Frank Heindl

Freier Autor

Frank Heindl lebt in Augsburg. Er hat in München Journalismus studiert, war Tageszeitungsredakteur in Bielefeld und arbeitet seit vielen Jahren als freier Journalist.

Artikel von Frank Heindl

Am vergangenen Wochenende hat der Parteikonvent der AfD beschlossen, dass AfD-Mitglieder zukünftig auf Veranstaltungen des Pegida-Bündnisses auftreten dürfen. Damit ist eine weitere Hürde gefallen, mit der die Partei sich scheinbar nach rechts abgrenzen wollte. Doch mancherorts kooperieren AfD-Vertreter längst offen mit Rechtsradikalen.

Fünf Monate war Marawi unter Kontrolle islamistischer Aufständischer. Im Oktober vergangenen Jahres erklärten die Philippinen die Stadt für befreit. Doch besiegt sind die IS-Anhänger noch lange nicht. Wie groß die Gefahr eines Kalifats in Südostasien ist, erklärt ein Experte im Interview.

Der Bürgerkrieg in Syrien eskaliert. Die schlimmsten Bombardements seit Jahren lassen die Zahl der Opfer nahezu stündlich wachsen. Eine wichtige Rolle in diesem Konflikt spielen neben dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad derzeit auch die Türkei unter Führung von Recep Tayyip Erdogan und Wladimir Putins Russland. Russlands Strategie ist dabei höchst widersprüchlich.   

Sie sind Polizisten, Lehrer, Juristen, arbeiten bei der Feuerwehr oder der Steuerverwaltung, in Bundesämtern, Ländern und Gemeinden: 1,8 Millionen Beamte gibt es in Deutschland. Sie alle haben einen Sonderstatus, etwa bei Sozial- und Krankenversicherung. Das weckt Neid. Und kostet viel Geld.

Mittlerweile sind die Kämpfer der Freien Syrischen Armee (FSA) zu einem korrupten Söldnerhaufen geworden. Warum baut die Türkei bei ihrer Invasion in Syrien trotzdem auf FSA-Unterstützung?

Der Tarifkampf in der Metall- und Elektrobranche geht in die heiße Phase. Bis Freitag hat die IG Metall rund 500.000 Angestellte zu Warnstreiks aufgerufen. Vor allem die Forderung nach der 28-Stunde-Woche schreckt die Arbeitgeber. Arbeitsmarktexperten hingegen finden den Vorstoß durchaus charmant - allerdings mit Einschränkungen. 

Die SPD will die so genannte sachgrundlose Befristung von Arbeitsverträgen abschaffen, die langfristige Lebensplanung unmöglich machen. Doch gerade der Staat ist hier ein schlechtes Vorbild.

Die große Koalition hat in den vergangenen vier Jahren deutlich mehr Rüstungsexporte genehmigt als die schwarz-gelbe Vorgängerregierung. Zwar hat die SPD in den Sondierungsgesprächen eine restriktivere Genehmigungspraxis durchgesetzt – doch Experten bezweifeln, dass sich viel ändern wird.

In der syrischen Provinz Afrin bekämpft das NATO-Mitglied Türkei die mit dem NATO-Mitglied USA verbündeten Kurden - ein beispielloser Vorgang. US-Experte Josef Braml ist überzeugt, dass Donald Trump die Operation hinter dem Rücken der übrigen Nato-Staaten abgesegnet hat und sieht das Militärbündnis in einer tiefen Krise. 

Massenmorde, Schießereien, Folter. In Mexiko bekriegen mächtige Drogenkartelle den Staat und bekämpfen sich untereinander mit unaussprechlicher Grausamkeit. Der neuen Präsidentschaftskandidat hat deshalb nun eine umstrittene Idee.

Felsstürze mit teils enormen Ausmaßen verunsichern derzeit nicht nur Alpinisten und Urlauber, sondern auch die Tourismusindustrie. Häufen sich solche Geschehnisse? Wird Wandern im Gebirge lebensgefährlich? Fachleute haben gute und schlechte Nachrichten. 

Vor einem Jahr fürchteten sich viele vor 2017. "Das Ende der Welt (wie wir sie kennen)", betitelte der Spiegel damals ein Cover mit Donald Trump. Sandra Maischberger griff die vergangene Zukunftsangst auf, kürte das zu Ende gehende Jahr zum "Panikjahr" und hetzte die Gäste ihrer Talkshow von Katastrophe zu Katastrophe. Oder war 2017 doch besser als befürchtet?

Huthi-Rebellen ermordeten Ali Abdullah Saleh. Eine fatale Kettenreaktion ist nun denkbar: ein heißer Krieg zwischen Iran und Saudi-Arabien.

Die Vorwürfe gegen den Roy Moore wiegen schwer. Obwohl  mehrere Frauen ihm sexuelle Belästigung vorwerfen, stellt sich der Republikaner heute zur Wahl - er möchte den Bundesstaat Alabama im amerikanischen Senat vertreten. Sein mächtigster Befürworter: Donald Trump. Wieso unterstützt der amerikanische Präsident einen derart umstrittenen Kandidaten?

Fünf Jahre lang waren die Erträge der weltweiten Rüstungsproduzenten rückläufig – nun steigt der Absatz wieder, die Rüstungsausgaben gehen nach oben. Was sind die Gründe?

Außenminister Sigmar Gabriel hat eine Wende in der deutschen Außenpolitik gefordert. Die USA sähen Deutschland nicht mehr nur als Partner, sondern manchmal als Gegner. Deshalb müssten die Europäer ihr Schicksal wieder in die eigene Hand nehmen. Doch die Zusammenarbeit mit den USA lässt sich nur schwer durch andere Partnerschaften ersetzen.   

Der Flächenverbrauch der Bundesbürger ist enorm: Straßen, Industrieanlagen, Wohn- und Gewerbegebiete überwuchern das Land. Im gleichen Maß wird Ackerland vernichtet, verschwindet die Natur, bleibt immer weniger Platz für Erholung. Den gesteckten Zielen hinkt Deutschland hinterher. In Bayern starten die Grünen nun ein Volksbegehren. Das hat einen besonderen Grund.

Der Eklat um den Alleingang der CSU bei der Glyphosat-Entscheidung fällt unweigerlich auf die Kanzlerin zurück, Merkels Autorität nimmt Schaden.

Deutschland ohne Regierung. Deutschland auf dem Weg zur Neuauflage der großen Koalition. Oder gar auf dem Weg zu einer instabilen Minderheitsregierung. Manche sehen in der derzeitigen politischen Situation eine veritable Systemkrise. Doch bei Anne Will kam am Sonntagabend bei Thema große Koalition wenig Spannung auf.

Die SPD wird mit der Union Sondierungsgespräche führen – so viel scheint festzustehen. Gleichzeitig mit dieser Zusage baut SPD-Chef Martin Schulz neue Hürden auf: Eine Mitgliederbefragung soll darüber entscheiden, ob seine Partei sich an der Regierung beteiligen wird. Aber nicht nur deshalb ist die SPD jetzt am Drücker.

Wie geht es weiter nach dem Ende der Sondierungsgespräche? Läuft es auf Neuwahlen hinaus? Gibt sich die SPD doch noch einen Ruck? Oder kommt eine schwarz-grüne Minderheitsregierung? Angela Merkel und die grünen Verhandlungsführer, das haben die vergangenen Wochen gezeigt, können gut miteinander. Würde das für ein Regierungsbündnis ausreichen?

Nach dem Platzen der Jamaika-Sondierungen gibt es zahlreiche Schuldzuweisungen an die FDP. Christian Lindner, heißt es, habe das Scheitern der Gespräche publikumswirksam inszeniert, um bei Neuwahlen mehr Wählerstimmen zu holen. Doch diese Beurteilung teilen nicht alle Experten. Und möglicherweise werden vom Verhandlungsende andere profitieren.

Die Sondierungsgespräche gehen weiter - zuletzt wurde vor allem um die künftige Flüchtlings- und Klimapolitik gestritten. Obwohl Union, FDP und Grüne angestrengt verhandeln zeigen, ist eine endgültige Einigung noch längst nicht ausgemacht. Sollten die Gespräche platzen, dürfte es Neuwahlen geben. Damit kokettieren auch die Unterhändler immer wieder. Dabei ist der Weg dorthin keineswegs einfach. 

Die Jamaika-Sondierungen bleiben schwierig und kommen nur im Schneckentempo voran. Eine Wahlwiederholung wünschen sich die potentiellen Koalitionäre trotzdem nicht. Das liegt auch daran, dass bei einem Scheitern der Verhandlungen zwar nicht gleich "Köpfe rollen" würden. Aber zumindest bei manchen Verhandlungsführern dürften die Stühle gehörig wackeln.

Lange kamen die Verhandlungen zwischen den Partnern der angestrebten Jamaika-Koalition nur mühsam vom Fleck. Nun haben Grüne und FDP Kom­pro­miss­be­reitschaft signalisiert, während CDU und CSU noch in der Deckung bleiben. Sind die "Kleinen" von Machtgier getrieben oder ist Realismus eingekehrt? Die Wähler, soviel ist schon sicher, sind nicht zufrieden.