• 22:00 Uhr: ➤ Petersburg beschränkt Freiheiten Ungeimpfter
  • 16:31 Uhr: Spahn für Ende der "epidemischen Lage"
  • 14:05 Uhr: US-Außenminister Colin Powell an COVID-19 gestorben
  • 11:43 Uhr: EU exportiert eine Milliarde Impfstoffdosen in Drittländer
  • 10:58 Uhr: Valneva meldet "positive" Studienergebnisse für seinen Corona-Totimpfstoff-Kandidaten
  • 06:29 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz am fünften Tag in Folge gestiegen

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➤ Petersburg beschränkt Freiheiten Ungeimpfter

Angesichts dramatisch angestiegener Corona-Infektionszahlen führt die russische Ostsee-Metropole St. Petersburg zahlreiche Einschränkungen im öffentlichen Leben ein. Ab dem 1. November müssen Erwachsene etwa bei Sport-Großveranstaltungen nachweisen können, dass sie geimpft oder genesen sind, wie die Petersburger Stadtverwaltung am Montagabend mitteilte. Ab Mitte November ist ein entsprechender Nachweis per QR-Code demnach auch beim Besuch von Fitnessstudios, Theatern, Kinos und Museen notwendig.

Ab Dezember soll die Regelung zudem auf Gastronomie und Einzelhandel ausgeweitet werden. Ausgenommen ist, wer belegen kann, dass er sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen kann. Arbeitgeber wurden angewiesen, nicht geimpfte Über-60-Jährige ins Homeoffice zu versetzen. Ungenehmigte Veranstaltungen werden künftig auf maximal 40 Teilnehmer begrenzt.

Wie in vielen anderen Regionen ist die Infektionslage in St. Petersburg seit Wochen sehr angespannt. Am Montag registrierten die Behörden 3.097 neue Corona-Fälle innerhalb von 24 Stunden. Russlandweit wurde mit mehr als 34.300 Infektionen binnen eines Tages ein neuer Höchststand seit Beginn der Pandemie erreicht. Im selben Zeitraum starben 998 Menschen mit COVID-19. Experten gehen allerdings davon aus, dass die tatsächlichen Zahlen noch deutlich höher liegen.

Im größten Land der Erde, das über mehrere eigene Vakzine verfügt, ist die Impfskepsis weiterhin groß. Jüngsten Zahlen zufolge ist erst knapp ein Drittel der 146 Millionen Russen vollständig geimpft. Der Kreml hatte zuletzt mehrfach betont, dass die Entscheidung über verschärfte Corona-Regeln bei den einzelnen Regionen liege. Ein landesweiter Lockdown etwa sei nicht geplant.

Die weiteren Corona-News des Tages

Corona-Ausbruch in Alten- und Pflegeheim in Schleswig-Holstein

17:36 Uhr: In einem Senioren- und Pflegeheim in Norderstedt in Schleswig-Holstein hat es einen Corona-Ausbruch gegeben. Wie die Kreisverwaltung am Montag mitteilte, sind von den insgesamt 76 Bewohnerinnen und Bewohnern im Haus "Hog'n Dor" derzeit 60 infiziert.

Drei von ihnen seien nicht geimpft, der Rest habe teilweise bereits die dritte Impfung erhalten. Zwei geimpfte Infizierte seien im Krankenhaus, dort aber nicht auf der Intensivstation. Die Übrigen hätten keine oder nur leichte Symptome.

Von den rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seien 15 nachweislich mit Corona infiziert. Von diesen sei mehr als die Hälfte nicht geimpft.

Zu Beginn des Monats waren in der Einrichtung Einzelfälle bekanntgeworden. Nachdem die Zahl der Infizierten zunahm, veranlasste der Infektionsschutz des Kreises Tests aller Bewohner und des gesamten Personals. Wie es zu dem Ausbruch kam, wird noch ermittelt. Neuaufnahmen und Besuche sind in dem Heim aktuell nicht möglich.

"Dass es glücklicherweise bisher fast ausnahmslos milde Verläufe bei den Senior*innen gibt, zeigt, wie effektiv die Impfung ist", kommentierte Arzt Christian Herzmann vom Gesundheitsamt. "Sie verhindert zwar nicht in jedem Fall eine Infektion, schützt aber dennoch sehr gut vor schweren Verläufen."

EU-Behörde prüft Zulassung von Pfizer-Impfstoff für Kinder

17:25 Uhr: Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA prüft nun auch die Zulassung des Corona-Impfstoffes der Hersteller Biontech und Pfizer für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren. Das teilte die EMA am Montag in Amsterdam mit. Die Hersteller hatten bereits in der vergangenen Woche angekündigt, entsprechende Daten zu den klinischen Untersuchungen an die EMA zu schicken.

Die Studien zeigen nach Angaben von Biontech und Pfizer, dass der Impfstoff von Kindern in dieser Altersgruppe gut vertragen wird und eine stabile Immunantwort hervorruft. Anders als bei Jugendlichen bekamen die Kinder dieser Altersgruppe nur ein Drittel der Dosis. Der Impfstoff Comirnaty ist zurzeit in der EU nur für Menschen ab zwölf Jahre zugelassen.

Die Experten prüfen nach Angaben der EMA nun die Daten. Eine Empfehlung über die Erweiterung der Zulassung wird in einigen Monaten erwartet. Die endgültige Entscheidung liegt dann bei der EU-Kommission. Das aber gilt als Formsache.

Curevac

Curevac zieht Impfstoff aus Zulassungsverfahren zurück

Das Biotechunternehmen Curevac zieht seinen ersten Impfstoffkandidaten aus dem Zulassungsverfahren bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zurück. Das Unternehmen war davon ausgegangen, dass eine Zulassung bei der EMA frühestens im zweiten Quartal 2022 erfolgt wäre.

Spahn für Ende der "epidemischen Lage"

16:31 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich für ein Auslaufen der sogenannten "epidemischen Lage nationaler Tragweite" ausgesprochen. Wie ein Ministeriumssprecher bestätigte, äußerte sich der CDU-Politiker entsprechend am Montag bei Corona-Beratungen mit den Gesundheitsministern der Länder. Die "Bild" hatte darüber zuerst berichtet.

Das Robert-Koch-Institut stufe "das Risiko für geimpfte Personen als moderat ein", somit könne angesichts der aktuellen Impfquote die epidemische Lage am 25. November 2021 als bundesweite Ausnahmeregelung auslaufen und beendet werden, wurde Spahn "Bild" zufolge von Teilnehmern zitiert. "Damit wird ein seit dem 28. März 2020 und damit mithin seit fast 19 Monaten bestehender Ausnahmezustand beendet."

Der Bundestag hatte die "epidemische Lage von nationaler Tragweite" Ende August für weitere drei Monate verlängert. Sie läuft automatisch aus, wenn sie vom Parlament nicht erneut verlängert wird. Die "epidemische Lage" gibt Bundes- und Landesregierungen Befugnisse, um Verordnungen zu Corona-Maßnahmen wie Maskenpflicht, Abstands- und Kontaktbeschränkungen oder zur Impfstoffbeschaffung zu erlassen.


Zwischenbilanz: 591 Millionen EU-COVID-Zertifikate ausgestellt

15:19 Uhr: Seit dem offiziellen Start des EU-Impfnachweises Anfang Juli sind der EU-Kommission zufolge 591 Millionen Zertifikate ausgestellt worden. "Das digitale COVID-Zertifikat der EU ist ein Symbol für ein offenes und sicheres Europa", teilte die für Gesundheit zuständige EU-Kommissarin Stella Kyriakides am Montag in Brüssel mit. Die Einführung der international anerkannten Zertifikate sei ein Beispiel für gute Zusammenarbeit in der EU.

Mit dem digitalen Zertifikat können EU-Bürger europaweit Impfungen, Tests und Genesungen nachweisen. Vom Sommerurlaub bis zu kleineren Ausflügen in benachbarte Länder können so viele Freizeitaktivitäten vereinfacht werden. Laut der Brüssler Behörde hat vor allem die Luftfahrt- und Reisebranche von dem Nachweis profitiert.

43 Länder von vier Kontinenten seien mittlerweile an die nötige Technik angeschlossen - weitere sollen in den kommenden Monaten folgen. Der Kommission zufolge haben insgesamt 60 Drittstaaten ihr Interesse bekundet, ebenfalls die EU-Zertifikate nutzen zu wollen.

Die Regeln, wofür Nachweise gebraucht werden, unterscheiden sich von Land zu Land. So können Reisende mit einem Nachweis, etwa über eine Impfung, mancherorts nicht nur eine Quarantäne nach Ankunft vermeiden. In 20 der 27 EU-Staaten werden sie auch abseits des Reisens, etwa für Besuche von Restaurants, Clubs oder Kulturveranstaltungen, benötigt.

Schmadtke verteidigt 2G-Regelung: Stadionbesuch ist Freizeitverhalten

14:58 Uhr: Sport-Geschäftsführer Jörg Schmadtke vom VfL Wolfsburg hat die Entscheidung verteidigt, bei Bundesliga- oder Champions-League-Spielen seines Klubs nur noch geimpfte oder genesene Zuschauer ins Stadion zu lassen. Hintergrund ist die Kritik einiger Fans daran, dass man von Stadionbesuchern eine Impfung verlange, einige Spieler dagegen womöglich gar nicht geimpft seien.

Das Verhältnis zwischen Klub und Spieler sei ein Verhältnis "von Arbeitgeber zu Arbeitnehmer", sagte Schmadtke am Montag dem "Sportbuzzer" dazu. "Als Verein kann ich es nicht zu einer verpflichtenden Maßnahme für Spieler machen, weil ich finde, dass jeder Mensch eine Möglichkeit haben muss, sich selbst zu entscheiden."

Beim Stadionbesuch gehe es dagegen "um ein Freizeitverhalten, das ist ein stückweit etwas Anderes". Da könne man "Rahmenbedingungen schaffen, die akzeptiert werden oder nicht".

Trotzdem sprach sich Schmadtke dafür aus, dass sich möglichst viele Spieler gegen das Coronavirus impfen lassen. "Es würde natürlich viele Dinge für uns im Handling vereinfachen, wenn alle geimpft wären", sagte der 57-Jährige. "Das würde uns aber auch nicht mit letzter Gewissheit davor schützen, dass wir Corona-Fälle bekommen."

Beten ohne Abstandsregeln: Mekka hebt Corona-Beschränkungen auf

Die Große Moschee in Mekka hat die Corona-Abstandsregeln aufgehoben. Hunderte Pilger beteten am Sonntag Schulter an Schulter vor der Kaaba. Es war das erste Mal seit dem Beginn der Corona-Pandemie vor zwei Jahren, dass ein "normales" Gebet möglich war.

Ex-US-Außenminister Colin Powell an COVID-19 gestorben

14:05 Uhr: Der frühere US-Außenminister Colin Powell ist tot. Der pensionierte General starb im Alter von 84 Jahren an Komplikationen in Folge einer Corona-Infektion, wie seine Familie am Montag im Onlinenetzwerk Facebook mitteilte. Er war demnach gegen das Virus geimpft worden. "Wir haben einen bemerkenswerten und liebenden Ehemann, Vater, Großvater und einen großartigen Amerikaner verloren", erklärte die Familie.

Der Republikaner war von 2001 bis 2005 unter Präsident George W. Bush als erster Afroamerikaner der Geschichte Außenminister der USA. Bekannt ist Powell unter anderem für einen umstrittenen Auftritt vor den Vereinten Nationen 2003, wo er zur Begründung für einen Einmarsch der USA im Irak vermeintliche Belege für Massenvernichtungswaffen präsentierte, die Bagdad gar nicht besaß.

Vor seiner Zeit als Außenminister war Powell - ebenfalls als erster Afroamerikaner - US-Generalstabschef. Vor der Präsidentschaftswahl im vergangenen November stellte der Republikaner sich hinter den demokratischen Kandidaten Joe Biden und gegen den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump.

Corona-Ausbruch beim EHC Red Bull München - 14 Spieler betroffen

13:42 Uhr: Der EHC Red Bull München hat 18 Corona-Fälle. 14 Spieler und vier Mitglieder des Betreuer- und Trainerstabs seien positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte der dreimalige Meister am Montag mit. Das für Mittwoch geplante Spitzenspiel gegen die Adler Mannheim fällt aus und soll nach Angaben der Deutschen Eishockey Liga am 2. Dezember nachgeholt werden.

Impfquote in Deutschland bei 65,8 Prozent

12:29 Uhr: In Deutschland sind fast 54,7 Millionen Menschen vollständig gegen Corona geimpft - das sind 65,8 Prozent der Gesamtbevölkerung, wie aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts vom Montag hervorgeht.

Von den Erwachsenen sind demnach 76,3 Prozent vollständig geimpft. Bei den über 60-Jährigen sind es 84,8 Prozent. Kinder und Jugendliche von 12 bis 17 Jahren sind zu 38,6 Prozent vollständig geimpft, 44,2 Prozent haben mindestens eine Spritze erhalten. Von Montag vergangener Woche bis Sonntag wurden der RKI-Statistik zufolge rund 877.000 Impfungen verabreicht, das sind im Schnitt rund 125.300 pro Tag.

Das RKI geht allerdings davon aus, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft sind, als die Daten nahelegen. So hieß es in einem Bericht Anfang Oktober, dass die Quote bei einmal und vollständig Geimpften ab 18 Jahren bis zu 5 Prozentpunkte höher sein dürfte.

Eine Auffrischungsimpfung haben laut Impfdashboard des Bundesgesundheitsministeriums knapp 1,3 Millionen Menschen in Deutschland bekommen.

EU exportiert eine Milliarde Impfstoffdosen in Drittländer

11:43 Uhr: Die Europäische Union hat binnen zehn Monaten mehr als eine Milliarde Corona-Impfstoffdosen an andere Länder weltweit exportiert. "Wir haben einen wichtigen Meilenstein erreicht", sagte Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Montag in Brüssel.

Der Impfstoff sei seit Dezember 2020 in mehr als 150 Länder geliefert worden - unter ihnen Japan, die Türkei, Großbritannien und Brasilien. Etwa 87 Millionen Dosen seien über die UN-Initiative Covax an Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen gegangen.

"Wir haben unsere Impfstoffe stets fair mit dem Rest der Welt geteilt", betonte von der Leyen. "Wir haben genauso viel exportiert, wie wir für die Bürgerinnen und Bürger der EU bereitgestellt haben."

Von der Leyen bekräftigte, dass die EU in den kommenden Monaten mindestens 500 Millionen Impfdosen an besonders gefährdete Länder spenden werde. "Aber auch andere Länder sind gefordert."

Valneva meldet "positive" Studienergebnisse für seinen Corona-Totimpfstoff-Kandidaten

10:58 Uhr: Der französisch-österreichische Konzern Valneva hat "positive erste" Ergebnisse aus der klinischen Phase-3-Studie für seinen Impfstoffkandidaten gegen das Coronavirus bekanntgegeben. Im Vergleich zum Astrazeneca-Impfstoff sei bei den Probanden ein höherer mittlerer Wert an neutralisierenden Antikörpern festgestellt worden, teilte das Unternehmen am Montag mit. Das Mittel sei zudem "im Allgemeinen gut verträglich". An der Studie hatten den Angaben zufolge 4012 Menschen ab 18 Jahren in Großbritannien teilgenommen.

"Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass dieser Impfstoffkandidat auf dem besten Weg ist, eine wichtige Rolle im Kampf gegen die Pandemie zu spielen", erklärte der Studienleiter und Professor für Pädiatrie an der Universität in Bristol, Adam Finn.

Valneva-Geschäftsführer Thomas Lingelbach teilte mit, dass das Unternehmen seinen Impfstoffkandidaten "so schnell wie möglich" zur Zulassung bringen wolle, um "den Menschen, die noch nicht geimpft sind, eine alternative Impfstofflösung anzubieten". Erste Schritte zu einem Antrag zur Zulassung bei der britischen Gesundheitsbehörde MHRA seien bereits erfolgt.

Der Impfstoff von Valneva ist ähnlich strukturiert wie klassische Grippe-Vakzine und soll in normalen Kühlschränken gelagert werden können. Bislang ist noch kein Impfstoff mit dieser Wirkweise in der EU zugelassen.

Corona-Pass in Italien: Polizei räumt Blockade im Hafen von Triest

10:29 Uhr: Nach tagelangen Protesten von Aktivisten und Arbeitern im Hafen der norditalienischen Stadt Triest gegen das Corona-Zertifikat hat die Polizei mit der Räumung von Blockaden begonnen. Polizeibeamte mit Helmen und Schildern sowie Wasserwerfer stellten sich am Montagmorgen vor dem Durchgang Nummer vier des Hafens auf, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete und auf Fernsehbildern zu sehen war. Es kam zu Rangeleien mit den Ordnungskräften, die die Protestierenden zurückdrängte. Auch Wasserwerfer wurden eingesetzt.

Hafenarbeiter und Aktivisten hatten seit Tagen gegen die Ausweitung des sogenannten Grünen Passes - ein Corona-Pass mit ausdruckbaren oder digitalen Nachweisen einer Corona-Impfung, eines negativen Tests oder einer Genesung von der Krankheit - auf die Arbeitswelt demonstriert. Die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi hatte beschlossen, dass das Zertifikat ab dem 15. Oktober (vergangener Freitag) notwendig sei, um zur Arbeit gehen zu dürfen.

Die Hafenarbeiter in Triest hatten mit einer Blockade gedroht. Der Betrieb in dem für die Wirtschaft wichtigen Hafen wurde allerdings nicht entscheidend eingeschränkt. Die Entscheidung der Regierung hatte am Samstag vor einer Woche in der Hauptstadt Rom bereits zu heftigen Auseinandersetzungen mit der Polizei geführt.

Gastgewerbe weiter deutlich unter Vorkrisenniveau

09:59 Uhr: Das Gastgewerbe in Deutschland ist trotz besserer Geschäfte im Ferienmonat August weiterhin deutlich vom Vorkrisenniveau entfernt. Gastronomen und Hoteliers verbuchten sowohl preisbereinigt (plus 5,9 Prozent) als auch nominal (plus 6,4 Prozent) einen Umsatzzuwachs gegenüber Juli, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat August 2020 stiegen die Erlöse preisbereinigt (real) um 5,9 Prozent. Damit lag der Umsatz real aber noch 16,2 Prozent unter dem Niveau von Februar 2020, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland.

Von Januar bis einschließlich August 2021 lagen die Umsätze preisbereinigt (real) um 22,2 Prozent unter dem Niveau der ersten acht Monate 2020, nominal beträgt das Minus 20,0 Prozent. Das liegt auch daran, dass zu Jahresbeginn 2020 vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland Hotels und Gaststätten noch fast drei Monate lang uneingeschränkt geöffnet waren.

Keine Maskenpflicht mehr bei innerskandinavischen Flügen

07:58 Uhr: Bei Flügen innerhalb Skandinaviens muss seit Montagmorgen kein Mund-Nasen-Schutz mehr getragen werden. Die Fluggesellschaften SAS, Norwegian, Widerøe und Flyr einigten sich darauf, von Reisenden zwischen Dänemark, Norwegen und Schweden den Infektionsschutz nicht mehr zu verlangen.

"Der norwegische Leitfaden zur Infektionskontrolle verlangt von Passagieren im Inland nicht mehr, Gesichtsmasken zu tragen, daher entfällt diese Anforderung an Bord von Widerøes Flügen", sagte die Sprecherin Silje Brandvoll jüngst dem norwegischen Rundfunk. Bei Flügen in andere Länder im Ausland müsse jedoch weiterhin ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Auf dem Flughafen Gardermoen bei Oslo wurde die Maskenpflicht bereits am Freitag aufgehoben.

Frauenärzte rufen Schwangere zur Grippeschutz-Impfung auf

07:31 Uhr: Für Schwangere ist eine Impfung gegen Grippe in diesem Herbst laut Experten besonders wichtig. Nach der quasi ausgefallenen Welle vergangene Saison sei in diesem Jahr wieder mit mehr Erkrankten zu rechnen, sagte Cornelia Hösemann aus dem Vorstand des Berufsverbands der Frauenärzte der Deutschen Presse-Agentur.

"Denn das Immunsystem muss erst wieder trainiert werden. Außerdem fällt bei 2- oder 3G-Regelungen die Pflicht zum Tragen der Maske weg, so dass Infektionen, die über Tröpfchen verbreitet werden, generell wieder mehr vorkommen werden." Schwangere könnten sich durchaus überlegen, ob sie zum eigenen Schutz unabhängig von geltenden Vorgaben einen Mund-Nase-Schutz tragen möchten.

Schwangere sind laut der Medizinerin, die auch Mitglied in der Sächsischen Impfkommission (Siko) ist, besonders gefährdet, wenn sie sich mit bestimmten Krankheitserregern anstecken: "Eine echte Influenza in der Schwangerschaft kann lebensbedrohlich sein." Der Berufsverband spricht auch von möglichen stärkeren Fieberattacken und heftigeren Lungenentzündungen durch das Grippe-Virus sowie von Einweisungen ins Krankenhaus und auf die Intensivstation. Bei schweren fieberhaften Infektionen steige generell die Gefahr für frühzeitige Wehen und eine Frühgeburt, hieß es.

Umfrage: Corona senkt Optimismus und mehrt Stress

06:49 Uhr: Die Corona-Pandemie ist vielen Menschen in Deutschland offensichtlich auf das Gemüt geschlagen. Nach einer am Montag veröffentlichten repräsentativen Umfrage sank die Zahl der Optimisten in Deutschland bis zum Sommer stark, während das Stressempfinden ebenso deutlich zunahm.

Die Ergebnisse liegen allerdings schon etwas zurück: Das Umfrageinstitut Bilendi befragte im Juli im Auftrag der Versicherung Swiss Life gut 1.000 Erwachsene im Alter von 18 bis 79 Jahren. Demnach sagten 24 Prozent der Befragten, dass sie vorbehaltlos optimistisch in die Zukunft blickten. In der Anfangsphase der Pandemie im Frühjahr 2020 war deren Zahl mit 44 Prozent sogar außerordentlich hoch gewesen, im Vorkrisenjahr 2019 waren es 37 Prozent.

Die Umfragemacher erklären sich das Auf und Ab mit der Vermutung, dass der Beginn der Pandemie neue Erfahrungen bedeutete und viele Menschen sich anfangs im Heimbüro möglicherweise sogar selbstbestimmter fühlten als am gewohnten Arbeitsplatz.

Das Stressempfinden jedoch stieg im Laufe der Pandemie: 26 Prozent sagten, dass sie sich oft unter Druck fühlten. Das waren erheblich mehr als in beiden Vorjahren: 2019 hatten 15 Prozent geantwortet, dass sie sich gestresst fühlten, im Frühjahr 2020 13 Prozent.

Laut Umfrage ist auch die finanzielle Zuversicht gesunken: 43 Prozent der Befragten bewerteten ihre finanziellen Aussichten für das Alter positiv, 2020 waren es noch 63 Prozent gewesen.

Sieben-Tage-Inzidenz am fünften Tag in Folge gestiegen

06:29 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am fünften Tag in Folge gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 74,4 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 72,7 gelegen, vor einer Woche bei 66,5 (Vormonat: 72,0).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 4.056 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04:07 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 3.111 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden zehn Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es sieben Todesfälle gewesen.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI am Freitag mit 2,02 (Donnerstag 1,93) an. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4.155.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 94.628.

RKI-Lagebericht: Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 74,4

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am sechsten Tag in Folge gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 74,4 an.

Australien will vor Weihnachten für Touristen öffnen

06:04 Uhr: Australien könnte nach Auffassung von Handels- und Tourismusminister Dan Tehan nun doch bereits vor Weihnachten seine internationalen Grenzen öffnen und wieder Urlauber empfangen. "Natürlich ist es unsere Priorität, Australier nach Hause zu bringen", sagte Tehan am Montag dem Sender Sky News Australia. "Aber meiner Meinung nach können wir vor Weihnachten damit beginnen, auch alle anderen - darunter internationale Touristen - hereinzulassen."

Voraussetzung sei aber, dass mindestens 80 Prozent der Bevölkerung im Alter von über 16 Jahren vollständig gegen das Coronavirus geimpft seien. Bis zum Wochenende hatten in Australien etwa 68 Prozent der erwachsenen Bevölkerung doppelten Impfschutz. Fast 85 Prozent hatten eine erste Impfdosis erhalten.

Die Behörden hatten vor rund eineinhalb Jahren die Grenzen geschlossen und Australien weitgehend vom Rest der Welt abgeschottet. Seither konnten viele Australier nicht mehr in die Heimat reisen, weil die Kosten für Flüge und Quarantäne extrem hoch und die Genehmigungen schwer zu bekommen waren. Umgekehrt sitzen die rund 25 Millionen Einwohner Australiens weitgehend im Land fest.

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Mit Material von dpa, afp, sid, reuters und apa.
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