• 17:40 Uhr: Gericht kippt Quarantänepflicht für Auslandsrückkehrer in NRW
  • 15:52 Uhr: Böllerverbot zu Silvester in der Kölner Altstadt
  • 15:15 Uhr: Bericht: Länder wollen Lockdown verlängern
  • 12:58 Uhr: Biontech und Pfizer beantragen US-Zulassung für Corona-Impfstoff
  • 08:12 Uhr: RKI registriert 23.648 neue Corona-Infektionen
  • 06:15 Uhr: Merkel rechnet mit Corona-Impfstoff im Dezember oder kurz danach

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Top-News: Gericht kippt Quarantänepflicht für Auslandsrückkehrer in NRW

17:40 Uhr: Das Oberverwaltungsgericht in Münster hat die in der Corona-Einreiseverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen geregelte Quarantänepflicht für Auslandsrückkehrer aus Risikogebieten gekippt.

Nach Ansicht des Gerichts hat das Land nicht berücksichtigt, dass Reisende bei der Rückkehr aus Ländern mit geringeren Infektionszahlen als an ihrem Wohnort nach der Heimkehr einem höherem Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Somit sei die Quarantäne aktuell kein geeignetes Mittel zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland, teilte das Gericht am Freitag mit.

Das Oberverwaltungsgericht in Münster hat die in der Corona-Einreiseverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen geregelte Quarantänepflicht für Auslandsrückkehrer aus Risikogebieten gekippt.

Alle weiteren Corona-Meldungen des Tages im Überblick:

Dreyer: Müssen weiter mit Einschränkungen leben

17:19 Uhr: Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) macht den Bürgern wenig Hoffnungen auf schnelle Lockerungen der Corona-Beschränkungen. "Schon jetzt lässt sich sagen, dass wir über die kommenden Monate ganz sicher weiter mit Einschränkungen werden leben müssen", sagte die SPD-Politikerin am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Mainz.

Die Länder bereiteten zurzeit "sehr vertrauensvoll und konstruktiv" die Besprechung mit Kanzlerin Angela Merkel am kommenden Mittwoch vor. "Dies soll Perspektiven im Rahmen eines Gesamtkonzeptes für Dezember und Januar eröffnen, um den Menschen mehr Planungssicherheit zu geben", sagte Dreyer, ohne schon konkrete Einzelheiten zu nennen.

"Wir wissen, dass wir den Bürgern und Bürgerinnen, aber auch der Wirtschaft, der Gastronomie, der Kultur sehr viel abverlangen", sagte Dreyer. "Durch die Maßnahmen im November haben wir bundesweit die Dynamik der Neuinfektionen gebremst." Nun bleibe zu hoffen, dass aus der Entwicklung ein Trend werde und die Infektionszahlen sich weiterhin in die richtige Richtung bewegten.

Kanzleramtschef Braun: Schulen bei Corona-Bekämpfung in Blick nehmen

16:54 Uhr: Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hat mit Blick auf den anstehenden Bund-Länder-Gipfel zur Coronakrise am kommenden Mittwoch dafür plädiert, ein besonderes Augenmerk auf Schulen zu legen. "Was wir für den November beschlossen haben, hat die Infektionsdynamik gebrochen. Aber es hat noch nicht dazu geführt, dass die Zahlen nach unten gehen", sagte Braun dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Nun gehe es vor allem darum, Kontakte zu reduzieren und die hohen Infektionsraten bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu senken. "Sie tragen wesentlich zur Verbreitung der Infektion bei", sagte Braun.

Vor allem in den weiterführenden Schulen müsse "alles getan werden, um die Abstandsregeln einzuhalten". Darüber würden Bund und Länder am Mittwoch diskutieren.

Braun schlug zudem vor, ältere Schüler vermehrt zu Hause zu unterrichten und bei der Suche nach großen Unterrichtsräumen auch außerhalb der Schulgelände zu suchen. Wenn Schulen nicht über größere Räume verfügten, ist es nach Auffassung des Kanzleramtschefs auch denkbar, "auf Bürgerhäuser und Kinosäle auszuweichen". Ältere Schüler könnten ins Homeschooling geschickt werden.

Ziel sei es, die Schulen weiter offen zu lassen. Außerdem wolle die Bundesregierung weiterhin am Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner als Orientierungsmarke festhalten.

Litauen mit Höchststand bei Corona-Neuinfektionen

16:17 Uhr: In Litauen hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen am Freitag mit 2.272 Fällen binnen 24 Stunden einen neuen Höchststand erreicht. Damit habe es seit Beginn der Pandemie im Frühjahr mehr als 42.000 erfasste Fälle in dem baltischen EU-Land gegeben, teilte die Gesundheitsbehörde in Vilnius mit. In dem Ostseestaat starben nach offiziellen Daten bislang 357 Menschen in Verbindung mit dem Virus.

Unter den Neuinfizierten gibt es mit Parlamentspräsidentin Viktorija Cmilyte-Nielsen und Verteidigungsminister Raimundas Karoblis auch zwei prominente Namen. Beide sind nach eigenen Angaben am Donnerstag positiv auf das Coronavirus getestet und befinden sich nun ohne Symptome in häuslicher Quarantäne. Angesichts weiterer Corona-Fälle unter Abgeordneten rief Gesundheitsminister Aurelijus Veryga dazu auf, die Arbeit des erst im Oktober neu gewählten Parlaments für mindestens zwei Wochen auszusetzen.

Litauen mit seinen knapp drei Millionen Einwohnern war von der ersten Corona-Welle im Frühjahr nur wenig betroffen, verzeichnete aber im Herbst einen rapiden Anstieg der Infektionsraten. Nach Angaben der EU-Behörde ECDC ist die Entwicklung in dem Ostseestaat aktuell deutlich schlechter als in Deutschland. Die Bundesregierung wird ganz Litauen ab Sonntag als Corona-Risikogebiete einstufen.

Scholz wirbt für globalen Schulterschluss bei Corona-Impfstoff

16:04 Uhr: Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hat die führenden Wirtschaftsnationen aufgefordert, sich an der internationalen Corona-Impf-Initiative Covax zu beteiligen. "Deutschland und Europa haben hier schon erhebliche Finanzmittel zugesagt", erklärte der Vizekanzler nach Beratungen der G20-Finanzminister am Freitag.

Deutschland sei zweitgrößter Geber. Doch: "Notwendig ist, dass alle G20-Staaten sich daran beteiligen", forderte Scholz.

Bisher wurden laut Finanzministerium insgesamt rund 4,3 Milliarden Euro für die Entwicklung und global faire Verteilung von Impfstoffen bereitgestellt. Die jüngsten Nachrichten zu den Corona-Impfstoffen machten Hoffnung, sagte Scholz. Jetzt sei ein globaler Schulterschluss nötig, um einen gerechten und fairen Zugang zu den Impfstoffen sicherzustellen.

Böllerverbot zu Silvester in der Kölner Altstadt

15:52 Uhr: Die Stadt Köln will an Silvester Böllern mindestens in der Altstadt verbieten. Das sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) am Freitag.

Man warte ansonsten die weiteren Vorgaben des Landes ab, so Reker. Durch das Böllerverbot sollen laut Reker unter anderem Menschenansammlungen in der Altstadt vermieden werden. Zudem wolle man Verletzungen vorbeugen und so die Krankenhäuser und den Rettungsdienst entlasten.

Wie die Oberbürgermeisterin der größten Stadt Nordrhein-Westfalens weiter sagte, solle es eine Werbekampagne für verantwortungsvolles Feiern an Silvester geben - ähnlich der Kampagne zum 11.11. Zum traditionellen Karnevalsauftakt hatten unter anderem Prominente dazu aufgefordert, diesmal zu Hause zu bleiben.

Reker betonte, dass man Familien "außerhalb der Altstadt in ihren Wohnbereichen" das Abbrennen von Feuerwerk grundsätzlich nicht untersagen wolle. Aber auch da sei "das letzte Wort noch nicht gesprochen", da man abwarte, was das Land NRW vorgibt.

AfD-Politiker mit löchriger Corona-Maske sorgt für Aufregung

15:31 Uhr: Ein AfD-Politiker hat mit einem offenkundig löchrigen Mund-Nasen-Schutz im Bundestag für Aufregung gesorgt. Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth untersagte dem Abgeordneten Thomas Seitz am Freitag, mit seiner orangenen Maske vom Rednerpult zurück zu seinem Platz zu gehen. Die Maske habe Löcher und sei daher nicht geeignet, sagte Roth.

Schließlich reichte sie ihm eine FFP2-Maske, die sie mit Hilfe eines Stiftes aus einer sterilen Verpackung genommen hatte. Seitz beschwerte sich über einen "Maulkorb", woraufhin Roth mit einem Ordnungsgeld drohte.

Im Bundestag gilt seit dem 6. Oktober eine Maskenpflicht. Seitdem muss in allen Gebäuden des Bundestags, auch im Plenarsaal, ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Abgeordnete können diesen aber abnehmen, wenn sie - im Plenarsaal und in Sitzungsräumen - Platz genommen haben oder am Rednerpult stehen.

Bericht: Länder wollen Lockdown verlängern

15:15 Uhr: Die SPD- und CDU-regierten Bundesländer wollen den Lockdown verlängern. Das berichtet der "Business Insider" am Freitag.

Demnach sollen die gegenwärtigen Hygienemaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus bis zum 20. Dezember bestehen bleiben, beruft sich das Wirtschaftsmagazin auf ein sogenanntes Gesamtkonzept, das am kommenden Mittwoch beim nächsten Corona-Gipfel von Bund und Ländern vorgestellt werden soll.

Die Pläne hatten ursprünglich vorgesehen, ab dem 13. Dezember wieder schrittweise zur Normalität zurückzukehren. Doch das aktuelle Infektionsgeschehen lasse dies nicht zu, heißt es weiter.

Offenbar streben die SPD-regierten Länder sogar eine zusätzliche Verschärfung der Mund-Nasen-Bedeckung sowie der Kontaktbeschränkungen an. Details würden im Papier aber nicht genannt.

EU will bei G20-Gipfel mehr Hilfe für ärmere Ländern einfordern

14:18 Uhr: Die EU will beim G20-Gipfel der führenden Wirtschaftsnationen eine stärkere Unterstützung von ärmeren Ländern einfordern.

Nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen soll um zusätzliches Geld für die wegen der Coronakrise gestartete Impfstoff-Initiative Covax geworben werden. Zudem will sich die EU für weitere Schuldenerleichterungen stark machen.

Um ärmere Länder mit Impfstoffen versorgen zu können, würden im kommenden Jahr schätzungsweise weitere fünf Milliarden US-Dollar - 4,2 Milliarden Euro - benötigt, erklärte von der Leyen am Freitag in einer Pressekonferenz zu den von Saudi-Arabien organisierten Spitzengesprächen an diesem Wochenende. Zudem brauche es Geld für Tests und Behandlungen. Insgesamt würden voraussichtlich Mittel in Höhe von 38 Milliarden Dollar - 32 Milliarden Euro - benötigt.

EU-Ratspräsident Charles Michel bezeichnete den wegen der Corona-Pandemie als Videoschalte organisierten Gipfel als wichtige Gelegenheit, um für eine intensive internationalen Zusammenarbeit zu werben. Aus Perspektive der EU werde es darum gehen, die Zukunft stabiler, nachhaltiger und inklusiver zu gestalten. So sei es aus Sicht der EU auch wichtig, wirtschaftlich schwache Länder in der Coronakrise stärker zu unterstützen.

Bundesregierung stuft Litauen und Lettland als Risikogebiete ein

13:21 Uhr: Wegen steigender Infektionszahlen hat die Bundesregierung ganz Litauen und Lettland ab Sonntag als Corona-Risikogebiete eingestuft. Zudem wurden am Freitag Regionen in Griechenland und Finnland auf die vom Robert-Koch-Institut geführte Risikoliste gesetzt.

Island wurde dagegen wieder gestrichen und ist damit nun das einzige Land in Europa, das frei von Risikogebieten ist.

Die Einstufung als Risikogebiet und die damit automatisch verbundenen Reisewarnungen des Auswärtigen Amts bedeuten zwar kein Reiseverbot, sollen aber eine möglichst große abschreckende Wirkung auf Touristen haben. Das Gute für Urlauber: Sie können bereits gebuchte Reisen stornieren, wenn ihr Ziel zum Risikogebiet erklärt wird.

Das Schlechte: Rückkehrer aus den Risikogebieten müssen derzeit bis zu zehn Tage in Quarantäne, können sich aber durch einen negativen Test ab dem fünften Tag nach Einreise davon vorzeitig befreien lassen.

Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt, wenn ein Land oder eine Region den Grenzwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschreitet. Auch ein Großteil Deutschlands ist nach diesen Kriterien Risikogebiet. Am Freitag lagen nach der RKI-Statistik nur noch Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern knapp unter der 50er-Marke.

Auf dem europäischen Festland gibt es nun nur noch in Griechenland (Westgriechenland), Österreich (zwei Gemeinden an der deutschen Grenze), Estland, Norwegen und Finnland Regionen, die nicht als Risikogebiete eingestuft sind. Hinzu kommen eine ganze Reihe Inseln wie die spanischen Kanaren, die portugiesischen Azoren und Madeira, ein Großteil der griechischen Inseln, die britische Isle of Man und die Kanalinsel Guernsey sowie die dänischen Inseln Grönland und Färöer.

Biontech und Pfizer beantragen US-Zulassung für Corona-Impfstoff

12:58 Uhr: Die Mainzer Firma Biontech und der US-Pharmariese Pfizer haben bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für ihren Corona-Impfstoff beantragt. Das teilten Biontech und Pfizer am Freitag in einer gemeinsamen Mitteilung mit.

Damit wird der Impfstoff wohl zunächst in den USA verteilt werden.

Schon zuvor hatten die Unternehmen bekannt gegeben, dass die Impfung einen 95-prozentigen Schutz vor der Krankheit Covid-19 biete.

Bundestag verlängert höheres Kurzarbeitergeld bis Ende 2021

12:01 Uhr: Auch im nächsten Jahr bekommen Beschäftigte, die länger als drei Monate auf Kurzarbeit sind, ein erhöhtes Kurzarbeitergeld. Der Bundestag hat die entsprechende Sonderregelung in der Corona-Krise am Freitag bis Ende nächsten Jahres verlängert. Das Gesetz zur Beschäftigungssicherung muss abschließend noch durch den Bundesrat, der bereits deutlich gemacht hat, dass er keine Einwände gegen die Verlängerung hat.

Die Regelung sieht vor, dass Kurzarbeitergeld auch weiterhin ab dem vierten Bezugsmonat von seiner üblichen Höhe, nämlich 60 Prozent des Lohns, auf 70 Prozent erhöht wird - für Berufstätige mit Kindern von 67 auf 77 Prozent. Ab dem siebten Monat in Kurzarbeit soll es weiterhin 80 beziehungsweise 87 Prozent des Lohns geben. Profitieren sollen davon alle Beschäftigten, die bis Ende März 2021 in Kurzarbeit geschickt werden. Minijobs bis 450 Euro bleiben zudem bis Ende 2021 generell anrechnungsfrei.

Die Bestimmungen sollten ursprünglich zum Jahresende auslaufen. Die Regierung geht aber noch nicht von einer Entspannung der Situation aus, wie sie in der Begründung zu ihrem Gesetzentwurf schreibt.

Nach aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) hatten Betriebe im August für rund 2,6 Millionen Menschen Kurzarbeit angemeldet. Auf dem Höhepunkt der ersten Corona-Welle im April waren es knapp sechs Millionen. Die Summen, die in der Corona-Krise bisher für das Kurzarbeitergeld ausgegeben wurden, bezifferte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) am Freitag auf rund 18 Milliarden Euro. Ein Sprecher der BA sprach auf Nachfrage sogar von 19,4 Milliarden Euro.

Umfrage: Junge EU-Bürger leiden finanziell besonders unter Corona

11:55 Uhr: Die Coronakrise macht laut einer Umfrage besonders jungen Menschen in der EU finanziell zu schaffen. Fast zwei Drittel (64 Prozent) der EU-Bürger und EU-Bürgerinnen zwischen 16 und 34 Jahren seien in finanzielle Schwierigkeiten geraten, heißt es in einer Umfrage, die das Europäische Parlament am Freitag veröffentlicht hat. Über alle Altersgruppen hinweg lag der Anteil bei 57 Prozent.

Fast zwei von fünf Befragten aller Altersgruppen (39 Prozent) gaben an, dass sich die Corona-Pandemie bereits auf ihr persönliches Einkommen ausgewirkt habe. Mehr als ein Viertel (27 Prozent) erwartet künftige Einbußen. In Deutschland lagen die Werte niedriger (29 und 21 Prozent).

Dass EU-Gelder nur an Staaten fließen sollten, die über ein funktionierendes Rechtssystem verfügen und die europäischen demokratischen Werte achten - der Meinung sind den Angaben zufolge mehr als drei Viertel der Befragten (77 Prozent).

Der Beschluss des europäische Haushaltspakets ist derzeit blockiert, nachdem Polen und Ungarn aus Protest gegen eine neue Regel zur Kürzung von EU-Geldern bei bestimmten Rechtsstaatsverstößen ihr Veto eingelegt hatten. Damit drohen Verzögerungen bei dem 1,8 Billionen Euro starken Paket, das auch Corona-Hilfen im Umfang von bis zu 750 Milliarden Euro umfasst.

Das Institut Kantar hatte im Auftrag des Europäischen Parlaments zwischen Ende September und Anfang Oktober mehr als 24.000 Menschen in den EU-Mitgliedstaaten hauptsächlich online befragt.

Laschet: Nur noch Treffen mit zwei weiteren aus anderem Haushalt

11:44 Uhr: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will nächste Woche bei den Bund-Länder-Gesprächen zur Coronakrise für scharfe Kontaktbeschränkungen werben. "Eine Familie darf sich nur noch mit zwei weiteren Personen aus einem anderen Hausstand treffen", sagte Laschet der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Freitagsausgabe). Das sei sein Vorschlag für die Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Aus den Erfahrungen zu Beginn der Coronakrise im Frühjahr sei bekannt, dass das Prinzip wirke. Damals habe die Mobilität der Menschen stark abgenommen und die Infektionsdynamik ebenso. "Wenden wir dieses Prinzip konsequent an, können Beschränkungen für Gastronomie oder Kultur mittelfristig zurückgenommen werden, wenn die Infektionszahlen weiter sinken", sagte der CDU-Bundesvize und Anwärter auf den Parteivorsitz.

Bis ein Impfstoff verfügbar sei, müsse das öffentliche, soziale und wirtschaftliche Leben aufrechterhalten werden. "Deshalb sollten wir auf das bewährte System der allgemeinen Kontaktbeschränkungen zurückgreifen statt minuziös vorzuschreiben, was stattfinden darf und was nicht", erklärte Laschet.

Merkel will längerfristige Strategie

10:23 Uhr: Wie die "Bild" berichtet, will sich Kanzlerin Angela Merkel schon am kommenden Mittwoch auf eine längerfristig ausgelegte Winterstrategie in der Coronakrise festlegen. Es droht eine Verlängerung der Lockdowns vielleicht sogar bis Anfang Januar. Auch mögliche Verschärfungen, wie eine erweiterte Maskenpflicht stehen weiter im Raum.

Für Weihnachten will Merkel, laut "Bild"-Informationen, den Bürgern jedoch "wieder ein gewisses Maß an Freiheit geben". Nach Weihnachten sollen jedoch die Zügel sehr schnell wieder angezogen werden.

Was an Silvester an Feiern möglich sein werde, darüber kündigte Merkel offenbar "sehr, sehr schwierige Entscheidungen" an. Auch eine normale Skisaison in Österreich darf es nach Merkels Meinung in diesem Winter nicht geben.

Italien will Corona-Tests nach Anti-Doping-Vorbild zentralisieren

09:43 Uhr: Nach einer Kontroverse um den früheren Dortmunder Ciro Immobile will Italiens Fußball-Liga Serie A die Testungen auf das Coronavirus nach Modell des Anti-Doping-Systems zentralisiert durchführen. Ziel sei eine Harmonisierung der Analyse von Abstrichen der Spieler, geht aus einem Vorschlag des Verbands der italienischen Sportärzte an den Fußballverband FIGC hervor.

Geplant sei die Einrichtung einer Plattform, auf der die Resultate der Tests hochgeladen werden sollen, berichtete die Gazzetta dello Sport. Statt Schnelltests sollen Molekularabstriche genommen werden, die als zuverlässiger gelten.

"Wir wissen, dass damit die Ausgaben für die Klubs wachsen werden. Es ist aber wichtig, dass es zu einer Harmonisierung der Tests kommt, die die unterschiedlichen Vereinen durchführen lassen", sagte Luigi De Siervo, Geschäftsführer der Serie A.

Ein zentralisiertes Testsystem gilt in Italien als dringend notwendig, nachdem es beim Erstligisten Lazio Rom widersprüchliche Ergebnisse gegeben hatte. Unter anderem war Lazios Kapitän Immobile von verschiedenen Labors positiv und negativ zugleich getestet worden.

Coronakrise: Südtirol will Virus-Welle mit Massentest bremsen

08:35 Uhr: Die italienische Provinz Südtirol geht im Kampf gegen die Corona-Ausbreitung mit einem Massentest einen neuen Weg. Am Freitag öffneten in der kleinen Alpen-Provinz mit rund einer halben Million Menschen die Test-Stationen.

Der Corona-Abstrich ist kostenlos und freiwillig. Die Landesregierung in Bozen will mit der dreitägigen Aktion unter dem Motto "Südtirol testet" Virusträger aufspüren, die nichts von ihrer Infektion ahnen. Sie gelten als gefährliche Ansteckungsquelle. Die Politiker wollen mit der Test-Aktion die zweite Corona-Welle schneller brechen.

Landeshauptmann Arno Kompatscher hatte die Bürger mehrfach zur Teilnahme aufgerufen. Die Provinz Bozen-Südtirol hofft, dass bis Sonntag zwei Drittel der Menschen einen Antigen-Schnelltest vornehmen lassen. Das wären etwa 350.000 Menschen.

Wer ein positives Ergebnis bekommt, aber beschwerdefrei ist, soll sich zehn Tage zu Hause isolieren. Mitmachen können Männer, Frauen sowie Kinder ab fünf Jahren. Es gibt knapp 200 Teststandorte. Das jeweilige Resultat soll nach spätestens einer halben Stunde vorliegen.

Die Autonome Provinz gehört in Italien wegen der hohen Corona-Zahlen zu den Roten Zonen mit besonders strengen Ausgangsbeschränkungen. Am Donnerstag hatten die Behörden dort rund 700 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden registriert.

Neuer Höchststand: 23.648 neue Corona-Infektionen gemeldet

08:12 Uhr: In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 23.648 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Damit ist am Freitag ein Höchststand erreicht worden, wie aus den Angaben des RKI vom Morgen hervorgeht.

Am Freitag vor einer Woche war mit 23.542 verzeichneten Fällen der bisherige Spitzenwert erreicht worden. Im Vergleich zum Donnerstag stieg die Zahl der neu gemeldeten Fälle am Freitag um gut 1.000.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie insgesamt 879.564 nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2 in Deutschland (Stand: 20.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Freitag um 260 auf insgesamt 13.630.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,99 (Vortag: 0,95). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 99 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Mehr als neun Millionen Corona-Infektionen in Indien

07:50 Uhr: Indien hat die Schwelle von mehr als neun Millionen nachgewiesenen Corona-Infektionen überschritten. Landesweit hätten sich seit Beginn der Pandemie mehr als 9,004 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert, teilten die Gesundheitsbehörden in Neu-Delhi am Freitag mit. Die Zahl der Todesfälle sei auf 132.162 gestiegen.

Zuletzt hatte sich die Infektionsgeschwindigkeit in Indien zwar etwas abgeschwächt. Im Schnitt stecken sich derzeit aber täglich immer noch rund 45.000 Menschen mit dem Coronavirus an.

In vielen indischen Städten geraten die Krankenhäuser inzwischen an ihre Belastungsgrenzen. In der Hauptstadt Neu-Delhi waren am Donnerstag mehr als 90 Prozent aller Intensivbetten mit Anschluss an ein Beatmungsgerät belegt.

Angesichts der dramatischen Lage kündigten die Behörden in der Mega-Metropole eine Vervierfachung der Bußgelder bei Verstößen gegen die Maskenpflicht an. In der westindischen Millionen-Metropole Ahmedabad verhängten die Behörden angesichts der steigenden Infektionszahlen am Donnerstag eine nächtliche Ausgangssperre.

Der Medizinprofessor Anand Krishnan führte die starke Ausbreitung des Coronavirus vor allem darauf zurück, dass sich viele Menschen nicht an die Corona-Regeln hielten.

Merkel rechnet schon bald Corona-Impfstoff

06:15 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen haben große Hoffnungen auf eine schnelle Zulassung eines Corona-Impfstoffes gemacht.

Merkel rechnet schon im Dezember oder "sehr schnell nach der Jahreswende" mit der Zulassung eines Corona-Impfstoffes in Europa, wie sie am Donnerstagabend nach Video-Beratungen der EU-Staats- und Regierungschefs sagte.

"Und dann wird das Impfen natürlich beginnen", sagte die CDU-Politikerin. Die Nachrichten der letzten Tage bezüglich der Entwicklung eines Impfstoffes stimmten Merkel laut eigener Aussage "sehr zuversichtlich"

Von der Leyen sagte, dass die Impfstoffe von Biontec/Pfizer sowie von Moderna der Europäischen Arzneimittel-Agentur zufolge in der zweiten Dezemberhälfte eine bedingte Marktzulassung bekommen könnten - wenn alles problemlos weitergehe.

Das Mainzer Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer hatten am Mittwoch mitgeteilt, dass die Wirksamkeit ihres Impfstoffs bei 95 Prozent - und damit noch höher als bis dahin bekannt - liege. Der US-Konzern Moderna hatte zuletzt für sein Präparat eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent errechnet.

Die EU-Staats- und Regierungschefs alarmiert allerdings die steigende Zahl von Menschen, die Impfstoffen misstrauen. Die Menschen müssten besser über den Wert von Impfungen aufgeklärt werden, sagte EU-Ratspräsident Charles Michel. Aus EU-Kreisen hieß es, dass es nun gemeinsame Anstrengungen in dem Bereich geben solle.

Mit Blick auf die auch qualitativ sehr unterschiedlichen Antigen-Schnelltests beabsichtigen die EU-Staaten eine gegenseitige Anerkennung der Tests und ihrer Ergebnisse. EU-Kommissionschefin von der Leyen sagte, die Schnelltests müssten mindestens bei vier von fünf Infizierten anschlagen. Die EU-Kommission will eine Bewertung der Tests vornehmen.

Coronakrise: FDP fordert mehr Unterstützung für Luftverkehr

06:05 Uhr: Die FDP im Bundestag fordert von der Bundesregierung mehr Unterstützung für die von der Coronakrise gebeutelte Luftverkehrswirtschaft. "Die Bundesregierung hat selbst nach dem Luftfahrtgipfel von Minister Scheuer keine Strategie, wie der Sektor in der dramatischen Lage unterstützt werden kann", sagte FDP-Verkehrspolitiker Bernd Reuter der Deutschen Presse-Agentur.

Deswegen fordere die FDP finanzielle Entlastungen, sowie Investitionen in alternative Antriebe in Höhe von zwei Milliarden Euro. Ein FDP-Antrag dazu stand für diesen Freitag auf der Tagesordnung im Bundestag.

Darin heißt es unter anderem, die Regierung solle Reisebeschränkungen zurückfahren, um den eingebrochenen Passagierverkehr zu fördern. Risikogebiete im Ausland sollten kleinteiliger festgelegt werden, "vergleichbar mit der Ebene der Landkreise in Deutschland".

Pauschale Quarantäne-Regeln sollten bei Reisen unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen nicht gelten, etwa für Geschäfts- oder Pauschalreisende. Die Regierung solle sich zudem dafür einsetzen, dass wichtige Partnerländer die Einreise zum Beispiel für Geschäftsreisende vereinfachen.

Investitionen und Förderung von Forschungsprojekten etwa in klimafreundlichere Technologien oder die Beschleunigung von Rüstungsprojekten sollen Mitarbeiter beschäftigen, die derzeit nicht ausgelastet seien, heißt es.

Wegen der Corona-Pandemie steckt die Luftfahrt in der schwersten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg, wie es in der Branche heißt. Der internationale Luftverkehr war zeitweise nahezu zum Erliegen gekommen. Die Lufthansa etwa musste vom Staat gerettet werden.

Kein Feuerwerk wegen Corona? Politiker und Polizei fordern Böller-Verbot

Um Menschenansammlungen an Silvester zu vermeiden, sprechen sich die Polizeigewerkschaft und mehrere Politiker für ein Böller-Verbot aus.

Vor G20-Gipfel: Gemeinsame Strategie im Kampf gegen Virus gefordert

04:24 Uhr: Vor dem G20-Gipfel an diesem Wochenende hat die Entwicklungsorganisation One die großen Industrienationen aufgerufen, endlich eine gemeinsame Strategie zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zu entwickeln.

Kanzlerin Angela Merkel sei besonders gefordert, "alles in die Waagschale zu werfen", sagte One-Direktor Stephan Exo-Kreischer am Freitag in Berlin. Die reichen Länder der G20-Gruppe sollten auch für eine gerechte Verteilung von bezahlbaren Impfstoffen an alle Menschen weltweit sorgen.

"Wir können uns keine nationalen Alleingänge leisten", sagte Exo-Kreischer. "Corona besiegen wir entweder gemeinsam oder gar nicht. Es muss allen Länder klar werden, dass sie nicht gegeneinander antreten, sondern gegen das Virus."

Die G20-Gruppe solle dabei die internationale Impfstoff-Initiative Covax (COVID-19 Vaccines Global Access) "ausfinanzieren", forderte One. An dem weltweiten Vorhaben beteiligen sich schon China und mehr als 150 Länder - allerdings nicht die USA.

Federführend sind die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie die Impfstoff-Allianzen Gavi (Global Alliance for Vaccines and Immunizations) und Cepi (Coalition for Epidemic Preparedness Innovations).

Bis Ende 2021 benötigt die Covax-Initiative nach One-Angaben elf Milliarden US-Dollar. In dem Vorhaben werden die internationalen Bemühungen zur Forschung, Entwicklung und Verteilung eines Impfstoffes gebündelt, um allen Ländern einen fairen und gerechten Zugang zu einem neuen Corona-Impfstoff zu ermöglichen.

Mehr als 100.000 Corona-Tote in Mexiko

03:54 Uhr: In Mexiko ist die Zahl der Todesopfer infolge einer Infektion mit dem Coronavirus auf mehr als 100.000 gestiegen. Mit 576 neuen Todesfällen im Vergleich zum Vortag überschritt das Land als viertes der Welt nach den USA, Brasilien und Indien diese Marke, wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte.

Der Staat mit den fünftmeisten Corona-Toten, Großbritannien, hat etwas mehr als halb so viele registriert. In Wirklichkeit sind in Mexiko jedoch wohl mindestens 150.000 Menschen infolge einer COVID-19-Erkrankung gestorben.

Die Regierung hatte am 25. Oktober erklärt, dass geschätzt rund 50.000 Todesfälle, die nicht in der offiziellen Statistik auftauchen, auf die Krankheit, die das Coronavirus auslöst, zurückzuführen seien.

Bislang wurden in Mexiko 1.019.543 Infektionen mit dem Virus SARS-CoV-2 festgestellt - Platz elf weltweit. Auch hier dürfte die wahre Zahl jedoch deutliche höher liegen, da in dem nordamerikanischen Land - mit knapp 130 Millionen Einwohnern der zehntbevölkerungsreichste Staat der Welt - nur sehr wenig getestet wird.

Mexiko kehrte in den vergangenen Monaten immer mehr zur Normalität zurück - viele wegen der Pandemie geschlossenen Betriebe machten wieder auf. Da in Mexiko-Stadt, einer der größten Städte der Welt, die Auslastung der Krankenhausbetten zuletzt stieg, könnten dort jedoch bald wieder Einschränkungen verhängt werden.

Obligatorische Ausgangsbeschränkungen hat es in Mexiko allerdings nie gegeben. Mehr als die Hälfte der Beschäftigten arbeitet dort im informellen Sektor - sie können es sich nicht leisten, zu Hause zu bleiben.

Staatspräsident Andrés Manuel López Obrador hat seit Monaten immer wieder die Gefahr durch das Virus heruntergespielt und behauptet, sein Land habe dieses "gebändigt". Mit Maske zeigt sich der Linkspopulist so gut wie nie.

Bericht: WHO rät von Remdesivir bei Corona-Erkrankung ab

01:02 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation WHO rät einem Bericht zufolge vom Einsatz des einst vielversprechenden Medikaments Remdesivir bei COVID-19-Erkrankungen ab.

Nach eingehender Prüfung sei ein Expertengremium der WHO zu dem Schluss gekommen, dass das Mittel "keinen bedeutenden Einfluss auf die Sterblichkeit oder andere wichtige Wirkungen auf Patienten hat, wie den Bedarf künstlicher Beatmung oder die Zeit bis zu einer Besserung", schrieb die Fachzeitschrift "British Medical Journal" in einem am Freitag veröffentlichten Artikel.

Es sei zudem noch nicht ausgeschlossen, dass das Medikament auch Schaden anrichten könnte. Dazu kämen die Kosten. Remdesivir war vom US-Pharmakonzern Gilead ursprünglich zur Bekämpfung des Ebola-Virus entwickelt worden.

Nach Ausbruch der weltweiten Pandemie galt es eine Zeit lang als Hoffnungsträger im Kampf gegen COVID-19. Es erhielt im Juli als erstes Mittel überhaupt in Europa eine Zulassung unter Auflagen zur spezifischen Behandlung von bestimmten Patienten.

Zuletzt hatten Tests aber nahegelegt, dass der Nutzen des Präparats bestenfalls gering ist. Die Erkenntnisse ergaben sich aus einer von der WHO koordinierten Studie mit Tausenden Patienten in fast 500 Kliniken in mehr als 30 Ländern.

Kalifornien verhängt wegen Coronavirus Ausgangsbeschränkung

00:33 Uhr: Kalifornien führt wegen steigender Corona-Zahlen eine nächtliche Ausgangsbeschränkung ein. Ab 22 Uhr bis 5 Uhr sollen die Bewohner Zuhause bleiben. Dies gab der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom am Donnerstag (Ortszeit) bekannt.

Die Anordnung soll am Samstag in Kraft treten und vorerst einen Monat gelten. Betroffen sind die meisten Bezirke des Westküstenstaates mit stark ansteigenden Corona-Zahlen. In Kalifornien leben knapp 40 Millionen Menschen. Für gut 94 Prozent der Bevölkerung gilt nun diese strikte Auflage.

Vergangene Woche hatte der bevölkerungsreichste Bundesstaat der USA die Schwelle von einer Million bekannten Corona-Infektionen überschritten.

Mit COVID-19 im Koma: Engländerin bringt Zwillinge auf die Welt

Eine Engländerin war an COVID-19 erkrankt und musste künstlich beatmet werden. Im Koma brachte Perpetual Uke Zwillinge auf die Welt, sieben Monate später kann die stolze Mutter ihre dramatische Geschichte erzählen.

Trotz Infektionsrekorden: Pence sieht USA in Pandemie auf gutem Weg

00:01 Uhr: Der amtierende US-Vizepräsident Mike Pence sieht die USA trotz der dramatisch steigenden Corona-Fallzahlen in der Pandemie auf einem guten Weg.

"Die Fälle und die Positivrate steigen im ganzen Land. Aber wir nähern uns diesem Moment mit der Zuversicht der Erfahrung und wir wissen, dass das amerikanische Volk weiß, was zu tun ist", sagte Pence am Donnerstag bei einer Pressekonferenz der Corona-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses. Der amtierende Präsident Donald Trump war nicht dabei.

"Amerika war noch nie so gut auf die Bekämpfung dieses Virus vorbereitet wie heute", fügte Pence mit Blick auf die Ausweitung der Testungen, die Verfügbarkeit von Schutzausrüstung und die Fortschritte bei den Impfstoffen, die schon in wenigen Wochen für besonders gefährdete Menschen bereitstehen könnten, hinzu.

In den USA sind nach Daten der Johns-Hopkins-Universität bereits mehr als eine Viertelmillion Menschen seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit einer Infektion gestorben - nirgendwo sonst auf der Welt sind so viele Corona-Todesfälle bekannt.

Seit Anfang November wurden täglich mehr als 100 000 Neuinfektionen nachgewiesen. Der Tageswert lag zuletzt im Schnitt bei rund 150.000.

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Hygiene schützt: Die wichtigsten Regeln in der Corona-Zeit

Abstand halten, Hände waschen, Maske richtig verwenden - Hygiene ist das beste Mittel in der Coronakrise. Auch vor Erkältungs- und Grippeviren vermag sie uns zu schützen. Welche Regeln zum Alltag gehören und bei welchen Symptomen Sie lieber zu Hause bleiben sollten.

Alle Corona-Meldungen vom 19. November zum Nachlesen finden Sie hier.

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Mit Material von dpa, afp, sid und apa.