Fahrradträger schaffen zu überschaubaren Kosten ganz neue Möglichkeiten für schöne Radtouren. Mit dem richtigen System funktioniert der Transport der Drahtesel mit dem Auto unkompliziert und sicher.

Für den Fahrradtransport sind Heckgepäckträger und Dachgepäckträger die gebräuchlichsten Lösungen. Am bequemsten ist der Umgang mit Heckgepäckträgern, weil die Räder hier kaum angehoben werden müssen. Fahrradträger für das Autoheck nehmen in der Regel zwei oder drei Fahrräder auf. Weil die Räder sehr dicht nebeneinanderstehen, kann es jedoch erforderlich sein, einen Sattel abschrauben oder einen Lenker zu verdrehen. Davon abgesehen lassen sich Fahrräder mit einem solchen System leicht verladen.

Solide Befestigung auf der Anhängerkupplung

Heckgepäckträger gibt es zur Verankerung auf der Anhängerkupplung und zur Befestigung an der Heckklappe. Die womöglich einfachste und sicherste Variante ist die Montage eines Heckgepäckträgers auf der Anhängerkupplung. So verfügt der Träger über eine solide Abstützung, die sicheren Halt gibt und das Montieren erleichtert.

Wenn eine Anhängerkupplung vorhanden ist, stellt ein solcher Fahrradträger die naheliegendste Wahl dar. Eine Alternative sind Fahrradträger zur Montage am Fahrzeugheck. Solche Träger gibt es für viele Limousinen, Kombis und sogar Cabrios. Allerdings nicht für alle Modelle, da manche sich nicht für den Anbau eignen – zum Beispiel wegen zu geringer Spaltmaße.

Mit Fahrradträger Geschwindigkeit drosseln

Weil sich die Fahrräder im Windschatten des Autos befinden, geht der Benzinverbrauch nicht allzu sehr in die Höhe. Das Kurven- und Bremsverhalten wird jedoch schlechter. Der ADAC rät deswegen bei Heckträgern mit montierten Fahrrädern zu einer freiwilligen Beschränkung auf 120 km/h. Billig sind Heckträger indes nicht: Solide und große Ausführungen kosten etwa 300 Euro.

Vor dem Verladen auf Gepäckträger ist die jeweilige Gewichtsgrenze zu beachten. Für jeden Träger gelten bestimmte Vorgaben. Bei Kupplungsträgern stellt außerdem die maximale Stützlast der Anhängerkupplung eine weitere Obergrenze dar. Für Fahrräder stellen diese Grenzwerte kein Thema dar. Es kann aber durchaus sein, dass die Belastungsgrenze eines Fahrradträgers mit zwei Pedelecs schon überschritten ist. Zumindest mit montierten Akkus.

Achten Sie außerdem darauf, ob sich Heckgepäckträger von der Heckklappe oder dem Kofferraum wegschwenken lassen. Ist das nicht der Fall, blockieren sie schnell mal den Gepäckraum.

Dachgepäckträger schwer zu beladen

Die Belastbarkeit eines soliden Dachträgers ist meist höher als die eines Heckgepäckträgers. Obendrein sind sie zu Preisen um 100 Euro wesentlich kostengünstiger. Dachgepäckträger lassen sich prima zum Transport sperriger Gepäckstücke verwenden und eignen sich obendrein zur Montage von Transportboxen. Wenn sie nur eben nicht auf dem Dach wären, denn das Verladen von sperrigen und über 10 kg schweren Fahrrädern artet mitunter in Arbeit aus. Das Anheben eines über 20 kg schweren Pedelecs ist da fast schon etwas für Kraftsportler.

Die Montage eines Dachgepäckträgers lässt sich am besten an einer Dachreling bewerkstelligen, wo der Träger festgeschraubt wird. Die Alternative sind spezielle Träger, die auf die Maße des Fahrzeugs abgestimmt sind.

Das Fahrverhalten des Autos wird durch einen beladenen Dachgepäckträger stärker beeinträchtigt als bei Fahrrädern am Fahrzeugheck. Denn der Schwerpunkt wandert deutlich nach oben. Zudem treibt der höhere Windwiderstand den Verbrauch nach oben.

Transport in großen Autos möglich

Bei Kombis, Vans und größeren SUVs ist die einfachste Lösung oft, die Räder in den großen Gepäckraum zu stellen oder zu legen. Zumindest mit abgeschraubten Vorderrädern passen Fahrräder gut in solche Autos hinein. Vorteile: kein Gepäckträger notwendig, sichere und trockene Unterbringung, einfache und schnelle Verladung. Allerdings müssen die Radreisenden dafür meist die Rücksitzlehne umlegen. Außerdem schränkt die Mitnahme des Fahrrads den Stauraum für das Gepäck ein. Wenn der Platz dafür aber noch reicht, ist der Transport im Auto eine praktische Sache.© 1&1 Mail & Media / CF