte 2020 abgeschlossene Übernahme des Konkurrenten Rhön-Klinikum nicht berücksichtigt. Auf Röhn-Klinikum allein entfielen im ersten Halbjahr 0,39 Millionen Patienten, sodass sich für Asklepios allein ein geringfügiger Rückgang der Patientenzahl ergibt, der aus dem Minus des ersten Quartals resultiert.

Asklepios ist mit der Übernahme von Rhön zum zweitgrößten privaten Klinikbetreiber in Deutschland nach Fresenius Helios aufgestiegen. Derzeit betreibt der Konzern bundesweit mehr als 170 medizinische Einrichtungen mit rund 67.000 Beschäftigten.

Der Umsatz des Konzerns stieg im ersten Halbjahr deutlich auf 2,53 (1,81) Milliarden Euro, allerdings vor allem wegen der Übernahme von Rhön-Klinikum. Auf vergleichbarer Basis gibt Asklepios einen Umsatzzuwachs von 2,6 Prozent an. Trotz höherer Personalkosten und coronabedingter Materialaufwendungen sprang für das erste Halbjahr unter dem Strich ein Gewinn von 43 (21,8) Millionen Euro heraus.

Thailand plant Lockerung des Lockdowns - Restaurants sollen öffnen

15:28 Uhr: Die Behörden in Thailand wollen den strikten Lockdown in der Hauptstadt Bangkok und vielen anderen Provinzen bald lockern. Dann könnten Restaurants wieder öffnen, auch der in weiten Teilen eingestellte innerthailändische Flugverkehr soll wieder starten. Einen entsprechenden Vorschlag wolle das Gesundheitsministerium am Freitag dem staatlichen Corona-Krisenzentrum unterbreiten, berichtete die Zeitung "Bangkok Post" am Donnerstag. Dann soll auch ein Zeitplan bekannt werden.

Restaurants in 29 sogenannten dunkelroten Zonen sowie in 37 "roten Zonen" dürften dann wieder bis 20.00 Uhr Gäste empfangen - derzeit ist nur Take-away erlaubt. Jedoch sollen Lockerungen nur für vollständig Geimpfte oder Menschen mit negativem Testergebnis gelten. Auch Flugpassagiere müssten dann künftig einen Impfausweis oder einen negativen Test vorweisen.

Weite Teile Thailands befinden sich seit Wochen in einem strikten Lockdown. Es gelten Ausgangsbeschränkungen, zudem sind die meisten Geschäfte geschlossen. Jedoch geht die Zahl der Corona-Neuinfektionen seit Tagen zurück. Derzeit liegt sie bei etwa 18.000 neuen Fällen am Tag, vor zwei Wochen waren es noch mehr als 23.000.

Im vergangenen Jahr galt Thailand noch als Vorzeigeland im Kampf gegen die Pandemie - seit April erlebt der Staat aber seine bisher schwerste Welle. Bislang sind nur etwa neun Prozent der 70 Millionen Einwohner vollständig geimpft. Einige Regionen, darunter die größten Inseln Phuket und Ko Samui, versuchen seit einigen Wochen dank spezieller Projekte einen Neustart des wichtigen Tourismussektors.

COVID-19

Armin Laschet kurz ohne Maske im Laden - Video kursiert auf Twitter

15:00 Uhr: Ein Videoausschnitt, in dem NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) zunächst ohne Maske einen Laden in Aachen betritt, hat für Debatten auf Twitter gesorgt. Zu sehen ist, wie der Kanzlerkandidat der Union in seiner Heimatstadt in den Imbiss ohne Mundschutz eintritt, vor der Theke stehen bleibt, zwei Männer coronakonform mit der Faust begrüßt und sich dann erst die Maske aufsetzt.

Die kurze Sequenz stammt aus einer ARD-Dokumentation, die bereits am vergangenen Sonntag zur Bundestagswahl ausgestrahlt worden war.

Mit dem Kommentar "Ich bin kein Mediziner, aber setzt man die Maske nicht vor dem Ladenbesuch auf?" hatte der Twitter-Nutzer Jasper Wiezorek den Ausschnitt bei der Social-Media-Plattform geteilt. Wiezorek bezeichnet sich in seinem Twitter-Profil als Sozialdemokrat und als "Team Olaf Scholz". In dem ARD-Film ist kurz darauf noch zu sehen, wie der CDU-Chef mit den beiden Herren im Stehen ein Gläschen Schnaps trinkt.

Auf Twitter hieß es in den Kommentaren unter anderem: "1 1/2 Jahre #Pandemie und nicht dazu gelernt." Ein anderer postete dagegen: "Mein Gott er ist geimpft die zwei tragen Maske irgendwann ist auch mal gut. Man muss echt nicht wegen alles eine Sau durchs Dorf treiben. Kann ja nicht euer ernst sein, dass ihr euch darüber echauffiert, dass er seine Maske 10 Sekunden zu spät aufsetzt."

Markus Söder kündigt Krankenhausampel an - keine FFP-2-Pflicht mehr

14:50 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat für die kommende Woche eine Corona-Verordnung unabhängig von der Inzidenz angekündigt. Zudem soll die FFP-2-Maskenpflicht in Bayern fallen.

"Wir werden eine einfachere und verständlichere Verordnung auf den Weg geben", sagte der CSU-Chef am Donnerstag in München. Er betonte, Basis bleibe das seit dieser Woche geltende 3G-Prinzip mit Freiheiten für Geimpfte, Genesene und Getestete. Zudem werde es Warnstufen geben, die die Krankenhausbelastung berücksichtigen. Je nach Bettenauslastung - auch bei Intensivbetten - werde es eine gelbe und rote Warnstufe geben, bei der es dann strengere Corona-Auflagen gebe.

Söder betonte, dass es keinen weiteren Lockdown wie in den ersten drei Corona-Wellen mehr geben solle. Dies sei im Umgang mit Geimpften und Genesenen nicht mehr rechtlich möglich.

Darüber hinaus, so Söder, werde in Bayern die Pflicht zum Tragen von FFP-2-Masken fallen, künftig würden sogenannte medizinische Masken gleichgestellt. Die nächste Kabinettssitzung in Bayern findet am kommenden Dienstag statt. Söder betonte, dass in den kommenden Tagen die Details zu den Neuerungen erarbeitet und anschließend im Kabinett besprochen würden.

59,7 Prozent aller Menschen in Deutschland vollständig geimpft

14:14 Uhr: Die Corona-Impfungen in Deutschland gehen weiter voran. Vollständig mit der meist nötigen zweiten Spritze geimpft sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums von Donnerstag nun fast 49,7 Millionen Menschen oder 59,7 Prozent der Gesamtbevölkerung. Mindestens eine erste Impfung bekommen haben 53,7 Millionen Menschen oder 64,6 Prozent aller Einwohner.

Damit hätten 73 Prozent aller über 12-Jährigen mindestens eine Impfung erhalten, schrieb Minister Jens Spahn (CDU) auf Twitter und ergänzte: "Danke an alle, die mithelfen!"

Unter den Bundesländern nähert sich Bremen als erstes der Marke von 70 Prozent voll geimpften Einwohnern - aktuell sind es 69,8 Prozent.

Frankreich hält trotz Protesten an Impfpflicht fest

13:50 Uhr: Trotz wochenlanger Proteste hält Frankreich an der Impfpflicht für das Gesundheits- und Pflegepersonal fest. Regierungschef Jean Castex sagte am Donnerstag dem Rundfunksender RTL, die Regierung werde in diesem Punkt "nicht nachgeben". Ab dem 15. September würden Sanktionen gegen alle Gesundheitskräfte verhängt, die bis dahin nicht mindestens eine erste Impfdosis erhalten hätten, betonte er.

Präsident Emmanuel Macron hatte die Impfpflicht im Juli angekündigt. An den vergangenen sechs Wochenenden waren dagegen zehntausende Franzosen auf die Straße gegangen, auch für kommenden Samstag sind Proteste angekündigt. Umfragen zufolge befürworten jedoch bis zu drei Viertel der Franzosen die Maßnahme.

Nach Castex' Angaben sind inzwischen mehr als 83 Prozent des Personals in französischen Krankenhäusern oder Altenheimen geimpft. Das zeige, das die Impfpflicht "funktioniere", betonte der Premier. Wer bis zum 15. Oktober nicht vollständig immunisiert ist, dem drohen Konsequenzen bis hin zum Berufsverbot.

Für alle Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sieht die französische Regierung darüber hinaus Auffrischungsimpfungen vor. Diese sollen am 12. oder 13. September beginnen, wie Castex mitteilte. Der Chef des wissenschaftlichen Corona-Beirats, Jean-François Delfraissy, hatte sich am Mittwoch für eine "dritte Dosis für den Großteil der geimpften Bevölkerung" ausgesprochen. Er begründete dies mit dem nachlassenden Schutz vor einer Ansteckung, der sich in Studien gezeigt habe.

Regionale Klinikbelegung als neuer Corona-Maßstab geplant

13:15 Uhr: Die regionale Klinikbelegung mit Corona-Patienten soll nach Plänen des Bundesgesundheitsministeriums künftig der wesentliche Maßstab sein, um Gegenmaßnahmen wie Alltagsbeschränkungen auszulösen. Ressortchef Jens Spahn (CDU) sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: "Entscheiden müssen dann die Länder. Sie behalten auch alle anderen Pandemie-Kriterien im Blick und können damit die Lage in ihrer Region am besten beurteilen."

Konkret soll nach einem Formulierungsvorschlag des Ministeriums für die Koalitionsfraktionen besonders die "Hospitalisierungs-Inzidenz" herangezogen werden - also die Zahl der zur Behandlung aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Der Schwellenwert, ab dem Gegenmaßnahmen greifen, sei "jeweils unter Berücksichtigung der regionalen stationären Versorgungskapazitäten festzusetzen mit dem Ziel, eine drohende Überlastung der regionalen stationären Versorgung zu vermeiden." Einbezogen werden könnten etwa auch die Infektionsdynamik und die Zahl geimpfter Personen.

Hintergrund ist, dass die bisher als Haupt-Indikator genutzte Zahl der Neuinfektionen (Inzidenz) angesichts des Impffortschritts nicht mehr so direkt auf die Klinikbelastung durchschlägt. Spahn sagte dem RND: "Die Inzidenz hat ausgedient. Um die Pandemielage zu beurteilen, ist die Hospitalisierungsrate sehr viel aussagekräftiger." Sie zeige, ob die Pandemie trotz hoher Impfquote noch gefährlich werde.

Russland meldet mit 820 Fällen neuen Höchststand der täglichen Corona-Toten

13:00 Uhr: Russland hat am Donnerstag die höchste Zahl an täglichen Corona-Todesfällen seit Beginn der Pandemie gemeldet. Binnen 24 Stunden seien 820 Menschen an Covid-19 gestorben, teilten die Behörden mit. Damit wurde der bisherige Höchststand vom 14. August von 819 Corona-Toten an einem Tag übertroffen.

Insgesamt starben in Russland nach Angaben der Gesundheitsbehörden bislang 179.243 Menschen an einer Corona-Infektion. Die russische Statistikbehörde Rosstat, die eine weitere Definition von Corona-Todesfällen anwendet, sprach hingegen bereits Ende Juni von mehr als 300.000 Toten.

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Russland sank am Donnerstag allerdings auf 19.630 Fälle. Damit wurden landesweit bereits mehr als 6,8 Millionen Ansteckungen registriert. Hauptinfektionsherde sind weiterhin die Hauptstadt Moskau und Russlands zweitgrößte Stadt St. Petersburg.

Die derzeitige, durch die hochansteckende Delta-Virusvariante ausgelöste Corona-Welle trifft Russland besonders hart, zumal die Impfbereitschaft in dem riesigen Land gering ist. Obwohl die Impfkampagne bereits im Dezember 2020 startete, haben gerade einmal rund 30 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Corona-Impfdosis erhalten. Auch die Appelle von Staatschef Wladimir Putin, sich immunisieren zu lassen, haben die Impfbereitschaft nicht nachweislich erhöht.

Trotz der schlechten Lage wurden die meisten Corona-Restriktionen in Moskau, dem Epizentrum der Pandemie in Russland, aufgehoben. Dabei steht das Bestreben im Vordergrund, die Wirtschaft nicht weiter zu beeinträchtigen.

Delta-Variante wütet in Florida: Leichen stapeln sich bei Bestatter "bis zur Decke"

12:54 Uhr: Die von der Delta-Variante angeheizte Corona-Welle hat Florida fest im Griff: Kein anderer US-Bundesstaat meldet derzeit so viele Fälle. 18 Prozent der Patienten, die derzeit in den USA wegen einer Infektion mit dem Virus stationär behandelt werden, liegen in einem Krankenhaus in dem Bundesstaat - obwohl in Florida nur sieben Prozent der US-Bevölkerung leben.

Im Schnitt meldet der Bundesstaat mit gut 21 Millionen Einwohnern aktuell über 21.000 Neuinfektionen pro Tag - so viele wie auf dem Höhepunkt der Pandemie im Januar, als fast niemand geimpft war. In der vergangenen Woche starben in dem Bundesstaat 1.486 Menschen am Coronavirus - so viele wie nie zuvor seit Beginn der Pandemie. Die Folge: Die Bestatter kommen vielerorts nicht mit der Arbeit hinterher. Es gebe einen Zustrom von Leichen, wie sie ihn noch nie gesehen haben, berichtet der Lokalsender WFLA.

"In dem Bereich, in dem die Leichen vor der Einäscherung gelagert werden, stapeln sich die Körper bis zur Decke", heißt es über ein Bestattungsunternehmen aus Winter Garden im Orange County. Das Personal arbeite Tag und Nacht, um die Toten zu bestatten.

Trotzdem wettern die Republikaner in Florida gegen Masken, Corona-Vorschriften und -Impfungen. Derzeit sind rund 53 Prozent der Menschen in Florida vollständig geimpft, etwas mehr als der Landesschnitt.

Floridas Gouverneur Ron DeSantis lehnt neue Corona-Auflagen ab. Als die Gesundheitsbehörde CDC jüngst erklärte, Schulkinder sollten wegen der Delta-Variante erneut Masken tragen, wehrte sich der Republikaner. "Kinder zu zwingen, eine Maske zu tragen, ist schlechte Politik", erklärte er. Diese Entscheidung müsse den Eltern überlassen werden.

Die Politik von Präsident Joe Biden würde zu einem "biomedizinischen Sicherheitsstaat führen", warnte DeSantis bereits Anfang des Monats. Für den Anstieg der Corona-Infektionen macht der Gouverneur neben dem heißen Wetter, das die Menschen in klimatisierte Räume treibt, Bidens angeblich laxe Politik an der Grenze zu Mexiko verantwortlich. Er habe durch "die offene Südgrenze mehr Virus aus aller Welt importiert", sagte DeSantis. Die Großstädte Floridas sind allerdings fast 2.000 Kilometer von der Grenze in Texas entfernt.

500.000 Menschen haben Testergebnis mit Corona-Warn-App geteilt

11:12 Uhr: Seit dem Start der Corona-Warn-App haben mehr als eine halbe Million Menschen ihr positives Testergebnis über die Smartphone-Anwendung geteilt. Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag auf Twitter mit. "Damit haben sie andere gewarnt und dazu beigetragen, Infektionsketten zu beenden."

Experten gehen davon aus, dass dadurch in über 200.000 Fällen Infektionsketten unterbrochen wurden. Die Zahl der relevanten Warnungen könnte aber noch viel höher sein, wenn alle Anwenderinnen und Anwender der App, die positiv getestet worden seien, dies auch in die App eintragen würden. Anfangs trauten sich nach Regierungsangaben aber nicht einmal 40 Prozent der Betroffenen, diese Alarmkette auszulösen. Inzwischen ist der Anteil deutlich höher, exakte Zahlen liegen aber nicht vor.

Bei einer im Juni 2021 veröffentlichten repräsentativen Meinungsumfrage des Digitalverbandes Bitkom sagten 72 Prozent der App-Wender, sie würden ein positives Ergebnis in der App teilen. Im Januar 2021 waren es nur 62 Prozent.

Die Corona-Warn-App zur Vermeidung von Infektionsketten wurde am 16. Juni 2020 in den Stores von Apple und Google veröffentlicht. In den ersten Monaten entwickelte sich die Verbreitung sehr dynamisch. Im September 2020 hatte das RKI über 18 Millionen Downloads in den Stores von Google und Apple registriert. Danach flachte die Kurve allerdings deutlich ab.

Zuletzt verzeichnete das RKI 32,4 Millionen Downloads. Die Zahl der aktiven Nutzer fällt geringer aus, da nicht erfasst wird, wer die App bereits wieder deinstalliert oder nach einem Wechsel des Smartphones nicht erneut installiert hat. Die Corona-Warn-App des Bundes gilt aber trotzdem als eine der erfolgreichsten Apps dieser Art weltweit.

Spahn erwägt Impf-Booster für alle Bürger

Laut RKI steht Deutschland vor einer vierten Corona-Welle. Anders als im Sommer 2020 sind große Teile der Bevölkerung jedoch gegen das Virus geimpft. Gesundheitsminister Spahn erwägt nun eine Auffrischungsimpfung für alle Bürger. Demnach würden die Länder derzeit schrittweise mit den sogenannten Booster-Impfungen beginnen.

Bundesweit mehr als 90 Ermittlungsverfahren gegen Testzentren

10:49 Uhr: Bundesweit laufen einem Medienbericht zufolge mindestens 94 Ermittlungsverfahren gegen Betreiber von Corona-Testzentren. Fast immer geht es um Falschabrechnungen, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Umfrage von Nord- und Westdeutschem Rundfunk sowie "Süddeutscher Zeitung" bei Justizministerien und Staatsanwaltschaften ergab. Die tatsächliche Zahl der Verfahren liegt vermutlich höher, weil es aus einigen Ländern nur unvollständige Informationen gab.

Besonders viele Ermittlungsverfahren sind demnach bei der Berliner Staatsanwaltschaft anhängig. In 60 Fällen wird dort gegen Betreiber von Testzentren ermittelt. Ein Grund für die hohe Zahl sei, dass es in Berlin als einzigem Bundesland durch die Ermittlungsbehörden eine flächendeckende Überprüfung der Teststellen gebe. Bis Anfang dieser Woche wurden nach Polizeiangaben insgesamt mehr als 400 Teststellen überprüft.

In Baden-Württemberg sind laut Staatsanwaltschaft zehn Ermittlungsverfahren bekannt, davon allein etwa sieben in Freiburg. In Bayern gibt es derzeit zehn Ermittlungsverfahren, die bei der Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen in Nürnberg gebündelt werden.

Bei den Staatsanwaltschaften in Nordrhein-Westfalen sind momentan mindestens sechs Verfahren anhängig. In Schleswig-Holstein laufen vier Verfahren, in Hessen zwei und in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern jeweils eines. In Ermittlerkreisen wird dem Bericht zufolge allerdings von einer hohen Dunkelziffer bei Betrugsfällen von Betreibern privater Schnellteststationen ausgegangen.

Seit März gibt es in Deutschland einen Anspruch auf einen kostenfreien Antigen-Schnelltest in der Woche. Der Bund gab dafür bisher mehrere Milliarden Euro aus. In der ersten Corona-Testverordnung waren keine Kontrollmechanismen für die Abrechnung der Schnelltests vorgesehen. Inzwischen erließ das Bundesgesundheitsministerium eine neue Testverordnung, die seit Juli gilt und Abrechnungsbetrug erschweren soll.

Die Zahl von mindestens 94 Ermittlungsverfahren zeige, dass die neue Verordnung ihren Zweck erfüllte, erklärte das Ministerium auf Anfrage der Medien. Zudem sei zu bedenken, dass es zeitweise mehr als 20.000 Testzentren in Deutschland gegeben habe. "Gemessen daran ist die Zahl der Ermittlungsverfahren immer noch relativ gering", schrieb das Ministerium. Auch wurde die Vergütung eines einzelnen Tests inzwischen von 18 Euro auf 11,50 Euro gesenkt.

Nach Kochsalz-Injektionen in Friesland: Polizei durchsucht mehrere Impfzentren

Kochsalz-Impfungen
Das Impfzentrum Landkreis Friesland

10:14 Uhr: Bei den Ermittlungen wegen möglicher Impfungen mit Kochsalzlösungen hat die Polizei am Donnerstagmorgen mehrere Räumlichkeiten durchsucht. Die Durchsuchungen fanden vor allem im Landkreis Friesland in Niedersachsen statt, teilte das Polizeipräsidium Oldenburg mit.

Die Beamten der Ermittlungsgruppe "Vakzin" suchten demnach in mehreren Impfzentren nach Beweismitteln. Weitere Details sollten im Lauf des Tages bekanntgegeben werden.

Ermittelt wird gegen eine examinierte Krankenschwester. Sie hatte eingeräumt, am Impfzentrum in Schortens am 21. April sechs Spritzen für Corona-Schutzimpfungen überwiegend mit Kochsalzlösungen gefüllt zu haben. Ihr war beim Anmischen ein Fläschchen mit Impfstoff runtergefallen, was sie nach eigener Aussage vertuschen wollte.

Vergangene Woche hatten Kreis und Polizei dann mitgeteilt, dass nach weiteren Zeugenaussagen nicht ausgeschlossen werden könne, dass die Frau weitere Spritzen mit Kochsalzlösungen aufgezogen habe. Um die möglicherweise fehlenden Impfungen nachzuholen, sollen daher knapp zehntausend Betroffene als Vorsichtsmaßnahme nachgeimpft werden.

Studie: Corona-Impfschutz nimmt nach einigen Monaten ab

Etwa 60 Prozent der Bevölkerung wurden bisher vollständig gegen COVID-19 geimpft. Einer britischen Studie zufolge lässt der Schutz vor einer Ansteckung bereits vier bis sechs Monate nach einer vollständigen Impfung wieder nach. (Teaserbild: imago images/Andre Lenthe)

Lehrerpräsident warnt vor Durchseuchung der Schulen

08:40 Uhr: Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, warnt vor einer Durchseuchung der Schulen. "Auch wenn Kinder seltener schwer erkranken, dürfen wir eine Durchseuchung der Schulen nicht zulassen", sagte er der "Augsburger Allgemeinen" (Donnerstag). "Wir wollen es als Lehrerverband auch, dass Präsenzunterricht beim Schulstart möglichst vollständig stattfindet, aber nicht, indem man Gesundheitsschutzmaßnahmen herunterfährt und vor der Infektionsgefahr an Schulen kapituliert."

Neuere Studien hätten herausgefunden, dass zwischen 0,3 bis 1,7 Prozent der mit Corona infizierten Kinder im Krankenhaus behandelt werden müssen. "Bezogen auf Deutschland bei knapp elf Millionen Schülern hieße das, dass zwischen 30 000 und 180 000 in Krankenhäusern behandelt werden müssten, von eventuellen Long-Covid-Folgen mal völlig abgesehen. Das, glaube ich, darf kein Politiker verantworten."

Er sieht auch in der Vorbereitung auf dieses Schuljahr schwere Versäumnisse der Politik: Man komme "um die Feststellung nicht herum, dass auch bei der Vorbereitung dieses Schuljahres wieder vieles suboptimal gelaufen ist. Das fängt damit an, dass bis heute nicht klar ist, nach welchen Vorgaben, Kriterien und Regeln der Schulunterricht laufen soll. Es setzt sich fort bei dem Trauerspiel um die Anschaffung von Raumluftfilteranlagen (...). Und es endet damit, dass wir immer noch bei der digitalen Infrastruktur der Schulen große Defizite haben, fast die Hälfte hat nach wie vor kein schnelles Internet".

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht schlägt Restaurants vor, Ungeimpften den Zutritt zu verwehren

Christine Lambrecht
Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) spricht auf einer Pressekonferenz.

07:50 Uhr: Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat alle Bürger in Deutschland eindringlich zu Corona-Impfungen aufgerufen. "Wir sind bei Corona noch lange nicht über den Berg, das zeigen die stark ansteigenden Infektionen, die ganz überwiegend Ungeimpfte treffen", sagte Lambrecht dem "Handelsblatt". "Deswegen ist jede Bürgerin, jeder Bürger dringend aufgefordert, sich jetzt impfen zu lassen." Nur so könne man sich vor dem Risiko einer schweren Erkrankung schützen.

"Alle Argumente und Fakten sprechen für die Impfung", sagte Lambrecht der Zeitung. Sie wies in diesem Zusammenhang auf die Möglichkeit etwa für Restaurants hin, nur für Geimpfte und Genesene zu öffnen. Die Vertragsfreiheit ermögliche es privaten Anbietern, "hier weiter zu gehen und Angebote nur für bestimmte Personengruppen wie Geimpfte und Genesene zu machen".

Zugleich verteidigte die Ministerin die 3G-Regel, wonach der Zutritt zu vielen öffentlichen Räumen und Veranstaltungen nur noch Geimpften, Genesenen oder negativ Getesteten erlaubt ist. "Das ist eine faire und verhältnismäßige Regelung, da sie auch Ungeimpften grundsätzlich weiter den Zugang ermöglicht - unter der Voraussetzung, dass sie einen negativen Test vorlegen", sagte die SPD-Politikerin.

"Weitergehende staatliche Einschränkungen für Ungeimpfte halte ich in der aktuellen Situation für schwer zu rechtfertigen", erklärte Lambrecht. Wer sich aber gegen eine Impfung entscheide, müsse die Konsequenzen tragen. Für richtig hält die Ministerin außerdem, dass die Allgemeinheit bei Personen, die geimpft werden können, ab dem 11. Oktober nicht mehr für die Testkosten aufkommt.

Intensivmediziner lehnen Fokus allein auf Krankenhausbelegung ab

06:31 Uhr: Ärzte haben sich im Kampf gegen die Corona-Pandemie gegen eine Fokussierung auf die Krankenhausbelegung ausgesprochen. "Wir befinden uns wieder im exponentiellen Wachstum der Infektionen und auch der schweren Erkrankungen. Immer mehr junge Menschen landen im Krankenhaus, weil sie sich nicht impfen lassen haben oder es bislang nicht ernst genug genommen haben", sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin, Christian Karagiannidis, der "Rheinischen Post".

"Das Signal, das vom Streichen des Inzidenzwerts 50 ausgeht, ist kritisch. Natürlich hat sich die Bedeutung verändert, wir sollten den Inzidenzwert aber keinesfalls aufgeben. Ein Dreiklang aus Inzidenzen, Krankenhausfällen und Intensivbettenbelegung ist wichtig", bemerkte Karagiannidis.

Der bisherige Wert von 50 bei der Sieben-Tage-Inzidenz, der noch im Infektionsschutzgesetz als Schwelle für schärfere Maßnahmen genannt ist, soll nach Plänen der Bundesregierung gestrichen werden. Künftig soll die Zahl der Krankenhausaufnahmen entscheidend sein. Welche Schwellen hierfür gelten sollen, ist aber noch offen.

"So wie wir seit Wochen sagen, dass die Inzidenz nicht alleiniger Indikator sein kann, so gilt das jetzt auch für die Hospitalisierung", sagte auch der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Notwendig sei, verschiedene Indikatoren nebeneinander qualitativ zu betrachten, um sich ein wirkliches Bild von der Infektions- und Gefahrenlage im Gesundheitswesen zu machen.

So müssten neben der Inzidenz und der Hospitalisierung zum Beispiel auch die Impfquote und die Dynamik der jeweiligen Parameter berücksichtigt werden. "Es gibt nicht die Glücksformel, bei der die eine Zahl herauskommt, die die Pandemie umfassend erklärt."

RKI meldet mehr als 12.600 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages

06:14 Uhr: In Deutschland sind 12.626 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen mitteilte, starben 21 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Vor einer Woche waren 8.400 neue Fälle und 22 Tote gemeldet worden.

Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Ansteckungen in Deutschland seit Beginn der Pandemie erhöhte sich nach RKI-Angaben auf 3.901.799, die der Todesfälle auf insgesamt 92.082.

Deutschland befindet sich nach Einschätzung des RKI am Beginn der vierten Corona-Welle. Auch jüngere Altersgruppen sind diesmal stark betroffen.

YouTube löscht mehr als eine Million Videos mit Falschnachrichten zu Corona seit Pandemiebeginn

05:36 Uhr: Die Videoplattform YouTube hat seit dem Beginn der Pandemie mehr als eine Million Videos mit "gefährlichen Falschinformationen" zum Coronavirus gelöscht. Ausschlaggebend für die Entscheidungen sei der "Konsens der Experten von Gesundheitsorganisationen" wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO), erklärte die zum Internetriesen Google gehörende Onlineplattform am Mittwoch. In manchen Fällen seien Falschinformationen wegen der Faktenlage aber "weniger eindeutig".

"Unsere Richtlinien konzentrieren sich auf die Entfernung von Videos, die direkt zu erheblichem Schaden in der realen Welt führen können", schrieb der Youtube-Produktverantwortliche Neal Mohan. In den seit Februar 2020 gelöschten Videos seien etwa falsche Heilmittel gegen COVID-19 angepriesen oder die Pandemie als solche in Zweifel gezogen worden.

Mohan erklärte, derzeit entferne YouTube pro Quartal fast zehn Millionen Videos. Die meisten davon seien weniger als zehn Mal angesehen worden. Die Plattform arbeite daran, Videos mit Falschinformationen noch schneller zu entfernen.

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Mit Material von dpa, afp, sid, reuters und apa.