Hygiene schützt: Die wichtigsten Regeln in der Corona-Zeit

Abstand halten, Hände waschen, Maske richtig verwenden - Hygiene ist das beste Mittel in der Coronakrise. Auch vor Erkältungs- und Grippeviren vermag sie uns zu schützen. Welche Regeln zum Alltag gehören und bei welchen Symptomen Sie lieber zuhause bleiben sollten. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Überall werden wir aufgefordert, die AHA-Regel zu befolgen. Doch was bedeutet AHA? Die Abkürzung steht für Abstand halten - Hygiene beachten - Alltagsmaske tragen (Mund-Nasen-Bedeckung).
Wieso ist der Abstand zu anderen Menschen von mindestens 1,5 Metern, noch besser sogar zwei Metern so wichtig? Weil die Ansteckung über virushaltige Tröpfchen oder Aerosole stattfindet, die beim Atmen, Sprechen, Lachen, Singen, Husten oder Niesen in die Luft abgegeben werden.
Je weiter Sie von einer anderen Person entfernt sind, umso geringer ist das Risiko, dass die Viren auf die Schleimhäute des anderen treffen und eine Infektion auslösen können.
Zur Hygiene gehört auch das regelmäßige Händewaschen. Vor allem, wenn Sie nach Hause kommen, vor und nach dem Absetzen der Maske, nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten, wenn Sie Kontakt zu Menschen oder Oberflächen hatten, vor dem Essen und selbstverständlich nach dem Toilettengang.
So waschen Sie die Hände richtig: Hände mit Wasser befeuchten. Die Hände rundherum und in den Zwischenräumen der Finger 20 bis 30 Sekunden gründlich einseifen. Hände unter fließendem Wasser spülen und anschließend abtrocknen.
Unterwegs ist Händewaschen manchmal nicht möglich. Hier kann ein Desinfektionsmittel Krankheitserreger abtöten. Generell wird die Desinfektion von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) jedoch nur beim Kontakt mit erkrankten Personen empfohlen. Im Alltag reichen Händewaschen und Putzen zur Keimbeseitigung aus.
Haushaltshygiene gehört ebenfalls zur Krankheitsprävention. Eine gründlichen Reinigung mit herkömmlichen Putzmitteln beseitigt Keime. Eine Desinfektion ist im eigenen Zuhause in der Regel nicht notwendig.
Lüften sorgt in geschlossenen Räumen für einen Luftaustausch, der die Virenkonzentration in der Raumluft senkt. Öffnen Sie deshalb mehrmals am Tag Fenster und Türen, am besten mit Durchzug.
Alltagsmasken sind inzwischen Pflicht, wenn der Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht ausreichend gewahrt werden kann - im Supermarkt, in öffentlichen Verkehrsmitteln, im Restaurant oder beim Friseur. Die Regelungen variieren je nach Bundesland.
Eine Alltagsmaske dient als Fremdschutz. Das heißt, der Träger reduziert damit das Risiko, andere beim Sprechen, Niesen oder Husten mit virenhaltigen Tröpfchen oder Aerosolen zu infizieren. Untersuchungen haben ergeben, dass die Übertragung oft unbemerkt noch vor dem Auftreten von Symptomen erfolgt.
Da die Viren sowohl über die Nase als auch den Mund abgegeben werden können, sollte die Maske sowohl Mund als auch Nase komplett bedecken und nicht zu locker sitzen.
Der Eigenschutz der Mund-Nasen-Bedeckungen ist nicht belegt. Um sich selbst vor einer Ansteckung zu schützen, helfen nur FFP2-Masken, die die feinen Partikel nicht durchlassen.
Beachten Sie außerdem die Niesetikette. Niesen und husten Sie in ein Taschentuch, das Sie anschließend direkt entsorgen.
Beim Auftreten von Krankheitssymptomen bleiben Sie am besten zu Hause und halten sich von anderen Personen fern. Auch simples Halskratzen kann laut dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) ein Anzeichen für eine COVID-19-Erkrankung sein - sollten weitere Symptome wie Fieber oder Husten hinzukommen, sollten Sie sich an Ihren Hausarzt wenden.
Weitere typische Symptome laut BMG: Husten, Halsschmerzen, Schnupfen, Fieber, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen und Kurzatmigkeit. Auch eine Störung des Geruchs- und/oder Geschmackssinns ist laut Robert Koch-Institut ein oft beobachtetes Symptom, das sich bei circa 15 Prozent aller in Deutschland gemeldeten COVID-19-Infizierten zeigt. Doch Vorsicht: Auch wer gar keine Symptome hat, kann Überträger sein!
Fassen Sie sich nicht mit den Händen ins Gesicht. Coronaviren werden nach bisherigem Kenntnisstand überwiegend über Tröpfchen und Aerosole übertragen, auch für eine Übertragung durch Schmierinfektion besteht aber ein gewisses Risiko.
In Zeiten von Social Distancing fehlt uns der engere Kontakt zu liebgewonnenen Menschen. Was uns vor einigen Monaten noch als selbstverständlich erschien, ist heute aus Rücksicht auf die Gesundheit anderer tabu.
Worauf Sie beim Begrüßungsritual verzichten sollten: Handschlag, Umarmungen und jeden weiteren engen Körperkontakt.
Sagen Sie Freunden und Bekannten stattdessen mit einem Corona-Gruß aus der Ferne Hallo. Möglich ist zum Beispiel der Ellbogen-Check oder die Corona-Faust.
Auch der Fuß-Kick ist ok, wenn auch eher privat unter Freunden. Oder werden Sie anderweitig kreativ, solange der Abstand von mindestens 1,5 Metern gewahrt wird!