Essen (dpa/tmn) - Übung macht den Meister - und Routine kann so manche Gefahrensituation entschärfen. Um Handlungsabläufe zu automatisieren, sollten Motorrad- und Rollerfahrer abseits des Straßenverkehrs das Bremsen und Ausweichen üben, rät das Institut für Zweiradsicherheit (ifz). Denn manchmal zählt jede Sekunde.

Kopf hoch - Unfälle durch routinierte Fahrmanöver vermeiden

Je besser Fahrer ihre Maschine und das Fahrverhalten kennen, umso eher können sie einen Unfall vermeiden und Gefahren ausweichen. Bei Brems- und Ausweichmanövern ist die Blickrichtung sehr entscheidend.

Den Kopf sollte man immer hochhalten, raten die ifz-Experten. Und den Blick geradeaus in die Bremsrichtung lenken, statt gebannt auf das Vorderrad zu schauen.

Bei einem Ausweichmanöver wird in die freie Lücke geschaut und nicht auf das Hinderniss gestarrt. Auch am Ende des Bremsmanövers sollte der Blick oben bleiben. Das hilft, damit man das Gleichgewicht auch kurz vor dem Stillstand nicht verliert.

Dosiertes Bremsen - oder doch voll reinlangen?

Wer ein Motorrad ohne Antiblockiersystem hat, muss das dosierte Bremsen üben. Dabei wird immer entlang der Blockiergrenze der Bremsen gebremst. Blockiert dabei das Vorderrad, muss man die Bremse blitzartig lösen - und dann wieder kräftig Druck aufbauen. Fahrer von ABS-Maschinen sollten trainieren, voll in die Bremse reinzulangen.

Grundsätzlich gilt beim Bremsen: Vorne schnell, aber nicht abrupt einen Bremsdruck aufbauen und diesen zügig maximieren. Auch hinten sollte man von Anfang an mitbremsen. Der Fokus sollte aber auf der Vorderradbremse liegen - ausgenommen davon sind hecklastige Chopper und Cruiser. Kupplung ziehen nicht vergessen.

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