Frank Heindl

Freier Autor

Frank Heindl lebt in Augsburg. Er hat in München Journalismus studiert, war Tageszeitungsredakteur in Bielefeld und arbeitet seit vielen Jahren als freier Journalist.

Artikel von Frank Heindl

Seit Sonntag hat ein alter Spitzname von Angela Merkel wieder Konjunktur: Jegliche Kritik perle an ihr ab, monieren viele Beobachter, wie an einer teflonbeschichteten Bratpfanne. Wie kann es sein, dass die "Teflon-Kanzlerin" dennoch so fest im Sattel sitzt, ihre Umfragewerte so gut sind? Ein Experte erklärt diese mit der krisenhaften Weltlage - und mit der politischen Weltsicht vieler Deutscher.

Die Kanzlerin beantwortet die Fragen wie erwartet: emotionslos, souverän - teils langweilig. Merkel lässt sich auch weiterhin nicht aus der Reserve locken.

Erst Krawalltage auf den Straßen von Hamburg, nun krawallartiger Streit zwischen den Parteien: Vor allem Union und SPD liefern sich eine heftige Auseinandersetzung um die Bewertung der Randale rund um den G20-Gipfel in der Hansestadt. 

Die "Rote Flora" in Hamburg ist das am längsten besetzte Gebäude Deutschlands. Jetzt wird der Ruf nach Räumung laut. Doch so einfach ist das nicht.

Der Test vom Dienstag zeigt: Nordkorea kann mit seinen Raketen bald die USA erreichen. Experten sind sich einig: Regierungschef Kim Jong Un will keinen Krieg – für ihn geht es ums Überleben. Und dass der Test ausgerechnet am amerikanischen Unabhängigkeitstag stattfand, war kein Zufall.

Hot-Dog-Wettessen, Kanonenschüsse, Feuerwerk und patriotische Gefühle: Am Independence Day wird in den USA der Nationalstolz zelebriert. Vor 241 Jahren, am 4. Juli 1776, sagten sich die damals 13 amerikanischen Kolonien von der Kolonialmacht Großbritannien los - der Unabhängigkeitstag gilt seither als Gründungsdatum der Vereinigten Staaten von Amerika. Heute ist er Symbol einer gespaltenen Nation.

Vollbeschäftigung in Deutschland - das gab es zuletzt in den 60er-Jahren, als wegen des Mangels an einheimischen Arbeitskräften massenhaft "Gastarbeiter" angeworben werden mussten. Die Union macht nun ein massives Wahlversprechen: Bis 2025 soll die Arbeitslosigkeit besiegt sein.

Die Bundesregierung will verhindern, dass der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan im Rahmen des G20-Gipfels in Hamburg vor seinen Anhängern spricht. Die Spannungen zwischen Deutschland und der Türkei haben damit eine neue Eskalationsstufe erreicht. Chronologie einer Entfremdung, die weit vor dem Putschversuch gegen Erdoğan im Juli 2016 begann. 

In der Katar-Krise geht es vorrangig nicht um Öl, Gas und Geld, sondern um einen vielleicht noch wichtigeren Rohstoff der Neuzeit: um Information. Im Zentrum der Maßnahmen von Saudi-Arabien und weiterer arabischen Staaten gegen die kleine Halbinsel am Golf spielt ein Fernsehsender die wichtigste Rolle: Al Jazeera, der Nachrichtenkanal aus Katar, war den Scheichs von Anfang an suspekt - nun sehen ihn manche als Bedrohung ihrer Macht.

Ein klarer Proeuropäer ist in Frankreich als Sieger aus den Präsidentschaftswahlen hervorgegangen: Emmanuel Macron hat große Pläne – auch für die EU. Und Angela Merkel scheint nicht abgeneigt, ihm in mancherlei Hinsicht entgegenzukommen. Das Duo „Merkron“ hat gute Chancen, Europa zu verändern.

Wer nicht unbedingt nach Nordkorea reisen muss, sollte das Land als Tourist zwingend meiden, rät das Auswärtige Amt. Der US-Amerikaner Otto Warmbier bezahlte seinen Besuch in der Diktatur mit dem Leben. Wer dennoch das Land besuchen möchte, muss unbedingt einige Dinge beachten.

Leichtsinn kann im Land von Kim Jong Un schnell gefährlich werden. Die Verhaltensregeln für Touristen in Nordkorea sind grotesk und erschreckend zugleich. 

Air Berlin ist die zweitgrößte deutsche und die siebtgrößte europäische Fluggesellschaft. Es ist also keine Kleinigkeit, wenn einem solchen Großkonzern der Untergang droht. Doch auf genau diese Katastrophe fliegt die Airline zu: Kundenbeschwerden häufen sich, immer häufiger kommt es zu Flugausfällen und Verspätungen – und nun droht auch noch ein arabischer Großinvestor mit dem Ausstieg. Air Berlin – ein todkranker Vogel am Himmel?

Um 21 Uhr deutscher Zeit fiel am Donnerstag die Entscheidung: Die USA verlassen das in Paris beschlossene Internationale Klimaabkommen. In Donald Trumps Washington war es da gerade 15 Uhr nachmittags - früh genug also, dass eine bemerkenswerte Protestwelle anschwellen konnte. Der wütende Protest hat rebellische und revolutionäre Züge.

In den USA sind derzeit deutlich mehr Stellen bei Bundesrichtern offen als üblich. Das gibt Donald Trump und seiner Republikanische Partei die Möglichkeit, konservative Positionen in der Rechtsprechung für Jahrzehnte zu verankern. Kritiker befürchten zum Beispiel Rückschritte bei den Rechten Homosexueller. Medien sprechen gar von einer "heimliche Revolution" im Sinne erzkonservativer Republikaner. Sind die Bedenken berechtigt?

Die "Wanna Cry"-Attacke vom Freitag hat gezeigt, wie angreifbar die Welt ist. Was wäre, wenn ein Cyber-Angriff nicht nur die Anzeigetafel der Bahn, sondern das komplette Stromnetz lahm legen würde? Experten beschäftigt diese Frage. Die erschreckende Erkenntnis: Schon zwei Tage nach dem "Blackout" wird die Situation kritisch. Doch eine Polizeipsychologin kommt zu beruhigenden Einsichten.

Ein Stromausfall ist immer eine unangenehme Situation. Doch wenn der Strom in ganz Deutschland für mehrere Tage ausfallen würde, könnten die Folgen verheerend sein. Doch wie wahrscheinlich ist so ein Szenario überhaupt und wie vorbereitet ist Deutschland auf einen totalen "Blackout"? Ein Interview mit Christoph Unger, dem Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Dass ein Staat von seinen Bürgern Steuern einzieht, gilt in der Regel als Selbstverständlichkeit. Nicht so in Saudi-Arabien: Dort ist die Einführung von Steuern geradezu revolutionär. Die Vision "2030" ist eine ökonomische Notwendigkeit in dem Ölstaat. Die Hoffnung, dass diese Reform auch einen gesellschaftlichen Wandel herbeiführt, dürfte sich aber wohl zerschlagen. Dafür gibt es konkrete Gründe.