Eine dünne Matte, gespickt mit lauter Plastikstacheln - was aussieht wie ein Folterinstrument, soll gegen Rückenschmerzen und andere Beschwerden helfen. Wir haben die Matte getestet.

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Es klingt eigentlich ganz einfach: Legen Sie sich auf diese Matte, entspannen Sie sich und Ihre Schmerzen werden bald wie weggeblasen sein. Alles wäre wunderbar, hätte die erwähnte Matte nicht lauter kleine Stacheln, die ganz schön weh tun beim Anfassen.

Das soll die Matte können

Die Akupressurmatte soll quasi wahre Wunder bewirken. Vor allem gegen Verspannungen im Nacken und Rücken soll sie schnell wirken. Manche Webseiten versprechen gar, dass einen ein "persönlicher Masseur durch den Tag begleitet".

Das wird versprochen:

  • durchblutungsfördernde Wirkung
  • Krämpfe und Verspannungen lösen
  • Muskeln lockern
  • Entspannungen und "Momente der Ruhe"

Aber wie soll das funktionieren? "Die Noppen der Matte haben eine Art Massageeffekt auf den Körper. Der menschliche Körper hat einen Verlauf von Meridianen, die bei der 'Reizung' dieser Punkte mit den Nadelspitzen von der Matte aktiviert werden", erklärt Eva Reichart, Vorstandsmitglied des Deutschen Verbandes für Physiotherapie. Das rege die Durchblutung an und wirke sich auf das Wohlbefinden aus.

Was ist eigentlich Akupressur?

Akupressur wird auf japanisch auch Shiatsu genannt - das kennen viele vermutlich von den bekannten Shiatsu-Massagen. Die akupressur ist ein Teil der traditionellen chinesischen Medizin und ist ein Vorläufer der Akupunktur.

Es beschreibt ein therapeutisch angewandtes Heilverfahren. bei dem ein Masseur einen dumpfen Druck auf bestimmte Stellen ausübt. Dafür werden entweder Daumen, Ellenbogen, Knie oder die Handballen verwendet, teilweise auch technische Hilfsmittel.

Akupressur soll gegen viele Beschwerden helfen, vor allem gegen:

  • Allergien
  • chronische Schmerzen
  • Schlafstörungen
  • Krämpfe
  • Kreislaufprobleme

So fühlt sich die Matte an

Sieht fies aus, tut aber gut: die Akupressurmatte.

Als ich die Matte ausgerollt habe, habe ich mich fast davor gefürchtet, mich draufzulegen - die Plastikstacheln sind wirklich spitz und tun beim Anfassen weh. Aber als ich mich dann hingelegt habe, war ich angenehm überrascht. Es hat sich tatsächlich sofort ein wohliges Gefühl der Wärme eingestellt und ich habe mich sehr entspannt gefühlt.

Beim Liegen hat es nicht eine Sekunde weh getan, was vermutlich an der gleichmäßigen Druckverteilung liegt. Ich habe die Matte über mehrere Abende getestet und habe mich regelrecht darauf gefreut, mich drauflegen zu können.

Allerdings kann ich nicht behaupten, dass die Akupressurmatte meine Verspannungen im Rücken und in den Schultern geheilt hat. "Eine Verspannung zu lösen beinhaltet konkret die Ursachenbekämpfung", bestätigt auch Eva Reichert. Die durchblutungsfördernde Wirkung und die "Momente der Entspannung" kann ich jedoch unterschreiben.

Das sagt der Physiotherapeut

Eva Reichert weist ausdrücklich darauf hin, dass solche Matten keine Physiotherapie ersetzen können. Aber zusammen mit weiteren Hilfsmitteln wie einem Faszienroller können sie positive Wirkungen haben.

Sie betont, dass bei der Anwendung auf keinen Fall Schmerzen auftreten dürfen. Bei offenen Hautstellen, die durch die Akupressurnadeln gereizt werden können, sollte vor der Anwendung mit einem Arzt gesprochen werden. Das gleiche gilt auf für Schwangere.

Die Akupressurmatte für diesen Produkttest wurde uns von den Herstellern Capital Sports kostenfrei zur Verfügung gestellt.

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