An kalten, dunklen Tagen fällt das frühe Aufstehen besonders schwer. Mit den richtigen Tipps vom Experten hat die sogenannte Wintermüdigkeit keine Chance mehr.

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Wer kennt es nicht? Das frühe Aufstehen im Winter kann ein echter Graus sein. Jürgen Zulley ist Professor für Biologische Psychologie an der Universität Regensburg und weiß ganz genau, woran das liegt: "Auch Menschen halten ein klein wenig Winterschlaf."

So wird man die Wintermüdigkeit los

Er erklärt, dass auch Menschen sich den kürzer werdenden Tagen anpassen. Sie schlafen länger, aber schlechter - und sind tagsüber dann müder als im Sommer. Gegen die Müdigkeit hat Zulley ein einfaches Rezept: "Holen Sie sich Licht!"

Der Experte weiß, dass vielen Menschen an dunklen Wintertagen das Tageslicht fehle. Dabei sorgt die Helligkeit dafür, dass das Hormon Melatonin, das müde macht, nicht mehr ausgeschüttet wird.

Täglich mindestens 30 Minuten Frischluft

Besonders betroffen von der Wintermüdigkeit sind Ältere und Menschen, die depressiv gestimmt sind oder unter Schlafstörungen leiden. Personen, die den ganzen Tag im Büro verbringen, haben es laut Zulley ebenfalls schwer.

Der Schlafexperte rät daher, jeden Tag mindestens 30 Minuten bei Tageslicht an die frische Luft zu gehen. "Auch an grauen Wintertagen ist es draußen noch hell genug, um uns wach zu machen.“ Außerdem gebe es einen positiven Nebeneffekt: Die Bewegung bringt den Kreislauf wieder in Schwung. Zurück im Büro sollte man das Licht dann möglichst hell stellen, empfiehlt Zulley. Ein Platz am Fenster könne ebenfalls helfen.

Beim Aufstehen ist Helligkeit genauso wichtig: Einfach so viel Licht wie möglich anmachen, rät der Experte. "Selbst wenn die Helligkeit im ersten Moment blendet, werden wir dank des Lichts besser wach." (cos/dpa)

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