Der vierjährige Frankie aus Texas wurde beim Baden mit seiner Familie von einer Welle nur kurz mit dem Kopf unter Wasser gezogen. Dem kleinen Jungen fehlte danach scheinbar nichts. Einige Tage später starb er dann aber in seinem Bett, die vorläufige Diagnose: Sekundäres Ertrinken. Was hat es damit auf sich?

Es ist eine schreckliche Geschichte, die sich Anfang Juni dieses Jahres in Texas abgespielt hat. Der vierjährige Frankie wachte eines Nachts mit großen Schmerzen auf, machte noch einen Atemzug und erstickte dann. Die Ärzte versuchten noch, den kleinen Jungen zu retten – vergeblich. Das Kind starb an "sekundärem Ertrinken".

Am Memorial-Day-Wochenende war Frankie mit seiner Familie am Texas City Deich gewesen, wo ihn eine Welle nur kurz unter Wasser gezogen hatte. Danach fehlte dem Jungen auf den ersten Blick zwar nichts, offenbar hatte das Kind aber Wasser eingeatmet. Daran kann man noch Tage später ertrinken.

Lungenschäden durch Wasser

Von sekundärem Ertrinken spricht man, wenn der Betroffene Wasser eingeatmet und in die Lunge bekommen hat. Diese Art des Ertrinkens ist zwar eher ungewöhnlich, kommt aber vor allem bei Kindern hin und wieder vor.

Das Wasser in der Lunge kann zu Entzündungen, Schwellungen und zu Lungenschäden führen. Das ist besonders bei kleinen Kindern gefährlich, weil bei ihnen bereits eine geringe Wassermenge in der Lunge ausreicht.

Es können einige Tage verstreichen, bis die Symptome auftreten. Der anhaltende Sauerstoffmangel führt bei Betroffenen schließlich zum Tod.

Neben dem sekundären Ertrinken gibt es noch das sogenannte trockene Ertrinken. In diesem Fall kommt kein Wasser in die Lunge. Wassertropfen in der Luftröhre sorgen lediglich dafür, dass sich die Kehlkopfmuskulator verkrampft, um die Lungen vor dem Wasser zu schützen.

Dadurch werden die Atemwege verschlossen. Es kann zwar kein Wasser mehr in die Luftröhre eindringen, aber auch die Luft kommt nicht mehr bis zur Lunge. Daraus folgt ein Sauerstoffmangel. Wenn sich die Verkrampfung nicht rechtzeitig löst, kann der Betroffene ersticken. Die Symptome treten in der Regel sofort auf.

Anzeichen des Ertrinkens

Die Signale nach dem Schwimmen sind meistens eindeutig: Die Betroffenen husten, haben Probleme mit dem Atmen, werden zunehmend müde und vergesslich. Die Lippen färben sich wegen des Sauerstoffmangels häufig blau. Spätestens wenn Ihr Kind sich dann auch noch übergibt, sollten Sie schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen.

Deswegen gilt: Bringen Sie ihrem Kind so früh wie möglich das Schwimmen bei. Auch wenn dadurch Ertrinken durch Erschöpfung oder Unterkühlung weiterhin nicht ausgeschlossen wird, kann das Schwimmtraining doch bereits Leben retten.

Lassen Sie Ihre Kinder beim Planschen nicht aus den Augen und achten Sie auf ähnliche Symptome nach dem Schwimmen. Sollte Ihr Kind einen Ertrinkungsfall erleiden, fahren Sie sofort in die Ambulanz und lassen es untersuchen.

(ff)