Wir haben den Skoda Octavia Combi 1.5 TSI der dritten Generation auf seine Verbrauchswerte und Kosten abgeklopft. Kurz darauf haben wir das ebenfalls mit dem 1.5 TSI-Aggregat motorisierte überarbeitete Modell dem erbarmungslosen auto motor und sport-Test unterzogen. Und klären die Frage: Welcher Skoda Octavia Combi ist sparsamer und günstiger: der Vorgänger oder der Nachfolger?

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Unser Testverbrauch

Auf dem Papier sollte es der Nachfolger sein, bei der der WLTP-Normverbrauch von 6,3 auf 5,7 Liter gesunken ist. Diesen Wert schafft der Octavia Combi 1.5 TSI im Alltag zwar nicht, aber mit 7,0 Litern im Schnitt ist er sparsamer als der Vorgänger (7,4). Damit ergeben sich für den Tschechen Spritkosten von 8,32 Euro pro 100 Kilometer. Auch die anderen Verbrauchs-Parameter sinken von der dritten zur vierten Octavia-Generation: Auf der Eco-Runde genehmigte sich der Neuling 5,4 statt 5,8 Liter, auf der Pendler-Strecke verbrauchte er 7,0 statt 7,2. Besonders eklatant ist der Unterschied, wenn der 1.5 TSI-Benziner hat rangenommen wird: Dann steigt der Spritkonsum auf 8,9 Liter; beim Vorgänger waren es 10,1. Die Kraftstoffkosten errechnen sich anhand des tagesaktuellen Kraftstoff-Preises auf unserem Partner-Portal mehr-tanken.de (06.09.2023 / Super: 1,89 Euro/Liter).

Monatliche Unterhaltskosten

Eine zurückhaltende Fahrweise wie auf unserer Eco-Runde wird mit geringeren 100-Kilometer-Spritkosten (10,21 Euro) belohnt. Finanziell bestraft wird dagegen, wer besonders sportlich fährt (16,82 Euro für dieselbe Distanz). Bei den Unterhaltkosten steht der nachgefolgte Skoda Octavia Combi 1.5 TSI übrigens ebenfalls besser da als der alte: Die Kfz-Steuer beträgt 98 statt 124 Euro, die Haftpflichtversicherung beläuft sich auf 339 statt 395 Euro im Jahr. Die Extrakosten für Teil- (62 statt 74 Euro) und Vollkasko (375 statt 332 Euro) liegen mal beim alten und mal beim frischeren Octavia niedriger. Zieht man alle Kosten heran, ist Generation vier im Unterhalt jedoch günstiger als der Vorgänger: Bei 15.000 Kilometern im Jahr liegt die Summe bei monatlich 220 statt 237 Euro. Verdoppelt sich die Fahrleistung, steigen die Unterhaltskosten auf 402 Euro; beim Octavia III waren es noch 429 Euro. Den Wertverlust lassen wir in dieser Rechnung außen vor.

So wird getestet

Der auto motor und sport-Testverbrauch setzt sich aus drei unterschiedlich gewichteten Verbrauchsfahrten zusammen. 70 Prozent macht der sogenannte "Pendler-Verbrauch" aus. Dabei handelt es sich um eine Fahrt vom Wohnort zum Arbeitsplatz, die im Schnitt 21 Kilometer misst. Mit 15 Prozent geht eine besonders sparsam gefahrene, ca. 275 Kilometer lange Eco-Runde in die Wertung ein. Die übrigen 15 Prozent entfallen auf die Sportfahrer-Runde. Die Länge gleicht in etwa der Eco-Runde, die Routenführung enthält aber einen größeren Autobahn-Anteil und damit im Schnitt höhere Geschwindigkeiten. Die Berechnungsgrundlage für die Kraftstoffkosten bildet immer die Preisangabe des Portals "mehr Tanken" vom Tag der Artikel-Erstellung.

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Die monatlichen Unterhaltskosten enthalten Wartung, Verschleißteilkosten und Kfz-Steuern bei einer angenommenen Jahresfahrleistung von 15.000 und 30.000 Kilometern ohne Wertverlust. Grundlage der Berechnung sind der Test-Verbrauch, eine dreijährige Haltedauer, Schadenfreiheitsklasse SF12 für Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung bei der Allianz inklusive Vergünstigungen für Garagenparker und die Beschränkung auf bestimmte Fahrer (nicht unter 21). SF12 beutet bei der Allianz einen Rabattsatz von 34 Prozent für die Haftpflicht und 28 Prozent für die Vollkasko.  © auto motor und sport

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