Sie sind Schauspieler, Regisseure, Journalisten. Sie sind berühmt, haben große Rollen gespielt und große Filme gedreht.

Starruhm und Starstatus der folgenden VIPs sind bekannt. Weniger bekannt ist die Bildung, über die sie verfügen: Auf den folgenden Seiten lesen Sie über Prominente, die allesamt Akademiker sind und einen Universitätsabschluss in der Tasche haben.

Natalie Portman - Harvard

Der furiose Durchbruch kam im Alter von 13 Jahren mit der ersten Rolle der "Mathilda" in Luc Bessons "Léon, der Profi" (1994). "Heat", "Beautiful Girl", "StarWars", "V für Vendetta" - im Kino und in Theaterrollen ("Das Tagebuch der Anne Frank", "Fiorello") glänzt Natalie Portman seitdem.

Sollte es beim Drehen jemals Probleme geben, können sich Portmans Filmpartner bei ihr aber auch auf die Couch legen: Die schöne Israelin ist studierte Psychologin. Ihren Abschluss machte Portman im Juni 2003 an der amerikanischen Elite-Universität Harvard. Dort war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin von Alan Dershowitz, der ihr in seinem Buch "The Case for Israel" für ihre Leistungen dankt. Im März 2006 war sie Gastdozentin in einem Seminar der Universität Columbia über "Terrorimus und Gegen-Terrorismus". Natalie Portman in drei Wörtern: Schön, berühmt, schlau.

Rowan Atkinson - Newcastle und Oxford

Bekannt ist der Komödiant Rowan Atkinson aus Film und Fernsehen durch seine Rolle des "Mr. Bean", der herrlich komischen Verkörperung des Idealtyps des trotteligen, britischen Spießbürgers. Als "Johnny English" drehte Atkinson eine Kino-Persiflage auf die James-Bond-Filme.

Doch wenn der englische Ausnahme-Komiker morgen keine Rollen mehr bekommen sollte, könnte er auch in einem anderen Beruf arbeiten: Atkinson ist studierter Elektroingenieur. Seinen Abschluss hat er an der Universität Manchester/Newcastle im Alter von 20 Jahren gemacht. Anschließend nahm er am Queen's College, das Teil von Oxford ist, der ältesten Universität Englands, sein Studium der Elektronik auf und machte dort seinen "Master of Science". Falls bei "Mr. Bean" also einmal die Scheinwerfer versagen oder der Strom ausfällt - Atkinson kann's richten.

Gabi Bauer - Universitäten Hamburg, Hannover, Grenoble, Kalamazoo College/Michigan

"Guten Abend, meine Damen und Herren" - wenn Gabi Bauer als Moderatorin der ARD-Tagesthemen von September 1997 bis April 2001 ihr Publikum begrüßte, konnte man sich auf 30 Minuten kompetente, professionell moderierte Nachrichten freuen, in deren Verlauf den Interviewpartnern nichts geschenkt wurde.

Die Pädagogin studierte Anglistik und Romanistik (Hauptfächer), und Philosophie/Pädagogik/Politik (Nebenfächer) auf Lehramt an den Universitäten in Hamburg und Hannover, der Université de Grenoble (Frankreich) und am Kalamazoo College/Michigan (USA). 1988 legte sie das 1. Staatsexamen ab und begann danach ihre journalistische Laufbahn, die in der Moderation der ARD-Tagesthemen gipfelte. Merke: Studieren schadet nicht, im Ausland schon zwei mal nicht.

Gary Oldman - Rose Bruford College

Der britische Schauspieler Gary Oldman spielt gerne extreme Charaktere - Ludwig van Beethoven, Graf Dracula, Lee Harvey Oswald oder Sid Vicious - und er spielt sie gut.

Kein Wunder - Oldman hat sein Handwerk gründlich gelernt und einschlägig studiert: Zuerst nahm er Schauspielunterricht am Greenwich Young People's Theatre. Im Anschluss nahm er am Rose Bruford College ein dreijähriges Studium in Schauspiel und Dramaturgie auf, das er als "Bachelor of Arts" in Bühnenkunst abschloss. Für das Studium hatte Oldman ein Stipendium erhalten. 1979 erhält er ein Engagement am Londoner Royal Court Theatre, wo er mit seinen Rollen die Zuschauer begeistert. 1981 ging es weiter zum Film: "Das fünfte Element", "Leon, der Profi", "Batman begins" und die Harry-Potter-Filme, in denen er die Rolle des "Sirius Black" spielt, waren Stationen auf Oldmans Weg vom College ins Rampenlicht.

Ally Walker - University of California, Santa Cruz

Sie wurde bekannt durch die US-Serie "Profiler" - in der Rolle von "Dr. Samantha Waters" löste die amerikanische Schauspielerin Ally Walker in hellseherischer Profiler-Manier einen Mordfall nach dem anderen. Sie spielte die Rolle der Polizeipsychologin so eindrucksvoll, dass die Serie an Profil verlor, als Walker sie nach 64 Folgen 1999 verließ.

Bei der Spurensuche als "Sam" dürfte Ally Walker auch ihre Ausbildung geholfen haben: Wie schon ihr Vater belegte Walker Biologie und Chemie an der University of California in Santa Cruz und machte dort ihren Abschluss in Biochemie. Sie arbeitete als Wissenschaftlerin an einem Gentechnik-Projekt, während sie sich auf die Medizinische Fakultät der UCLA, der Universität von Kalifornien in Los Angeles, vorbereitete. Die in London entdeckte Liebe zum Theater und das Angebot eines amerikanischen Produzenten in einem Restaurant für eine Rolle in "California Clan" verhinderte eine Karriere als Biochemikerin.

Terry Gilliam - Occidental College

Terry Gilliam verdanken wir so herrliche Filme wie "Die Ritter der Kokosnuß (1975)", "Das Leben des Brian" (1979), "Brazil" (1985), "12 Monkeys" (1995) oder "Brothers Grimm" (2005). Der gebürtige Amerikaner mit britischer Staatsbürgerschaft gilt als innovativer Regisseur, Schauspieler, Drehbuchautor und Zeichner (er fertigte sämtliche Monty-Python-Zeichnungen und -Trickfilme an).

Gilliams Ausbildung lässt nicht unbedingt auf eine Karriere beim Film schließen: Zuerst studierte er Physik am Occidental College in Los Angeles, wechselte zum Studienfach der Bildenden Künste, um 1962 dann seinen Abschluss in Politikwissenschaften zu machen. Wie kommt man von einer amerikanischen Universität zu Monty Python nach England und zum Film? Über das New Yorker Satire-Magazin "Help" (1962), wo er John Cleese kennenlernte. 1967 folgte der Umzug nach England, 1969 die erste von 45 Monty-Python-Folgen, in denen er mitwirkte.

Lisa Kudrow - Vassar-College

Bekannt ist sie als "Phoebe Buffay" aus der amerikanischen Sitcom "Friends" (1994-2004): Spleenig schreibt und singt sie eigene Lieder, ist ständig um die Freunde bemüht und erteilt allen wenig hilfreiche Ratschläge. Wunderbar schräg spielte Lisa Kudrow die Rolle der neurotischen "Phoebe". 1998 erhielt sie dafür den Emmy, den wichtigsten amerikanischen Fernsehpreis. Schräge Charaktere liegen ihr: In der Serie "Verrückt nach Dir" (1992-1999) spielte Kudrow die verrückte Kellnerin "Ursula".

Geplant hatte Lisa Kudrow ihre Zukunft ganz anders: Am Vassar-College in Poughkeepsie im Bundesstaat New York studierte sie Biologie und schloss das Studium dort 1985 mit dem "B.A." ab. Zusammen mit ihrem Vater, einem bekannten Arzt und Migräne-Forscher, arbeitete sie in der medizinischen Forschung. Dort wäre sie auch geblieben. Doch der Komiker Jon Lovitz überredete sie nach ihrem Engagement in der Improvisationstheatergruppe "The Groundlings" zur TV-Arbeit.

Pierce Brosnan - Dramatic Centre London

Ob aus den TV-Serien "Remington Steele" und "Noble-House" oder Filmen wie "Mars Attacks", oder als James Bond - Pierce Brosnan gilt als smarter und gleichzeitiger humorvoller Mime.

Der Ire hat sein Handwerk durch ein einschlägiges Schauspielstudium erlernt: Nach seinem Schulabschluss studierte er am Londoner Dramatic Centre Schauspiel und schloss sein Studium 1976 ab. Entdeckt wurde er von Tennessee Williams, der Brosnan ein Theaterengagement verschaffte. Der internationale Durchbruch kam mit "Remington Steele". Von 1994 bis 2002 drehte Brosnan als fünfter Darsteller des britischen Geheimagenten "007 "vier James-Bond-Filme ab.