Im Westen Deutschlands verdient man nach wie vor besser als im Osten der Republik. Das wird wieder einmal von einer aktuellen Studie bestätigt. Doch in welchem Bundesland verdient man eigentlich am meisten? Und haben Menschen im Osten im Endeffekt wirklich weniger Geld zur Verfügung als im Westen?

Wo in Deutschland verdient man am besten? Dieser Frage geht der aktuelle Gehaltsreport der Online-Jobplattform StepStone auf den Grund.

Die Studie informiert über Durchschnittsgehälter von Fach- und Führungskräften in Deutschland – aufgeschlüsselt nach Branche, Berufsfeld, Berufserfahrung und Unternehmensgröße.

Gehaltsniveau im Osten wesentlich niedriger

Die neuen Bundesländer haben allesamt ein niedrigeres Durchschnittseinkommen. Mit Abstand am meisten verdient man im Osten des Landes in der Hauptstadt Berlin, die mit ihrer Attraktivität für junge Menschen und Start-ups punkten kann.

Bei den restlichen Bundesländern ist der Verdienst im wirtschaftlich starken Süden tendenziell etwas höher. Auf dem Spitzenplatz bundesweit liegt das Hessen mit mehr als 63.000 Euro - was vor allem mit dem hohen Gehaltsniveau in der Finanzmetropole Frankfurt Plätze zusammenhängt.

Mekka für Pflegekräfte ist Schleswig-Holstein

Doch nicht für alle Berufsgruppen ist Hessen das beste Pflaster. Ingenieure verdienen mit einem Durchschnittsgehalt von 70.483 Euro in Rheinland-Pfalz am besten und Pflegekräfte bekommen in Schleswig-Holstein (44.462 Euro) durchschnittlich knapp 7.000 Euro mehr als in Hessen (37.813 Euro).

Für alle restlichen Berufsgruppen gilt jedoch: In Hessen ist der Verdienst am höchsten.

Lebenshaltungskosten im Osten und Norden sind niedriger

Was man in der Diskussion um unterschiedlich hohe Gehälter aber auch nicht außer Acht lassen darf: Auch die Lebenshaltungskosten variieren von Stadt zu Stadt stark.

Die teuersten Städte sind laut dem Onlineportal Finanzscout24.de München, Stuttgart und Frankfurt.

Am günstigsten lebt es sich in Bremerhaven, gefolgt von Chemnitz und Magdeburg.

Laut Finanzscout24.de sind die Lebenshaltungskosten in München fast doppelt so hoch wie in Bremerhaven.

Insgesamt fällt auf, dass Städte im Osten und Norden Deutschlands meist wesentlich geringere Lebenshaltungskosten haben als die im Süden und Westen.

So werden die Gehaltsunterschiede wenigstens ein bisschen ausgeglichen.

Bruttodurchschnittsgehalt für Fach- und Führungskräfte pro Jahr (inklusive variabler Bezüge):

  • Platz 1: Hessen 63.353 Euro
  • Platz 2: Baden-Württemberg 62.096 Euro
  • Platz 3: Bayern 61.703 Euro
  • Platz 4: Nordhein-Westfalen 59.765 Euro
  • Platz 5: Hamburg 57.338 Euro
  • Platz 6: Saarland 56.818 Euro
  • Platz 7: Rheinland-Pfalz 56.653 Euro
  • Platz 8: Bremen 56.264 Euro
  • Platz 9: Niedersachsen 54.329 Euro
  • Platz 10: Schleswig-Holstein 53.853 Euro
  • Platz 11: Berlin 52.325
  • Platz 12: Sachsen 45.201 Euro
  • Platz 13: Thüringen 44.765 Euro
  • Platz 14: Brandenburg 44.238 Euro
  • Platz 15: Sachsen-Anhalt 44.226 Euro
  • Platz 16: Mecklenburg-Vorpommern 42.238 Euro
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Gehaltsreport 2018: StepStone stellt die bestbezahlten Berufe vor

Die Jobplattform StepStone hat eine aktuelle Erhebung über die Gehälter unterschiedlicher Berufsgruppen veröffentlicht. In den folgenden Jobs verdienen Menschen durchschnittlich am meisten.