Wenn Sie Überraschungen lieben und sich gerne inspirieren lassen, haben Sie bestimmt schon einmal davon gehört: Abo-Boxen. Sie kommen per Post in einem Kästchen aus Papier und entsprechen dem Prinzip einer Wundertüte – man weiß vor dem Auspacken nie, welche Überraschungen einen erwarten.

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Sie eignen sich zum Beispiel für Naschkatzen, Hobby-Köche, Deko-Queens – die Liste ist endlos. Schließlich gibt es sie für fast jeden Lebensbereich: Ob Beauty, Essen, Getränke, Mode, Kinder, Blumen, Tiere, Kochen – kaum etwas, was nicht abgedeckt wird. Doch bei teilweise fast 30 Anbietern pro Bereich fällt es schwer, sich für die richtige Box zu entscheiden. Wir verraten Ihnen, auf was Sie dabei genau achten sollten.

Die Idee der modernen Wundertüten kommt ursprünglich aus den USA. Vor einigen Jahren etablierte sie sich auf dem heimischen Markt. Viele - auch große - Unternehmen versuchten sich daran, manche scheiterten. Heute gibt es ein breitgefächertes Angebot von weit über zweihundert Anbietern. Bevor Sie sich für ein Abo entscheiden, sollten Sie die folgenden acht Dinge bedenken.

1. Häufigkeit der Box

Die meisten Abo-Boxen werden monatlich geliefert, einige auch nur alle zwei oder drei Monate. Überlegen Sie sich also zunächst, ob es Ihnen reicht, nur viermal im Jahr überrascht zu werden oder ob Sie ein Wundertüten-Junkie sind und gar nicht genug davon bekommen können.

Beantworten Sie sich dabei ehrlich, ob Sie alle Produkte in vier Wochen testen können oder ob sich bei Ihnen am Ende alles staut, weil Sie aufgrund der Menge gar nicht hinterherkommen. Kleiner Tipp: Zur Not eignen sich die Produkte auch zum Verschenken, falls ihr Geschmack mal nicht getroffen werden sollte.

2. Kosten und flexible Kündigungsfristen

In der Regel kostet eine Box zwischen 10 und 30 Euro pro Ausgabe. Abos gibt es meistens in flexibler, jederzeit kündbarer oder aber viertel-, halb- oder jährlicher Form. Falls Sie sich unsicher sind, ob es das Richtige für Sie ist, bestellen Sie sich einfach erst einmal eine einzelne Box ohne Abschluss eines Vertrages.

Das ist zwar ein paar Euro teurer, weil kein Mengenrabatt anfällt, aber so können Sie sich einen genaueren Eindruck ohne Verpflichtungen verschaffen. Ansonsten Vorsicht: Manche Anbieter verlangen je nach Länge des Abonnements Vorkasse, das kann für unangenehme Überraschungen sorgen. Also immer gut die Vertragsbedingungen durchlesen.

Ideal sind zudem Verträge, die sich bei Nichtkündigung nicht automatisch verlängern oder jene mit sehr kurzen Kündigungsfristen zum Beispiel zum Ende eines jeden Monats. So tappen Sie nicht in eine Abo-Falle!

3. Wertigkeit der Produkte

Grundsätzlich sollte der Gesamtwert der Box den Kaufpreis übersteigen. Achten Sie also darauf, dass das Niveau der Produkte hoch ist. Manche Anbieter neigen immer mehr dazu, die modernen Wundertüten mit gewöhnlichen Drogerie- oder Supermarkt-Artikeln zu bestücken.

Das ist allerdings nicht Sinn der Sache: Gerade die Besonderheit, die Exklusivität, das Trendige der Produkte sind ja der Kern der Boxen, nicht das Banale. Schließlich wollen Sie ja Artikel kennenlernen, von denen Sie sonst nie erfahren hätten. Also Vorsicht vor "Schrottboxen".

Umgehen können Sie das, in dem Sie sich die Zusammenstellung früherer Boxen genau anschauen. Probe-Produkte sollten auch genügend Inhalt aufweisen. Für Kosmetik sind 25 ml, für Nahrungsmittel Größen ab 100g/ml ein gutes Qualitätsmerkmal; noch besser, wenn sogar Originalgrößen beigelegt werden. Vorsicht bei Proben mit 3 ml und Ähnlichem.

4. Bewertungen von Kunden

Lesen Sie genau nach, wie zufrieden die Kunden mit der Auswahl der Produkte aus der Box sind. Am besten sind die Bewertungen durchgängig positiv.

Schauen Sie auch nach, wie der Anbieter mit ihren Rückmeldungen umgeht. Interessiert es ihn, wie die Eindrücke der Kunden sind, reagiert er schnell, wenn doch mal nicht alle vorangekündigten Artikel in der Box enthalten sind? Dann ist das sicher ein gutes Zeichen und er ein vertrauensvoller Lieferant.

5. Hochwertige Aufmachung, abwechslungsreiche Special-Editions

Wie viel Mühe sich der Anbieter mit einer Box gibt, erkennen Sie daran, wie divers und klug die Zusammenstellung der Produkte ist. Gibt es zudem Themen-Boxen oder aufwendig designte Special-Editions? Gut, denn man scheut keine Mühen, um Ihnen einen schönen Überraschungsmoment zu kreieren.

6. Anzahl der Produkte pro Box

Achten Sie darauf, dass pro Box mindestens fünf Artikel enthalten sind. Einige Firmen bieten auch bis zu zehn oder fünfzehn Produkte an. Aus der Reihe fallen hier die wöchentlichen Kochboxen und die Abos für nur eine Produktkategorie.

Erstere beinhalten oft viele Zutaten für mehrere Mahlzeiten pro Woche; Letztere versenden jeden Monat ein Buch oder eine Unterhose in wechselndem Design – welches beziehungsweise welche ist natürlich eine Überraschung.

7. Persönliche Vorlieben angeben

Personalisierung ist wichtig, damit nicht die meisten Überraschungsprodukte am Ende im Müll landen. Viele Anbieter fragen deshalb anfangs ab, was Sie konkret interessiert. Einige bieten auch an, dass Sie Ihre Interessen während der Abo-Laufzeit immer wieder in Ihrem Profil anpassen.

Umso konkreter Sie bei den Angaben sind, umso besser für Sie und Ihre Zufriedenheit mit der Box. Das kann zum Beispiel Hauttyp oder Haarfarbe umfassen, oder wie viele Personen im Haushalt leben, ob man Fleisch, Fisch isst oder vegan lebt.

Für welches Abo man sich am Ende auch entscheidet: Prüfen Sie genau, bevor Sie sich an etwas binden. Dann werden Sie langfristig Ihre Freude an diesen angesagten Wundertüten haben.

Verwendete Quellen:

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