Anfang der Fünfziger importiert der Österreicher Max Hoffman Fahrzeuge von Porsche und VW in die USA. Volkswagen beschließt nach einiger Zeit den Vertrag mit Hoffman als alleinigen Importeur zu kündigen und gründet 1954 Volkswagen of America. Die Geschäftsführer in Wolfsburg eröffnen eine eigene US-Organisation, mit dem Ziel, den damals weltweit größten Automarkt zu erschließen.

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Es gab nur 14 Modelle des Schulwagens

Bereits nach einem Jahrzehnt dominiert VW den Importmarkt, doch der alleinige Verkauf von Fahrzeugen reicht nicht aus, um erfolgreich zu bleiben. Ein Ersatzteil- und Servicenetz soll folgen. Aus Wolfsburg reisen die ersten Mitarbeiter und Ausbilder für Servicetechniker ein. Zusätzlich importiert VW einige ausgerüstete Typ-2-Kombis, mit denen das deutsche Personal zu den Händlern fahren und dort Schulungen abhalten soll. Dies ist die Grundlage für die Mobile Serviceschule von Volkswagen. Die Flotte wächst über die Jahre auf 14 Fahrzeuge. Zu der Zeit sind es die teuersten VWs mit einem Preis von über 5.000 Dollar, was 4.550 Euro entspricht. Ein Preis, von dem VW Bus Fans heute nur träumen können.

Der T1 steht über vier Jahrzehnte in einer Scheune

Der T1 von Sammler Bjornsen stand 43 Jahre lang in einer Scheune in Ohio. Bjornsen trug 10 Lackschichten ab und entdeckte darunter das Geheimnis dieses besonderen Bullis. Das erste Indiz für die wahre Identität des Busses war die Ausstattung. Bjornsen fragte bei Volkswagen an und bekam bestätitgt, dass der Schulwagen im Januar 1955 gebaut und in die USA geliefert wurde. Im Zuge der Restaurierung kamen alle Lackschichten, bis auf die ursprüngliche, ab. Anschließend wurde die Lackierung aufgefrischt und die Logos neu aufgetragen. Die Mechanik erhielt eine Revidierung. Die Geräte und Werkzeuge, die zur einzigartigen Ausstattung des Schulbusses gehören, bauten die Restauratoren wieder ein. Der ganze Prozess dauerte fünf Monate, was für ein so großes Projekt fast an eine Rekordzeit grenzt.  © auto motor und sport

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