Frank Heindl

Freier Autor

Frank Heindl lebt in Augsburg. Er hat in München Journalismus studiert, war Tageszeitungsredakteur in Bielefeld und arbeitet seit vielen Jahren als freier Journalist.

Artikel von Frank Heindl

Der Eklat um den Alleingang der CSU bei der Glyphosat-Entscheidung fällt unweigerlich auf die Kanzlerin zurück, Merkels Autorität nimmt Schaden.

Deutschland ohne Regierung. Deutschland auf dem Weg zur Neuauflage der großen Koalition. Oder gar auf dem Weg zu einer instabilen Minderheitsregierung. Manche sehen in der derzeitigen politischen Situation eine veritable Systemkrise. Doch bei Anne Will kam am Sonntagabend bei Thema große Koalition wenig Spannung auf.

Die SPD wird mit der Union Sondierungsgespräche führen – so viel scheint festzustehen. Gleichzeitig mit dieser Zusage baut SPD-Chef Martin Schulz neue Hürden auf: Eine Mitgliederbefragung soll darüber entscheiden, ob seine Partei sich an der Regierung beteiligen wird. Aber nicht nur deshalb ist die SPD jetzt am Drücker.

Wie geht es weiter nach dem Ende der Sondierungsgespräche? Läuft es auf Neuwahlen hinaus? Gibt sich die SPD doch noch einen Ruck? Oder kommt eine schwarz-grüne Minderheitsregierung? Angela Merkel und die grünen Verhandlungsführer, das haben die vergangenen Wochen gezeigt, können gut miteinander. Würde das für ein Regierungsbündnis ausreichen?

Nach dem Platzen der Jamaika-Sondierungen gibt es zahlreiche Schuldzuweisungen an die FDP. Christian Lindner, heißt es, habe das Scheitern der Gespräche publikumswirksam inszeniert, um bei Neuwahlen mehr Wählerstimmen zu holen. Doch diese Beurteilung teilen nicht alle Experten. Und möglicherweise werden vom Verhandlungsende andere profitieren.

Die Sondierungsgespräche gehen weiter - zuletzt wurde vor allem um die künftige Flüchtlings- und Klimapolitik gestritten. Obwohl Union, FDP und Grüne angestrengt verhandeln zeigen, ist eine endgültige Einigung noch längst nicht ausgemacht. Sollten die Gespräche platzen, dürfte es Neuwahlen geben. Damit kokettieren auch die Unterhändler immer wieder. Dabei ist der Weg dorthin keineswegs einfach. 

Die Jamaika-Sondierungen bleiben schwierig und kommen nur im Schneckentempo voran. Eine Wahlwiederholung wünschen sich die potentiellen Koalitionäre trotzdem nicht. Das liegt auch daran, dass bei einem Scheitern der Verhandlungen zwar nicht gleich "Köpfe rollen" würden. Aber zumindest bei manchen Verhandlungsführern dürften die Stühle gehörig wackeln.

Lange kamen die Verhandlungen zwischen den Partnern der angestrebten Jamaika-Koalition nur mühsam vom Fleck. Nun haben Grüne und FDP Kom­pro­miss­be­reitschaft signalisiert, während CDU und CSU noch in der Deckung bleiben. Sind die "Kleinen" von Machtgier getrieben oder ist Realismus eingekehrt? Die Wähler, soviel ist schon sicher, sind nicht zufrieden.

Saudi-Arabien zündelt: Der Thronanwärter sperrt Prinzen und einflussreiche Geschäftsleute weg und heizt die Konflikte mit den Nachbarn Libanon, Jemen und Iran weiter an. Droht die Lage im Nahen und Mittleren Osten zu eskalieren?

Bei der Digitalisierung liegt Deutschland hinten. Für die zukünftige Bundesregierung besteht also Handlungsbedarf. Doch die bisherigen Ergebnisse bei den Verhandlungen der Jamaika-Koalitionäre beurteilt ein Experte skeptisch.

Zwei Jahre lang lebte Frankreich im Dauer-Ausnahmezustand. Nun wird dieser zum 1. November beendet – doch einige seiner Bestimmungen sind gleichzeitig Gesetz geworden.

Es ist eines der ärmsten Länder der Welt aber es beherbergt fast 1,4 Millionen Flüchtlinge. Die Regierung Ugandas praktiziert eine Politik der offenen Grenzen, die 35 Millionen Einwohner helfen den vor allem aus Südsudan Geflohenen mit kostenlosem Ackerland, mit Schulen, Wohnungen und Lebensmitteln. Ihr Land profitiert davon. Und die Ugander wissen, wie man sich als Flüchtling fühlt.

Ein Experte meint, der Fall Peter Steudtner zeige, dass sich der türkische Präsident im typischen Angstzustand eines Diktators befinde.

Im Visastreit mit den USA legt sich die Türkei einmal mehr mit einem übermächtigen Gegner an. Ein gefährlicher Weg – denn Recep Tayyip Erdogan bleiben nicht mehr viele politische Freunde auf der Welt. Nicht nur mit Deutschland hat er es sich verscherzt – der türkische Präsident führt sein Land zunehmend in die Isolation.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan verstehe nur eine "klare Sprache" – so Cem Özdemir vor der Bundestagswahl im Gespräch mit unserer Redaktion. Wenige Wochen später ist der Grünen-Vorsitzende nun im Gespräch für das Amt des deutschen Außenministers. Wird Özdemir, wie deutsche Medien munkeln, zu "Erdogans Albtraum"? Eine Wissenschaftlerin rät zu mehr Gelassenheit auf beiden Seiten.

Pazifismus, Reichensteuer und ein "lustvoller Sozialismus" - alles Schlagwörter aus dem Programm der Linkspartei für die Bundestagswahl 2017. Dabei will die die Partei nicht nur den Staat, sondern auch die Gesellschaft verändern.

Zurück ins Parlament: So heißt das erklärte Ziel der FDP bei der Bundestagswahl 2017. Dazu hat die wieder erstarkende Partei ein umfassendes Wahlprogramm formuliert, um bei den Wählern entsprechend zu Punkten. Ein Überblick über die wichtigsten Standpunkte der FDP. 

Mit dem Menschenrechts-Trainer Peter Steudtner hat die türkische Justiz am Dienstag erneut einen deutschen Staatsbürger in Untersuchungshaft genommen. Die Kritik an der abwartenden Haltung der Bundeskanzlerin werden lauter. Ein Türkei-Experte empfiehlt eine "mehrgleisige Strategie".

Seit Sonntag hat ein alter Spitzname von Angela Merkel wieder Konjunktur: Jegliche Kritik perle an ihr ab, monieren viele Beobachter, wie an einer teflonbeschichteten Bratpfanne. Wie kann es sein, dass die "Teflon-Kanzlerin" dennoch so fest im Sattel sitzt, ihre Umfragewerte so gut sind? Ein Experte erklärt diese mit der krisenhaften Weltlage - und mit der politischen Weltsicht vieler Deutscher.

Die Kanzlerin beantwortet die Fragen wie erwartet: emotionslos, souverän - teils langweilig. Merkel lässt sich auch weiterhin nicht aus der Reserve locken.

Erst Krawalltage auf den Straßen von Hamburg, nun krawallartiger Streit zwischen den Parteien: Vor allem Union und SPD liefern sich eine heftige Auseinandersetzung um die Bewertung der Randale rund um den G20-Gipfel in der Hansestadt. 

Die "Rote Flora" in Hamburg ist das am längsten besetzte Gebäude Deutschlands. Jetzt wird der Ruf nach Räumung laut. Doch so einfach ist das nicht.

Der Test vom Dienstag zeigt: Nordkorea kann mit seinen Raketen bald die USA erreichen. Experten sind sich einig: Regierungschef Kim Jong Un will keinen Krieg – für ihn geht es ums Überleben. Und dass der Test ausgerechnet am amerikanischen Unabhängigkeitstag stattfand, war kein Zufall.

Hot-Dog-Wettessen, Kanonenschüsse, Feuerwerk und patriotische Gefühle: Am Independence Day wird in den USA der Nationalstolz zelebriert. Vor 241 Jahren, am 4. Juli 1776, sagten sich die damals 13 amerikanischen Kolonien von der Kolonialmacht Großbritannien los - der Unabhängigkeitstag gilt seither als Gründungsdatum der Vereinigten Staaten von Amerika. Heute ist er Symbol einer gespaltenen Nation.

Vollbeschäftigung in Deutschland - das gab es zuletzt in den 60er-Jahren, als wegen des Mangels an einheimischen Arbeitskräften massenhaft "Gastarbeiter" angeworben werden mussten. Die Union macht nun ein massives Wahlversprechen: Bis 2025 soll die Arbeitslosigkeit besiegt sein.