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Jaguar D-Type Neuauflage: Legendärer Rennwagen kommt in Kleinserie zurück

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Mehr als 60 Jahre nachdem der bis dato letzte Jaguar D-Type vom Band rollte, wollen die Briten die unvollendete Produktion des ikonischen Sportwagens wieder aufnehmen. So waren ursprünglich genau 100 Exemplare des inzwischen legendären Briten geplant. Fertiggestellt wurden am Ende nur drei Viertel davon. Nun aber sollen im Rahmen einer Neuauflage auch die verbleibenden 25 Stück realisiert werden – selbstverständlich bis ins kleinste Detail als historisch korrekte Umsetzung der Vorlage. © 1&1 Mail & Media / CF

Mehr als 60 Jahre nachdem der bis dato letzte Jaguar D-Type vom Band rollte, wollen die Briten die unvollendete Produktion des ikonischen Sportwagens wieder aufnehmen. So waren ursprünglich genau 100 Exemplare des inzwischen legendären Briten geplant. Fertiggestellt wurden am Ende nur drei Viertel davon. Jaguar fasst die Initiative schlicht und passend zugleich unter dem Begriff "Continuation Car" zusammen. Es ist schon die dritte dieser Art. So wurden vor dem D-Type bereits Neuauflagen der Jaguar-Klassiker E-Type Lightweight sowie XKSS produziert.
Die Erfahrungen, die aus der Neuauflage des XKSS mitgenommen wurden, sollen nun der Neukonstruktion des D-Type zugutekommen, der ebenfalls bis ins letzte Detail seinem historischen Vorbildern entsprechen soll.
Unter der langen Motorhaube schlummert ein 3,4 Liter großer Reihensechszylinder-Motor mit rund 250 PS. Bereits in seiner ersten Bauphase war der britische Leichtbau-Bolide damit bis zu 250 km/h schnell.
Die Heckflosse hinter dem Fahrerkopf ist das Markenzeichen des D-Type. Weil für den Rennsport gemacht, verfügt das Fahrzeug außerdem über ein Schnellwechselsystem für die Bremsbeläge.
Der sportliche Brite genießt heute ohne jeden Zweifel den Status einer automobilen Legende und ist insbesondere bei passionierten Sammlern begehrt wie kaum ein anderes historisches Fahrzeug.
Zum Legendenstatus des D-Type beigetragen haben gleich mehrere Faktoren beigetragen. Einen Löwenanteil dürften aber seine Erfolge beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans haben.
Gleich drei Mal, noch dazu hintereinander (1955, 1956 und 1957), konnte der D-Type den legendären Langstreckenklassiker an der Sarthe für den traditionsreichen Sportwagenbauer gewinnen.
Hinzu kommt das Zusammenspiel aus schlanken, fließenden Formen, die noch heute zu begeistern wissen, mit der unverwechselbaren Klangkulisse des Reihensechszylinders unter der schier endlos langen Haube.
Tim Hannig, Direktor bei Jaguar Land Rover Classic, fast es wie folgt zusammen: "Der Jaguar D-Type zählt zu den ikonischsten und schönsten Rennwagen aller Zeiten; dazu mit einer herausragenden Bilanz bei den härtesten Langstreckenrennen seiner Epoche. Und er ist noch heute spektakulär."
Die D-Types 76 bis 100 entstehen allesamt vollständig bei Jaguar Land Rover Classic im britischen Warwickshire – in reiner Handarbeit, versteht sich.
Günstig dürften die neuen alten D-Types indes nicht werden. Zwar hat Jaguar für die Langstrecken-Ikone noch keinen offiziellen Preis kommuniziert, eine Orientierung könnte aber die Neuauflage des XKSS geben: Mehr als 1,1 Millionen Euro mussten die Käufer bei dessen Neuauflage berappen – pro Exemplar, wohlgemerkt.
Dafür sollen die gut betuchten Autoenthusiasten mit einem Hang zu Sentimentalität aber auch ein Mitspracherecht bei der Karosserievariante eingeräumt bekommen.
Zur Auswahl steht demnach zum einen die klassische Shortnose und zum anderen die besonders elegante Longnose-Version.
Das erste Exemplar der zweiten Auflage feiert seit gestern (7. Februar 2018) auf dem Salon Retromobile in Paris Premiere.
Noch bis einschließlich den 11. Februar kann das Ergebnis der Mühen von Jaguar Classic in der Stadt der Mode begutachtet werden.
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