Manchmal folgt auf einen herrlichen Sommertag ein schmerzhafter Sonnenstich. Doch was ist das eigentlich genau? Und wie kann man ihn verhindern?

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Wer kennt das Problem nicht: Im Sommer vergnügt man sich gerne beim Baden oder Picknicken, entspannt sich mit einem Buch auf einer Liegewiese, tobt sich beim Sport aus, fährt mit einem Cabrio durch die Gegend oder geht ausgiebig Spazieren.

Doch dann wartet abends eine böse Überraschung: Das ganze Gesicht, die Schultern und die Arme sind rot - ein Sonnenbrand. Wer in der Sonne nicht aufpasst, läuft sogar Gefahr, sich einen Sonnenstich zu holen, der noch gefährlicher ist. Doch wie äußert sich eigentlich ein Sonnenstich? Und was kann man konkret tun, wenn man einen Sonnenstich hat?

Sonnenstich: Was ist das?

Wer sich lange der direkten Sonne aussetzt, riskiert einen Sonnenstich. Das liegt daran, dass die Wärmestrahlung, also die langwellige Infrarotstrahlung im Sonnenlicht, direkt auf den Kopf und den Nacken trifft. Auf Dauer wird so die Hirnhaut und das Gewebe gereizt, in schlimmen Fällen sogar das Gehirn. Tatsächlich reicht schon eine halbe Stunde in der Sonne, um die Hirnhaut und das Hirngewebe zu schädigen. Denn bereits dann werden Prozesse in Gang gesetzt, die zu einer Hirnhautentzündung oder zu einem Hirnödem führen können.

Allerdings hängt der Verlauf eines Sonnenstichs auch von verschiedenen Faktoren ab: Wie intensiv ist die Sonnenstrahlung? Befinden Sie sich im Hochgebirge oder in der prallen Mittagssonne? Haben Sie eine helle Haut, nur wenige Haare oder sogar eine Glatze? Kleinkinder, Babys und Senioren sind deutlich gefährdeter, da sie lichteres Haar haben.

So kann man einem Sonnenstich vorbeugen

Wer einem Sonnenstich vorbeugen will, muss vor allem eines meiden: die pralle Sonne. Und zwar nicht erst, wenn bereits Symptome auftreten. Da diese nämlich erst oft Stunden später zu spüren sind, ist es dann für eine Soforthilfe zu spät. Daher ist es wichtig, sich vermehrt an Schattenplätzen aufzuhalten und vor allem die Mittagssonne zu vermeiden.

Besonders empfehlenswert ist die Verwendung von Hüten, Tüchern, Schirmen oder sonstigen Kopfbedeckungen, vor allem für Menschen, die zur Mittagszeit draußen arbeiten müssen. Allerdings sollten diese Textilien hell sein, da unter dunklen Stoffen die Wärme gespeichert wird und zu einer Erwärmung des Kopfes führt. Bei Kindern ist generell darauf zu achten, dass sie nicht der direkten Sonne ausgesetzt sind. Außerdem sollte große Anstrengung, wie zum Beispiel Sport, bei starker Sonnenstrahlung vermieden werden.

Die Symptome eines Sonnenstichs

Es dauert einige Stunden, bis die ersten Symptome auftreten. Häufig äußert sich ein Sonnenstich zu Beginn mit Kopf- und Nackenschmerzen, auch wenn man schon lange nicht mehr der Sonne ausgesetzt ist. Außerdem fühlt sich der Kopf wie bei einem Sonnenbrand erhitzt an, der Körper dagegen kühl. Im späteren Verlauf können sich Übelkeit, Ohrgeräusche, Erbrechen und Schwindelgefühl einstellen. Dazu kommen häufig Symptome wie Fieber, Erschöpfung, Schüttelfrost, Schmerzen in den Gliedern oder Bauchkrämpfe. In Extremfällen kann ein Sonnenstich zu Bewusstlosigkeit, einer Hirnhautentzündung, einem Hirnödem und sogar zum Tod führen.

Zu unterscheiden ist der Sonnenstich von einem Hitzschlag: Dieser entsteht zum Beispiel bei einer Überanstrengung in einem heißen Umfeld. Die Körpertemperatur kann gefährlich ansteigen, die Schweißproduktion aussetzen und der Puls sich erhöhen.

Sonnenstich: Was ist zu tun?

Wer von einem Sonnenstich betroffen ist, sich an einen kühlen und schattigen Ort begeben und mit erhöhtem Oberkörper und Kopf ausruhen. Außerdem ist es für die erste Hilfe wichtig, wie bei einer Verbrennung mit einem Lappen oder Tuch den Kopf und den Nacken zu kühlen. Kalte Wickel oder Eiswürfel sind dagegen nicht zu empfehlen, da hier die Gefahr droht, dass der Körper zu stark gekühlt wird. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Trinken von ausreichend Flüssigkeit. Am besten geeignet sind dafür Wasser und Fruchtschorlen.

Besondere Vorsicht geboten ist bei Kleinkindern und Babys: Sobald diese Anzeichen eines Sonnenstichs zeigen, sollte sofort der Notarzt gerufen werden. Lassen Sie ein Kind mit einem Sonnenstich auf keinen Fall alleine.

Wenn sich die Symptome nach ein paar Stunden nicht verbessern und sogar verschlimmern oder der Betroffene das Bewusstsein verliert, sollte dringend ein Notarzt gerufen werden. Schmerzmittel dürfen nur nach Absprache mit dem entsprechenden Arzt genommen werden. Nach einem Sonnenstich sollte der Betroffene auf jeden Fall einige Tage ruhen und sich nicht der Sonne aussetzen. Der Körper braucht danach viel Erholung. (tsch)

Verwendete Quellen:

  • Toppharm: "Sonnenstich"
  • Apotheken Umschau: "Was tun bei Sonnenstich und Hitzschlag"
  • Deutsches Rotes Kreuz: "Sonnenstich - Erste Hilfe Maßnahmen"

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