Tesla möchte die Gigafactory 4 im brandenburgischen Grünheide deutlich ausbauen. Neben dem aktuellen 300 ha großen Grundstück sollen auf einem zusätzlichen 170 ha großen Gelände ein Fabrikgebäude, ein eigener Güterbahnhof, Lagerhallen, eine Wasseraufbereitung und eine Kita für die Kinder der Mitarbeiter entstehen. Allerdings ist der Gegenwind gewaltig, wie eine Bürgerbefragung, Demonstrationen und sogar ein Brandanschlag zeigten. Grund genug für Elon Musk, mal wieder persönlich an seiner deutschen Fabrik vorbeizuschauen. Am 13. März traf er seine Belegschaft, Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sowie den Berliner Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und bekannte sich zur Werkserweiterung.

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Dabei hatte der geborene Südafrikaner neben seinem Sohn (Name: X Æ A-XII) zwei Überraschungen im Gepäck. Die Erste: Der Ausbau der Gigafactory Berlin-Brandenburg soll die Produktion des neuen günstigen Massenstromers Model 2 ermöglichen. Zum anderen möchte Elon Musk auch den Sattelschlepper Semi in Grünheide bauen. Bald, so versprach er, würden am Berliner Stadtrand eine Million Elektroautos pro Jahr entstehen. Und Tesla will sogar auf einen großen Teil der Waldrodungen verzichten.

Rodung von DDR-Kiefernplantage

Für die geplante Werkserweiterung ist die Rodung von weiteren DDR-Kiefernholz-Plantagen nötig. Als Ausgleich für die bisher gerodeten Flächen hat Tesla in Brandenburg wirtschaftlich nicht mehr nutzbare Flächen mit Mischwald bepflanzen lassen. Trotzdem regt sich Widerstand: Gegner kritisieren, dass durch die Rodungen weniger Frischluft entstünde und dass weitere Lagerkapazitäten auch die Gefahr des Austritts von Gefahrstoffen erhöhten. Andererseits zahlt Tesla allein für das Produktionsstart-Jahr 2022 sechs Millionen Euro Gewerbesteuern an die Gemeinde Grünheide. Geld, dass beispielsweise in den Neubau einer Grundschule fließen könne, wie Gemeinde-Kämmerin Kerstin Lang gegenüber der MOZ betont.

Elon Musk zum Brandanschlag: "extrem dumm"

In welchem Kontext der jüngste Brandanschlag vom 5. März 2024 auf einen Hochspannungsmast bei Freienbrink auch steht – er verzögert sowohl die Elektroauto-Produktion als auch die Ausbaupläne des amerikanischen Autobauers. Tesla-Chef Elon Musk hatte sich den Aufbau einer eigenen Fabrik in der Automobil-Nation Deutschland sicher anders vorgestellt. Auf seiner Plattform X twitterte er: "Das sind entweder die dümmsten Ökoterroristen der Welt oder sie sind Marionetten derer, die keine guten Umweltziele haben."

Werksleiter André Thierig konnte die Produktion nach dem Blackout pünktlich zum Musk-Besuch nach acht Tagen Pause wieder hochfahren. Pro Tag konnte Tesla in dieser Zeit etwa 1.000 Fahrzeuge nicht produzieren. Zusammen mit dem kleinen Aktieneinbruch an der Börse kann der Brandanschlag also durchaus einen Schaden in Milliarden-Höhe verursacht haben. Elon Musk ist entsprechend sauer: "Die Produktion von Elektrofahrzeugen anstelle von Fahrzeugen mit fossilen Brennstoffen zu stoppen, ist extrem dumm."

Baumhäuser wie im Hambacher Forst

Klar scheint, dass der Brandanschlag nicht im Zusammenhang mit der Waldbesetzung von Ökoaktivisten steht. In der Nacht zum 29.02.2024 hatten nämlich etwa 80 Umweltaktivisten das betroffene Waldstück neben der Tesla-Gigafactory besetzt. Aus Protest gegen die Erweiterung haben sie auf dem etwa 100 Hektar großen Gelände Baumhäuser errichtet. Dazu installierten sie fünf bis zehn Meter hohe Plattformen zwischen den meist nackten Kiefern-Stämmen. Die Polizeit möchte das Gelände am 15. März räumen.

Insgesamt handelt es sich bereits jetzt um etwa ein Dutzend solcher Plattformen, auf denen nach und nach die etwa fünf Meter hohen Baumhäuser entstehen sollen. Den Aktivisten, zu denen auch eine Gruppe namens "Robin Hood" gehört, geht es dabei in erster Linie um den Schutz des Trinkwassergebiets. Vor kurzem berichtete der zuständige Abwasserverband über zu hohe Grenzwerte von Phosphor und Stickstoff im Abwasser der Tesla-Fabrik. Auch in der Bevölkerung stoßen die Expansionspläne von Elon Musk auf Widerstand.

Was sagt die Bevölkerung?

Bisher gab es keine repräsentativen Umfragen, wie die ortsansässige Bevölkerung zu Tesla und den Erweiterungsplänen steht. Anfang des Jahres warb der amerikanische Autobauer mit einer Roadshow für Verständnis bei den rund 8.000 betroffenen Bürgern. Auch die Politik ist weitestgehend für den Ausbau der Fabrik. Am Freitag, dem 16.02.2024 endete nun die Stimmabgabe für ein Anwohnervotum.

Die Beteiligung der Grünheider war nach Aussage von Bürgermeister Arne Christiani groß. Die Wahlbeteiligung lag laut Gemeinderat bei rund 70 Prozent. Das Mehrheitsvotum ist eindeutig. Die große Mehrheit in Grünheide ist gegen die Erweiterung der Gigafactory Berlin/Brandenburg. Konkret gab es 3.499 Nein- und 1.882 Ja-Stimmen.

Was hat das Votum für Auswirkungen?

Elon Musk dürfte sich kaum vom Votum der rund 8.000 Anwohner beeindrucken lassen, denn rechtlich bindend ist das Ergebnis nicht. Allerdings hat der Ort über die Gemeindevertretung noch einige Hebel in der Hand, die einen Kompromiss und eine kleinere Lösung erfordern könnten. Elon Musk verkündete bereits, dass die Zusammenarbeit mit der Kommune intensiviert werden soll. Ein neuer Bebauungsplan mit deutlich weniger Platzanspruch und kaum noch Rodungen liegt seit dem 14.3.2024 vor.

Demnach gibt es genügend Möglichkeiten, den Platzanspruch beim Ausbau zu verkleinern. Wenn Tesla beispielsweise schon versiegelte Parkplatzflächen für den Ausbau nutzt und dafür ein Parkhaus baut, könnten einige Hektar Wald gerettet werden. Im neuen Bebauungsplan ist die Rede von etwa 70 ha Wald, der verschont bliebe. Schon jetzt wirbt der Bürgermeister für die angepassten Pläne.

Amt will keine Batteriefertigung in Wasserschutzzone

Das Brandenburger Landesamt für Umwelt (LfU) fordert indes in einer Stellungnahme zu Teslas Antrag auf Erweiterung der Gigafactory 4 eine Änderung eben dieser Pläne. Die geplante Fertigung für Batteriezellen liege genauso zum Teil in einer Wasserschutzzone wie die Prozessabwasserrecycling-Anlage. Darin sieht das LfU "unüberwindliche Hindernisse" für eine Teilgenehmigung.

Tesla weist im Gegenzug darauf hin, dass die Erweiterung der Batterieproduktion nicht Gegenstand des ersten Antrags auf eine Teilgenehmigung sei. Bei der Wasseraufbereitung entgegnet Tesla, dass man nur eine bereits vorhandene Abwasserbehandlungs-Anlage umrüsten werde. Weitere Anlagen zur Wasseraufbereitung werde man außerhalb des Schutzgebietes positionieren.

Größte Autofabrik Deutschlands geplant

Die Tesla Gigafactory 4 im brandenburgischen Grünheide ist jetzt schon einer der größten Industriebetriebe im Osten Deutschlands. Nun will der amerikanische Elektroauto-Hersteller den Standort zum größten Autowerk der Bundesrepublik ausbauen. Der Tagesspiegel berichtet, dass sich die Zahl der Beschäftigten von aktuell 11.000 auf 22.500 mehr als verdoppeln soll. Zudem soll nördlich der bestehenden Haupthalle eine weitere Halle mit einer Kantenlänge von 700 Meter entstehen. Die neue Fertigungsstätte soll bereits 2024 in Betrieb gehen – zumindest zum Teil. Tesla arbeitet üblicherweise bereits in teilweise fertiggestellten Produktionsstätten, während sich andere Teile noch im Bau befinden.

Dem Thema Wasserverbrauch versucht Tesla mit der Ankündigung zu begegnen, dass dieser trotz des massiven Werkausbaus nicht steigen soll. Dafür soll die gesamte Einrichtung einen geschlossenen Wasserkreislauf erhalten. Trotzdem rechnen Politiker und der Hersteller mit weiterer Kritik von Naturschützern – auch, weil für den Erweiterungsbau weiterer Plantagen-Wald aus DDR-Beständen gerodet werden muss.

Aktuell stößt die Gigafactory 4 jährlich 260.000 Fahrzeuge aus – Tesla-Chef Elon Musk möchte den Ausstoß auf eine Millionen Fahrzeuge hochschrauben, was einer Wochenproduktion von zirka 19.230 Fahrzeugen entspricht.

Batterieproduktion durch US-Subventionen verzögert

Die Gigafactory Berlin/Brandenburg soll zudem die größte Batteriefabrik der Welt werden. Das hatte Elon Musk im Jahr 2020 angekündigt. Und tatsächlich begann Tesla in Grünheide bereits mit der Produktion von Batterie-Komponenten. Die eigentliche Zellproduktion soll nun aber hauptsächlich nach Amerika verlegt werden. Grund seien die dortigen steuerlichen Anreize beim Kauf von E-Autos. Dieses Subventionspaket hatte auch insgesamt zu einer Verzögerung der Akkufertigung in Grünheide geführt.

Dennoch soll das Batteriewerk in Grünheide weiter aufgebaut werden, vor allem zur Montage von Batterien, die anschließend in die hier produzierten Tesla-Modelle eingebaut werden. Zudem sollen in Brandenburg auch Elektroden produziert und zur Zellfertigung in die USA verschickt werden. Die komplette Batteriefertigung – also inklusive der Zellen – dürfte sich in Grünheide aber weiterhin verzögern. Die neuen Pläne und der Fokus auf die USA gehen auf den sogenannten "Inflation Reduction Act" zurück – ein Inflationsbekämpfungsgesetz der US-Regierung.

Inflation Reduction Act

Das Gesetz soll die amerikanische Wirtschaft und Kaufkraft stärken und inländische Produktionen fördern. Für Hersteller von Elektroautos bedeutet das Steuererleichterungen beim Bezug von im Inland produzierten Batterien. Endkunden und Verbraucher bekommen ebenfalls Kaufunterstützung oder Rabatte beim Kauf solcher E-Autos. Doch auch in den USA läuft längst nicht alles rund für Tesla. Beim Hochfahren der Batteriefertigung für die 4680-Zellen an den Standorten Texas und Kalifornien gibt es offenbar wegen neuer Produktionstechniken massive Probleme.

Und auch in Grünheide dürften die spontanen Planänderungen für weiteres Chaos sorgen. Tesla plant dennoch eine Erweiterung seines deutschen Werks. Das Brandenburger Wirtschaftsministerium merkt aber an, dass der Autobauer dafür nach wie vor keinen Bauantrag gestellt hat. Anscheinend wartet Tesla weiterhin auf Fördergelder für sein Werk in Grünheide. Die Anfrage hatte Tesla zwar bereits im November 2020 in Brüssel gestellt, aber daraufhin die beantragte Fördersumme so oft geändert, dass der Antrag immer noch in der Prüfung ist. Auf von der EU freigegebene Fördergelder für die Batterieproduktion hatte Tesla verzichtet, weil die Verantwortlichen nicht mit den Vergabe-Bedingungen einverstanden waren.

Produktion verdoppeln

Erst beklagte Tesla-Chef Elon Musk Milliarden-Verluste seiner Fabriken, nun will er die Produktionskapazität seiner Gigafactroy in Grünheide verdoppeln: Von 500.000 Einheiten auf eine Million. Das geht aus dem Haushaltsplan der Kreisverwaltung Oder-Spree hervor: "Das Unternehmen hat zudem angekündigt, Ende 2022 einen Antrag zur Erweiterung des Werks zu stellen, verbunden mit einer weiteren Kapazitätserhöhung von fünfhunderttausend auf über eine Million Pkw pro Jahr."

Die Vorproduktion begann in Grünheide Ende 2021, seit Anfang 2022 läuft die reguläre Serienproduktion, im Juni 2022 war eine Wochenproduktion von 1.000 Model Y erreicht, was einer Verdopplung der Produktionsrate innerhalb von drei Monaten entsprach. Ende 2022 verließen wöchentlich rund 2.000 Autos das Werk, mittlerweile sollen es 5.000 sein. Allerdings hatten die Tesla-Verantwortlichen ursprünglich schon für 2022 eine Wochenproduktion von 5.000 Fahrzeugen geplant.

Die Nachricht über die Kapazitätserweiterung trifft nahezu zeitgleich mit der Vergrößerung der Fabrikfläche ein. 70 Hektar Kiefern-Plantage aus DDR-Zeiten müssen für Erweiterungsbauten weichen. Dafür musste Tesla forst- und artenschutzrechtliche Auflagen erfüllen, die nach Unternehmens-Angaben entweder bereits umgesetzt sind oder sich in der Umsetzung befinden. Dazu zählt, dass der US-amerikanische Elektroauto-Hersteller 300 Hektar Mischwald aufforstet – auf Flächen, die für eine landwirtschaftliche Nutzung nicht mehr geeignet sind.

Umweltschützer bemängeln Brandschutz

Außerdem plant Tesla, seinen Güterbahnhof zu erweitern. Dafür ist allerdings ein neuer Bebauungsplan nötig. Die brandenburgische Landesregierung sieht Teslas Erweiterungsarbeiten als Bestätigung für den Standort. Anscheinend war man verunsichert – schließlich hatten die Amerikaner erst kürzlich ihre Pläne für eine große Batteriefabrik in Grünheide auf Eis gelegt, nachdem die US-Regierung Milliarden-Subventionen für heimische Batteriefabriken beschlossen hatte. Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) bezeichnet Tesla als größten industriellen Arbeitgeber und Ausbilder des Landes.

Die Bürgerinitiative Grünheide und der Verein für Natur und Landschaft in Brandenburg e.V. (VNLB) kritisieren hingegen die weiteren Rodungen. Die Anwohner und Umweltschützer führen an, dass Tesla nicht den Produktions-Ablauf beherrsche und es im Werk immer wieder zu Störungen kommen. Tatsächlich musste die Feuerwehr beispielsweise am 26. September um 3:30 Uhr auf dem Recyclinghof des Werkgeländes zirka 800 Kubikmeter Pappe und Holzreste löschen, wie rbb24 berichtete. Einen Tag später bekam die Märkische Oderzeitung von den zuständigen Behörden die Bestätigung, dass die Gigafactory nach wie vor nicht über eine funktionstüchtige Brandmelde-Anlage verfüge. Tesla arbeite an einer Inbetriebnahme der Brandmelde- und Sprinkler-Anlage – die aktuelle Produktion laufe auf Grundlage eines vorläufigen und von den Behörden genehmigten Brandschutz-Konzeptes. Acht Mitarbeiter patrouillieren rund um die Uhr als Brandschutzwachen durchs Werk, in der Haupthalle sind an drei Standorten Feuerwehr-Fahrzeuge stationiert.

Video: Im Video: Tesla Gigafactory Grünheide

8 Monate Verspätung

Die insgesamt vierte Tesla Gigafactory ist gleichzeitig der erste Produktionsstandort des Unternehmens in Europa und seine bisher fortschrittlichste, nachhaltigste und effizienteste Fabrik. Die Gigafactory Berlin ist neben dem Werk im kalifornischen Fremont sowie den Gigafabriken in Reno (Nevada), Buffalo (New York) und Shanghai (China) die fünfte große Tesla Produktionsstätte weltweit. Obwohl Tesla den ursprünglich für Juli 2021 geplanten Produktionsstart nicht halten konnte, wurde die neue Fabrik in Rekordzeit aus dem Boden gestampft. Nach der Ankündigung im November 2019 begann die Bauphase bereits im Frühjahr 2020. Die Gigafactory vereint auf ihrem 300 Hektar großen Gelände mehrere Produktionseinheiten auf einer Gesamtfläche von mehr als 227.000 Quadratmetern.

30.000 Model Y im Jahr 2022

Bei Vollauslastung werden laut Tesla bis zu 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Autos, Batteriezellen, Batterien, Elektromotoren, Kunststoffteile, Sitze und Achsen herstellen. Besonders gespannt schauen nicht nur Tesla-Fans weltweit auf die Qualität der Fahrzeuge, die aus dem deutschen Werk kommen – die Erwartungen sind diesbezüglich hoch. Mit einer jährlichen Produktionskapazität von aktuell 500.000 Fahrzeugen (ausschließlich Model Y) und einer avisierten Batterieproduktion von bis zu 50 GWh wird die Fabrik laut Tesla die größte Elektroautofabrik Europas sein.

Unklar war bis zum Schluss, ob der regionale Wasserversorger die Gigafactory überhaupt würde beliefern dürfen. Das Verwaltungsgericht Frankfurt (Oder) hatte am 4. März die Genehmigung der Wasserförderung am Brunnen Eggersdorf aus formellen Gründen verworfen – diese Förderung schließt auch Teslas Gigafactory mit ein. Damit wäre laut des zuständigen Wasserverbands Strausberg-Erkner (WSE) die Rechtsgrundlage für die Wasserversorgung entfallen. Das Brandenburger Landesamt für Umwelt (LfU) hat die Rechtsgrundlage mit einer Duldung der Gesamtfördermenge in Höhe von rund 3,8 Millionen Kubikmeter pro Jahr gerettet. Parallel haben sie bei Tesla auch am Thema Wasser gearbeitet. Auf Basis der Erfahrungen in den Gigafactories Reno und Shanghai will Tesla in Grünheide den Wasserverbrauch pro Auto deutlich unter der Branchenschnitt senken: auf 2,2 Kubikmeter statt den üblichen 3,7 Kubikmetern.

Graffitis mit Science-Fiction-Hintergrund

Abgesehen vom großen Produktionsgebäude ist in Grünheide vieles noch Baustelle. Was nicht heißt, dass die Fabrik nicht trotzdem schon ein Hingucker ist. Die großen Beton-Segmente wurden bereits mit spektakulären Graffitis verziert. Alle mehr oder weniger mit einem Bezug zum Science-Fiction-Klassiker Dune "The Spice must flow".

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Deutschland als gefragter Standort

Für Tesla ist Grünheide übrigens nicht der erste Produktionsstandort in Deutschland: Am 3. Januar 2017 übernahmen die Amerikaner den in Prüm (Rheinland-Pfalz) ansässigen Zulieferer Grohmann Engineering. Der in "Tesla Grohmann Automation" umbenannte Maschinenbauer betreibt wiederum weitere Standorte im bayerischen Neutraubling, in Chandler im US-Bundesstaat Arizona und in Shanghai. Das Unternehmen hat das Produktionssystem für den Tesla Model 3 erstellt und baut Montage-Maschinen zur Fertigung von Batteriezellen und -modulen. Mit der Übernahme durch Tesla war der Hersteller gezwungen, seine sämtlichen bestehenden Geschäftsbeziehungen zu mit Tesla konkurrierenden Herstellern wie BMW und Daimler abzubrechen. In Sachen Zulieferer arbeitet Tesla ohnehin schon lange eng mit deutschen Unternehmen zusammen. So kommen wichtige Bauteile von Bosch (Stuttgart), Brose (Coburg), ZF (Friedrichshafen), Continental (Hannover) oder Elektrobit (Erlangen). Selbst Autobauer Daimler liefert Komponenten an seinen Konkurrenten.  © auto motor und sport

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