Fitbit, Jawbone oder doch lieber ein Armband von Garmin? Auf dem Markt gibt es viele verschiedene Fitness-Tracker, die Puls, Schritte, Schlaf und Co. messen. Welcher ist der beste? Wir haben verschiedene Modelle getestet.

Man sieht sie mittlerweile an vielen Handgelenken: Fitness-Tracker. Dort sitzen sie und messen, mal mehr, mal weniger zuverlässig Schritte, Puls und im besten Falle unser Schlafverhalten.

Aber wofür sind die Armbänder noch gut und welches ist das richtige für mich oder brauche ich überhaupt einen? Vier unserer Redakteure haben verschiedene Tracker getestet.

Was können die Fitness-Tracker?

Ausprobiert: Diese Ernährung soll schnell, praktisch und ausgewogen sein.

Die kleinen, tragbaren elektronischen Geräte werden auch "wearables" genannt. Sie zeichnen Fitness- und Gesundheitsdaten auf. Dazu gehören etwa zurückgelegte Schritte, Kalorienverbrauch und Schlafqualität. Viele Tracker zeichnen dank integrierter Sensoren auch die Herzschlagfrequenz auf. Auch eine Distanzmessung dank GPS und Schrittlängenerfassung ist möglich.

Die Daten werden im Gerät gesammelt und dann meist drahtlos auf das Smartphone oder den Computer übertragen. Alle Armbänder, die wir getestet haben, hatten eine entsprechende App im Angebot.

In der App kann sich der Nutzer die Daten dann visuell aufbereitet anschauen - auch über einen längeren Zeitraum hinweg. Das ermöglicht einen guten Überblick über Trainingsfortschritte und beispielsweise Schlafgewohnheiten.

Frühere Fitness-Tracker konnte man per Clip an der Kleidung befestigen, heutzutage trägt man die meisten als Armband. Einige sind mittlerweile auch als Halsketten verfügbar.

Für wen eignet sich ein Fitness-Armband?

Fitness-Tracker sind vor allem für Leute gedacht, die sich gerne mit sich selbst und ihrer Aktivität sowie ihrem Körper beschäftigen. Auch Leute, die sich gerne mit Daten beschäftigen, kommen voll auf ihre Kosten.

Wer sich eine Gewichtsabnahme oder mehr Aktivität als Ziel gesetzt hat, dem kann ein Fitness-Tracker helfen, diese Ziele auch zu erreichen.

Der Vorteil eines Trackers ist, dass er einen fast automatisch zu mehr Bewegung im Alltag animiert. Manche Tracker lassen sich mit anderen Apps synchronisieren. Wer also wissen möchte, was er am Tag isst, kann beispielsweise die Kalorienzähl-App "My Fitness Pal" mit seinem Tracker verbinden und sich so verbrannte Kalorien anzeigen lassen.

Vorteile eines Trackers:

  • mehr Motivation
  • mehr Bewegung
  • bessere Überwachung von Ess- und Aktivitätsverhalten
  • Fitnesssteigerung durch Leistungsüberwachung

Nachteile eines Trackers:

  • Fitness-Tracker "überwachen" den Menschen
  • durch Verknüpfung von Armband und Smartphone entstehen viele Gesundheitsdaten - diese werden an die Hersteller übertragen
  • man muss sich beim Anmelden häufig mit persönlichen Daten einloggen


Welche Tracker haben wir getestet?

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Garmin vivosmart 3

Das Garmin vivosmart 3 bietet neben Schrittzähler, Entfernungsmesser und Herzfrequenzüberwachung auch eine Berechnung des Fitness-Alters und eine Bestimmung des persönlichen Fitness-Levels.

Es trackt automatisch, welche Art von Training man gerade absolviert. So erkennt es beispielsweise, wenn man gerade Fahrrad fährt.

Praktisch: Das Garmin ist wassergeschützt und kann beim Duschen und beim Schwimmen getragen werden.

Das vivosmart 3 zeigt zudem auch E-Mails, SMS und Benachrichtigungen aus sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Instagram an.

Der Tracker kostet 149,99 Euro.

Fitbit Charge 2

Das Fitbit Charge 2 bietet eine Pulsmessung über das Handgelenk, es trackt Schritte, die zurückgelegte Strecke, verbrannte Kalorien, Etage, Ruhezeiten und stündliche Aktivitäten sowie verschiedene Trainingseinheiten wie Laufen, Gehen oder Fahrradfahren.

Daneben trackt es das Schlafverhalten und kann den Nutzer morgens über einen stummen Vibrationsalarm aufwecken.

Als kleines Extra bietet das Charge 2 noch geführte Atemübungen. Zudem kann das Armband mit anderen Modellen ausgetauscht werden.

Das Band kostet 159,59 Euro.

Fitbit Alta HR

Das Fitbit Alta HR ist der kleine schlanke Bruder des Charge 2. Es misst Schritte, Kalorien und zurückgelegte Strecke und zeichnet Schlaf und Schlafphasen automatisch auf.

Die Akkulaufzeit beträgt bis zu sieben Tagen. Genau wie das Charge misst es den Puls und erkennt automatisch die absolvierte Trainingseinheit.

Das Armband lässt sich ebenfalls austauschen.

Das Fitibit Alta HR kostet 149,95 Euro.

Polar A370

Das Polar A370 ist etwas massiver als die anderen Tracker und sieht eher aus wie eine klassische Uhr. Der Tracker ist wasserdicht und trackt neben den Schritten über Pulsmessung, wie viele Kalorien man am Tag verbraucht hat.

Genau wie das Garmin vivosmart 3 kann man über das Polar A370 Benachrichtigungen von seinem Handy empfangen.

Neben den üblichen Features bietet das Armband auch ein Trainingsprogramm für Läufer. Hier kann man zwischen 5- und 10-Kilometer-Läufen sowie Marathon und Halbmarathon auswählen.

Das Polar A370 kostet 199,95 Euro.

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Jawbone Up 3

Das Jawbone Up 3 ist ein unauffälliges, schlichtes Armband. Es misst Schritte und Puls und bietet eine Schlafauswertung. Über die App kann der Nutzer nicht nur seine Aktivität verfolgen, sondern auch gegessene Nahrungsmittel eintragen.

Das Jawbone Up 3 ist beispielsweise auf Amazon für 54 Euro erhältlich.

Unser Fazit?

Garmin vivosmart 3

Vorteile:

  • Armband trägt sich sehr angenehm
  • wasserdicht und damit auch für Schwimmen geeignet
  • Daten sind sehr genau
  • Akku hält länger, als vom Hersteller angegeben

Nachteile:

  • teuer
  • Bedienung braucht Übung
  • Das Eintragen von Trainings in die Garmin Connect App ist sehr unübersichtlich
  • Synchronisation mit anderen Apps wie Health oder My Fitness Pal lief nicht immer reibungslos
  • Synchronisation zwischen Armband und App funktioniert meist nicht automatisch, sondern muss erst manuell gestartet werden

Fazit:

Der Tracker ist nicht unbedingt das beste Einsteigermodell, aber hervorragend für alle geeignet, die bereits ein günstigeres Band besessen haben und nun updaten wollen. Für Menschen, die regelmäßig Sport treiben und eine gute Übersicht über Leistung, Stresslevel und Aktivität erhalten wollen, ist das Garmin vivosmart 3 ein guter Begleiter.

Fitbit Charge 2

Vorteile:

  • sehr elegantes Armband, auch für dünne Frauen-Handgelenke geeignet
  • sehr übersichtliche App, die gut personalisierbar ist
  • stündliche Ziele sorgen für extra Bewegung am Tag
  • Schlafaufzeichnung sehr genau und detailliert
  • Armband weist auf Anrufe und SMS hin

Nachteile:

  • Aufzeichnung der Schritte hängt manchmal etwas
  • Benachrichtigungen gelten nur für SMS und Anrufe, nicht für Dienste wie WhatsApp und ähnliche
  • Gerät ist nur spritzwassergeschützt, nicht wasserdicht
  • Akku-Laufzeit nimmt schon nach wenigen Wochen ab

Fazit:

Das Armband ist ein schickes Einsteigermodell für alle, die gerne aktiver sein möchten und dabei keinen klassischen Tracker am Handgelenk tragen wollen. Die Armbänder sind austauschbar, so dass man den Tracker perfekt mit verschiedenen Outfits kombinieren kann.

Besonders positiv hervorzuheben ist die Fitbit-Community. Man kann sich sehr einfach mit anderen Menschen verbinden, Wettkämpfe austragen und sich so gegenseitig motivieren, sich mehr zu bewegen.

Das Fitbit Charge 2 ist ein sehr gutes Einsteigermodell, für alle, die kein Problem damit haben, etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen.

Fitbit Alta HR

Vorteile:

  • schmales, unauffälliges Band
  • lange Akku-Laufzeit
  • SmartTrack-System zeichnet automatisch Aktivitäten wie Spaziergänge, Radfahren, etc. auf
  • übersichtliche, personalisierbare App

Nachteile:

  • Benachrichtigungen gelten nur für SMS und Anrufe, nicht für Dienste wie WhatsApp und ähnliche
  • Gerät ist nur spritzwassergeschützt, nicht wasserdicht
  • Akku-Laufzeit nimmt schon nach wenigen Wochen ab

Fazit:

Das Fitbit Alta HR unterscheidet sich nicht in allzu vielen Punkten vom Fitbit Charge 2. Das Armband ist schmaler und Spielereien wie die geführten Atemübungen beim Charge 2 fehlen.

Es hat jedoch die gleichen Vorteile: übersichtliche App, lange Akku-Laufzeit und das gut durchdachte SmartTrack-System, das Aktivitäten automatisch erkennt, aufzeichnet und klassifiziert. Das Band ist etwas günstiger als beim Charge 2 und gut für Einsteiger, die ein etwas weniger auffälliges Armband suchen.

Polar A370

Vorteile:

  • Einrichtung und Synchronisation funktioniert sehr gut
  • Bewegungserinnerungen und Anleitung, wie man sein Ziel erreicht
  • Anzeige, wie viel Prozent seines Tagesziels man bereits erreicht hat
  • wasserdicht
  • Trainingsdaten werden in der App gut aufbereitet

Nachteile:

  • Touchfunktion vom Bildschirm funktioniert bei Nässe weniger gut
  • Darstellung in der App könnte übersichtlicher und intuitiver sein
  • Schlafaufzeichnung könnte detaillierter sein
  • Armband des Trackers ist zu dick - unpraktisch für den Alltag

Fazit:

Das Polar A370 gehört mit knapp 200 Euro ebenfalls nicht zu den günstigen Fitness-Trackern. Daher ist der Tracker auch nicht als Einsteigermodell zu empfehlen.

Wer jedoch seinen bisherigen Tracker upgraden möchte und Wert darauf legt, dass das Armband auch wasserdicht ist, der ist mit dem A370 gut bedient.

Jawbone Up 3

Vorteile:

  • klein und schmal
  • sehr günstiger Preis
  • Basis-Funktionen ohne Schnickschnack
  • kann beim Duschen getragen werden

Nachteile:

  • nur Basic-Funktionen wie Schrittzähler, Schlafüberwachung
  • Vibrationen beim Autofahren werden als Schritte gezählt
  • Armband braucht einen Extra-Verschluss, sonst geht es sehr schnell auf

Fazit:

Das Jawbone Up 3 ist das perfekte Band für Einsteiger. Der Preis ist sehr günstig und der Tracker verfügt über alle Grundfunktionen, inklusive stummen Alarmen für das morgendliche Wecken.

Wer also erst einmal testen möchte, ob ein Fitness-Armband das richtige ist, ist mit dem Jawbone Up 3 sehr gut bedient.

Bikinifigur in 28 Tagen – wie soll denn sowas gehen! US-Trainerin Kayla Itsines wollte mich mit ihrem neuen Buch davon überzeugen , dass es geht. Viel Essen, kleine Portionen, ab und zu Sport - das klang machbar. Ich habe es ausprobiert.