(mw/mgb) Sie leiden unter Mundgeruch, Fußpilz oder Blähungen? Oder werden Sie unheimlich schnell rot und können einfach nichts dagegen tun?

Über manche Probleme wird viel zu wenig gesprochen und so kommt es, dass man sie aus falscher Scham vielleicht länger mit sich herumschleppt, als es eigentlich sein müsste. Und schließlich leiden darunter mehr Menschen, als man das denkt - es spricht nur keiner darüber.

Wir haben Tipps und Tricks gesammelt, mit denen Sie Schuppen, Schweißgerüche und andere unangenehme Probleme schnell in den Griff bekommen.

Mundgeruch

Mundgeruch wirkt sich nicht nur auf das eigene Selbstbewusstsein aus. Auch die Umwelt nimmt von diesem Übel schnell Notiz und daher sollte schlechter Atem nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Wohl keiner möchte, dass die Kollegen, Freunde oder gar der Partner mit diesem Problem konfrontiert werden.

Doch was hilft gegen unangenehme Gerüche? Bei manchen sind sie auf nicht ausreichende Zahnhygiene zurückzuführen und können schon durch intensiveres Zähne putzen gemindert werden. Dabei sollte nicht vergessen werden, auch die Zahn-Zwischenräume und die Zunge zu säubern.

Auch ein Termin beim Zahnarzt bringt in vielen Fällen Klarheit: Mit Karies durchsetzte Zähne, kaputte Füllungen, unter denen sich Nahrungsreste gesammelt haben und entzündetes Zahnfleisch führen auch dazu, dass der Atem schlecht riecht.

Bei Mundgeruch sollten Sie zudem Ihre Essgewohnheiten überprüfen: Zwiebeln, Knoblauch und manche Fischsorten fördern schlechten Atem.

Als Soforthilfe können die Zähne geputzt werden, aber auch Mundspülungen mit Teebaum-Öl, milde Mundwasser, Kaugummi und Bonbons können helfen. Wer auf natürliche Mittel setzt, kann kleingehackte Petersilie oder Salbei zerkauen oder Mundspülungen mit Salbeitee ausprobieren.

Übrigens: Bakterien fühlen sich vor allem in einem trockenen Mund wohl. Um Mundgeruch vorzubeugen, sollten Sie regelmäßig Wasser trinken oder Kaugummi kauen, um mehr Speichel zu erzeugen.

Warzen

Warzen sind kleine Plagegeister. Die Hautwucherungen wirken nicht nur auf viele Menschen abstoßend, sie lassen sich auch nur schwer in den Griff bekommen.

Schuld daran ist das Papillomvirus, der Auslöser der Krankheit. Der Erreger sitzt in den Hautschuppen der Wucherung. Diese Schuppen werden durch den Wirt auf verschiedenen Oberflächen, beispielsweise im Schwimmbad oder in der Sauna, verteilt.

Die Folge: Durch kleinste Risse in der Haut können sich auch gesunde Menschen anstecken, wenn sie mit dem infizierten Gewebe in Berührung kommen. Doch nicht nur Andere sind betroffen. Auch der Warzenpatient selbst kann sich durch Eigeninfektion erneut anstecken.

Die Therapie kann durch einen Arzt erfolgen. Je nach Warzentyp helfen Vereisungsmittel, Laserbestrahlungen oder Medikamente zum Auflösen der Hornschicht. In seltenen Fällen werden die Wucherungen auch chirurgisch entfernt. Der Vorteil der ärztlichen Behandlung liegt in der schnelleren Genesung des Patienten. Bei vielen Methoden ist die Warze nach bereits einer Behandlung Geschichte.

Doch einige Hausmittel können ebenfalls helfen: Werden zwei Tropfen Zitronensaft morgens und abends auf die Warze über einen längeren Zeitraum aufgetragen, kann sie verschwinden. Alternativ kann der Zitronensaft auch durch eine Tinktur aus Essig und Salz ersetzt werden. In dem sauren Milieu können die Warzenerreger nur schwer bestehen.

Zudem ist die Behandlung mit Schulkreide möglich. Dabei wird vor dem zu Bett gehen die betroffene Stelle mit der Kreide eingerieben und mit einem Pflaster abgeklebt. Die Kreide trocknet dabei die Warze langsam aus. Nach drei bis vier Wochen sollte sich die Wucherung zurückgebildet haben.

Tritt keine Besserung ein, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Fußpilz

Statistisch betrachtet hatte jeder dritte Deutsche mit Fußpilz zu kämpfen. Anstecken können Sie sich überall dort, wo viele Menschen barfuß laufen oder auch, weil die Füße in engen Schuhen stecken und zu sehr schwitzen.

Für den Betroffenen ist der Fußpilz mehr als eine kleine lästige Krankheit. Die Symptome sind sehr unangenehm: Bemerkbar macht sich der Pilz durch Jucken und kleine Bläschen, ebenso kann die Haut sich ablösen.

Fußpilz ist eine hartnäckige Hautkrankheit und sollte nicht nur wenige Tage, sondern über einen längeren Zeitraum behandelt werden. Und zwar auch dann, wenn schon keine Symptome mehr wahrgenommen werden.

Als natürliche Mittel kommen Fußbäder mit Apfelessig in Frage, sie lindern auch den Juckreiz. Aber auch Knoblauch soll im Kampf gegen die fiese Krankheit hilfreich sein. Einfach auspressen und die Masse auf die betroffenen Stellen reiben und einwirken lassen.

In hartnäckigen Fällen ist es empfehlenswert, einen Arzt zu konsultieren und den Pilz mithilfe von chemischer Arznei zu behandeln.

Unterstützen können Sie die Heilung durch die regelmäßige Pflege der Füße mit Waschen, Peeling und einer fetthaltigen Creme und das tägliche Wechseln der Socken – wer diese beiden Punkte beachtet, senkt übrigens auch die Wahrscheinlichkeit, sich die lästige Krankheit überhaupt einzufangen.

Dass man bei einer bereits erfolgten Ansteckung darauf achten sollte, nirgends barfuß zu laufen, um anderen diese unangenehmen Symptome zu ersparen, sollte selbstverständlich sein.

Erröten

"Du brauchst doch jetzt nicht rot werden!" - Spätestens, wenn Sie diesen Satz gehört haben, ist es zu spät und Sie laufen rot an. Aber was hilft gegen die ungeliebte Röte, die immer im genau falschen Moment kommt?

Leider ist noch kein Kraut gegen das Erröten gewachsen und so hilft es nur, die Tipps auszuprobieren, die anderen Betroffenen bereits geholfen haben.

In den meisten Fällen tritt Erröten dann auf, wenn die Betroffenen angespannt oder nervös sind und unter Druck stehen. Was also tun, wenn man merkt, dass einem die Röte ins Gesicht schießt?

Die einen vertrauen darauf, dass die Rötung durch Ignorieren von alleine verschwindet oder helfen mir Zwerchfellatmung nach, schnell wieder eine blassere Gesichtsfarbe zu bekommen. Andere möchten das Problem an der Wurzel packen und bevorzugen vorbeugend autogenes Training oder Übungen, die zu mehr Selbstbewusstsein verhelfen sollen.

Hilfreich ist auch, dass Sie sich unangenehmen Situationen, wie etwa einem Referat oder einer Rede, immer wieder stellen und so nach und nach die Angst davor verlieren.

Für diejenigen, die so sehr unter dem Erröten leiden, dass sie an nichts anderes mehr denken können und bei denen die bereits erwähnten Ratschläge einfach nicht helfen, könnte sich Camouflage als hilfreich erweisen. Unter dieser speziellen Make-up-Schicht bleiben die Rötungen komplett verborgen und die Mitmenschen nehmen künftig keine roten Verfärbungen wahr.

Wenn alle Tipps bei Ihnen nicht helfen, bleibt noch ein letzter: Mit einem Konterspruch nimmt man Umstehenden schnell den Wind aus den Segeln. Wenn dies denn überhaupt nötig sein sollte, denn meistens hat man selbst ein größeres Problem mit dem Erröten als andere. Die Meisten empfinden die Röte nämlich als sympathisch und menschlich.

Körpergeruch und Schweißfüße

Vor allem Schweiß und Mief-Füße bereiten vielen Menschen Schwierigkeiten.

Leiden Sie ohne größere Anstrengungen unter Schweißgeruch, kann es helfen, wenn Sie die Achselhaare kürzen, um zu verhindern, dass sich dort vermehrt Bakterien einnisten. Ebenso sollten Sie Wert auf eine gründliche Körperpflege mit einer milden Seifen legen und weite, luftdurchlässige Kleidung tragen.

Aber auch die Ernährung spielt eine Rolle. Scharfe Gewürze, Kaffee und schwere, kalorienreiche Kost führen dazu, dass Sie stärker riechen, als es sein müsste.

Hilfreich gegen übermäßigen Schweiß ist auch Salbei. Fußbäder helfen gegen Schweißfüße und auch als Tee ist das Kraut gut geeignet. Ebenso soll Betroffenen Zitrone helfen, die auf die feuchte Stelle gerieben wird. Allerdings ist die Zitrusfrucht aufgrund der Säure nicht uneingeschränkt zu empfehlen, da sie empfindliche Haut reizen kann.

Auch bei Schweißfüßen ist Körperhygiene Grundvoraussetzung. Das regelmäßige Waschen und Abtrocknen gehört genauso dazu wie das Tragen luftdurchlässiger Schuhe.

Socken aus Baumwolle sollten denen aus Synthetik vorgezogen werden, um schwitzen nicht zusätzlich zu fördern. Auch Einlagen aus Zedernholz können gegen Schweißfüße helfen. Bekommt man die Probleme trotz allem nicht in den Griff, sollten regelmäßig Fußbäder gemacht werden, um das Schwitzen im Rahmen zu halten. Helfen sollen vor allem Bäder mit Eichenrinde, Salz oder Apfelessig.

Cellulite

Fast jede vierte Frau leidet an Cellulite, auch Orangenhaut genannt. Im Kampf gegen die unschönen Dellen an den Oberschenkeln investieren Betroffene viel Geld in Cremes, Pillen und andere Mittel, die alle glatte Haut in kürzester Zeit versprechen.

Cellulite lässt sich leider nicht einfach wegcremen. Um sie in den Griff zu bekommen, bedarf es neben Körperpflege mit Lotionen einer gesunden Ernährung und ausreichender Bewegung. Spezielle Nährstoffe gegen Cellulite sind zum Beispiel Kieselsäure, Vitamin C oder Provitamin A (Beta-Karotin).

Kieselsäure enthält Silizium, welches das Bindegewebe stärkt. Folgende Nahrungsmittel enthalten Kieselsäure: Vollkornreis, Haferflocken, Hirse, Gerste, Kartoffelschalen.

Vitamin C ist ein absoluter Cellulite-Killer. Es sorgt, wie die Kieselsäure, für ein kräftiges und straffes Bindegewebe. Der beste Bindegewebsaufbau wird durch eine Kombination von Vitamin C und Kieselsäure erreicht. Der frisch gepresste O-Saft stärkt somit nicht nur Ihre Abwehrkräfte sondern auch Ihr Bindegewebe.

Provitamin A in Form von Beta-Karotin ist in allen Gemüsesorten und auch in Obst enthalten. Wer täglich frisches Obst und Gemüse isst, erhöht die Chance auf eine dellenfreie Haut.

Bewegung ist neben der Ernährung ein weiterer wichtiger Baustein gegen Orangenhaut. Gehen Sie deshalb mindestens 30 Minuten täglich zu Fuß und nehmen Sie die Treppe statt des Aufzugs. Effektive Sportarten im Kampf gegen die Orangenhaut sind Joggen, Schwimmen, Wassergymnastik oder Radfahren. All diese Sportarten helfen gezielt, Ihre Schenkel zu straffen.

Blähungen

Nach dem Essen ist Ihr Bauch gebläht, Sie fühlen sich unwohl und befürchten, dass die Luft in unpassenden Momenten entweicht?

Die Gase können entstehen, wenn Sie beim Essen zu viel Luft schlucken. Etwa, weil Sie die Mahlzeit hastig hinunterschlingen oder zu viel reden und so zu viel Luft in den Magen gelangt. Aber auch schwer verdauliche Speisen wie Bohnen, Erbsen oder Kohl können dazu führen, dass es im Bauch rumort. Manche reagieren auf Obst, Fertiggerichte oder übermäßigen Kaffeegenuss empfindlich. Auch stark kohlesäurehaltiges Wasser und Alkohol können die Darmtätigkeit negativ beeinflussen.

Um Blähungen zu vermeiden, sollten Sie also in aller Ruhe essen und am besten ohne Ablenkung. Vermeiden Sie scharf gewürzte oder fettige Speisen. Bewegung nach der Mahlzeit sorgt dafür, dass die Verdauungsorgane in Schwung kommen und sich keine Luft aufstaut. Aber auch ein Kräutertee (Anis oder Fenchel) hat eine positive Wirkung auf den Darm und entspannt ihn.

Schuppen

Wenn es bei Ihnen rieselt, spricht das entweder für eine entzündete, gereizte Kopfhaut oder eine Krankheit, wie beispielsweise einen Hautpilz.

Bei Schuppen wird zwischen trockenen und fettigen Schuppen unterschieden. Es sollte zuerst geklärt werden, unter welcher Schuppenart Sie leiden. Während die trockenen Schuppen klein sind und von der Kopfhaut rieseln, sind die die fettigen Schuppen eher groß und hinterlassen einen Fettfilm, wenn man sie zwischen den Fingern verreibt.

Fragen Sie im Zweifel bei einem Arzt nach, welche Therapie er empfiehlt. Er kann auch Hautpilz als Ursache ausschließen. Sind die Schuppen nicht allzu stark, hilft aber vielleicht auch schon die ein oder andere kleine Extra-Verwöhnkur der Kopfhaut.

Benutzen Sie in jedem Fall nur milde Shampoos ohne viel Chemie, am besten mit beruhigenden Pflanzenextrakten. Lauwarmes Wasser genügt vollkommen, zu heißes Wasser trocknet die Kopfhaut eher noch aus. Reizen Sie die Haut nicht zusätzlich durch Kämmen, Rubbeln oder Föhnen.

Als wirksames Gegenmittel aus der Natur gelten Tinkturen aus Brennesselkraut, Behandlungen mit Minzöl oder Teebaumöl oder auch warmes Olivenöl, das in die Kopfhaut einmassiert wird und 30 Minuten einwirken sollte.

Nicht speziell gegen Schuppen, aber dennoch empfehlenswert: Rosmarin-Tee sorgt für eine gute Durchblutung der Kopfhaut und wirkt sich positiv auf den Heilungsprozess aus.

Ebenso sollten Sie auf eine ausgewogene Ernährung achten, um den Körper mit den benötigten Vitaminen zu versorgen und die Haut im Gleichgewicht zu halten.

Behaarung bei Frauen

Meist leiden Frauen mit einer stärkeren Körperbehaarung unter einem Damenbart.

Greifen Sie auf keinen Fall zum Rasierer! Verwenden Sie am besten eine milde Enthaarungscreme, die auch für das Gesicht geeignet ist. Vor der ersten Anwendung sollten Sie mit Hilfe eines Allergietests herausfinden, ob Sie die Creme bedenkenlos verwenden können. Halten Sie sich bei der Anwendung genau an die Gebrauchsanweisung. Ist Ihr Oberlippenwuchs sehr stark, suchen Sie einen Dermatologen oder Ihren Frauenarzt auf, womöglich ist Ihr Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht.

Die Haare in der Achsel, an den Beinen und in der Bikinizone können entweder elektrisch oder nass rasiert werden. Der beste Zeitpunkt für eine Rasur ist nach dem Duschen vor dem Zubettgehen. Verwenden Sie einen Elektrorasierer, treten Hautreizungen seltener auf, da die Härchen nicht direkt an der Haut abgeschnitten werden.

Für die Achselregion eignet sich der Einsatz von Enthaarungscreme und für Schmerzresistente kommen Kaltwachsstreifen in Frage. Von Epiliergeräten und Warmwachs sollten Sie jedoch die Finger lassen, denn diese reizen die zarte Haut zu sehr.

Das Epiliergerät ist für die Haare an den Beinen eine komfortable Lösung, da es einfach zu handhaben ist. Streifen Sie kurz vor der Epilation am besten mit einem Kühlakku über die zu behandelnde Stelle, so verspüren Sie weniger Schmerz.

Manchmal kann es vorkommen, dass nachwachsende Härchen unter der Haut wachsen. Dies kann zu schmerzhaften Entzündungen führen. Peelen Sie Ihre Beine in diesem Fall regelmäßig ab.

Dauerhafte Ergebnisse lassen sich mit Laser-Behandlungen erzielen, die sich jedoch preislich deutlich von den anderen Haarentfernungsmethoden abheben.