• Aufbackbrötchen sind oft eine gute Lösung, wenn es schnell gehen muss oder man das Haus nicht verlassen möchte.
  • "Stiftung Warentest" hat 23 Brötchen zum Aufbacken getestet.
  • Die meisten wurden mit "gut" bewertet, bei einem wurden aber Schimmelpilzgifte gefunden.

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Wer gerade keine Lust hat zum Bäcker zu gehen, für den sind Aufbackbrötchen eine gute Alternative. "Stiftung Warentest" hat 23 Brötchen zum Aufbacken getestet, mehr als die Hälfte schnitt dabei gut ab. Die Tester haben vor allem unterschieden zwischen Aufbackbrötchen aus der Tiefkühltruhe und ungekühlten Produkten.

Aufbackbrötchen bei "Stiftung Warentest": Wie wurde getestet?

"Stiftung Warentest" prüft die Brötchen unter verschiedenen Gesichtspunkten. Einen großen Anteil an der Gesamtbewertung hat das sensorische Urteil: dazu zählen zum Beispiel das Aussehen, der Geruch, das Mundgefühl, der Geschmack oder auch, wie gut sie sich aufbacken lassen. Vier Stunden nach dem Erhitzen werden die Produkte noch einmal getestet.

Auch werden die Brötchen auf Schadstoffe geprüft. Darunter sind beispielsweise Stoffe wie Kadmium, Aluminium und Blei, Schimmelpilzgifte.

Weitere Faktoren, aus denen sich die Endnote zusammensetzt, sind die mikrobiologische Qualität, die Nutzerfreundlichkeit der Verpackung und die Deklaration darauf.

Ungekühlte Brötchen: Klarer geschmacklicher Sieger

Bei den ungekühlten Brötchen hat nur eines ein sensorisches Urteil von "sehr gut" bekommen: das "Bio Rusti" von Slooow Bio Organic, das mit 1,6 auch insgesamt das beste in dieser Kategorie ist. Einzig die Nutzerfreudlichkeit der Verpackung ist nur "befriedigend". Laut dem Anbieter wurden die Mängel bei der Deklaration aber bereits behoben. Vier Stück kosten 1,99 Euro, 100 Gramm etwa 0,55 Euro.

Mit einer Bewertung von "gut" schließen sich weitere sieben Brötchen an:

  • "Bio Krustenbrötchen auf Stein gebacken" von Edeka
  • "Grafschafter Bio Organic Crustini" von Lidl
  • "Gut Bio Bio-Farmerkrusti" von Aldi Nord
  • "Gut & Günstig Weizen-Brötchen zum Fertigbacken" von Edeka
  • "K-Classic Baguette Brötchen" von Kaufland
  • "Ja Baguettebrötchen" von Rewe
  • "Goldähren Brötchen" von Aldi Nord

Sechs Produkte sind nur "befriedigend"

Nur befriedigend ist das "BioBio Krustenbrötchen im Steinofen gebacken" von Netto Marken-Discount. Zwar ist die mikrobiologische Qualität "sehr gut", in den Punkten Schadstoffe, Nutzerfreundlichkeit der Verpackung und Deklaration schneidet das Produkt aber nur "befriedigend" ab.

Einige Produkte werden abgewertet, da sie im "sensorischen Urteil" nur "befriedigend abschneiden. Das ist der Fall bei

  • "Bäcker Premium Krüstchen" von Harry
  • "Korn Mühle Frühstücksbrötchen" von Netto Marken-Discount
  • "Bio Weizenvollkorn Brötchen" von REWE
  • "Mühlengold Sonntagsbrötchen" von Aldi Süd
  • "Kaiser-Brötchen" von Sinnack

"Stiftung Warentest": Ein Produkt mit Schimmelpilzgiften belastet

Nur ein "Ausreichend" konnte das "Bio Brötchen Farmerkrusti" von Aldi Süd erreichen. Zwar ist das sensorische Urteil sogar "gut" und die mikrobiologische Qualität "sehr gut", allerdings führten Schadstoffe zu einer Abwertung. "Die Brötchen sind ver­gleichs­weise deutlich mit dem Schimmelpilzgift Deoxy­nivalenol belastet", begründet "Stiftung Warentest".

Deoxy­nivalenol, kurz Don, wird von Schimmelpilzen gebildet, die Getreide auf dem Feld befallen können. Don gilt zwar nicht als krebserregend, Verbraucher sollten höher belastete Ware aber lieber aussortieren, raten die Tester. Zum Vergleich war Don in 15 der 23 genommenen Proben nicht nachweisbar.

Ebenfalls nur "ausreichend" aufgrund eines schlechten "sensorischen Urteils" sind das "Baguettebrötchen" von Penny und die "Kaiser Bio-Brötchen" von Herzberger. Letztere tragen sogar das Naturland-Siegel.

Tiefkühl-Brötchen: Zwei Produkte überzeugen mit ihrem Geschmack

Von fünf Tiefkühlprodukten schneiden vier Stück "sehr gut" oder "gut" ab. An der Spitze stehen die "Bio Sonntags Krustis" von Moin mit einer Gesamtnote von 1,6. Nur bei der Deklaration hatten die Tester zu bemängeln, dass die Brötchen weit länger im Backofen sein mussten, als auf der Packung beschrieben.

"Unsere Goldstücke Weizenbrötchen" von Coppenrath & Wiese haben ebenfalls das Ergebnis "gut" erzielt. Das "sensorische Urteil" ist "sehr gut", nur die Nutzerfreundlichkeit der Verpackung und die Deklaration sind "befriedigend".

Die "Back mich Weizenbrötchen" von Golden Toast und die "Bäckerbrötchen Artikel-Nr. 01882" von Bofrost schneiden "gut" ab.

Schlusslicht bei den tiefgefrorenen Brötchen sind die "Baguette-Brötchen Artikel-Nr. 9809" mit der Endnote "befriedigend". Vor allem das "sensorische Urteil" von "befriedigend" sorgt für eine Abwertung.

Tiefkühlware hält am längsten

Tiefgekühlte Brötchen haben den Vorteil, dass sie bis zu zwölf Monate lang im Tiefkühlfach frisch bleiben.

Die ungekühlten Brötchen werden durch die Schutzgasatmosphäre im Beutel frisch gehalten. Im Labor waren aber vereinzelte Packungen schon vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum mit Schimmel befallen. Daher empfehlen die Warentester: Liegen ungekühlte Brötchen länger im Schrank - die getesteten hielten rund drei bis zehn Wochen lang -, so sollten Fans der Backware sie erst mit Augen und Nase prüfen.

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Verwendete Quellen:

  • Mit Material der dpa
  • "Stiftung Warentest": Aufback­brötchen im Test
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