Nehmen wir zu wenig Vitamin B12 zu uns, kann es zu starken Begleiterscheinungen kommen. Der Prozess ist schleichend und insbesondere für Senioren gefährlich. Doch nicht nur für diese.

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Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen: Der Mangel an Vitamin B12 hat weitreichende Folgen für den Organismus, die sich zunächst in eher diffusen Anzeichen äußern.

Eine neue Studie des Helmholtz Zentrum München legt nun offen, dass große Teile der deutschen Bevölkerung an einer B12-Unterversorgung leiden. Da sich deren schwere Folgen erst spät zeigten, merkten Betroffene die ernst zu nehmenden Symptome oft erst zehn bis 20 Jahre später.

Risikogruppe Best Ager

Dementsprechend hoch sei das Risiko für Senioren, im fortgeschrittenen Alter an den Begleiterscheinungen zu erkranken, die mitunter auch Depressionen, Psychosen und Lähmungen begünstigen können. Körperliche Warnzeichen für einen Vitamin-B12-Mangel seien dabei Taubheit oder Kribbeln in den Gliedmaßen.

Für Personen über 65 Jahren komme erschwerend hinzu, dass die Aufnahme von B12 mit dem Alter schleppender vonstattengeht. Eine Unterversorgung könne daher nur langsam ausgeglichen werden, die Gefahr für die Gesundheit potenziere sich.

Auch Vegetarier und Veganer betroffen

Da unser Körper Vitamin B12 nicht selbst produzieren kann, muss der Stoff über die Nahrung aufgenommen werden. Er findet sich vor allem in tierischen Lebensmitteln wie Milchprodukten und Fleisch. Deswegen laufen auch Vegetarier und Veganer leichter Gefahr, im Laufe ihres Lebens einen Mangel an B12 zu erleiden. (cf)

Die Informationen in diesem Artikel ersetzen keine persönliche Beratung und Behandlung durch einen Arzt.

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