Trotz Kälte: Mit diesen Tricks schonen Sie Ihren Handy-Akku

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Von
Jasmin Herzog

Ärgerlich, wenn plötzlich das Handy ausgeht, obwohl doch der Akku noch hätte reichen müssen. Vielen passiert derzeit aber genau das. Denn: Smartphones mögen keine Kälte. Was Sie tun können, damit Sie keine unschönen Überraschungen erleben und Ihr Akku länger hält. (Text: teleschau mit Material der dpa)

Zu niedrige Temperaturen zwingen die Leistung des Akkus und manchmal auch des Prozessors in die Knie, warnt der IT-Verband Bitkom. Deswegen sollte das Gerät bei Touren im Freien nah am Körper getragen werden. Wer das nicht möchte, sollte auf Schutzhüllen setzen: am besten aus isolierenden Materialien wie Neopren und Filz.
Auch Temperaturschwankungen mag ein Smartphone nicht: Bei Wärme und Kälte im Wechsel kann sich im Inneren Kondenswasser bilden und zu Störungen und Schäden führen. Auch das Touch-Display kann unter Kälte leiden und möglicherweise schlechter funktionieren. Abhilfe verschaffen auch hier Schutzhüllen und Warmhalten beim Transport.
Ein kalter Akku lädt schlechter als ein Akku auf Zimmertemperatur. Deswegen sollten Sie das Telefon zuerst auf Raumtemperatur erwärmen, bevor Sie es laden.
Hier noch ein paar Tipps, die grundsätzlich gelten: In den Einstellungen des Smartphones unter dem Punkt "Akku" kann man schauen, was sich wirklich im Innenleben des Handys abspielt. Am besten den Cache der energiefressenden Apps leeren. Das kann - egal zu welcher Jahreszeit - helfen.
Klar ist, dass Streamingdienste wie Spotify oder Netflix jede Menge Strom ziehen. Es gibt aber auch viele Apps wie etwa Facebook, die durchgehend aktiv sind, selbst wenn sie gerade nicht genutzt werden. Die ständige Synchronisation im Hintergrund verbraucht nicht nur Datenvolumen, sondern auch Energie. Abhilfe kann die "Messenger Lite"-App schaffen, die weniger Daten und Akku verbraucht, da sie lediglich Grundfunktionen beinhaltet.
Systemupdates können nerven. Aber es empfiehlt sich wirklich immer, die aktuelle Version von Apps und Betriebssystem auf dem Handy zu haben, um Batterie-Laufzeit zu sparen. Android arbeitet kontinuierlich daran, den Energieverbrauch zu optimieren. Auch bei allen anderen Apps kann durch regelmäßige Aktualisierungen der Akkuverbrauch reduziert werden.
Energiesparen geht auch, indem die Displayhelligkeit selbst eingestellt wird und nicht die automatische Regelung aktiviert ist. Der Grund: Der Sensor sammelt dann ununterbrochen Informationen über die Umgebungshelligkeit, und die Hardware versucht die Helligkeit zu jedem Zeitpunkt anzupassen.
Jeder sollte sich fragen: "Brauche ich wirklich die 'Autoplay'-Funktion bei Facebook oder reicht es, wenn ich Videos in meinem Newsfeed manuell starte?" Sinnvoll ist es, in der Facebook-App unter "App-Einstellungen" den Punkt "Videos nie automatisch abspielen" auszuwählen. Ausschalten sollte man auch Funktionen wie WLAN, Bluetooth, Hotspot, GPS, NFC und mobile Daten, wenn sie gerade nicht benötigt werden.
Tatsächlich ist auch der Vibrationsalarm bei Anrufen oder Nachrichten ein Akkufresser. Wer sowieso ein Freund der Ruhe ist, der schaltet am besten gleich alle Töne aus: Unter der Option "Töne" können die Lautstärke der Anwendungen geregelt und Tastentöne abstellen werden.
Alles blinkt und bewegt sich: Giphys und Videos sind beliebt wie noch nie. Doch wenn es ums Display geht, sollte auf animierte Hintergründe, sogenannte Live-Wallpapers, verzichtet werden. Dann hält der Akku garantiert länger.
Der Sprachbefehl "Ok Google" aktiviert auf einem Android-Smartphone den Google Assistant. Wer diese Funktion nicht nutzt, sollte sie deaktivieren, um den Akku zu schonen: Unter Sprachen & Eingabe - Bildschirmtastatur - Google Spracheingabe - lässt sich die "OK Google"-Erkennung ausschalten.
Früher sollten Handys vor neuer Stromzufuhr komplett entladen sein. Heute jedoch raten Experten dazu, Smartphones mit Lithium-Ionen-Akkus nur im Bereich zwischen 30 und 80 Prozent zu halten und es mit Strom zu füttern, bevor die gesamte Energie verbraucht ist.
Wen weiter die Panik vor einem leeren Handy-Akku plagt, der greift am besten auf einen externen Akku zurück, den er immer bei sich trägt. Solche Powerbanks gibt es mittlerweile in allen Größen, Kapazitäten und Preiskategorien.
Sonnenanbeter können sich einen externen Solarakku zulegen und diesen beim Sonnetanken neben sich legen. Diese besonders praktischen und stromsparenden Lösungen, die das Handy voll aufladen können gibt es bereits für rund 10 Euro.