• 19:02 Uhr: RKI: Anteil von Corona-Variante B.1.1.7 auf 72 Prozent gestiegen
  • 16:35 Uhr: Sachsens Ministerpräsident Kretschmer sieht Corona-Lockerungen als gescheitert
  • 14:52 Uhr: Vierter Öffnungsschritt könnte in Deutschland ausgesetzt werden
  • 13:45 Uhr: WHO-Impfrat empfiehlt Zulassung von Johnson & Johnson-Impfstoff
  • 13:10 Uhr: Kretschmer hält jüngste Corona-Lockerungen für gescheitert
  • 12:10 Uhr: Intensivärzte unterstützen Spahn bei Impfstopp-Entscheidung

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➤ RKI: Anteil von Corona-Variante B.1.1.7 auf 72 Prozent gestiegen

19:02 Uhr: Die ansteckendere und wohl auch gefährlichere Corona-Variante B.1.1.7 verdrängt andere Formen des Virus in Deutschland immer mehr. Ihr Anteil betrage inzwischen 72 Prozent, heißt es in einem Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch. Sie werde also inzwischen in etwa drei von vier Proben gefunden. Die Ausbreitung der Variante B.1.351 (Erstnachweis in Südafrika) sei hingegen etwas rückläufig, die Variante P.1 (Erstnachweis in Brasilien) sei weiter nur vereinzelt in Deutschland nachgewiesen.

Vergangene Woche hatte das RKI noch von circa 55 Prozent B.1.1.7-Anteil gesprochen. Zu Beginn der RKI-Erhebung vor rund anderthalb Monaten lag der Anteil der Mutante noch bei sechs Prozent. Die rasche Zunahme war nach den Erfahrungen anderer Länder befürchtet worden. Aufgrund des nun hohen Anteils von B.1.1.7 sei weiter mit einem exponentiellen Anstieg der Corona-Fallzahlen in Deutschland zu rechnen, hieß es im RKI-Bericht.

Der Anteil von 72 Prozent bezieht sich auf Nachtestungen mehrerer Laborverbünde auf Schlüsselmutationen der Variante. Unter anderem weil nicht alle auf Sars-CoV-2 testenden Labore teilnehmen und nur eine Teilmenge der positiven Proben untersucht wird, sei der Wert nicht sicher verallgemeinerbar, schränkt das RKI ein.

Der Bericht stützt sich noch auf weitere Datenquellen: Blickt man zum Beispiel auf komplette Erbgutanalysen, die seltener durchgeführt werden, aber als eindeutiger Nachweis gelten, hat B.1.1.7 einen Anteil von rund 48 Prozent an den untersuchten Proben.

Die weiteren Corona-News des Tages:

Laschet verteidigt Astrazeneca-Impfstopp - Spahn hat "schwersten Job"

22:27 Uhr: CDU-Chef Armin Laschet hat den vorsorglichen Stopp von Corona-Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca verteidigt. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) habe keine andere Möglichkeit gehabt, als den Empfehlungen des Paul-Ehrlich-Instituts zu folgen, sagte Laschet am Mittwochabend in der ARD-Sendung "Maischberger".

Das für die Impfstoff-Sicherheit zuständige Institut hatte wegen möglicher Gesundheitsrisiken dazu geraten, Impfungen mit dem Astrazeneca-Stoff auszusetzen. "Da kann Politik gar nicht anders, als der Wissenschaft folgen", sagte Laschet. Der NRW-Ministerpräsident stellte sich vor den kritisierten Gesundheitsminister. Spahn habe "den schwersten Job überhaupt".

Der Gebrauch des Astrazeneca-Impfstoffs war in Deutschland und weiteren Ländern nach vereinzelten Thrombosefällen nach Impfungen ausgesetzt worden. Deutschland impft bis zu einer EMA-Entscheidung nur die Präparate von Biontech/Pfizer und Moderna.

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA will an diesem Donnerstag entscheiden, ob der Impfstoff von Astrazeneca weiter verwendet werden soll. Alle EU-Mitgliedsstaaten sollten dann ähnlich reagieren, forderte Laschet. Bei den Impfungen müsse es "eine einheitliche europäische Sprache" geben. Bisher sei der Umgang mit den Problemen bei dem Impfstoff in der EU "in jeder Hinsicht schief gelaufen".

Slowakei verlängert Notstand und verbietet Urlaubsreisen

21:08 Uhr: Die slowakische Regierung hat am Mittwoch den schon seit 1. Oktober geltenden Notstand verlängert. Er wäre am Freitag (19.3.) ausgelaufen, gilt nun aber weitere 40 Tage bis 28. April. Der Notstand erlaubt den Behörden unter anderem die Zwangsrekrutierung und -verlegung von Gesundheitspersonal sowie das Verhängen von Ausgangssperren. Die Opposition warf der Vier-Parteien-Koalition des populistisch-konservativen Ministerpräsidenten Igor Matovic vor, die Notstandsregeln zu missbrauchen, um Proteste zu verbieten.

Zugleich beschloss die Regierung ein Verbot von touristischen Auslandsreisen und verschärfte damit die bestehenden Ausgangsbeschränkungen. Das Kabinett reagierte damit auf Kritik an den bisherigen Notstandsregeln. Diese schränkten zwar die Bewegungsfreiheit im Inland stark ein, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen, erlaubten aber Auslandsurlaube. Bei allen sieben bisher in der Slowakei bestätigten Fällen der sogenannten südafrikanischen Variante des Virus handelte es sich um Reiserückkehrer, zum Beispiel aus Tansania.

Die Slowakei verzeichnet seit Wochen mehr Corona-Tote im Verhältnis zur Bevölkerungszahl als jedes andere Land Europas. Die Regierung kann sich aber seit Monaten nicht auf eine klare Strategie zur Pandemiebekämpfung einigen und steht deshalb vor dem Zerfall. Zwei der vier Regierungsparteien drohten ultimativ mit dem Verlassen der Koalition, falls Matovic die Führung der Regierung nicht an einen anderen Politiker übergibt. Meinungsumfragen prophezeien der Koalition im Falle von Neuwahlen eine schwere Niederlage.

NRW-Landesregierung betont: Schulschließungen nur letztes Mittel

20:00 Uhr: Die NRW-Landesregierung hat in der Diskussion um Schulschließungen die Kommunen im Land nochmals nachdrücklich auf die einzuhaltenden Modalitäten hingewiesen. Das sei über einen Erlass am Mittwoch geschehen, erklärte die Staatskanzlei am Abend. "Schulschließungen können eingebettet in ein Gesamtkonzept einen Beitrag zum Infektionsschutz vor Ort darstellen, dürfen aber nur das letzte und nicht das erste und alleinige Mittel der Wahl sein", hieß es. Zuvor müssten alle sonstigen Maßnahmen auch in anderen Bereichen des öffentlichen Lebens geprüft worden sein.

Das Land hatte zuvor bereits Forderungen aus Dortmund und Duisburg, Schulöffnungen zu stoppen, abgeschmettert. Schon vorher hatten mehrere Kreise die Schulöffnungen zurücknehmen wollen, waren aber von Düsseldorf gestoppt worden.

Kommunale Behörden könnten zusätzliche Maßnahmen zum Infektionsschutz auch an Schulen ergreifen, wenn der Wert von 100 Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner pro Woche nachhaltig und signifikant überschritten werde, hieß es. Entscheidend sei dabei aber, die "landesweite bildungspolitische Grundsatzentscheidung im Sinne der Bildungsgerechtigkeit" zu berücksichtigen. Die Kommunen müssten sich mit dem NRW-Gesundheitsministerium abstimmen.

Emirate: Mehr als die Hälfte der Bevölkerung gegen Corona geimpft

19:17 Uhr: In den Vereinigten Arabischen Emiraten hat mehr als die Hälfte der Einwohner, die für eine Impfung infrage kommen, den Schutz gegen das Coronavirus erhalten. Bei älteren und chronisch kranken Menschen liege die Impfquote inzwischen bei 70 Prozent, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur WAM unter Berufung auf das Gesundheitsministerium am Mittwoch. Knapp sieben Millionen Impfdosen wurden demnach verabreicht.

In den VAE leben rund zehn Millionen Menschen. Neben den Staatsbürgern können sich auch ausländische Arbeitsmigranten impfen lassen. Sie machen den überwiegenden Teil der Bevölkerung aus. Kinder, stillende und schwangere Frauen dürfen sich hingegen nicht impfen lassen.

Die Corona-Zahlen sind in dem Golfstaat weiterhin hoch. Das Gesundheitsministerium meldete am Mittwoch rund 2.000 neue Fälle. Insgesamt hat das Land bislang 432.364 Infektionen registriert, 1.414 Menschen starben an oder mit dem Virus.

Spitzenreiter beim Tempo der Corona-Impfungen ist nach Informationen von Oxford-Forschern weiterhin Israel. Die Emirate belegen nach Israel Platz zwei, gefolgt von Großbritannien und Chile.

Helfer benötigt: Griechische Regierung droht Ärzten mit Zwangseinzug

18:53 Uhr: Die griechische Regierung hat die Ärzteschaft des Landes zur Unterstützung in der Corona-Krise aufgerufen. Es würden binnen 48 Stunden mindestens 200 Freiwillige verschiedener Fachrichtungen im staatlichen Gesundheitssystem gebraucht, sagte Gesundheitsminister Vassilis Kikilias am Mittwochnachmittag in Athen. Melde sich nicht die entsprechende Zahl an Medizinern, werde man einige zur Hilfe verpflichten, kündigte er an. Diesen Schritt sieht ein Corona-Notfallgesetz vor, das die griechische Regierung bereits vergangenes Jahr verabschiedet hatte.

"Die Anzahl der intubierten Patienten allein reicht aus, um die Notsituation des Gesundheitssystems zu belegen", sagte Kikilias im griechischen Staatsfernsehen. Man befinde sich in der schwierigsten Phase der Pandemie. Die Gesundheitsbehörde des Landes hatte zuvor zwei neue Corona-Negativrekorde vermeldet: Binnen 24 Stunden wurden 3465 Neuinfektionen registriert, und die Zahl der zu beatmenden Patienten stieg auf 630.

Mit Hilfe des Notfallgesetzes hatte Athen bereits Privatkliniken zur Aufnahme vor allem von Patienten angehalten, die nicht mit Corona infiziert sind. Auch Militärkrankenhäuser sind bereits dafür im Einsatz. Dadurch stehen alleine im Großraum Athen mit seinen rund vier Millionen Einwohnern nunmehr knapp 3.000 Intensivbetten zur Verfügung - vergangenen Monat waren es noch rund 1.600 gewesen. Am Dienstag berichteten griechische Medien jedoch, dass auch diese erhöhte Kapazität der Intensivbetten bereits fast zu 100 Prozent ausgeschöpft sei.

Aerosol-Experte: Deutschland beim Masken-Tragen "Entwicklungsland"

18:26 Uhr: Deutschland ist nach Einschätzung des Aerosol-Experten Gerhard Scheuch noch ein "Entwicklungsland" beim Tragen von Masken. Das Mitglied der Gesellschaft für Aerosolforschung (GAeF) sagte am Mittwoch, Mund-Nasen-Masken würden heute durch die Frage charakterisiert, wie gut ihr Material Viren zurückhalten könne. Das sei aber nur ein Parameter - wichtig sei auch der richtige Sitz. Nicht jede Maske passe jedem. "Weil jedes Gesicht ist ein bisschen anders und Kinder haben kleinere Gesichter als wir Erwachsene. Da kann man nicht einfach so einem kleinen Kind so eine FFP2-Maske für einen Erwachsenen aufs Gesicht drücken. Dann ist das Ganze undicht", sagte Scheuch bei einer digitalen Podiumsdiskussion.

Deutschland sei zu Anfang der Corona-Pandemie noch nicht daran gewöhnt gewesen, mit Masken zu leben. In ostasiatischen Ländern etwa sei das ganz anders. "Da sind wir halt etwas rückständig", sagte Scheuch. "Deswegen sind wir da sicherlich Entwicklungsland. Und wir haben da Fehler gemacht." Aus seiner Sicht sei es etwa auch problematisch, die FFP2-Masken so zu propagieren, wie es geschehen sei. Man müsse auch Hinweise geben, wie man sie richtig nutze. "Das ist ganz wichtig, dass man eben diese Masken richtig benutzt und nicht nur einfach die Masken ausgibt und den Leuten dann sagt: So, jetzt sieh mal zu, wie du damit zurechtkommst."

Bei der Podiumsdiskussion wurde die Corona-Pandemie mit Blick auf Aerosole diskutiert. Sie entstehen beim Husten, Niesen, Sprechen und sind ein Gemisch aus festen und flüssigen Schwebeteilchen. Gegen die virenhaltigen Tröpfchen in der Luft sollen Masken helfen.

Scheuch betonte, wie tückisch Aerosole seien. "Man kann sich auch anstecken, wenn man sich gar nicht begegnet. Das ist ja das Teuflische bei dieser Aerosol-Infektion", sagt er. "Ich gehe auf eine Toilette, da saß vielleicht eine halbe Stunde vorher jemand drauf und der hat seine Viren dort aber in der Luft hinterlassen." Man selbst fühle sich zugleich vielleicht völlig sicher, weil man ja ganz alleine sei. "Und dann atme ich die doch trotzdem ein." Daher sei das Lüften an viel frequentierten Orten so wichtig, sagte Scheuch. Etwa auch in Fahrstühlen und Aufenthaltsräumen.

Maas befürwortet Testpflicht für Mallorca-Rückkehrer

17:43 Uhr: Bundesaußenminister Heiko Maas unterstützt den Vorstoß einzelner Bundesländer, eine Corona-Testpflicht für die von der Ferieninsel Mallorca zurückkehrenden Urlauber einzuführen.

Es liege im Interesse aller, zurückkehrende Touristen zu testen - auch im Interesse der Urlauber selbst, sagte Maas am Mittwoch in Berlin. "Deshalb finde ich eine solche Idee alles andere als falsch."

Eine solche bundesweite Testpflicht war zuerst von Niedersachsen und am Dienstag auch von Bayern ins Spiel gebracht worden. Alles andere wäre "kein gutes Signal", sagte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder.

Maas betonte, dass die Aufhebung der Reisewarnung keine Einladung zum Reisen sei. "Wir haben in Deutschland steigende Inzidenzzahlen. Und jeder ist nach wie vor dazu aufgerufen, seinen Teil dazu beizutragen, dass wir uns nicht in eine exponentielle Entwicklung begeben."

Seit Sonntag ist Mallorca wegen sinkender Corona-Infektionszahlen kein Risikogebiet mehr. Das Auswärtige Amt hob auch die Reisewarnung für die Lieblingsinsel der Deutschen sowie für weitere Regionen in Spanien, Portugal, Dänemark sowie für die Bahamas in der Karibik auf.

Die Quarantäne und Testpflicht bei der Rückkehr aus diesen Regionen entfällt damit. Die Streichung von der Risikoliste erfolgt automatisch, wenn die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen unter 50 sinken. Auf den Balearen, zu denen Mallorca gehört, liegt diese sogenannte Inzidenz bei 18,79.

Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums antwortete am Mittwoch auf die Frage nach einer Testpflicht mit dem Verweis auf die bestehenden Regeln bei der Einstufung von Corona-Risikogebieten. "Momentan ist nicht daran gedacht das zu ändern", sagte er.

Nach einem Jahr Schließung: Lizenzen von Diskotheken laufen aus

17:23 Uhr: Nach einem Jahr Schließung müssen sich zahlreiche Gastronomen in mehren Bundesländern um eine neue Betriebserlaubnis bemühen. Nach dem Bundesgaststättengesetz läuft ihre Lizenz nach einem Jahr durchgehender Schließung aus.

Das treffe vor allem Diskotheken und teilweise Kneipen und Bars, wie der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) am Mittwoch auf Anfrage mitteilte. Die Frist bis zum Erlöschen der Lizenz kann nach dem Gesetz verlängert werden, wenn ein wichtiger Grund vorliegt.

Betroffen sind die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein. Die übrigen Länder haben laut Dehoga eigene Gaststättengesetze ohne Erlaubnispflicht.

Der Verband empfahl den betroffenen Unternehmen, sich bei Fragen an ihren Landesverband zu wenden. "Es gibt keine automatische Fristverlängerung", hieß es. "Wie in den jeweiligen Bundesländern mit diesem Thema in diesen für unsere Branche so dramatischen Zeiten umgegangen wird, liegt in der Zuständigkeit der jeweiligen Behörden und Ministerien."

In Bayern hat das Wirtschaftsministerium die Landkreise aufgefordert, die Diskotheken mit einer Allgemeinverfügung vor dem Verlust ihrer Konzession zu bewahren. Die Linke im Bundestag rief auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zum Handeln auf.

Zuvor hatte die "Schwäbische Zeitung" über drohende Lizenzverluste berichtet. Der mittelstandspolitische Sprecher der Linken-Fraktion, Dieter Dehm, sagte: "Ein "Wirtschaftsminister" sollte in keiner "Wirtschaft" mehr als Gast willkommen sein, wenn er solches Unrecht billigend in Kauf nimmt!"

Spahn verteidigt Astrazeneca-Impfstopp: "Wir passen auf"

16:46 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat den vorsorglichen Stopp von Corona-Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca verteidigt.

Dies zeige, dass die Überwachung der Impfkampagne funktioniere, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in einem Facebook-Video. "Wir passen auf. Wir nehmen gemeldete Vorfälle ernst. Und wenn es was zu überprüfen gibt, dann überprüfen wir es." Dies sollte eigentlich das Vertrauen in Impfungen stärken.

Spahn betonte, die Verwendung des Impfstoffs sei als Vorsichtsmaßnahme für einige Tage ausgesetzt worden, bis man mehr wisse. Er gehe davon aus, dass die Europäische Arzneimittelbehörde EMA an diesem Donnerstag eine Einschätzung geben werde, wie es weitergehen könne. Andernfalls - was aber nicht sehr wahrscheinlich sei - seien auch Lösungen zu finden.

Hintergrund der Überprüfung sind Meldungen von Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen in zeitlichem Zusammenhang zu Impfungen. Inzwischen sind in Deutschland neun Fälle gemeldet geworden.

Kretschmer hält jüngste Corona-Lockerungen für gescheitert

16:35 Uhr: Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) hält die jüngsten Beschlüsse von Bund und Ländern zu Lockerungen in der Corona-Pandemie für gescheitert.

"Es funktioniert nicht", sagte der Ministerpräsident am Mittwoch in einer Videokonferenz mit Kommunalpolitikern aus dem Erzgebirge und verwies dabei auf die erneut wachsende Zahl an Corona-Infektionen. "Jetzt müssen wir versuchen, die Sache wieder einzufangen und vor die Lage zu kommen."

Man bewege sich derzeit auf einem sehr dünnen Eis und könne bei jedem Schritt einbrechen, sagte Kretschmer. "Es ist nur deswegen noch nicht zum Ertrinken gekommen, weil wir noch nahe genug am Rand sind. Aber wir werden den Teich nicht durchschreiten können." Der Wunsch nach mehr Normalität sei auf der einen Seite verständlich, Lockerungen auf der anderen Seite aber möglicherweise falsch.

Dem CDU-Politiker zufolge gibt es keinen Grund, nun in Panik zu verfallen. Man müsse auch nicht von heute auf morgen alles wieder zurückfahren. "Wir haben durchaus etwas Zeit, die wir nutzen können, um Dinge vorzubereiten."

Es gebe immer Perspektiven und Wege auch aus schwierigen Situationen: "Nichts ist alternativlos. Man muss sich nur der Situation sehr, sehr klar stellen." Bürgermeister aus dem Erzgebirge hatten am Dienstag in einem Offenen Brief an Kretschmer einen "Wirrwarr bei den Corona-Schutzmaßnahmen beklagt.

Ausgangsbeschränkung im Corona-Hotspot Landkreis Greiz

16:13 Uhr: Im bundesweit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Ostthüringer Landkreis Greiz gilt jetzt eine Ausgangsbeschränkung. Bewohner der Region dürfen nur noch aus triftigen Gründen ihre Wohnungen verlassen, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten neuen Verordnung des Kreises hervorgeht.

Dazu zählen unter anderem Arztbesuche, Einkäufe, der Besuch der Schule oder Kita die Berufsausübung. Die schärferen Regeln, zu denen auch ein Alkoholverbot an öffentlichen Orten gehört, gelten bis 31. März.

In der Region gab es - Stand Mittwoch - 525,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen, wie die Thüringer Staatskanzlei mitteilte. Damit war der Landkreis erneut bundesweit das Gebiet mit der höchsten Inzidenz.

Zum Vergleich: Deutschlandweit lag dieser Wert am Mittwoch bei 86,2, thüringenweit bei 173,1. Thüringen ist seit Wochen das am stärksten von der Pandemie betroffene Bundesland.

Seit Dienstag fahren Testbusse des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) durch den Landkreis Greiz, um die Menschen in der Region öfter auf eine Corona-Infektion zu testen. Termine sind dafür nicht nötig. Außerdem gibt es in dem Kreis zwei Testzentren. Dort bietet das DRK täglich kostenlose Schnelltests an. Ein weiteres Testzentrum soll am Freitag eröffnet werden.

15:41 Uhr: Die Europäische Union steht aus Sicht von Österreichs Kanzler Sebastian Kurz unmittelbar davor, die Verteilung von Corona-Impfstoffen gerechter zu gestalten. "Ich bin froh, dass wir einer Lösung nahe stehen", sagte Kurz am Mittwoch nach einer Videokonferenz mit EU-Ratspräsident Charles Michel und mehreren anderen Regierungschefs.

Kurz und seine Amtskollegen aus Bulgarien, Kroatien, Lettland, Slowenien und Tschechien hatten am Dienstag eine Korrektur der bisherigen Praxis gefordert, die dazu geführt habe, dass einige Länder mehr Impfdosen erhalten als es ihrem Bevölkerungsanteil in der Union entspreche.

Grundsätzlich hatten sich die EU-Staaten auf anteilige und gleichzeitige Lieferungen geeinigt. Allerdings haben manche Länder weniger von bestimmten Impfstoffen bestellt, als ihnen zustehen würde. Danach sicherten sich in weiteren Verhandlungen andere Länder diese freien Kontingente.

So hätten sich die 27 EU-Staaten unterschiedliche Portfolios zusammengestellt, die sie für richtig hielten, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Mittwoch. Da etwa Astrazeneca aber nicht die Impfstoff-Mengen liefere, die zugesagt waren, ergebe sich "ein unterschiedliches Bild der Lieferungen".

Kurz setzt nun Hoffnung auf die zehn Millionen Dosen des Herstellers Biontech/Pfizer, die vorgezogen bereits im zweiten Quartal an die EU-Staaten ausgeliefert werden sollen. Von der Leyen sagte: "Das könnte genau die Summe sein, die man braucht, um diese Ungleichgewichte jetzt in Quartal eins und Quartal zwei auszugleichen."

Dies sei jedoch eine Entscheidung der EU-Staaten. Ein EU-Diplomat sagte am Mittwoch hingegen: "Der österreichische Vorschlag ist absolut chancenlos."

EU-Kommission erwägt neue Exportauflagen für Corona-Impfstoff

15:10 Uhr: EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen erwägt, den Export der knappen Corona-Impfstoffe aus der Europäischen Union stärker zu beschränken.

Neue Auflagen könnten dann für jene Länder gelten, die selbst keinen Impfstoff aus dem Land lassen oder die bereits einen höheren Anteil von geimpften Menschen haben als die EU, wie von der Leyen am Mittwoch in Brüssel ankündigte. Im Visier ist dabei offenbar vor allem Großbritannien.

Aus der EU wurden seit dem 1. Februar nach Angaben der EU-Kommission mindestens 41 Millionen Dosen Corona-Impfstoff in 33 Länder exportiert, obwohl in der EU selbst Impfstoff fehlt und Impfungen nur langsam vorankommen. Das lasse sich den Bürgern kaum noch erklären, sagte von der Leyen.

Nach ihren Worten gingen allein zehn Millionen Impfdosen aus der EU ins Vereinigte Königreich. Im EU-Vertrag mit Astrazeneca seien zwei britische Fabriken für Lieferungen an die EU vorgesehen. "Wir warten immer noch auf Dosen, die aus Großbritannien bei uns ankommen", sagte von der Leyen.

Auf Gegenseitigkeit und Verhältnismäßigkeit komme es an. "Ich möchte hier ganz klar sein: Wenn sich diese Situation nicht ändert, werden wir darüber nachdenken, die Exporte in impfstoffproduzierende Länder vom Grad ihrer eigenen Offenheit abhängig zu machen", sagte die Kommissionschefin.

"Wir werden auch darüber nachdenken, ob Exporte in Länder, die höhere Impfraten haben als wir, verhältnismäßig sind." Alle Optionen seien auf dem Tisch. Ihre Vorschläge will sie beim EU-Gipfel nächste Woche zur Debatte stellen.

Die USA hat von der Leyen offenbar nicht im Visier. Sie sagte, im Austausch mit den Vereinigten Staaten sei Gegenseitigkeit gegeben, weil Impfstoffkomponenten frei gehandelt werden könnten.

Ein britischer Regierungssprecher verwies vor Journalisten in London zu dem Thema auf ein Gespräch zwischen Premierminister Boris Johnson und von der Leyen zu Anfang des Jahres. Die Kommissionschefin habe damals zugesagt, dass der EU-Mechanismus zur Exportkontrolle ausschließlich der Transparenz diene. "Wir sind alle auf globale Lieferketten angewiesen", so der Sprecher.

Er fügte hinzu: "Wir erwarten, dass sich die EU an ihre Zusagen hält". Auf die Frage, wie Großbritannien die EU bislang in ihrem Impfprogramm unterstützt habe, verwies er auf Beiträge zum Covax-Programm, das ärmeren Ländern Zugang zu Impfstoffen ermöglichen soll. Die Priorität liege aber derzeit darauf, die britische Bevölkerung zu schützen.

Exportbeschränkungen sind für die EU politisch heikel. Denn es ist gewünscht, dass die Pharmafirmen in Europa produzieren und hier neue Standorte aufbauen. Bisher hatte die EU-Kommission betont, solange Verträge mit der EU eingehalten würden, würden Ausfuhren nicht gestoppt.

Doch wächst der politische Druck wegen des Impfstoffmangels. Einige Europapolitiker machen sich für einen völligen Exportstopp stark.

Neue Corona-Variante in Frankreich - Nachweis erschwert?

Frankreichs Gesundheitsbehörden haben eine neue Variante des Coronavirus gemeldet, bei der ein Nachweis über die herkömmlichen PCR-Tests erschwert sein könnte.

Bund und Länder wollen wohl vierten Öffnungsschritt aussetzen

14:52 Uhr: Das Öffnungspapier der Bundesregierung und der Bundesländer vom Corona-Gipfel am 3. März sah vor, dass ab dem 22. März bei einer Inzidenz bis 50 Restaurants im Außenbereich, Theater, Kinos und Opernhäuser wieder hätten öffnen dürfen.

Einem Bericht des "Business Insider" zufolge könnte es nun möglicherweise aber doch nicht zu besagten Lockerungen kommen. Wie das Medium berichtet, erwägen Bund und Länder den geplanten vierten Öffnungsschritt bundesweit auszusetzen. Hintergrund ist der gesamtdeutsche Inzidenzwert der nach Angaben des RKI aktuell (Stand 17. März 14:45 Uhr) bei 86 liegt.

Aufgrund der steigenden Zahl von Neuinfektionen und den unerwarteten Komplikationen bei den Impfungen mit dem Vakzin von Astrazeneca wollen Bund und Länder nun laut "Business Insider" den Lockdown abermals verlängern. Bislang ist dieser bis zum 28. März befristet, dem Bericht zufolge könnte er aber für weitere vier Wochen angeordnet werden.

Am Montag, 22. März, wollen sich Bund und Länder erneut treffen, um über das weitere Vorgehen der Corona-Pandemie zu sprechen. Davor findet der kurzfristig verschobene Impfgipfel mit Angela Merkel statt.

Die Telefonkonferenz mit den Regierungschefs der Bundesländer werde zeitnah "am Freitag" stattfinden, sagte ein Regierungssprecher am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur (dpa)in Berlin. Dann dürfte auch die Einschätzung der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) zur Sicherheit des Impfstoffs von Astrazeneca vorliegen.

Wie Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch in Genf mitteilte, empfiehlt sie vorerst weiter den Einsatz von Astrazeneca. "Die WHO ist der Meinung, dass die Vorteile die Risiken überwiegen."

Dritte Corona-Welle: Bulgariens Krankenhäuser am Limit

14:30 Uhr: Wegen schnell steigender Corona-Fallzahlen sind die bulgarischen Kliniken und Notdienste am Limit. Die Sprecherin des Notdienstes von Sofia, Katja Sungarska, schlug am Mittwoch Alarm: "Wir können diesen massiven Zulauf nicht bewältigen."

Vielerorts sollen Krankenhäuser umstrukturiert werden, um weitere Corona-Stationen einzurichten. Am vergangenen Donnerstag waren 395 Neuansteckungen pro 100.000 Menschen binnen einer Woche registriert worden. Neue Angaben wurden an diesem Donnerstag erwartet.

In dem südöstlichen EU-Land mit 6,9 Millionen Einwohnern wurden am Mittwoch (Stand Mitternacht) 4374 Neuansteckungen binnen eines Tages registriert - eine Woche vorher waren es noch 3.502 gewesen. Seit Beginn der Pandemie starben in Bulgarien gut 11.500 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Allein am Dienstag gab es 107 coronabedingte Todesfälle.

Nach einer weiteren Lockerung der Regeln zum Infektionsschutz ab 1. März wird das Balkanland zurzeit von einer dritten Corona-Welle überrollt. Aktuelle Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus wurden in den vergangenen Tagen nur regional getroffen. Die Regierung plant derzeit keine landesweiten Beschränkungen.

Zu den Hotspots gehören die Hauptstadt Sofia und die Region Burgas am Schwarzen Meer. Das Gesundheitsamt in Sofia stellte erneute Schließungen von Schulen und Kitas sowie Gastronomie, Einkaufsmalls und Fitnessstudios in Aussicht. Eine Entscheidung dürfte der Coronastab an diesem Donnerstag bekannt geben.

Die Impfkampagne in dem ärmsten EU-Land ist ins Stocken geraten, da das Astrazeneca-Vakzin vorübergehend nicht verabreicht wird. Die von Biontech-Pfizer und Moderna gelieferten Dosen sind knapp.

Vorrangig werden Mitglieder der Wahlbehörden geimpft, da in Bulgarien am 4. April Parlamentswahlen anstehen. Experten gehen davon aus, dass die dritte Corona-Welle in Bulgarien Ende März ihren Höhepunkt erreichen dürfte.

WHO-Impfrat empfiehlt Zulassung von Johnson & Johnson-Impfstoff

13:45 Uhr: Ein unabhängiger Expertenrat für Impfstoffe empfiehlt der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Zulassung des Corona-Impfstoffs der Firmen Janssen und Johnson & Johnson. Das Mittel habe eine Effizienz von 93,1 Prozent gegen Krankenhauseinweisungen, sagte der Vorsitzende des Rates (SAGE), Alejandro Cravioto, am Mittwoch in Genf. Die Effizienz gegen einen schweren Verlauf von COVID-19 liege nach 28 Tagen bei 85,4 Prozent. Die WHO empfehle das Vakzin auch in Ländern, in denen die Varianten stark verbreitet seien

Die Notfallzulassung durch die WHO gilt mit dieser Empfehlung als Formsache. Der Rat hatte bereits die Impfstoffe von Biontech und Pfizer, von Moderna und von Astrazeneca zum Einsatz empfohlen.

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BioNtech, CureVac und Co.: Die Gesichter hinter den Impfstoffen

Man darf es ruhig so sagen, Impfstoffe sind wahre Wundermittel der modernen Medizin. Auch im Kampf gegen das Coronavirus werden sie eine elementare Rolle spielen. Doch woher stammen die Vakzine eigentlich? Wir zeigen ihnen die Unternehmen und Gesichter hinter den Impfstoffen.

Kretschmer hält jüngste Corona-Lockerungen für gescheitert

13:10 Uhr: Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) hält die jüngsten Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz zu Lockerungen in der Corona-Pandemie für gescheitert. "Es funktioniert nicht", sagte er am Mittwoch in einer Videokonferenz mit Kommunalpolitikern aus dem Erzgebirge und verwies dabei auf die erneut wachsende Zahl an Corona-Infektionen. "Jetzt müssen wir versuchen, die Sache wieder einzufangen und vor die Lage zu kommen." Ähnlich hatte sich Kretschmer bereits am Dienstagabend auf einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung in Sachsen geäußert.

Schon kleine Veränderungen im Verhalten der Bevölkerung würden sofort für ein anderes Infektionsgeschehen sorgen, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch. Man bewege sich derzeit auf einem sehr dünnen Eis und könne bei jedem Schritt einbrechen. "Es ist nur deswegen noch nicht zum Ertrinken gekommen, weil wir noch nahe genug am Rand sind. Aber wir werden den Teich nicht durchschreiten können."

Steinmeier: Nicht gleich wieder Kitas und Schulen schließen

12:45 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat dazu aufgerufen, in der dritten Welle der Corona-Pandemie nach Möglichkeit nicht gleich wieder alle Schulen und Kitas zu schließen. "Ich hoffe sehr, dass unsere Bildungseinrichtungen mit der tatkräftigen Hilfe von Bund und Ländern flexible Lösungen finden, die verhindern, dass Betreuung, Bildung und Begegnung jetzt schmerzhaft und flächendeckend abgebrochen wird", sagte Steinmeier am Mittwoch in einer Diskussionsrunde mit Jugendlichen.

Die dritte Welle der Pandemie setze besonders Kitas, Schulen, Universitäten und Ausbildungsbetriebe erneut unter enormen Druck. "Was wir brauchen, das sind kluge, regional passende Lösungen, die zum einen natürlich die besorgniserregende Pandemielage sehr ernst nehmen - zum anderen aber die genauso schwerwiegenden Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen im Land mit in den Blick nehmen."

Monatelang hätten Kinder, Jugendliche und junge Menschen nicht in Kitas, Schulen und Universität gehen dürfen, sagte Steinmeier. "Wenn sie nun als Erste wieder zurückstecken müssten, bleibt das eben auch nicht ohne spürbare soziale und bildungspolitische Folgen. Und deshalb müssen die bei der Entscheidung über Schließungen immer wieder mit in die Waagschale genommen werden."

Trump fordert Republikaner zum Impfen auf: "Ich würde sie vielen Leuten empfehlen"

Der frühere US-Präsident Donald Trump hat seine Anhänger aufgerufen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Er würde die Impfung empfehlen, sagte Trump am Dienstag dem Sender Fox News. (Teaserbild: Getty Images)

Intensivärzte unterstützen Spahn bei Impfstopp-Entscheidung

12:10 Uhr: Das Präsidiumsmitglied der Intensivmediziner-Vereinigung DIVI, Uwe Janssens, hat die Entscheidung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verteidigt, Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca vorläufig zu stoppen. "Herr Spahn kann doch gar nicht anders entscheiden, wenn die Expertinnen und Experten vom Paul-Ehrlich-Institut ihm so eine Botschaft auf den Tisch legen", sagte Janssens, der früher Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) war, am Mittwoch im Deutschlandfunk.

Unter anderem Grüne und FDP hatten Spahn zuletzt scharf kritisiert. Das Aussetzen der Corona-Impfungen mit Astrazeneca habe das Vertrauen in die Impfpolitik untergraben, sagte Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt. FDP-Vize Wolfgang Kubicki forderte die Entlassung des Ministers. (siehe Meldung von 08:13 Uhr) Eine Aussetzung der Impfungen mit Astrazeneca hatte das für die Impfstoff-Sicherheit zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) empfohlen. Nach Angaben aus dem Ministerium wurden in Deutschland bis Dienstagabend insgesamt acht Fälle mit Thrombosen (Blutgerinnseln) in den Hirnvenen in zeitlichem Zusammenhang zur Impfung gemeldet, mehrere mit tödlichem Verlauf.

Mit Blick auf die steigenden Neuinfektionen sagte Janssens, die Mediziner hätten dies bereits prognostiziert. Nach den Öffnungen müsse man nun "wieder zurückrudern", sagt er und warnte vor einer zunehmenden Belegung der Intensivstationen. Das Personal dort sei bereits "in einem Dauermodus der Belastung".

EU-Kommission: Impfausweis soll ab 1. Juni nutzbar sein

11:09 Uhr: Der digitale europäische Impfausweis soll nach dem Willen der EU-Kommission bis 1. Juni fertig sein. Er könnte somit Reisen in den Sommerferien ermöglichen. Dies sagte EU-Kommissionsvize Margaritis Schinas der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vor der offiziellen Vorstellung des Projekts am Mittwoch in Brüssel. "Der Nachweis soll bis zum Beginn des Sommers einsetzbar sein, und der Sommer beginnt am 1. Juni."

Die Kommission nennt das Projekt "Digitaler Grüner Nachweis" - angelehnt an den "Grünen Pass" für Geimpfte in Israel. Dokumentiert werden sollen aber nicht nur Impfungen, sondern auch Ergebnisse von zugelassenen PCR- und Schnelltests sowie überstandene Corona-Infektionen. "Wir holen uns unsere europäische Lebensweise zurück", sagte Schinas. Dies solle aber auf sichere Weise geschehen.

Justizkommissar Didier Reynders betonte im Gespräch mit dem Portal "Politico", Bewegungsfreiheit sei eines der zentralen Rechte der Bürger in der Europäischen Union. "Das "Digitale Grüne Zertifikat" wird Bewegungsfreiheit ermöglichen und die Folgen der Restriktionen der Mitgliedsstaaten abmildern." Da Impfung, Tests und Immunisierung aufgenommen werden sollten, sei der Ansatz nicht diskriminierend.

Welche Türen der Nachweis öffnen soll, ist aber in den EU-Staaten noch nicht Konsens. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich gegen Erleichterungen für Geimpfte ausgesprochen, solange noch wenige Menschen Chancen auf die schützende Impfung haben. Griechenland und andere Urlaubsländer dringen hingegen darauf, Reiseerleichterungen mit einem solchen Dokument zu verbinden.

Skeptisch sind einige EU-Staaten nach Angaben von Diplomaten auch gegen den Ansatz der Kommission, einen gesetzlichen Rahmen auf EU-Ebene zu beschließen - unter anderem, weil dies lange dauern könnte. Schinas sagte: "Wenn wir das nicht gemeinsam einführen mit einem gesetzlich bindenden Instrument und interoperabel, wird die Privatwirtschaft Lösungen entwickeln und sie uns überstülpen."

Coronakrise: Mehrheit der Deutschen vertraut Astrazeneca weiterhin

Die Impfbereitschaft der Deutschen hat trotz des Impfstopps von Astrazeneca nicht gelitten. (Photocredit: Jens Schlueter/Getty Images)

Neuartige Corona-Mutation in Frankreich entdeckt

10:30 Uhr: Frankreichs Gesundheitsbehörden haben eine neue Mutation des Coronavirus gemeldet. Offenbar erschwert die Mutante, dass eine Infektion in herkömmlichen PCR-Tests nachgewiesen werden kann. Es habe mehrere Patienten gegeben, die typische Symptome von COVID-19 aufgewiesen hätten, aber ein negatives PCR-Testergebnis durch einen Nasenabstrich erhalten hätten, teilt die Generaldirektion des französischen Gesundheitsministeriums mit. Erst ein Antikörper-Test habe einen positiven Befund ergeben.

Die Behörden wurden auf diese Fälle aufmerksam, als es einen Ausbruch mit 79 Fällen im bretonischen Lannion gab. Acht ältere Patienten starben dort, sieben waren zunächst negativ mit einem PCR-Test getestet worden. "Die ersten Analysen dieser neuen Variante lassen nicht den Schluss zu, dass sie ernster oder übertragbarer ist, als das ursprüngliche Virus", heißt es. Eingehende Untersuchungen seien im Gang.

Die Gesundheitsbehörden stufen die Variante als "variant under investigation" ein, also eine genau zu beobachtende.

Mehr als 52.000 Corona-Neuinfektionen an einem Tag in den USA

09:45 Uhr: In den USA sind am Dienstag 52 329 neue Corona-Fälle und 1286 Tote im Zusammenhang mit einer Infektion gemeldet worden. Dies geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Mittwochmorgen (MEZ) hervor. Die bisherigen Höchstwerte wurden am 2. Januar mit 300.416 neuen Fällen sowie am 12. Januar mit 4.470 Toten registriert.

In den USA mit rund 330 Millionen Einwohnern haben sich bislang 29,5 Millionen Menschen mit dem Erreger SARS-CoV-2 infiziert, fast 537.000 Menschen starben. In absoluten Zahlen gemessen, aber nicht relativ zur Bevölkerung, sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen werden die Zahlen - unter anderem die der Neuinfektionen binnen 24 Stunden, aber auch die der Toten - nachträglich aktualisiert.

Nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC erhielten bisher gut 72 Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis, wie aus Zahlen auf der Internetseite am Mittwochmorgen hervorging. 39 Millionen gelten als vollständig geimpft. Zugelassen sind die Impfstoffe von Pfizer/Biontech, Moderna und Johnson & Johnson.

Tausende Studenten feiern Spring Break – ohne Masken, ohne Abstand

Unzählige Studenten haben es am Wochenende in Florida zum Spring Break ordentlich krachen lassen. Die Strände und Bars in Fort Lauderdale waren voll – um das Coronavirus scherte sich hier niemand.

Auch Brauereigasthöfe bekommen nun Coronahilfen

09:32 Uhr: Nach Kritik der Branche bekommen nun auch Brauereigasthöfe Coronahilfen. Darauf hat sich die Bundesregierung in Abstimmung mit dem Freistaat Bayern verständigt, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Mittwoch in Berlin mitteilte. Für Unternehmen mit angeschlossener Gaststätte werde der Zugang zu den November- und Dezemberhilfen verbessert und vereinfacht.

Künftig sei der Gaststättenanteil unabhängig von den Umsätzen des restlichen Unternehmens antragsberechtigt, hieß es. Dies betreffe etwa Brauereigaststätten, Vinotheken von Weingütern und Straußwirtschaften.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprach laut der Mitteilung von einem wichtigen Erfolg für die bayerischen Brauereigaststätten. "Die Brauereigaststätten stehen für unser Lebensgefühl und prägen Bayerns Kulturlandschaft! Der jetzt erleichterte Zugang zur November- und Dezemberhilfe wird ihnen helfen, die schwere Belastung durch die Corona-Pandemie zu lindern." Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) nannte die Verständigung ein wichtiges Signal, da viele Brauereigaststätten oder Vinotheken weiter stark unter den aktuellen Corona-Beschränkungen litten.

Verfassungsrechtler hält Stopp von Astrazeneca-Impfung für rechtlich angreifbar

08:40 Uhr: Der Verfassungs- und Medizinrechtler Josef Franz Lindner hält die Entscheidung der Bundesregierung, das Impfen mit dem Vakzin von Astrazeneca auszusetzen, für angreifbar. Es sei rechtlich problematisch, dem Einzelnen die Entscheidung über das Risiko möglicher Komplikationen bei der Verabreichung eines zugelassenen Impfstoffs abzunehmen, sagte Lindner der Nachrichtenagentur AFP. "Jeder sollte nach Aufklärung selbst entscheiden, ob er das Risiko eingehen will."

Die Aussetzung der Impfung werde zu Todesfällen wegen COVID-19 bei Menschen führen, die nun nicht geimpft werden könnten. Der Impfstoff sei zugelassen und faktisch verfügbar, sagte Lindner, der an der Universität Augsburg den Lehrstuhl für öffentliches Recht, Medizinrecht und Rechtsphilosophie inne hat. Allerdings handle es sich bei der Entscheidungsfreiheit um eine theoretische Möglichkeit, weil das Vakzin in den Impfzentren momentan eben nicht mehr angeboten werde.

Auch die in der Impfverordnung festgelegte Priorisierung hält Lindner eindeutig für rechtlich problematisch. "Das Verfassungsrecht verlangt bei wesentlichen Entscheidungen über Leben und Gesundheit ein Gesetz, das vom Parlament beschlossen wird", sagte er.

Zwar sei nachgebessert worden: Es sei nun gesetzlich geregelt, nach welchen Kriterien - etwa Alter - priorisiert werden könne. "Aber das ist zu wenig", sagte Lindner AFP. "Es ist gesetzlich nicht geklärt, wie diese Kriterien zu gewichten sind."

Virologe Drosten prognostiziert schwere Zeiten wegen Mutationen und Impf-Probleme

Der Anteil der Corona-Mutation B.1.1.7 nimmt in Deutschland immer mehr zu. Das könnte vor allem für eine Personengruppe künftig gefährlich werden, vermutet Charité-Virologe Christian Drosten. (Teaserbild: imago images/Jürgen Heinrich)

FDP und Grüne greifen Spahn an - Kubicki: Merkel sollte ihn entlassen

08:13 Uhr: FDP-Vize Wolfgang Kubicki hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) die Entlassung von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wegen seines Agierens in der der Coronakrise nahegelegt. "Es sind zwar nur noch wenige Monate bis zur Wahl, aber eine Auswechslung Spahns als Gesundheitsminister würde helfen, neues Vertrauen in der Bevölkerung in den Staat zu schaffen", sagte Kubicki dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Mittwoch). "Die Leistungen von Herrn Spahn als Gesundheitsminister kann man nur mit einer Fünf oder Sechs bewerten. Spahn ist seiner Aufgabe nicht gewachsen", urteilte der FDP-Vize. Deutschland habe die Alten- und Pflegeheime nicht rechtzeitig geschützt, Spahn habe zu spät auf den Schutz durch Masken gesetzt, bei der Test- und Impfstrategie habe er auch versagt, befand der FDP-Politiker.

"Auch Peter Altmaier sollte die Kanzlerin aus seinem Amt als Wirtschaftsminister entlassen", fügte Kubicki hinzu. "Altmaier hat es nicht geschafft, die versprochenen Hilfen in auch nur annähernd erträglicher Zeit zu den Selbstständigen zu bringen." Diese Politik der Verschleppung setze sich beim Corona-Härtefallfonds so fort.

Auch Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt attackierte Spahn. "Mit dem unkoordinierten und schlecht vermittelten Aussetzen der Impfungen mit Astrazeneca hat Gesundheitsminister Spahn das Vertrauen in die Impfpolitik weiter untergraben", sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch). Spahn und die Regierung müssten nun "einen Plan auf den Tisch legen, wie der Schutz durch Impfungen rasch hochgefahren werden kann", forderte Göring-Eckardt.

RKI registriert 13.435 Corona-Neuinfektionen und 249 Todesfälle

06:37 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 13.435 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Mittwoch hervor. Das sind deutlich mehr als die 9.146 Neuinfektionen, die vor genau einer Woche gemeldet worden waren. Damals hatten zwar die Angaben aus Hamburg gefehlt, diese bewegen sich pro Tag im dreistelligen Bereich. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05:00 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Auch die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) stieg wieder deutlich an: Sie lag laut RKI am Mittwochmorgen bei 86,2 und damit höher als am Vortag (83,7). Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 249 weitere Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche waren es - ohne die Daten aus Hamburg - 300 gewesen.

Vor vier Wochen, am 17. Februar, hatte die Inzidenz noch bei 57,0 gelegen. Die Zahl der neuen Ansteckungen in Deutschland war im Januar und Februar über Wochen deutlich zurückgegangen. Zuletzt stieg sie jedoch wieder an, was auch an der Verbreitung ansteckenderer Varianten liegen könnte.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 1,06 (Vortag 1,15). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 106 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Trump ruft Anhänger zu Corona-Impfung auf

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Wie ein Corona-Selbsttest durchgeführt wird

Auf ihnen liegen große Hoffnungen in der Pandemie: Corona-Selbsttests, die in Deutschland bald flächendeckend zu kaufen sein sollen. Wir zeigen, wie die Tests durchgeführt werden und was es zu beachten gilt.

06:15 Uhr: Der frühere US-Präsident Donald Trump hat seine Anhänger aufgerufen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Er würde die Impfung empfehlen, sagte Trump am Dienstag dem Sender Fox News. "Ich würde sie vielen Leuten empfehlen, die sie nicht wollen, und viele dieser Leute haben offen gesagt für mich gestimmt." Der Impfstoff sei "großartig" und "sicher", betonte Trump.

Anders als die anderen noch lebenden Ex-US-Präsidenten hatte sich Trump bislang eher verhalten für die Impfkampagne ausgesprochen. Laut Umfragen sind aber besonders männliche Republikaner skeptisch gegenüber Corona-Impfungen. Die USA sind das weltweit am stärksten von der Pandemie betroffene Land.

Urlaub über Ostern? Aiwanger fordert "klares Signal"

05:18 Uhr: Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) fordert von der Bund-Länder-Schalte zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie am Montag "ein klares Signal für Osterurlaub in Deutschland". Das Ostergeschäft sei für Viele "der letzte rettende Strohhalm", sagte Aiwanger den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch). Tausende Betriebe stünden finanziell und emotional mit dem Rücken zur Wand, "da darf die Politik nicht mehr länger zusehen", forderte Aiwanger. Auch aus Sicht des Infektionsschutzes halte er Urlaub in Bayern für besser als auf Urlaubsinseln im Süden mit diversen zusätzlichen Kontakten.

Die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Ingrid Hartges, sagte den Funke-Zeitungen: "Es ist für keinen Hotelier nachvollziehbar, warum man auf Mallorca Urlaub machen darf, aber nicht an der Ostsee oder Nordsee. Das kann niemand verstehen - und ich kann es auch niemandem erklären". Auch an der deutschen Küste gebe es zum Teil niedrige Inzidenzwerte.

Auch Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hatte rasche Entscheidungen zu Tourismus in Deutschland angemahnt. "Wir werden über Ostern reden müssen", sagte sie am Dienstag in Schwerin mit Blick auf die bevorstehenden Bund-Länder-Beratungen. "Ich glaube, dass es schwer vermittelbar ist, dass die Bundesregierung einerseits jetzt wieder Urlaub in anderen Ländern freigegeben hat, zum Beispiel Urlaub auf Mallorca, und gleichzeitig kein Urlaub im eigenen Bundesland möglich ist."

Brasilien registriert Höchstwert an Corona-Toten an einem Tag

03:34 Uhr: Brasilien hat so viele Corona-Tote an einem Tag registriert wie nie zuvor. Das Gesundheitsministerium in Brasília meldete am Dienstagabend (Ortszeit) 2.841 Covid-19-Todesfälle in den vergangenen 24 Stunden. In der vergangenen Woche wurden erstmals mehr als 2.000 Corona-Tote an einem Tag erfasst.

Insgesamt sind damit in Brasilien 282.127 Menschen im Zusammenhang mit COVID-19 gestorben. Neu infiziert haben sich 83.962 Menschen, womit die Zahl der Corona-Infizierten in dem größten Land Lateinamerikas auf mehr als 11,6 Millionen stieg. Brasilien hat 210 Millionen Einwohner und ist 24 Mal so groß wie Deutschland. "Pandemie außer Kontrolle", schrieb das Nachrichtenportal "G1".

Brasilien, das erst im Januar mit Impfungen begonnen hatte, ist eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder. Nur in den USA sind die Zahlen noch höher. Hohe Gesundheitsbeamte und Wissenschaftler rechneten damit, dass Brasilien demnächst die Marke von 3.000 Corona-Toten an einem Tag überschreiten werde.

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Mit Material von dpa, afp, sid und apa.