Wird meine Autoversicherung im kommenden Jahr teurer - oder muss ich sogar weniger bezahlen? Für die Beiträge spielen die jährlich neu berechneten Typklassen eine wichtige Rolle. Was sich für wen ändert.

Mehr Autothemen finden Sie hier

Für rund jeden vierten Autobesitzer in Deutschland ändert sich die Einstufung in der Typklasse der Kfz-Haftpflicht. Das teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) nach der jährlichen Neuberechnung mit:

  • Um die 6,1 Millionen Versicherte (15 Prozent) rutschen im Vorjahresvergleich in eine höhere Klasse.
  • Rund 4,6 Millionen (11 Prozent) kommen in eine niedrigere Klasse 11 Prozent).
  • Für fast drei Viertel (74 Prozent) der Versicherten ändert sich nichts: Rund 30,6 Millionen behalten ihre bisherige Typklasse.

Bei der Vollkasko-Versicherung gilt laut GDV:

  • Mehr als die Hälfte der Versicherten (53 Prozent) bleibt in derselben Klasse.
  • 41 Prozent können von einer niedrigeren Einstufung profitieren
  • Rund sechs Prozent rutschen in eine höhere Klasse.

In der Teilkasko ändert sich für die Mehrheit nichts:

  • Für 64 Prozent bleibt es bei der Einstufung vom Vorjahr.
  • Rund jeder Dritte (32 Prozent) rutscht in eine günstigere Klasse,.
  • Vier Prozent rutschen in eine höhere Klasse.

Häufige Schäden eines Modells führen zu höherer Typklasse

Die unverbindliche Typklasse ist eines von vielen Merkmalen, aus denen sich ein Versicherungsbeitrag zusammensetzt. Auch der Wohnsitz etwa ist relevant und spiegelt sich in den Regionalklassen wider.

Für bestehende Verträge bedeuten die neuen Typklassen meist zum 1. Januar 2021 Veränderungen. Für neue Verträge können sie sofort genutzt werden. Die einzelnen Typklassen berechnen sich nach den Schäden und Reparaturkosten, die ein Automodell verursacht. Fallen diese gering aus, kommt es in eine niedrige Klasse. Hohe oder häufige Schäden und Leistungen der Versicherungen führen dagegen zu einer Hochstufung.

In der Kfz-Haftpflicht sind dabei die Schäden des Unfallgegners maßgeblich. Für Kaskoversicherungen ist unter anderem der Wert des versicherten Autos relevant, erläutert der GDV.

  • Modelle mit einer hohen Einstufung sind daher oft PS-starke Autos aus der Oberklasse, Sportwagen oder SUVs.
  • Kleinwagen oder ältere Autos finden sich dagegen eher in den niedrigen Klassen.

So können Sie Ihre Typklasse abfragen

Hier eine Auswahl der Autos, die niedriger als im Vorjahr eingestuft werden:

  • Jaguar F-Type Roadster 3.0
  • Seat Arona 1.5
  • Volvo XC40 D4 AWD
  • Skoda Karoq 2.0 TDI 4x4
  • Mazda 6 Kombi 2.0

Höher als im Vorjahr eingestufte Autos sind laut GDV etwa:

  • BMW 118i
  • Audi Q2 40
  • TFSI Quattro
  • Ford Focus STH 1.0
  • Mitsubishi Outlander 2.0 AWD Hybrid
  • Tesla Model S

Online führt der Verband die Versicherungsklassen auf. Auch eine Abfrage von mehr als 30.000 Fahrzeugen ist auf der Website des GDV möglich. Mit wenigen Klicks erfahren Autobesitzer dort, welche Typklasse für sie gilt. (af/dpa)

ADAC-Umfrage: Die größten Aufreger im Straßenverkehr

Die Liste der Aufreger im Straßenverkehr ist lang. Staus, Auffahren vom Hintermann oder die Ablenkung durch das Smartphone: Eine entspannte Autofahrt kann schnell stressig oder gar gefährlich werden.