• Einige SPD-Politiker haben Jens Spahn Versagen bei der Impfstoffverteilung vorgeworfen.
  • Nun springt dem Gesundheitsminister unter anderem CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak zur Seite.

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Nach der Kritik aus der SPD an der deutschen Impfstoffstrategie hat CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak der Partei plumpe Manöver vorgeworfen.

"Schuldzuweisungen in diesen schweren Zeiten aus der Regierungspartei SPD sind plumpe Manöver und durchschaubar. Wir sollten uns einfach alle auf Problemlösungen konzentrieren", schrieb Ziemiak auf Twitter.

Laschet: "Wie stets: nachträgliche Besserwisserei"

Der CDU-Vorsitzkandidat Armin Laschet twitterte: Dass in zehn Monaten ein Impfstoff erforscht, entwickelt, erprobt, genehmigt, ausgeliefert und eingesetzt werde, sei eine sensationelle wissenschaftliche Leistung. "Trotzdem wie stets: nachträgliche Besserwisserei und parteipolitisches Kleinklein."

SPD-Fraktionsgeschäftsführer Carsten Schneider hatte von Impf-Chaos gesprochen und Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Gespräch mit der dpa aufgefordert, das abzustellen. Fraktionsvize Dirk Wiese hatte sich "entsetzt über Jens Spahn" geäußert und bei "t-online" gesagte, er müsse "endlich seinen Aufgaben nachkommen und die offensichtlichen Probleme unverzüglich in den Griff bekommen".

Auch der Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hatte sich in der "Rheinischen Post" (Samstag) kritisch zur Impfstrategie von EU und Bundesregierung geäußert.  © dpa

Christian Drosten: Erste Jahreshälfte wird kompliziert

Der Virologe Christian Drosten erwartet, dass die erste Jahreshälfte "sehr kompliziert" werden wird. Generell schaue er aber optimistisch auf das neue Jahr. Er geht davon aus, "dass ab der zweiten Jahreshälfte eine Entspannung eintreten könnte".