Wer im Winter sicher mit dem Auto unterwegs sein will, sollte einige Hinweise beachten. Mit mehr Abstand, geringerer Drehzahl und gelegentlicher Bremsprobe meistern Autofahrer die Herausforderung von Glätte und Schnee. Hier finden Sie sieben wichtige Tipps im Überblick.

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Wer beim Autofahren im Winter wenig Geduld hat, baut schneller einen Unfall. Diese sieben Hinweise zur Sicherheit bei Schnee und Glätte bringen Sie sicher ans Ziel.

Autofahren im Winter: So bekommt man ein besseres Gefühl für die Straßenlage

1. Bremsprobe: Auf glatten Straßen ist der Bremsweg länger als sonst. Wie gut die Reifen greifen, lässt sich herausfinden, indem man auf freier Strecke kurz abbremst - natürlich nur, wenn hinter einem kein anderes Auto fährt. So bekommen Autofahrer laut TÜV Süd ein besseres Gefühl für die Straßenlage.

2. Kurvenverhalten: Lenken und dabei Gasgeben kann das Auto auf verschneitem Untergrund ausbrechen lassen. Deshalb gilt vor Kurven: runter vom Gas und gleichmäßig lenken. Wer in der Kurve bremsen muss, macht das vorsichtig. Bis in den Bereich, in dem das ABS anschlägt, sollte man das Bremspedal nur im Notfall durchdrücken.

Damit es unter diesen erschwerten Bedingungen nicht zu Unfällen kommt, zeigen wir auf, mit welchen Gefahren Autofahrer im Herbst rechnen müssen und wie sie ihr Fahrzeug sicher durch die dunkle Jahreszeit manövrieren.

Tipp: Im zweiten Gang anfahren

3. Drehzahlen: Gegen das Durchdrehen der Räder hilft es, möglichst niedertourig - also mit geringer Drehzahl - zu fahren, rät der ADAC. Kommt das Auto nicht von der Stelle, kann es einen Versuch wert sein, im zweiten Gang anzufahren.

4. Sicherheitsabstand: Der sollte dreimal länger gewählt werden als sonst. So bleiben mehr Zeit und Platz, um zu reagieren, wenn etwa der vorausfahrende Wagen plötzlich ins Schleudern gerät, erklärt der Tüv Süd. Gefahr von Glätte besteht den Experten zufolge besonders häufig in Kreuzungsbereichen, auf Brücken und in Waldschneisen.

Geduld und Vorsicht ist die halbe Miete

5. Gelassenheit: Bei winterlichen Straßenverhältnissen dauert alles etwas länger. Ein grundsätzlicher, aber wichtiger Sicherheitstipp lautet darum: gelassen bleiben und lieber mehr Zeit als üblich für eine Strecke einplanen. Wer zu forsch fährt, provoziert rasch einen Unfall, warnt die Sachverständigen-Organisation Dekra.

6. Räumfahrzeuge: Sie sind meist langsam unterwegs - dennoch bleiben Autofahrer aus eigenem Interesse lieber hinter ihnen. Vor den Räumfahrzeugen ist die Straße nämlich oft noch gefährlich glatt, erklärt der TÜV Süd. Wenn sie einem auf der anderen Fahrspur entgegengefahren, hält man sich möglichst weit rechts, um die Gefahr einer Kollision zu minimieren: Die Schneeschaufel ist oft breiter als das Räumfahrzeug.

7. ABS und ESP: Diese Sicherheitssysteme helfen zweifellos. Doch sie nutzen nach Angaben der Experten nichts, wenn man unvorsichtig ist. Oder wie Dekra es formuliert: "Wer zu schnell in eine Kurve fährt, wird auch mit der neuesten Technik im Straßengraben oder im Gegenverkehr landen." (tae/dpa)