Der Ford Mustang, ein Auto wie ein edles Huftier: Schön, stark, schnell. Was aber jetzt ein Mustang-Fan aus China gemacht hat, wird wohl eine Frage des Geschmacks bleiben: Er ließ den Innenraum des Sportwagens mit echtem Pferdeleder ausstatten.

So ernst hat es wohl noch kein Mustangfahrer mit seiner Liebe zum Pferd gemeint: Ein echter Fan des US-Sportwagens dachte sich wohl, dass ein Ford Mustang nur dann vollumfänglich als Pony Car bezeichnet werden kann, wenn auch ein gewisser Anteil an echtem Pferd in ihm steckt. Und so beauftragte er den bulgarischen Tuner Vilner mit dem doch leicht kontroversen Tuningprojekt, das komplette Interieur mit dem Leder von Pferden zu bespannen.

Vilner verleiht dem Ford Mustang Pferde-Interieur

Das Tuningunternehmen, das sich auf Auto-Innenräume spezialisiert hat, stimmte laut dem amerikanischen Magazin "Motor1" zwar auch zu, dass der Auftrag durchaus als kontrovers betrachtet werden kann – der Kunde sei aber eben doch König. Und das Ergebnis sieht – zumindest aus handwerklicher Perspektive – recht ordentlich aus. Immerhin hat Vilner nicht nur die Vordersitze und Rückbank mit dem Leder bespannt, auch das Lenkrad und der Schaltsack sind wie vom Kunden gewünscht nur mit dem besten vom Pferd versehen.

Rote Kontrastnähte und Sicherheitsgurte sollen die Optik weiter aufwerten. Das schwarze Leder glänzt ansonsten an allen Ecken und Enden des Mustang-Interieurs – Pferdefreunde werden die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Als besonderes Extra hat der Tuner sogar einige Stücke echtes Pferdefell verwendet: An den Seitenwangen der Sportsitze ist es flauschig. Wie viele Huftiere für das extravagante Interieur ihr Leben lassen mussten, ist nicht bekannt.

Mustang auch ohne Pferdefell ein echtes Pony Car

Was der Kunde sonst noch am Mustang geändert hat, ist nicht bekannt. Serienmäßig kommt das V8-Modell mit 421 PS und 530 Newtonmeter Drehmoment. Das verwendete Modell hat zudem ein Automatikgetriebe. Was für die Pferdeleder-Sonderanfertigung gezahlt wurde, ist ebenfalls nicht überliefert – es dürfte bei einem Einzelstück bleiben. Wem der Umbau reichlich geschmacklos vorkommt, sollte bedenken, dass schon das Standardmodell von Ford mit einer – wenn auch herkömmlichen – Lederausstattung kommt. Stoff oder Alcantara stehen für den US-Klassiker der neuesten Generation bislang nicht zur Wahl.  © 1&1 Mail & Media / CF