Auch bei 30 Grad muss man die Sportschuhe nicht an den Nagel hängen. Mit diesen Tipps bleiben Sie auch bei hohen Temperaturen fit.

Viele Sportler wollen ihr Hobby auch bei Hitze nicht aufgeben - und müssen es auch nicht. Sportarten wie Laufen, Radfahren und Kraftsport funktionieren auch bei hochsommerlichen Temperaturen.

Dabei muss jedoch einiges beachtet werden. "Trinken ist das A und O", erklärt Professor Herbert Löllgen, Ehrenpräsident der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention.

Nicht nur Wasser trinken

Pro Stunde Sport sollten Sie etwa einen halben Liter Flüssigkeit zusätzlich zu sich nehmen. Hier gilt: Nicht nur reines Wasser trinken. "Normales Wasser führt zur Verdünnung des Salzes im Blut. Wenn der Kochsalz-Pegel zu stark sinkt, kann das zu Schwellungen im Gehirn bis hin zu Todesfällen führen", erklärt der Sportmediziner.

Diese Tipps sollten Autofahrer bei großer Hitze unbedingt beachten.

Ein besserer Durstlöscher bei hohen Temperaturen sei deswegen Wasser, das mit Kochsalz versetzt ist.

Auf die Kleidung kommt es an

Wie heißt es so schön unter Überlebenskünstlern? Baumwolle tötet. Ganz so dramatisch ist es beim Sport zwar nicht, aber auch hier gilt: Kleidung aus diesem Stoff sollte vermieden werden.

Denn vom Schweiß wird der Stoff nass und schwer. Das ist nicht nur unangenehm, sondern führt auch schnell zu Erkältungen. Atmungsaktive Funktionskleidung ist die bessere Wahl.

Um die Kopfhaut vor Sonnenbrand zu schützen, darf eine Sportkappe nicht fehlen.

Ozonwerte im Kopf behalten

Ozon ist eines der wichtigsten Gase in der Atmosphäre - wir atmen es täglich ein. Bei körperlicher Belastung kann Ozon jedoch zu Schwindel oder Atemwegsbeschwerden führen. Je wärmer es ist, desto mehr Ozon kann die Luft enthalten.

Vor allem empfindliche Personen oder Asthmatiker sollten die Ozonwerte beobachten. In den Morgenstunden sind die Werte noch niedrig - ein guter Zeitpunkt für ein Training.

Die Ozonbelastung kann man auf der Webseite des Umweltbundesamtes überprüfen.

Wichtige Tipps

  • Morgens ist die Luft noch frisch und die Belastung mit Ozon am geringsten - ein guter Zeitpunkt für Sport.
  • Allergiker sollten den Sport dagegen in die Abendstunden verschieben, da die Pollen morgens am stärksten fliegen.
  • Sonnenschutz nicht vergessen: Vor allem in den Bergen und im Wasser ist eine Creme mit hohem Lichtschutzfaktor wichtig.
  • Nach dem Training nicht zu kalt duschen: Das kann Schwindelanfälle oder gar Herzrhythmusstörungen auslösen. Lieber zehn Minuten warten und lauwarm duschen.
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