Gefährliche Bisse: So schützen Sie sich vor Zecken

Bei Sommer-Temperaturen verbringen wir viel Zeit draußen. Doch überall lauern lästige Zecken - und deren Bisse können gefährlich werden. Wir verraten Ihnen, wie Sie Zeckenbissen vorbeugen können.

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) und Borreliose gehören zu den gefährlichsten Krankheiten, die von Zecken übertragen werden. Um sich vor FSME (Virus) zu schützen, können Sie sich und Ihre Kinder ab dem ersten Lebensjahr impfen lassen. Gegen die bakterielle Erkrankung Borreliose gibt es leider keinen Impfschutz.
Zecken springen, fliegen und lassen sich von Bäumen auf ihre Opfer fallen? Von wegen! Stattdessen lauern die kleinen Vampire oft auf Grashalmen und im Unterholz. Meiden Sie also längere Aufenthalte im hohen Gras und halten Sie sich beim Spazieren an ausgetretene Wege.
Der beste Schutz vor Zecken? Die richtigen Klamotten! Tragen Sie möglichst helle, einfarbige Kleidung. Eine lange Hose, ein langes Hemd und festes Schuhwerk verhindern den Kontakt der Krabbeltierchen mit unserer Haut. Aber nur, wenn Sie sich trauen, die folgende unattraktive Kleidungsweise einzuhalten ...
Die Socken über die Hosenbeine zu ziehen wirkt zunächst unsexy - doch dieser Trick ist höchst effektiv im Kampf gegen Zecken. Auch Ihr T-Shirt oder Ihr Hemd sollten Sie in die Hose stecken. So bleiben die kleinen Parasiten der Haut fern.
Fragen Sie in Ihrer Apotheke nach sogenannten Repellents mit zeckenabwehrenden Wirkstoffen. Durch das Auftragen auf die Haut erscheint Ihr Körpergeruch für Zecken vorübergehend uninteressant. Da die Wirkstoffe stark variieren und Allergien auslösen können, sollten Sie sich vorab gut informieren.
Selbst wenn Sie im Freien ein Repellent verwenden, sollten Sie alle 30 bis 60 Minuten Ihre Haut und Kleidung auf herumkrabbelnde Zecken untersuchen. Tragen Sie besser keine schwarzen T-Shirts und Hosen - am besten entdecken Sie die kleinen Tierchen auf heller, einfarbiger Kleidung.
Nehmen Sie sich nach jedem Aufenthalt im Freien die Zeit, Ihren Körper und den Ihrer Kinder gründlich nach Zecken abzusuchen. Da Zecken dünne und warme Hautstellen bevorzugen, sollten Sie an folgenden Körperstellen besonders gut hinschauen: Arme, Kniekehlen, Kopf, Hals und Intimbereich.
Es gibt auch Hausmittel, die Zecken fernhalten sollen - allerdings ist ihre Wirkung nicht zweifelsfrei nachgewiesen. Möchten Sie trotzdem den natürlichen statt den chemischen Mitteln den Vorzug geben, könnten Sie es damit versuchen ...
Die in Kokosöl enthaltene Laurinsäure soll Zecken abschrecken. Was für Menschen nach Urlaub duftet, ist für die Parasiten offenbar ein Geruch zum Wegkrabbeln. Reiben Sie sich von oben bis unten mit dem Öl ein. Falls die Zecken trotzdem kommen, haben Sie immerhin keine übel riechende Chemie auf Ihrem Körper.
Was gegen Vampire hilft, soll auch Zecken fernhalten: Knoblauch. Schwedische Forscher testeten dessen Wirkung. Tatsächlich wurden Probanden, die Knoblauchpulver schluckten, deutlich weniger von Zecken gebissen, als Teilnehmer, die keinen Knoblauch zu sich nahmen.
Schwarzkümmelöl soll neben seiner zeckenabwehrenden Wirkung viele positive Einflüsse auf unsere Gesundheit haben. Es wird meist innerlich angewendet, kann aber auch auf die Haut gerieben werden. Wenn Ihnen das Öl nicht schmeckt, mischen Sie es in einen Fruchtsaft oder verwenden Sie es zum Kochen.