Das "Gears"-Comeback in Bildern

"Gears" bleibt "Gears" - auch wenn das Namensanhängsel "of War" weg ist: Das Microsoft-Studio The Coalition durchmischt den fünften Teil des beliebten Deckungs-Shooters mit Open-World-Einflüssen und schickt anstelle der üblichen Testosteron-Brocken eine Waffen-schwingende Dame an die Action-Front.

Schwingt ab Akt 2 in "Gears 5" die erste Kettensäge: Heldin Kait. Im Vorgänger gehörte die grimmige Science-Fiction-Amazone noch zur Riege der Nebendarsteller.
Die visuelle Qualität von "Gears 5" schwankt stark: Grandiose grafische Highlights wechseln sich mit peinlich detailarmen Passagen ab. Der Gesamteindruck ist deshalb weit weniger rund als bei allen anderen Serien-Teilen.
Die Figurenzeichnung bleibt - allem bemühten Drama zum Trotz - serientypisch plump, hat aber immerhin ein paar Überraschungen zu bieten. Oder hätten Sie in der Figur rechts Marcus Fenix' Sohn JD erkannt? Ein Unfall mit dem "Hammer der Morgenröte" entstellt den armen Kerl und lässt ihn auf der Heldenleiter ein paar Sprossen zurückfallen.
Ist wieder mit dabei, begnügt sich aber mit einem Platz auf der Ersatzbank: der ehemalige Leithammel Marcus Fenix.
So schick sehen die meisten Schauplätze leider nur auf Distanz aus. Bei der Szenario-Detailzeichnung schneidet "Gears 5" spürbar schwächer ab als sein direkter Vorgänger.
Ein großer Teil der Geschichte spielt diesmal im Eis.
Die Geschichte um Kaits Verbindung zum Locust-Schwarm bietet Stoff für großes Kino, ist aber nicht besonders geschickt gestrickt.
Einige Story-Drehs sind nur schwer nachvollziehbar.
Heldin Kait bereist Eis- und Sandwüsten, die in ihrer Struktur an kleine Open-World-Hubs erinnern.
Die Kampagne lässt sich auch zu dritt kooperativ spielen.
Wer solche Momente überleben will, setzt auf die erweiterbaren Fähigkeiten von Robotersidekick Jack.
Am Boden liegende Gegner streckt man schnell nieder, bevor ihnen ein Monsterkollege wieder auf die Beine hilft.
Die Ruhe vor dem Sturm: So entspannt, wie beim Multiplayer-Intro geht es zwischen Locust (links) und Gears (rechts) sonst nicht zu.