Wer ein Campingfahrzeug sein Eigen nennt, sieht sich meist alljährlich mit der Überwinterung des Urlaubmobils konfrontiert. Wo steht es sicher? Wie vermeide ich Schäden und was sollte man tun, um im nächsten Jahr möglichst problemlos in die Ferien fahren zu können? Der ADAC gibt hilfreiche Tipps.

Sie möchten Ihr Campingfahrzeug für den Winter fit machen? Dann ist jetzt allerhöchste Zeit. Damit Wohnmobil oder Wohnanhänger ohne Schäden durch die frostige Jahreszeit kommen, sind jedoch einige Pflegearbeiten notwendig – nur dann können Sie Ihr Ferienmobil beruhigt überwintern lassen. Der ADAC hat dazu eine Checkliste zusammengestellt.

Lackschäden und Roststellen

Damit in den nächsten Monaten keine weiteren Schäden entstehen können, empfiehlt es sich, jetzt noch einmal alle Steinschläge und sonstige Lackschäden zu bearbeiten. Das gilt insbesondere für bereits bestehende Rostnester: Salz und Feuchtigkeit können hier bei Nichtbehandlung teure Folgeschäden verursachen. Zudem sollten Sie den Unterboden des Gefährts säubern und auf Schäden checken.

Mit etwas Fett behandeln Sie die Gelenke des Bremsgestänges sowie die Scharniere der Kurbelstützen. Gummi und Türdichtungen freuen sich über einen Silikonstift – der verhindert außerdem das Zufrieren von Türen und Fenstern.

Vermeiden Sie Pilzbefall

Um Schimmel vorzubeugen, sollten Sie das Vorzelt und die Polster trocken und sauber lagern. Ebenfalls ratsam ist das Öffnen von sämtlichen Schränken und Staufächern. Nur so kann die Luft im Innenraum gut zirkulieren und Pilzbefall hat keine Chance. Das Wassersystem bedarf ebenfalls einer Säuberung mit speziellen Reinigungsmitteln, damit Algen und Bakterien sich nicht ausbreiten können. Anschließend sollte das gesamte Wassersystem geleert werden, um Frostschäden zu vermeiden. Dazu gehören: Pumpen, Filter, Warmwasserboiler, Frischwasser- und Fäkalientank.

Camper am besten aufbocken

Der ADAC empfiehlt eine trockene Garage als besten Abstellplatz für den Caravan oder den Wohnanhänger. Wer kein glücklicher Besitzer eines solchen Unterstandes ist und im Freien parken muss, sollte zumindest atmungsaktive Abdeckplanen verwenden. Achten Sie ganz besonders auf das korrekte Verschließen der Gasflasche und trennen Sie sie vom Versorgungsnetz.

Aufgebockt werden das Fahrwerk und die Reifen am besten entlastet. Wer diese Möglichkeit nicht hat, sollte die Stützen herunterkurbeln, um die Reifen zu entlasten. Zusätzlich den Luftdruck um 0,5 bar über den Normaldruck erhöhen. Für Wohnmobile gilt: Gang einlegen, aber Handbremse nicht anziehen (Korrosion), Kühlerfrostschutz kontrollieren (mindestens bis minus 30 Grad) und Batterie abklemmen.  © 1&1 Mail & Media / CF