Qualitativ hochwertige Notebooks müssen kein Vermögen kosten.

Viele glauben, dass ein gutes Notebook viel kostet. Das ist ein Irrtum. Für Alltagsaufgaben sind hochwertige Laptops schon für weniger als 400 Euro erhältlich.

Für die meisten Alltagsaufgaben sind Notebooks unter 400 Euro ausreichend schnell: Ob Sie nun Texte oder Tabellen bearbeiten oder einfach nur surfen - die Arbeit geht flott voran. Sogar Videos stellen kein Problem dar. Mit einer 500 GB bis 1 TB großen Festplatte und einem optionalen DVD-Brenner kann sich die Ausstattung sehen lassen. USB 3.0 und HDMI zum Anschluss von schnellen Peripheriegeräten beziehungsweise externen Monitoren sind als Schnittstellen ebenfalls an Bord.

Sogar in diesem günstigen Preissegment können Sie zwischen verschiedenen Größen und Einsatzzwecken wählen. Mit einer 1-TB-Festplatte und einem 15-Zoll-Bildschirm ausgestattete Allrounder sind ein perfekter PC-Ersatz. Dazu zählen das Lenovo Ideapad, das HP 15 und auch das Acer Aspire ES 15. Sogar Convertibles mit Touchscreen, die Sie wahlweise als Notebook oder Tablet einsetzen können, sind für diesen Preis zu haben. So verfügt das Trekstor Primebook C13 über 360-Grad-Scharniere, um es als Tablet zusammenzuklappen. Auch das ultraleichte Odys Winbook mit seinen 1350 Gramm gibt es für unter 400 Euro.

Bereits für rund 200 Euro ist ein günstiger Laptop zu finden, zum Beispiel das Odys Trendbook Next 14. Das leichte Netbook mit einem 11,6 x 13,3 Zoll großen Bildschirm bietet allerdings nur eine äußerst beschränkte Rechenleistung. Dafür kostet das Gerät auch nur 199 Euro. Lohnenswert ist ein solches Gerät, wenn Sie oft unterwegs arbeiten. Zum gelegentlichen Lesen und Verfassen von Texten oder zum Anschauen von HD-Videos taugt es allemal. Einen vollwertigen Desktop-PC kann dieses Notebook dennoch nicht ersetzen, denn die Rechenleistung ist definitiv zu schwach. Mit einem, eigentlich für Tablets gedachten Atom-Prozessor bringt das Netbook nur 2 GB Arbeitsspeicher mit. Für Multi-Tasking reicht das ebenso wenig aus wie der eMMC-Flash-Speicher mit 32 GB. Ein größeres Windows-Update kann hier sogar an der geringen Speicherausstattung scheitern.

Bei Mini-Notebooks ist die Ausstattung dagegen schon etwas besser. Das Lenovo Mixx 310 hat einen 10-Zoll-Bildschirm und ist ebenso wie das mit einem 11,6-Zoll-Display ausgestattete Lenovo Ideapad 120S für rund 250 Euro zu haben. Bei beiden Geräten befinden sich 4 GB RAM und 64 GB interner Speicher an Bord. Für die meisten Anwendungen ist das absolut ausreichend.

Mehr Rechenleistung und Speicherplatz gibt es ab rund 300 Euro. So zum Beispiel beim HP 15. Das Notebook verfügt über einen Celeron-Prozessor und ist mit einer 1-TB-Festplatte ausgestattet. Mehr Speed bieten Notebooks mit Pentium-Prozessoren. Im Acer Aspire ES 15 arbeitet beispielsweise ein Pentium N4200. Im Vergleich zum Celeron N3060 liegt der Standardtakt zwar etwas niedriger, dafür besitzen Pentium-CPUs aber vier Kerne. Ein Celeron besitzt dagegen nur zwei Kerne. Eine echte Neuerung sind die Celeron-Prozessoren wie der N3450 mit vier Kernen. Sie gehören zur aktuellen Apollo-Lake-Generation. Der Burst-Takt ist allerdings etwas geringer als beim Pentium.

Die leistungsstärksten Geräte in diesem Preissegment verfügen bereits über einen Core i3. Auch wenn Laptops mit Core-Prozessoren normalerweise mehr kosten, können Sie hin und wieder ein Schnäppchen machen. So wie beim HP 250 G6, in dem ein Core i3-6006U arbeitet.

In der unteren Preisklasse sollten Sie genau hinschauen. Geräte mit demselben Modellnamen von den wichtigsten Herstellern wie Lenovo, Acer und HP können viele Ausstattungsvarianten bieten. Die Unterschiede sind meistens nur an den Namensergänzungen oder dem Produktcode ersichtlich. Zu einem bestimmten Preis können Sie unter vielen Varianten auswählen. Ob Sie eine große Festplatte oder eine kleine SSD wünschen, oder Abstriche beim Arbeitsspeicher zugunsten einer leistungsfähigeren CPU machen möchten oder umgekehrt, hängt letztlich von Ihren individuellen Bedürfnissen ab. Auf jeden Fall haben Sie selbst bei ein und demselben Modell zu einem bestimmten Preis eine große Auswahl an Ausstattungsoptionen.

Bei der Wahl des Modells müssen Sie aber ganz genau hinschauen, was Sie für welchen Preis bekommen. Für rund 330 Euro bekommen Sie beispielsweise ein Lenovo Ideapad, in dem ein Pentium N3710 steckt. Es wird unter dem Modellnamen 110-15IBR und der Modellnummer 80T700ETGE vertrieben. Es besitzt zwar 8 GB RAM und eine 1 TB große HDD, wird aber ohne Betriebssystem ausgeliefert. Dagegen ist ein Ideapad 110 mit einem Core i5-6200U-Prozessor sowie 8 GB RAM und einer 256 GB SDD ausgestattet. Windows 10 Home gehört ebenfalls zur Ausstattung. Die Zusatzbezeichnung dieser Variante lautet hier 110-15ISK, die Modellnummer 80UD00BKGE und der Preis ist mit 699 Euro mehr als doppelt so hoch.

Wenn Sie noch eine Windows-Lizenz in Reserve haben oder Linux nutzen, können Sie viel sparen und ein Notebook für weniger als 400 Euro bekommen. Der Preisunterschied zu einem Modell mit Windows beträgt zwischen 50 und 100 Euro. So zum Beispiel beim 17-Zöller HP 17. Auch Notebooks mit Chrome OS von Google haben Sparpotenzial. Das browserbasierte Betriebssystem hat geringere Anforderungen an die Rechenleistung und benötigt auch keine große Festplatte. Dafür erhalten Sie meistens ein Full-HD-Display oder ein Gerät mit hochwertigem Design. In dieser Preisklasse sind solche Merkmale normalerweise nicht anzutreffen. Beim HP Chromebook 14 G4 dagegen schon.

Mit Ausnahme von Browser-Games sind Geräte dieser Preisklasse für Spiele nicht zu empfehlen, weil sie nur die Grafikeinheit der CPU verwenden und eine GPU von Nvidia oder AMD nicht an Bord ist. Somit sind sie nur für ältere Spiele ab drei Jahren geeignet. Beim Spielen sind die Detailstufen zudem noch stark reduziert.

Das größte Manko von Notebooks unter 400 Euro ist ihr Bildschirm. Aufgrund der niedrigen Auflösung von maximal 1366 x 768 Pixeln und der mäßigen Bildqualität sind sie für Fotos und Filme nicht sonderlich geeignet. Die Punktdichte von 15-Zoll-Notebooks ist niedriger und beträgt gerade einmal 100 ppi. Das führt zu verwaschenen Bildern und Buchstaben mit Stufenoptik. Bei hochauflösenden Bildern gehen zudem Details verloren.

Modelle mit Full-HD-Display wie das HP Chromebook 14 G4 oder das Trekstor Primebook C13 schneiden da schon besser ab. Bei Farbdarstellung, Helligkeit und Kontrast können sie aber mit den teureren Modellen trotzdem nicht mithalten.© IDG