Neues Jahr, neues Glück - und neue Gesetze. Wir zeigen Ihnen die größten Änderungen, die im neuen Jahr auf Sie zukommen, wer 2018 mehr Geld bekommt und für wen es ab dem Jahreswechsel teurer wird.

Die gute Konjunktur sorgt dafür, dass die Sozialkassen voll sind. Davon könnten die Rentner profitieren.

Mehr Geld für Rentner, Eltern, Arbeitnehmer und Sparer

Sollte der aktuelle Gesetzesentwurf tatsächlich im Frühjahr 2018 beschlossen werden, erhält der sogenannte Standardrentner, der 45 Jahre lang durchschnittlich verdient und entsprechende Beiträge eingezahlt hat, etwa 43 Euro mehr im Monat. Das entspricht einer Steigerung von rund drei Prozent.

Alle Arbeitnehmer können sich auf den 1. Januar 2018 und auf ein Plus beim Netto-Lohn freuen. Denn der Beitrag zur Rentenversicherung soll um 0,1 Prozentpunkte auf 18,6 Prozent sinken - auch wenn die Deutsche Rentenversicherung Bund vermutet, dass der Beitrag ab dem Jahr 2023 deutlich steigen wird.

Ebenfalls mehr Geld gibt es für Eltern. Denn das Kindergeld wird 2018 um zwei Euro monatlich erhöht. Für die ersten beiden Kinder gibt es dann jeweils 194 Euro pro Monat.

Auch Empfänger von Hartz IV dürfen sich über ein Plus freuen. Alleinstehende Bezieher erhalten statt 409 Euro dann 416 Euro. Bei Paaren steigt der Betrag pro Partner um 6 Euro auf insgesamt 374 Euro.

Selbst Riester-Sparer erhalten ab 2018 mehr Förderung vom Staat. Die Grundzulage erhöht sich von 154 Euro auf 175 Euro pro Jahr. Die Zulagen für Kinder bleiben hingegen gleich.

Steuererklärung, Kosten für Kreditkarten und Kfz-Steuer

Eine weitere Erleichterung findet bei der Steuererklärung statt, die Briefe an das Finanzamt werden in Zukunft deutlich dünner ausfallen.

Denn: Steuerzahler müssen keine Belege mehr bei ihrer Erklärung mitliefern. Allerdings kann der Staat die Unterlagen anfordern - und das bis zu einem Jahr nach der Bekanntgabe des Bescheids.

Ebenfalls positiv dürfte es sich für Verbraucher auszahlen, dass es ab 2018 keine Aufschläge mehr für Kreditkartenzahlungen geben darf.

Wer also im Internet seine Reise oder im Taxi die Fahrt vom Restaurant nach Hause mit dem Plastikgeld bezahlt, braucht nicht mehr mit gesonderten Gebühren rechnen - was dann auch für Überweisungen und Lastschriftverfahren im SEPA-System gilt.

Im Bankenbereich kommt eine Änderung in den AGBs zu tragen, die im ersten Moment bedrohlich klingt, aber positiv ist.

Denn ab 2018 müssen Banken - natürlich nur nach Erlaubnis der Kunden ­- Drittanbietern Zugriff auf die Kontodaten ermöglichen.

Hintergrund ist der, dass beispielsweise Nutzer von Multi-Banking-Apps nun problemlos Kontobewegungen bei allen Banken abrufen und so besser darstellen und verwalten können.

Doch es gibt auch negative Auswirkungen auf den Geldbeutel, gerade dann, wenn man 2018 ein neues Auto kaufen möchte. Denn ab dem 1. September sollen die Kfz-Steuern für neu zugelassene Autos steigen.

Der Grund: Der neue Abgastest WLPT treibt die Preise in die Höhe. Für alle, die weiterhin mit ihrem alten Auto durch die Gegend fahren, ändert sich nichts.

Reisen können teuer werden - aber unterhaltsamer

Wer für die Ferien 2018 bereits eine Reise gebucht hat, muss mit höheren Kosten rechnen. Bisher konnten Reiseveranstalter bis zu 20 Tage vor Reisebeginn den Preis um fünf Prozent erhöhen.

Nun dürfen die Firmen bis zu acht Prozent auf den ursprünglich ausgemachten Betrag aufschlagen.

Positiv hingegen ist, dass man auf der Reise - zumindest innerhalb der EU - von überall auf seine kostenpflichtigen Streaming-Dienste zugreifen kann.

Das sogenannten Geoblocking fällt künftig weg, was bedeutet, dass man problemlos von unterwegs den Filmeanbieter oder Musik-Streaming-Dienst nutzen kann. Egal ob in London im Hotel oder auf Mallorca am Strand.

Eine weitere Änderung findet im Hintergrund statt und Sie werden sie vermutlich gar nicht bemerken. Denn ab Mai 2018 speichert das Bundeskriminalamt Daten wie Name, Sitzplatz und Flugnummer aller Passagiere von Auslandsflügen für insgesamt fünf Jahre.