• Die Corona-Zahlen in China sind derzeit hoch wie nie. Mit strengen Maßnahmen gemäß der Zero-COVID-Strategie des Landes, versucht man, die Pandemie unter Kontrolle zu bekommen.
  • Dass viele Menschen erkranken und in Quarantäne sind, macht sich auch im Dienstleistungssektor zu spüren.

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Die Aktivität im chinesischen Dienstleistungssektor ist im März so stark eingebrochen wie seit dem Beginn der Corona-Pandemie vor zwei Jahren nicht mehr. Der am Mittwoch vom Wirtschaftsmagazin "Caixin" veröffentlichte Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Service-Sektor ging von 50,2 im Februar auf 42 Punkte im März zurück. Liegt der Index unter der Marke von 50 Punkten wird von einem Rückgang der Wirtschaftstätigkeit der an der Umfrage beteiligten Unternehmen ausgegangen.

"Die heutigen Zahlen des Dienstleistungssektors waren sicher schon ein wenig schockierend", sagte Jörg Wuttke, Präsident der Europäischen Handelskammer in Peking.

Schlimmste Corona-Welle seit Pandemiebeginn

China verfolgt nach wie vor eine strikte Null-COVID-Strategie, die mit Omikron auf eine harte Probe gestellt wird. Am Dienstag hatte die chinesische Hafenmetropole Shanghai den Corona-Lockdown für ihre 26 Millionen Einwohner auf unbestimmte Zeit verlängert.

In der bisher schlimmsten Corona-Welle in China seit zwei Jahren meldete die Gesundheitskommission in Peking am Mittwoch erneut einen neuen Rekord von mehr als 20.000 neuen Infektionen, von denen die meisten Fälle als asymptomatisch erfasst wurden. Allein in Shanghai kamen mehr als 17.000 Ansteckungen hinzu. Schwer betroffen ist weiterhin auch die nordostchinesische Provinz Jilin, wo es ebenfalls Ausgangssperren gibt und millionenfach getestet wird. (dpa/tar)  © dpa