Bereits Anfang des Jahres 2019 hatte Ex-Lamborghini-CEO Stefano Domenicali bestätigt, dass die Sportwagen-Marke an einer vierten Baureihe neben Huracan, Aventador und Urus arbeitet und das Modell ein klassischer GT mit einer 2+2-Sitzkonfiguration sein wird. Allerdings würde sich das Modell erst lohnen, wenn der Gesamtabsatz die 8.000er-Marke knackt. Das haben die Italiener mittlerweile erreicht. 2021 konnte der Hersteller aus Sant’Agata Bolognese insgesamt 8.405 Autos an den Mann oder die Frau bringen.

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Lamborghini GT basiert auf SSP-Baukasten

Der noch namenlose GT wird somit das erste Lamborghini-Modell mit reinem Elektroantrieb und baut auf der neuen SSP-Plattform (Scalable Systems Platform) des VW-Konzerns auf, die derzeit entwickelt wird und 2026 erstmals beim ersten Modell des Projekts Trinity zum Einsatz kommen soll. Porsche und Rimac sollen eine sportlicher ausgelegte Version der SSP erhalten. Die dürfte dann auch bei Lamborghini Verwendung finden.

"Leistung ist uns wichtig", sagte Maurizio Reggiani, der ehemalige Forschungs- und Entwicklungschef von Lamborghini, bereits gegenüber der britischen Autocar. "Wir müssen schnell sein, aber nicht in der gleichen Art und Weise wie bei unseren Supersportlern. Die vierte Baureihe ist da etwas anders." Die Lambo GT sollte dann ab 2028 deutlich über 600 Kilometer Reichweite und gleichzeitig Beschleunigungswerte um die drei Sekunden aufweisen.

Erste Teaserbilder deuten Design an

In welche Design-Richtung Lamborghini bei seinem vierten Modell geht, deutete im Herbst 2022 bereits ein erstes Teaserbild an. Nun legen die Italiener mit einer weiteren Grafik nach, auf der die Schulter- und Dachlinie zu erkennen ist. Markentypisch scheint die Frontpartie stark anzusteigen, wobei die Windschutzscheibe die Linie fast nahtlos aufnimmt. Das Dach verläuft gerade nach hinten, um gen Heck sanft auszulaufen. Die Fensterlinie knickt früher ab, wodurch sich eine starke C-Säule ergibt. Die Kotflügel scheinen weit ausgestellt zu sein.

Unter dem über die sozialen Netzwerke verbreiteten Bild steht die Ankündigung: "Etwas Neues und wirklich Aufregendes wird bald enthüllt. 18. August – merken Sie sich das Datum vor." Damit bestätigt Lamborghini, was sich vorher bereits abgezeichnet hatte: Der Hersteller präsentiert seine vierte Baureihe im Rahmen der Monterey Car Week, die in Kürze Fahrt aufnehmen wird. Da das Serienauto erst in etwa fünf Jahren auf den Markt kommt, wird es sich dabei aller Voraussicht nach um eine Konzeptstudie handeln, die auf das neue Modell vorausblickt.

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Lambo-GT ist nicht neu

Ganz neu ist das GT-Konzept von Lamborghini nicht. Eines der ersten Modelle der Italiener nach Gran-Turismo-Machart war der 400 GT 2+2. Es folgten der Islero, der Jarama und der Urraco sowie der Espada. Zuletzt hatte Lamborghini 2008 mit dem Estoque eine viertürige Limousine mit vier vollwertigen Sitzen präsentiert. Angetrieben wurde die 5,15 Meter lange Studie vom 5,2 Liter großen V10 aus dem Gallardo. Erst 2010 gab der damalige und inzwischen wieder amtierende Lambo-Boss Winkelmann bekannt, dass der Estoque (siehe Fotoshow) nicht in Serie gebaut werde.  © auto motor und sport

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