Bei zwei Käsemarken des Unternehmens Hochland SE wurde die Füllmenge reduziert, der Preis im Handel wurde aber nicht angepasst. Das gipfelt in einer beachtlichen versteckten Preiserhöhung. Das sind die Mogelpackungen des Monats.

Das Unternehmen Hochland SE hat zwei seiner Käsemarken überarbeitet. Bei zwölf unterschiedlichen Käsesorten von "Grünländer" wurde die Füllmenge reduziert. Packungen mit ursprünglich 175 Gramm enthalten nun 160 Gramm, Produkte mit 150 Gramm sind noch 140 Gramm schwer und Käsesorten mit 130 Gramm wiegen nur 120 Gramm. Doch der Preis bleibt derselbe.

Preiserhöhung von 11,1 Prozent

Dasselbe Bild zeichnet sich bei der Marke "Patros" ab, die ebenfalls aus dem Sortiment der Hochland SE stammt. Der Inhalt der Sorte "Mild-Würzige" schrumpfte von 200 auf 180 Gramm. Das entspricht einer Preiserhöhung von 11,1 Prozent. Die Aufmachung der Verpackung hat sich bei beiden Produkten aber nicht verändert, so fällt die Mogelpackung auf den ersten Blick überhaupt nicht auf.

Die Verbraucherzentrale Hamburg (VZHH) findet dieses Vorgehen besonders dreist. Die alten und neuen Käsepackungen sind in Verpackungsgröße, Design und Kennzeichnung vollkommen identisch.

Bei Grünländer hat sich sogar die Anzahl der Käsescheiben nicht verringert, sie sind einfach dünner geworden. Stammkunden wird die Füllmengenreduzierung deswegen wahrscheinlich gar nicht auffallen.

Milchpreise sollen der Grund sein

Wie die VZHH mitteilt, ist das Unternehmen ein Wiederholungstäter. Vor etwa vier Jahren hat Hochland SE die Füllmengen bei der Marke Grünländer bereits drastisch reduziert.

Auf Anfrage der VZHH erklärt die Firma in einer Stellungnahme, dass die gestiegenen Milchpreise für die Preiserhöhungen verantwortlich seien. Im Vergleich lagen die Milchpreise vor sechs Jahren allerdings 35 Cent pro Liter über den aktuellen Werten.

Aus diesen Gründen kürt die VZHH die Käsemarken Grünländer und Patros von Hochland SE zu den Mogelpackungen des Monats.

Die Mogelpackung aus dem vergangenen Jahr finden Sie hier.

(ff)