Es läuft schleppend in puncto Elektromobilität. Ford verzeichnet Milliardenverluste, Porsche kriegt den Taycan schlechter verkauft als gedacht, neue Modelle verzögern sich und Volkswagen weiß nicht, wohin mit seinen ID-Modellen. Selbst Mercedes musste kürzlich die Preise für EQS und Co. auf dem wichtigen Elektro-Markt China um bis zu 30.000 Euro reduzieren. Der Grund? Unzureichender Absatz. Doch Konzernchef Ola Källenius schwimmt gegen den Strom. Für den Strom – und möchte das Budget für Forschung und Entwicklung (derzeit mit 40 Milliarden Euro verbucht) gegebenenfalls aufstocken.

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Glaube an das Wachstum

Auch wenn die Zahlen derzeit mau aussehen (in unserer Bildergalerie sehen Sie die meistverkauften E-Autos Deutschlands), möchte der Mercedes-Boss mehr in die Elektromobilität investieren. "Irgendwann im Laufe dieses Jahrzehnts dreht der Markt. Dann werden wir ein exponentielles Wachstum bei Elektroautos sehen", erklärt Källenius gegenüber dem Handelsblatt. Aber, so der Topmanager weiter, man könne sich nicht vollständig vom Geschehen am Markt entkoppeln. Schließlich entscheiden am Ende die Kunden selbst, was sie kaufen und was nicht. Deshalb hat der Verbrennungsmotor bei Mercedes bislang noch kein definitives Ablaufdatum.

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Aktuell sind auf den deutschen Straßen rund eine Million Elektroautos unterwegs. Das ausgegebene Ziel der Regierung, bis 2030 bei 15 Millionen zu sein, ist praktisch nicht erreichbar. Dafür müssten jährlich zwei Millionen E-Autos mehr zugelassen werden, als bisher, was einem Verkaufsanteil unter den Neuwagen von 90 Prozent entspräche. Derzeit liegt die Quote bei 19 Prozent und der geplante Wegfall staatlicher Subventionen bis 2025 dürfte die Kauflust nicht gerade anfachen. In unserer Fotoshow oben im Artikel sehen Sie die meistverkauften Elektroautos in Deutschland aus dem ersten Halbjahr 2023.  © auto motor und sport

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