Geht es nach der deutschen Bundesregierung, soll künftig ein Limit bei der Bezahlung mit Bargeld gelten. Cash-Geschäfte sollen demnach nur noch bis zu einer Höhe von 5.000 Euro erlaubt sein. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

Der unbegrenzte Einsatz von Bargeld soll in Deutschland bald Geschichte sein. Laut der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ)" plant die Bundesregierung um Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble ein Limit für Cash-Zahlungen.

Klassischen Taxi-Unternehmen droht in Deutschland Konkurrenz.

Diese Obergrenze soll bei 5.000 Euro liegen. Davon wären vor allem Autohändler, Juweliere, Möbelgeschäfte, Großhändler und Luxusmarken betroffen, erklärt Ulrich Binnebößel vom Handelsverband Deutschland (HDE) in der "FAZ".

IS-Finanzierung soll bekämpft werden

Der Grund für die geplante Regelung: Der Geldstrom an die Terrormiliz "Islamischer Staat", der hauptsächlich über Bargeld und Prepaidkarten läuft, soll eingedämmt werden. Auch Schwarzgeldgeschäfte, Steuerhinterziehung und Geldwäsche könnten so laut eines Positionspapiers der SPD-Bundestagsfraktion wirksamer bekämpft werden.

In der Bevölkerung dürfte der Vorschlag für ein Bargeld-Limit nicht gut ankommen. Banknoten und Münzen gelten als Inbegriff der Anonymität.

Klaus Müller vom Verbraucherzentrale Bundesverband erläutert in der "FAZ": "Bargeld ist gelebter Datenschutz. Und der darf nicht aufs Spiel gesetzt werden."