Immer mehr Lebensmittel-Händler und -Erzeuger richten ihr Angebot nach den individuellen Wünschen der Käufer aus und bieten interessante Einkaufs-Alternativen an. Wir stellen zehn spannende Konzepte vor.

Der Gang in den Supermarkt kann bisweilen ganz schön nervtötend sein: Man muss sich an die Öffnungszeiten halten, sucht drinnen oft lange nach den gut "versteckten" Waren von der Einkaufliste, steht sich an der Kasse die Beine in den Bauch, um schließlich die schweren Einkaufstüten nach Hause zu schleppen. Wir stellen Ihnen hier Alternativen zum gemeinen Supermarkt vor.

Lebensmittel-Lieferdienste/Online-Supermärkte
Willkommen im Supermarkt 2.0! Das Einkaufen in Online-Supermärkten erfreut sich wachsender Beliebtheit. Allein in Deutschland ordern laut dem Internetdienst lustaufleben.de mittlerweile schon rund 4,5 Millionen Verbraucher ihre Lebensmittel über das World Wide Web. Kein Wunder, liegen doch die Vorteile des virtuellen Einkaufs auf der Hand: Das Shopping per Mausklick spart Zeit, Nerven und lästiges Tütenschleppen, denn Lieferdienste bringen ihre Ware bis an die Tür bringen.

Genau darin liegt allerdings auch einer der Nachteile des Online-Einkaufs: Zwar ist der Verbraucher unabhängig von Öffnungszeiten, muss jedoch zum Entgegennehmen der Lieferung Zuhause sein. Ein weitere Manko: Nur wenige Internet-Supermärkte bieten ein so umfangreiches Sortiment wie herkömmliche Supermärkte. Nicht zu vergessen: Meist sind die Waren etwas teurer und auch die Frische der Produkte wird gelegentlich bemängelt. Wer's dennoch selbst probieren will, findet hier eine Übersicht.

Hof- oder Bauernläden
Frische und ausgezeichnete Qualität sind bei Hofläden garantiert. Hier kauft der Verbraucher direkt beim Hersteller, meist einem Bauern aus der Region. So weiß König Kunde genau, woher seine Ware kommt und kann sich noch dazu vor Ort erkundigen, wie die unterschiedlichen Leckereien für den Abendbrottisch entstanden sind. Gleichzeitig unterstützt er mit seinem Einkauf im Bauernladen die regionalen Familienbetriebe.

Nachteile gibt es natürlich auch hier: Das Warenangebot ist meist auf Lebensmittel und vielleicht noch auf Blumen oder bäuerliches Kunsthandwerk beschränkt. Da Hofläden zudem räumlich direkt an die landwirtschaftlichen Betriebe angeschlossen sind, müssen vor allem Großstädter eine längere Anfahrt in Kauf nehmen. Für viele Nicht-Motorisierte heißt die Alternative zur Alternative daher: Wochenmarkt.

Wochenmärkte
Frischer geht's kaum: Auf Wochenmärkten kann man sich die schönste Erdbeere, die dunkelste Kirsche oder den süßesten Apfel selbst aussuchen - abgepackte Ware Fehlanzeige! Das garantiert höchste Qualität, ärgerliche Schimmel-Überraschungen daheim sind weitgehend ausgeschlossen.

Wer beim Einkauf noch unschlüssig ist, kann sich hier zudem – anders als im Supermarkt – durch Geschmacksproben vom Angebot überzeugen lassen, informative Gespräche mit den Verkäufern inklusive. Wer also auf ein fast sinnliches Einkaufserlebnis Wert legt, ist auf Wochenmärkten genau richtig.

Ökokisten
Frische Bio-Ware frei Haus? Die "Ökokiste" macht's möglich. Der Verband von Bio-Höfen liefert ökologisch korrekte Lebensmittel direkt vom Feld auf den heimischen Küchentisch – Gemüse und Obst sind dabei meist noch preisgünstiger als beim Bio-Supermarkt um die Ecke. Wer heute über die Online-Shops der Bio-Höfe bestellt, erhält seine Ware in der Regel schon zwei Tage später.

Auf die Weise beliefern schon heute über 40 Betriebe von Österreich bis Hamburg wöchentlich rund 40.000 Kunden mit frischen Lebensmitteln aus zu 100 Prozent kontrolliert ökologischem, regionalem Anbau, wie der Verband Ökokiste e.V. weiß. Das schont die Umwelt und sichert die Existenz bäuerlicher Familienbetriebe in der Region.

Allerdings: Das Gemüse-Angebot ist saison-abhängig und frisches Fleisch gibt's nur, wenn der Bauer gerade geschlachtet hat. Zudem ist das Sortiment auf Nahrungsmittel beschränkt, Non-Food-Produkte müssen auch weiterhin über den Supermarkt bezogen werden. Hier finden Sie den Ökokistenanbieter in Ihrer Nähe.