Bei Wohnungseinbrüchen verzeichnet die Polizei für 2016 einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Über einen längeren Zeitraum betrachtet, nehmen die Fälle jedoch zu. So gehen Einbrecher vor: einige Zahlen und Fakten.

Im Jahr 2016 wurden 151.265 Fälle von Wohnungseinbrüchen in Deutschland der Polizei gemeldet - bei rund 40 Millionen Haushalten im Land. Das war ein Rückgang um 9,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Allerdings waren 2015 auch so viele Einbrüche registriert worden, wie seit den 1990er Jahren nicht mehr. Und seit Jahren waren die Fallzahlen konstant angestiegen.

Wie wird eingebrochen?

Laut der alle paar Jahre aktualisierten sogenannten Kölner Studie kamen im Jahr 2011 Einbrecher in circa 48 Prozent der Einbrüche in einem Einfamilienhaus durch die Terrassentür ins Haus, bei rund 32 Prozent durch die Fenster.

Die Haustür war in rund 12 Prozent der Fälle der Zugangsort, Kellerfenster und -tür suchten sich Einbrecher nur in 3 und 1 Prozent der Fälle aus. Dabei werden die allermeisten Fenster und Türen aufgehebelt.

Hilfe unter Freunden kann bereits hohe Strafen nach sich ziehen.

Wann agieren Einbrecher?

Häufig untertags, wenn die Bewohner nicht im Haus sind. 2016 traf dies auf mehr als ein Drittel aller Wohnungseinbrüche zu (41,8 Prozent).

Allerdings ist davon auszugehen, dass diese Zahl noch höher ist. Denn bei vielen Einbrüchen lässt sich die genaue Tatzeit nicht ermitteln, zum Beispiel weil die Bewohner währenddessen im Urlaub waren.

Was bringt Einbruchschutz?

Fast die Hälfte der gemeldeten Einbrüche bleiben im Versuchsstadium stecken (44,3 Prozent). Diese Zahl steigt seit 15 Jahren stetig an.

Das Bundesinnenministerium nennt in ihrem Bericht zur Kriminalstatistik für 2016 die Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen sowie die Präventionsmaßnahmen der Polizei als möglichen Grund für diese hohe Zahl gescheiterter Einbruchsversuche.  © dpa