Die EU-Kommission will nach Staubsaugern und Glühbirnen auch für Toaster, Föhne und Wasserkochern Energieeinspar-Vorschriften erlassen. Das berichtet die "Bild"-Zeitung in der Freitagsausgabe unter Berufung auf eine Vorbereitungsstudie zur Ausweitung der sogenannten EU-Ökodesign-Richtlinie.

Danach haben Experten 16 weitere Produktgruppen unter die Lupe genommen, die wegen zu hohen Stromverbrauchs, umweltschädlicher Inhaltstoffe oder zu lauter Betriebsgeräusche strenger reguliert werden sollen.

So kritisieren die Experten, dass viele Föhne mit bis zu 85 Dezibel so laut wie starker Straßenverkehr seien. Außerdem könnten sie bis zu 30 Prozent weniger Strom verbrauchen. Dadurch könnten die Verbraucher in der gesamten Lebensdauer des Geräts bis zu 16,80 Euro sparen.

Toaster könnten bis zu 35 Prozent weniger Strom verbrauchen. Als Möglichkeit wird in der Studie genannt, dass bei Doppeltoastern ein Schlitz abgeschaltet oder die Toasterschlitze geschlossen werden könnten. Die möglichen Einsparungen werden nach "Bild"-Informationen auf 16,80 Euro beziffert.

Bei Handys halten die Experten seltene und zum Teil giftige Chemikalien im Innern der Geräte für bedenklich. Zudem müsse der Akku problemlos ausgebaut werden können. Grundsätzlich solle die Lebensdauer und technische Nutzbarkeit der Geräte verlängert werden.

Auch bei Hochdruckreinigern, Internet-Routern (mögliche Stromverbrauchsreduzierung: je zehn Prozent), Wasserkochern (24 Prozent), elektrischen Händetrocknern (68 Prozent) und Heißgetränke-Automaten (35 Prozent) sieht die Studie Handlungsbedarf.