Die Innenminister wollen Lehren aus der Coronakrise ziehen und sich auf die zweite Welle vorbereiten. Am Gardasee müssen Besucher am Strand keine Masken tragen. Alle News zum Coronavirus.

  • 08:22 Uhr: Innenminister bereiten sich auf zweite Welle vor
  • 07:30 Uhr: Italienischer Bürgermeister meint, sein Ort sei "immun"

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Top-News: Innenminister bereiten sich auf zweite Welle vor

08:22 Uhr: Die Innenminister der Länder und des Bundes wollen Lehren aus den Erfahrungen in der Coronakrise ziehen und Vorkehrungen für eine mögliche zweite Infektionswelle treffen. Das kündigte der Chef der Innenministerkonferenz, Thüringens Ressortchef Georg Maier (SPD), im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur an.

"Man muss ja damit rechnen, dass es im Herbst ein Wiederaufflammen gibt, weil man sich dann beispielsweise wieder öfter in geschlossenen Räumen aufhält." Daher müsse man schauen, ob genügend nationale Reserven vorhanden seien, "was ganz elementare, systemkritische Versorgungsartikel anbelangt".

Gemeint sind zum Beispiel Schutzkleidung, aber auch medizinische Produkte und Medikamente. "Ich denke, dass wir jetzt Zeit haben, um die Vorräte an nötigen Ressourcen aufzufüllen." Man müsse sich auch Gedanken darüber machen, ob genügend Produktionskapazitäten im Inland da seien.

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Gardasee wartet auf deutsche Touristen: Keine Masken am Strand

07:30 Uhr: Der Tourismusbetrieb am Gardasee in Italien hofft in diesem Jahr trotz Corona auf zahlreiche Urlauber aus Deutschland. "Die Besucher können sich hier absolut sicher fühlen. Wir hatten hier nur einen einzigen Corona-Fall", sagte der Bürgermeister der Kommune Limone sul Garda, Antonio Martinelli, der Deutschen Presse-Agentur. "Unser Ort ist immun."

Hotels, Attraktionen und Fähren würden nun nach und nach den Betrieb aufnehmen. Urlauber müssten auch nicht mit Atemschutzmasken am Strand liegen oder im Restaurant sitzen, dafür gelte aber auch beim Urlauben ein Sicherheitsabstand.

Limone sul Garda ist vor allem bei ausländischen Touristen beliebt, etwa 70 Prozent kämen aus Deutschland, sagte Martinelli. Letztes Jahr habe der kleine Ort insgesamt 1,3 Millionen Übernachtungen gezählt - mehr habe in der Region Lombardei nur die Metropole Mailand. "Wir wollen eine Botschaft an unsere geliebten deutschen Freunde senden, dass wir sie sehnsuchtsvoll erwarten."

Die Saison geht üblicherweise von März bis Oktober, bis jetzt sei sie wegen Corona komplett ins Wasser gefallen, sagt Martinelli. "Wir hoffen aber, nun wieder etwas reinzuholen." Besonders viele Besucher kommen aus Bayern an den norditalienischen See, der in den Regionen Venetien und Lombardei und der Provinz Trentino liegt.

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Mit Material von dpa, afp, sid und apa.