Christian Vock

Freier Autor

Christian Vock ist freier Journalist in Leipzig. Er studierte Sozialwissenschaften in Göttingen und bildete sich in Frankfurt zum Fachjournalisten für Medien- und in Lüneburg für Nachhaltigkeitsthemen weiter. Beides Bereiche, die ihm reichlich Gelegenheit geben, sich in der Kunst der Skepsis und des Staunens über das menschliche Dasein zu üben. Für 1&1 schreibt er vor allem übers Fernsehen und über Nachhaltigkeit.

Artikel von Christian Vock

Sechs Tage Dschungelcamp, sechs Tage "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" - das hat Spuren hinterlassen. Beim Zuschauer, bei der australischen Flora und Fauna, aber vor allem bei den Campern. Denn das alles bestimmende Thema ist in diesem Jahr: Angst.

Zweimal "Tatort", zweimal Flüchtlinge im Fokus: Nach "Land in dieser Zeit" zeigte das Erste Sonntagabend wieder einen "Tatort", bei dem Geflüchtete im Mittelpunkt des Geschehens stehen. Und auch das ist gleich: In beiden Fällen versuchen die Autoren bewusst, jede einseitige Darstellung zu vermeiden.

Einmal Günther Jauch wie immer, bitte! Den "Wer wird Millionär?"-Quizmaster kennt man als den ewigen Schwiegermutter-Liebling: charmant, spitzbübisch, wohlerzogen. Doch eine Frage hätte ihn gestern Abend fast in heikle Fahrwasser geführt.

Von Biedermeiern und Brandstiftern: Der gestrige "Tatort" "Land in dieser Zeit" ist neben einem Krimi auch ein wilder Ritt durch ein gefühltes Deutschlandbild des Jahres 2016. Nur verständlich, dass bei einem solchen Galopp auch ein paar Fragen aus der Satteltasche fallen. Der Faktencheck zum Frankfurt-"Tatort".

Es ist vollbracht. Gestern Abend verabschiedete sich "Winnetou" zu seinen Ahnen und RTL die Neuauflage des Film-Klassikers. Dabei schafft das Finale der Neuverfilmung einen gelungenen Spagat zwischen spannendem Western und Völkerverständigungsbotschaft. Kurzum: ein würdiges Ende.

RTL holt "Winnetou" aus den ewigen Jagdgründen zurück und Teil eins erwies sich bereits als Glücksgriff. Auch der gestrige zweite Teil überzeugt. Dabei hat "Winnetou – Das Geheimnis vom Silbersee" mit dem Buch ebenso wenig gemeinsam wie mit dem Vorgängerfilm aus den 1960ern. Zum Glück.

Ein skrupelloses Brüder-Paar, das Menschen mit brutaler Gewalt zum Betteln in der Innenstadt zwingt: Der Fall des Münchener "Tatort: Klingelingeling" taucht ein in die Welt der "Bettelmafia". Doch gibt es eine solche Mafia wirklich? Wann ist Betteln verboten und wann erlaubt? Der "Tatort" im Faktencheck.

Über die Qualität der Karl-May-Verfilmungen der 1960er Jahre kann man aus heutiger Sicht gut und gerne streiten. Keinen Streit dürfte es über die Tatsache geben, dass sich die "Winnetou"-Filme ins kollektive Gedächtnis gebrannt haben. Jetzt hat sich RTL an eine Neuverfilmung der Klassiker gewagt.

Er reitet wieder. Winnetou, der Häuptling der Apachen, erlebt am 25. Dezember eine TV-Wiedergeburt bei RTL. Als kleinen Appetizer servierte der Sender gestern Abend ein "Wer wird Millionär? Winnetou-Special". So weit, so gut - wenn es denn nur ein Winnetou-Special gewesen wäre.

Tote Katzen in der Tiefkühltruhe, manipulierte Laubbläser und der Elektrozaun als Todesfalle. Im gestrigen "Tatort: Wendehammer" macht ein Mann seinen Nachbarn das Leben zur Hölle. Am Ende ist der Störenfried tot. Aber wie sieht es in der deutschen Nachbarschaft wirklich aus? Gibt es tatsächlich auch Morde unter Nachbarn? Meldungen vom Tatort Gartenzaun.

Nadja Abd el Farrag bei "Raus aus den Schulden" - für Fernsehliebhaber sind das gleich zwei Probleme in einem. Tatsächlich lässt das gestrige Promispezial den Zuschauer etwas ratlos zurück. Immerhin ist am Ende zumindest Naddel um eine Diagnose reicher.

Schwupps, da steckt der überführte Staatsanwalt in Handschellen und ihm werden seine Rechte vorgelesen. Soweit nicht unüblich für einen Krimi. Aber die Dame, die den Bösewicht abführen lässt, ist keine Kommissarin, sondern eine Polizei-Hospitantin. Da liegt die Frage nahe: Darf die das überhaupt? Der "Tatort" im Faktencheck

"Sie sind wahnsinnig!" So schlicht beschreibt Kommissar Murot den Täter des gestrigen "Tatort". Die Vermutung ist naheliegend, schließlich hat der Mann mehrere Menschen umgebracht. Doch der Mann hatte einen Hirntumor, der ihn zu seinen Taten trieb. Aber kann so etwas sein?

1.000 Folgen "Tatort" - da ist natürlich eine Menge passiert. Dass die Musik von Klaus Doldinger stammt, wissen wahrscheinlich selbst "Tatort"-Verweigerer. Auch den Kurzauftritt von Berti Vogts dürften viele noch im Kopf haben. Hier sind ein paar Fakten, die Sie vielleicht noch nicht kannten.

"Borowski und das verlorene Mädchen" hieß der "Tatort" am Sonntag. Das Mädchen, das war die 17-jährige Schülerin Julia und verloren war sie an die Terrormiliz IS. Doch wie rekrutiert der "Islamische Staat" junge Frauen in Deutschland? Was sind das für Frauen und wie kann man sie wieder zurückgewinnen?

Mario Barth ist wieder da. Gut, er war nie wirklich weg, aber zumindest sein Bühnenprogramm ist neu. "Männer sind bekloppt, aber sexy" heißt es und war Freitagabend bei RTL zu sehen. Doch egal, ob das Programm nun neu ist oder nicht – die Pointen sind immer noch die gleichen.

Gänsehaut-Szene beim gestrigen "Tatort": Ein kleines Mädchen möchte noch einmal ihre verstorbene Mutter sehen und macht dann mit ihrem Tablet Fotos von der Toten. Doch darf man das überhaupt?

Ein Fußball-Redakteur aus Berlin schnappt sich beim großen Zockerspecial von "Wer wird Millionär?" stolze 250.000 Euro. Dabei zeigt er nicht nur Hirnschmalz, sondern auch richtigen Körpereinsatz – zum Leidwesen von Günther Jauch, der den Sparringspartner beim Ringen geben muss.

Ein Mord mitten in der Öffentlichkeit, Dutzende Menschen schauen zu und doch stehen die Kommissare der gestrigen "Tatort"-Folge "Die Wahrheit" nach den Zeugenaussagen mit leeren Händen da. Kann das wirklich sein? Wir haben mit einem Verhör-Experten über die Realität bei Zeugenvernehmungen gesprochen.

Drogenhandel, Korruption, organisierte Kriminalität – der "Polizeiruf 110: Im Schatten" war bis obenhin vollgepackt. Doch warum Rostock? Wer ist die 'Ndrangheta überhaupt? Und ist die Verbrecherorganisation wirklich in Deutschland aktiv?

Ach du dickes Ei: RTL II will mit "Curvy Supermodel" beweisen, dass auch dicke Menschen Models sein können. Dabei war auch in der aktuellen Folge von dicken Menschen weit und breit nichts zu sehen. Und genau das ist das Problem.

Wenn das eigene Hirn beim Fernsehen Blasen wirft, ja dann ist wieder RTL, dann ist wieder "Adam sucht Eva". Doch bei der gestrigen Ausgabe kam nicht nur der Verstand des Zuschauers an seine Grenzen, auch bei Jesse und Peer Kusmagk war in Folge vier Schluss mit lustig. Wobei lustig hier das völlig falsche Wort ist.

Eine etwas ulkige Truppe trinkfester Gesellen – so präsentierte uns der gestrige "Tatort" die drei Obdachlosen, die Zeugen eines Mordes wurden. Das Opfer wiederum ist durch das Betreiben einer Obdachlosenunterkunft reich geworden. Ist das realistisch? Wir haben mit Rolf Keicher von der Diakonie Deutschland über Obdachlosigkeit gesprochen.

Es rumort auf der Nackt-Insel. Gerade einmal zwei Tage brauchte es, da herrscht schon dicke Luft bei "Adam sucht Eva". Neben dem normalen zwischenmenschlichen Kram sorgen vor allem die wahren Absichten der Prominenten bei einem Teilnehmer für Zweifel. Tag zwei in Absurdistan.

Ein Mann erzählt seiner Therapeutin immer wieder von Mordfantasien. Doch statt zur Polizei zu gehen, beruft sich die Psychiaterin auf ihre Schweigepflicht. Darf sie das und was genau ist das eigentlich, diese Schweigepflicht?