Das Lenkrad war nicht immer rund: Die ersten Automobile wie etwa den Benz Patent-Motorwagen von 1886 steuerte der Fahrer mit einer Kurbel. Erst später lenkten Fahrer ihr Auto mit runden Lenkrädern durch die Jahrzehnte. In Studien zeigten Hersteller immer wieder Alternativen wie Joysticks, die jedoch oft an zwei Dingen scheiterten: Der unkomplizierten und unübertroffen einfachen Funktion eines runden Lenkrads und der mechanischen Verbindung zwischen Steuer und Rädern.

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Steer-by-wire und eckiges Lenkrad

Die wollen nun einige Hersteller, darunter Mercedes, kappen. Steer-by-Wire spart Platz, wiegt weniger und macht autonomes Fahren leichter. Gibt es keine mechanische Verbindung mehr, kann das Lenkrad außerdem im Cockpit verschwinden, wenn das Auto nach Level 5 autonom fährt. Das ist mit einem eckigen Lenkrad leichter möglich.

Mercedes hat in der Studie One Eleven ein solches eckiges Lenkrad gezeigt. Nach Informationen des Handelsblatt könnte die nächste Generation der Mercedes S-Klasse mit einem eckigen Lenkrad vorfahren. Das würde dann mehr Platz im Cockpit schaffen und einen besseren Überblick bringen. "Die neue S-Klasse kommt voraussichtlich Ende 2027 auf den Markt, fährt dann womöglich teils schon vollautonom", spekuliert das Handelsblatt. Mercedes habe sich dazu nicht geäußert.

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Bisher bietet Tesla für seine S- und X-Modelle ein "Yoke" genanntes Steuerhorn an, das 250 Euro Aufpreis kostet und sich oben nicht greifen lässt. Der Fahrer ist auf die "Viertel-vor-Drei"-Haltung festgelegt und kann beim Rangieren nicht umgreifen. Peugeot baut in seinem I-Cockpit ein oben und unten abgeflachtes Lenkrad ein und ordnet die Instrumente oberhalb des Lenkradkranzes an – was nicht für alle Fahrergrößen gut passt.  © auto motor und sport

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