Christian Bartlau

Freier Autor

Geboren 1985 in Rostock, aufgewachsen in der mecklenburgischen Einöde. Lebt und arbeitet seit 2015 als Freier Journalist in der Nähe von Wien in Österreich.

Artikel von Christian Bartlau

So langatmig der Wahlkampf, so spannend werden die nächsten Monate nach einem spektakulären Wahlabend. Der Politologe Gero Neugebauer sagt im Interview eine schwierige Koalitionsbildungen und eine schwere Zeit für Angela Merkel voraus - genau wie für Horst Seehofer.

Das Wahlprogramm der AfD steht - aber wofür steht es? Wir blicken auf die wichtigsten Themenfelder.

Von "Kohls Mädchen" zu "Mutti" zur "Anführerin der freien Welt": Es war ein weiter, ungewöhnlicher Weg bis ins Kanzleramt für Angela Merkel. Nun, zum Ende ihrer Karriere, steht sie vor einer neuen Herausforderung.

In der Umfragekrise haben sich die Grünen ein Spitzenduo gewählt, das wie die Partei selbst einen aufregenden Weg hinter sich hat – aber heute eher spießig wirkt.

Die Alternative für Deutschland zieht mit zwei Spitzenkandidaten in den Bundestagswahlkampf, die ein interessanter Widerspruch eint: Ihre Biografie machte es unwahrscheinlich, dass sie ausgerechnet diese Partei einmal anführen würden.

Flüchtlinge, soziale Gerechtigkeit oder doch die Bildung? Das eine entscheidende Wahlthema gibt es in diesem Jahr nicht, sind sich Experten einig. Das liegt nicht nur am Versagen der SPD, sondern auch an einer bewährten Strategie der Kanzlerin.

Umfragen erzeugen Stimmung und Schlagzeilen. Doch nicht immer sind sie aussagekräftig. Ein Meinungsforscher erklärt die großen Probleme mit Wahlumfragen – und sagt einen spannenden Wahltag für die Demoskopen voraus - vor allem wegen des Unsicherheitsfaktors AfD.

Wie gerecht ist Deutschland? Das ist eine der wichtigsten Fragen im Bundestagswahlkampf – und eine der umstrittensten. Alle Parteien verstehen etwas anderes darunter, die Analysen unterscheiden sich wesentlich, die Lösungsansätze auch. Wir machen den Check.

Deutschland wird immer älter - und damit haben die Senioren bei den Wahlen auf den ersten Blick die größte Macht. Was das für die Politik bedeutet, erklärt Demokratieforscher Aiko Wagner. Ein Problem sieht er eher darin, dass eine bestimmte Wählerschicht den Wahllokalen fernbleibt. 

Auch wenn es die gute Zusammenarbeit der letzten vier Jahre und die Harmonie des TV-Kanzlerduells nicht vermuten ließe: Es gibt substanzielle inhaltliche Unterschiede zwischen SPD und Union. Besonders bei den Steuerplänen.

Die Fragestellung verfehlt, die Diskussion verfranst - und trotzdem liefert "Maischberger" interessante Sichtweisen auf den langweiligen Wahlkampf, Parteienverdrossenheit und die Schuld der Großen Koalition daran.

Sie gehören zu den etablierten Kräften in der politischen Landschaft – und kämpfen bei der Bundestagswahl gegen die "Neulinge" von der AfD um Platz drei und wollen sich als mögliche Koalitionspartner in einer Ampel, Jamaika oder Rot-Rot-Grün empfehlen. Doch können sie überhaupt miteinander? Ein Blick auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Linkspartei, FDP und Grüne.

Ein "Bürger-Check" vor der Wahl, das klingt nach Service, orientiert am Zuschauer. Doch zum Thema Außenpolitik gibt es alles und nichts zu sagen.  "Hart aber fair" wird es für AfD-Mann Alexander Gauland.

Anne Will gibt SPD und Linkspartei die Chance, bei ihrem Haus- und Hofthema die CDU in die Zange zu nehmen. Stattdessen fetzen sich Sahra Wagenknecht und Olaf Scholz, der zu harten Bandagen greift.

Früher in Rente, viel mehr Geld im Monat - und das nicht nur 12 mal im Jahr, sondern 14 mal: Rentner in Österreich kassieren im Vergleich zu den deutschen Nachbarn eine fürstliche Pension. Doch das gelobte Rentnerland taugt nur bedingt als Vorbild.

Er wollte es allen beweisen: Der geniale Self-Made-Ingenieur Peter Madsen konstruierte das größte selbstgebaute U-Boot der Welt und wollte die Raumfahrt revolutionieren. Nun ist er der Hauptverdächtige in einem bizarren Todesfall.

Angela Merkel erledigt ihr Treffen mit der Generation YouTube gewohnt unaufgeregt und ohne Anbiedern – auch wenn die Netzgemeinde ihr teils ordentlich zusetzt. Wirklich Neues erfährt man nicht, aber immerhin kennen wir nun das Lieblings-Emoji der Kanzlerin.

In der SPD herrscht Euphorie über den Aufschwung unter dem Kanzlerkandidaten Martin Schulz. Dabei hat die Partei schmerzhafte Erfahrungen mit jähen Abstürzen. Wird es diesmal auch dazu kommen oder ist der Hype um Schulz von Dauer?

Interner Zoff, schlechte Umfragewerte – die Grünen gehen mit einer denkbar schlechten Stimmung in das Wahljahr. Der Sinkflug könnte damit zu tun haben, dass die Partei nicht mehr dem Zeitgeist entspricht.

Syrien, Ukraine, Nordkorea: An mehreren Krisenherden der Welt spitzt sich die Situation zu. Einige haben das Potenzial, einen Weltkrieg zu entfachen.

Wie soll Europa mit der Flüchtlingsfrage umgehen? Die Runde bei "Maybrit Illner" ist sich im Detail uneins. Eine Tendenz wird aber klar: Denn die Vorschläge zur Abschottung liegen auf dem Tisch, Rezepte zur Hilfe innerhalb Europas nicht.

Außenminister Sigmar Gabriel fürchtet in der Katar-Krise einen Krieg. Dabei ist der Streit nur ein Nebenschauplatzes einer viel größeren Rivalität, die den Mittleren Osten im Griff hält: Saudi-Arabien und der Iran konkurrieren um die Macht – mittels Stellvertreterkriegen und religiösen Ansprüchen.

17 Monate war er in Nordkorea in Haft, 15 Monate lag er im Koma. Jetzt ist Otto Warmbier tot. Die genauen Umstände sind noch ungeklärt. Bekannt ist aber: Das Lagersystem der Diktatur gilt als Horror mit System. Warmbier hat seine Haft wohl mit dem Leben bezahlt.

Die USA hegen offiziell keinen Zweifel, dass Wladimir Putin die Hacker-Angriffe auf die US-Wahl befohlen hat. Ein ungeheuer klingender Vorwurf, der nüchtern betrachtet aber nichts Neues ist. Ein Cyber-Experte sieht für die Bundestagswahlen keine große Gefahr, wohl aber dringenden Handlungsbedarf.

Im Fall Amri gibt es nicht Neues, drüber reden kann man trotzdem, denkt sich „Maybrit Illner“. Weil der Innenminister zwar frohe Botschaften verkündet, aber nicht als Erklärbär taugt und die Gastgeberin spannende Nachfragen verpasst, hält sich der Erkenntnisgewinn in Grenzen.