Frank Heindl

Freier Autor

Frank Heindl lebt in Augsburg. Er hat in München Journalismus studiert, war Tageszeitungsredakteur in Bielefeld und arbeitet seit vielen Jahren als freier Journalist.

Artikel von Frank Heindl

Vor einem Jahr fürchteten sich viele vor 2017. "Das Ende der Welt (wie wir sie kennen)", betitelte der Spiegel damals ein Cover mit Donald Trump. Sandra Maischberger griff die vergangene Zukunftsangst auf, kürte das zu Ende gehende Jahr zum "Panikjahr" und hetzte die Gäste ihrer Talkshow von Katastrophe zu Katastrophe. Oder war 2017 doch besser als befürchtet?

Huthi-Rebellen ermordeten Ali Abdullah Saleh. Eine fatale Kettenreaktion ist nun denkbar: ein heißer Krieg zwischen Iran und Saudi-Arabien.

Die Vorwürfe gegen den Roy Moore wiegen schwer. Obwohl  mehrere Frauen ihm sexuelle Belästigung vorwerfen, stellt sich der Republikaner heute zur Wahl - er möchte den Bundesstaat Alabama im amerikanischen Senat vertreten. Sein mächtigster Befürworter: Donald Trump. Wieso unterstützt der amerikanische Präsident einen derart umstrittenen Kandidaten?

Fünf Jahre lang waren die Erträge der weltweiten Rüstungsproduzenten rückläufig – nun steigt der Absatz wieder, die Rüstungsausgaben gehen nach oben. Was sind die Gründe?

Außenminister Sigmar Gabriel hat eine Wende in der deutschen Außenpolitik gefordert. Die USA sähen Deutschland nicht mehr nur als Partner, sondern manchmal als Gegner. Deshalb müssten die Europäer ihr Schicksal wieder in die eigene Hand nehmen. Doch die Zusammenarbeit mit den USA lässt sich nur schwer durch andere Partnerschaften ersetzen.   

Der Flächenverbrauch der Bundesbürger ist enorm: Straßen, Industrieanlagen, Wohn- und Gewerbegebiete überwuchern das Land. Im gleichen Maß wird Ackerland vernichtet, verschwindet die Natur, bleibt immer weniger Platz für Erholung. Den gesteckten Zielen hinkt Deutschland hinterher. In Bayern starten die Grünen nun ein Volksbegehren. Das hat einen besonderen Grund.

Der Eklat um den Alleingang der CSU bei der Glyphosat-Entscheidung fällt unweigerlich auf die Kanzlerin zurück, Merkels Autorität nimmt Schaden.

Deutschland ohne Regierung. Deutschland auf dem Weg zur Neuauflage der großen Koalition. Oder gar auf dem Weg zu einer instabilen Minderheitsregierung. Manche sehen in der derzeitigen politischen Situation eine veritable Systemkrise. Doch bei Anne Will kam am Sonntagabend bei Thema große Koalition wenig Spannung auf.

Die SPD wird mit der Union Sondierungsgespräche führen – so viel scheint festzustehen. Gleichzeitig mit dieser Zusage baut SPD-Chef Martin Schulz neue Hürden auf: Eine Mitgliederbefragung soll darüber entscheiden, ob seine Partei sich an der Regierung beteiligen wird. Aber nicht nur deshalb ist die SPD jetzt am Drücker.

Wie geht es weiter nach dem Ende der Sondierungsgespräche? Läuft es auf Neuwahlen hinaus? Gibt sich die SPD doch noch einen Ruck? Oder kommt eine schwarz-grüne Minderheitsregierung? Angela Merkel und die grünen Verhandlungsführer, das haben die vergangenen Wochen gezeigt, können gut miteinander. Würde das für ein Regierungsbündnis ausreichen?

Nach dem Platzen der Jamaika-Sondierungen gibt es zahlreiche Schuldzuweisungen an die FDP. Christian Lindner, heißt es, habe das Scheitern der Gespräche publikumswirksam inszeniert, um bei Neuwahlen mehr Wählerstimmen zu holen. Doch diese Beurteilung teilen nicht alle Experten. Und möglicherweise werden vom Verhandlungsende andere profitieren.

Die Sondierungsgespräche gehen weiter - zuletzt wurde vor allem um die künftige Flüchtlings- und Klimapolitik gestritten. Obwohl Union, FDP und Grüne angestrengt verhandeln zeigen, ist eine endgültige Einigung noch längst nicht ausgemacht. Sollten die Gespräche platzen, dürfte es Neuwahlen geben. Damit kokettieren auch die Unterhändler immer wieder. Dabei ist der Weg dorthin keineswegs einfach. 

Die Jamaika-Sondierungen bleiben schwierig und kommen nur im Schneckentempo voran. Eine Wahlwiederholung wünschen sich die potentiellen Koalitionäre trotzdem nicht. Das liegt auch daran, dass bei einem Scheitern der Verhandlungen zwar nicht gleich "Köpfe rollen" würden. Aber zumindest bei manchen Verhandlungsführern dürften die Stühle gehörig wackeln.

Lange kamen die Verhandlungen zwischen den Partnern der angestrebten Jamaika-Koalition nur mühsam vom Fleck. Nun haben Grüne und FDP Kom­pro­miss­be­reitschaft signalisiert, während CDU und CSU noch in der Deckung bleiben. Sind die "Kleinen" von Machtgier getrieben oder ist Realismus eingekehrt? Die Wähler, soviel ist schon sicher, sind nicht zufrieden.

Saudi-Arabien zündelt: Der Thronanwärter sperrt Prinzen und einflussreiche Geschäftsleute weg und heizt die Konflikte mit den Nachbarn Libanon, Jemen und Iran weiter an. Droht die Lage im Nahen und Mittleren Osten zu eskalieren?

Bei der Digitalisierung liegt Deutschland hinten. Für die zukünftige Bundesregierung besteht also Handlungsbedarf. Doch die bisherigen Ergebnisse bei den Verhandlungen der Jamaika-Koalitionäre beurteilt ein Experte skeptisch.

Zwei Jahre lang lebte Frankreich im Dauer-Ausnahmezustand. Nun wird dieser zum 1. November beendet – doch einige seiner Bestimmungen sind gleichzeitig Gesetz geworden.

Es ist eines der ärmsten Länder der Welt aber es beherbergt fast 1,4 Millionen Flüchtlinge. Die Regierung Ugandas praktiziert eine Politik der offenen Grenzen, die 35 Millionen Einwohner helfen den vor allem aus Südsudan Geflohenen mit kostenlosem Ackerland, mit Schulen, Wohnungen und Lebensmitteln. Ihr Land profitiert davon. Und die Ugander wissen, wie man sich als Flüchtling fühlt.

Ein Experte meint, der Fall Peter Steudtner zeige, dass sich der türkische Präsident im typischen Angstzustand eines Diktators befinde.

Im Visastreit mit den USA legt sich die Türkei einmal mehr mit einem übermächtigen Gegner an. Ein gefährlicher Weg – denn Recep Tayyip Erdogan bleiben nicht mehr viele politische Freunde auf der Welt. Nicht nur mit Deutschland hat er es sich verscherzt – der türkische Präsident führt sein Land zunehmend in die Isolation.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan verstehe nur eine "klare Sprache" – so Cem Özdemir vor der Bundestagswahl im Gespräch mit unserer Redaktion. Wenige Wochen später ist der Grünen-Vorsitzende nun im Gespräch für das Amt des deutschen Außenministers. Wird Özdemir, wie deutsche Medien munkeln, zu "Erdogans Albtraum"? Eine Wissenschaftlerin rät zu mehr Gelassenheit auf beiden Seiten.

Pazifismus, Reichensteuer und ein "lustvoller Sozialismus" - alles Schlagwörter aus dem Programm der Linkspartei für die Bundestagswahl 2017. Dabei will die die Partei nicht nur den Staat, sondern auch die Gesellschaft verändern.

Zurück ins Parlament: So heißt das erklärte Ziel der FDP bei der Bundestagswahl 2017. Dazu hat die wieder erstarkende Partei ein umfassendes Wahlprogramm formuliert, um bei den Wählern entsprechend zu Punkten. Ein Überblick über die wichtigsten Standpunkte der FDP. 

Mit dem Menschenrechts-Trainer Peter Steudtner hat die türkische Justiz am Dienstag erneut einen deutschen Staatsbürger in Untersuchungshaft genommen. Die Kritik an der abwartenden Haltung der Bundeskanzlerin werden lauter. Ein Türkei-Experte empfiehlt eine "mehrgleisige Strategie".

Seit Sonntag hat ein alter Spitzname von Angela Merkel wieder Konjunktur: Jegliche Kritik perle an ihr ab, monieren viele Beobachter, wie an einer teflonbeschichteten Bratpfanne. Wie kann es sein, dass die "Teflon-Kanzlerin" dennoch so fest im Sattel sitzt, ihre Umfragewerte so gut sind? Ein Experte erklärt diese mit der krisenhaften Weltlage - und mit der politischen Weltsicht vieler Deutscher.