Apple WWDC: Mac Pro 2019, iOS13 und Mac Pro

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Apple ist es ein weiteres Mal gelungen: Der Tech-Konzern hat seine Neuerungen bis zur offiziellen Vorstellung geheim halten und so für eine Überraschung gesorgt. Bei der Entwicklungskonferenz WWDC 2019 wurde nicht nur das neue iOS Catalina vorgestellt, sondern auch zahlreiche Software-Veränderungen bei den anderen Apple Geräten. Und nicht zuletzt ein neuer Mac Pro, für den die Nutzer allerdings tief in die Tasche greifen müssen.

Eine extrem hohe CPU-Leistung, ebenso leistungsstarke Xeon-Prozessoren, die bis zu 28 Kerne haben: All das soll die professionellen Kunden vom Mac Pro überzeugen. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger-Modell ist der neue Mac Pro aber kein schwarzer Zylinder mehr, sondern ähnelt wieder mehr dem Original.
Ausmachen soll den neuen Mac Pro die extrem starke Grafikkarte. Es kann ohne Probleme an vielen Projekten gleichzeitig gearbeitet werden. Auf der Webseite von Apple werden deswegen auch explizit die professionellen Nutzer, "die 3D-Filme animieren, 8K-Szenen zusammensetzen und komplexe 3D-Umgebungen erstellen", angesprochen.
Stolz präsentierte der Tech-Konzern das Apple Pro Display XDR. Der 32-Zoll-Retina-Bildschirm hat eine 6K-Auflösung, doch wer diese bestaunen möchte, muss etwas tiefer in die Tasche greifen und etwa 5.000 Dollar zahlen (plus etwa 1.000 Dollar für den Standfuß). Dann allerdings darf sich der Besitzer über ein Kontrastverhältnis von 1.000.000:1 oder auch den P3-Farbraum freuen.
Doch damit noch nicht genug: Das iPad bekommt mit iPadOS sein ganz eigenes Betriebssystem. Der Startbildschirm, auf den jetzt mehr Apps und eine "Heute"-Spalte passen, präsentiert sich im neuen Look.
Auch das Arbeiten mit mehreren Tabs soll künftig auf dem iPad angenehmer werden: Im Slide Over kann der Nutzer schnell von einer App in die nächste wechseln, Split View ermöglicht das Verwenden von mehreren Dokumenten und Dateien in einer App.
Notizen mit dem Apple Penicle sollen nun überall - egal ob E-Mail, Webseite oder Dokument - möglich sein. Die Werkzeugpalette für den digitalen Stift erleichtert die Handhabung nicht nur bei kreativer Nutzung. Besonders betont Apple, dass die Verzögerungszeit des Stiftes nur noch neun Millisekunden beträgt.
Auch eine Verbesserung beim Verarbeiten von Texten verspricht der Konzern. Wer das iPad aber wie einen Computer verwendet, wird eher bei einer nicht offiziellen Meldung hellhörig werden: Denn Apple erwähnte zwar keine Computer-Maus, ein aufmerksamer Entwickler hat allerdings bereits den Maus-Support im neuen iOs entdeckt.
Auch dieses Feature dürfte einige Nutzer erfreuen: Erstmals ist es möglich, an ein iPad auch eine SD-Karte oder einen USB-Stick anzuschließen. Darauf greift der Verwender dann aus der überarbeiteten Dateien-App zu.
Für einen besseren Datenschutz soll es künftig nicht nur am iPad, sondern an allen Apple Geräten die Option geben, sich mit dem Apple-Account bei Apps oder Websites anzumelden.
Bildbearbeitung wird von jetzt an groß geschrieben. Und nicht nur das: Die neuen Funktionen sollen größtenteils auch für die Videobearbeitung verwendbar sein.
Die Karten-App wurde in iOS13 maßgeblich überarbeitet. Nun soll es dank einer 3D-Fotografie ein "Look Around"-Feature und eine detailliertere Darstellung geben. Die deutschen Kunden werden sich aber noch etwas gedulden müssen. Vorerst sind diese Karten nur in ausgewählten Städten verfügbar, bis Ende 2019 dann in den ganz USA. Erst 2020 dürfen auch andere Länder auf solche Karten hoffen.
Apple hat zum Rundumschlag angesetzt: Denn nicht nur das iPad und das iPhone bekommen Software Updates, auch die Apple Watch ist diesmal dran. Die wichtigste Neuerung ist dabei, dass die Uhr nicht mehr zwingend auch an ein iPhone gekoppelt sein muss. Die Apps können jetzt direkt vom App-Store geladen werden.
Ansonsten ist Apple vor allem auf seine Neuerungen im Gesundheitsbereich stolz. Die Noise-App zeigt den Nutzern, wie laut es um sie herum ist und wo sie sich schonen könnten. Eine andere Gesundheitsapp von Apple hilft Frauen, ihren Zyklus zu protokollieren.
Auf positive Resonanz stieß auch eine Taschenrechner App, bei der man ganz einfach das Trinkgeld berechnen kann. Ein eingebautes Mikrofon macht zudem Audioaufzeichnungen mit der Uhr möglich.
Ein Abschied steht bei Apple an: Der Konzern wird iTunes auf Mac-Computern nicht mehr unterstützen, sondern einzelne Apps für Musik, Podcast und Videoinhalte anbieten.