Diese Fehler sollten Sie beim Sonnenbaden vermeiden

Für viele ist Sonnenbaden purer Genuss - doch Vorsicht: Auf diese Dinge sollten Sie achten, damit Sie Ihrer Haut langfristig keinen Schaden zufügen. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Der erste Urlaubstag, die Sonne scheint. Natürlich ist es verlockend, sich gleich an den Strand zu legen und in der Sonne zu brutzeln. Doch Vorsicht, hier lauert nicht nur Sonnenbrandgefahr, sondern auch ein erhöhtes Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Lassen Sie der Haut immer Zeit, sich an die Sonne zu gewöhnen.
Apropos gewöhnen: Begehen Sie nicht den Fehler zu glauben, dass vorgebräunte Haut ausreichend Schutz bietet. Erst recht nicht, wenn Sie sich als Vorbereitung ins Solarium begeben haben. Das Licht im Solarium ist ganz anders als das der Sonne und bereitet die Haut nicht auf das Sonnenbaden vor. Und auch wenn die Haut vorbereitet ist, eines darf keinesfalls fehlen ...
Legen Sie sich niemals, egal ob vorgebräunt oder nicht, ohne Schutz in die Sonne. Dabei sollten Sie bei Sonnencremes unbedingt auf den Lichtschutzfaktor achten: Er entscheidet darüber, wie lange Sie sich zusätzlich zur Eigenschutzzeit der Haut in der Sonne aufhalten können. Bei sehr heller Haut und hellen Haaren beträgt diese nicht einmal zehn Minuten.
Damit der jeweilige Lichtschutzfaktor auch erreicht wird, tragen Sie die Sonnencreme nicht zu sparsam auf. Bei einem Erwachsenen wird die Menge von circa drei Esslöffeln empfohlen. Die Sonnencreme sollte 30 Minuten lang einwirken, bevor Sie sich in die Sonne legen.
Doch einmaliges Eincremen reicht nicht. Um den Schutz aufrechtzuerhalten, sollten Sie regelmäßig nachcremen, in etwa alle zwei bis drei Stunden. Neben Bauch, Rücken, Beinen und Armen vergessen Sie nicht die empfindlicheren - und schlecht erreichbaren - Körperstellen: Fußrücken, Schultern, Nase und Scheitel sind ohne Sonnenschutz schnell verbrannt.
Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass man länger in der Sonne liegen kann, wenn man sich häufiger eincremt. Das Maß an UV-Strahlen, das die Haut verträgt, und damit die Dauer, wie lange Sie Ihre Haut der Sonne aussetzen können, lässt sich nicht beliebig erweitern.
Auch wenn Sonnencreme essenziell ist beim Sonnenbaden, verlassen Sie sich nicht allein darauf. Denken Sie auch an Ihre Augen: Eine Sonnenbrille mit passendem UV-Filter, die zudem auch vor seitlichem Lichteinfall schützt, gehört ebenfalls zur Sommergarderobe. Ihren Kopf schützen Sie am besten mit einem Hut.
Wasserfeste Sonnencreme verspricht beständigen Schutz auch beim Baden - unter Wasser hält dieser allerdings nur circa eineinhalb Stunden. In einem halben Meter Tiefe kommen immer noch 40 Prozent der an der Wasseroberfläche auftreffenden UV-Strahlen an. Deswegen nach dem Bad im Meer immer fleißig nachcremen.
Sie haben noch eine halbvolle Flasche Sonnencreme aus dem Vorjahr? Dann ab in den Müll damit. Denn auch hier gilt, wie auch für andere Kosmetika, eine bestimmte Haltbarkeit, die auf der Verpackung abgedruckt ist. Ist das Produkt abgelaufen, kann seine Wirkung nicht mehr garantiert werden.
Nicht länger als zwei Stunden täglich in der direkten Sonne verbringen, raten Experten. Am besten suchen Sie mittags zwischen 11 und 15 Uhr Schatten auf, denn in dieser Zeit ist die Strahlung besonders stark. Aber auch hier ist Vorsicht geboten: Sonnenbrand können Sie auch im Schatten bekommen. Gerade am Strand wird das Sonnenlicht von Sand und Wasser reflektiert.
Neigt Ihre Haut zu Irritationen, sollten Sie besser nicht sonnenbaden. Eine Sonnenallergie äußert sich zum Beispiel durch Rötungen oder juckende Quaddeln. Sie ist eine Immunreaktion der Haut auf UV-Licht. Die sogenannte Mallorca-Akne ist die häufigste lichtbedingte Hautkrankheit in Mitteleuropa und entsteht meistens an Hals, Dekolleté und Schultern.
Auch ein Mythos, der sich hartnäckig hält: Einfach einen kleinen Sonnenbrand riskieren, dann werde ich auch schneller braun. Das ist falsch. Ein Sonnenbrand ist eine ernstzunehmende Brandverletzung, die Haut wird geschädigt. Und Sie erhöhen damit das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken.
Kaum etwas ist in der brütenden Hitze angenehmer als eine erfrischende Dusche oder der Sprung in den eiskalten Pool. Doch auch das kann gefährlich werden: Der Körper wird so einer extremen Belastung ausgesetzt, der Puls steigt schlagartig an. Kühlen Sie sich besser Schritt für Schritt ab.